Mein Fremdgeh-Tagebuch

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Ehebruch Fremdgehen Partnerschaft

Da meine Eltern bald in Rente gehen, ihr Haus verkaufen und aufs Land ziehen wollen, muss ich auch mein altes Kinderzimmer langsam ausräumen. Am Wochenende bin ich (w/42) auf meine alten Tagebücher gestoßen, die ich dort immer versteckt habe. Beim Durchblättern ist mir mit Erschrecken aufgefallen, dass ich meinem Mann schon in den ersten fünf Jahren unserer Beziehung sieben Mal fremdgegangen bin. Während unserer Ehe kamen dann noch vier Männer hinzu. <br /> <br /> Nach der zweiten Schwangerschaft bin ich ruhiger geworden und habe mich nur noch alle paar Monate mal mit einem Mann getroffen. Mein Mann hat niemals auch nur im geringsten Verdacht geschöpft. Es tut mir so leid, aber ich glaube nicht, dass ich es ohne Fremdgehen so lange ausgehalten hätte. Von daher hat das unsere Ehe am Leben gehalten. Ich hoffe, dass mein Mann niemals davon erfährt. Ich habe jetzt alle Tagebücher abgescannt und auf meinem Computer verschlüsselt gespeichert. Die Bücher selbst habe ich verbrannt. Das ist Geschichte.

Beichthaus.com Beichte #00039725 vom 11.05.2017 um 13:17:37 Uhr (20 Kommentare).

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In der Probezeit gekündigt

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Boshaftigkeit Hass Ungerechtigkeit Arbeit Berlin

Seit zwei Monaten arbeite ich hier - ich wurde weder richtig eingearbeitet noch eingewiesen. Nun habe ich ja einen Mund zum Reden und kann fragen, was ich auch tat. Ich arbeitete mir quasi den Arsch wund. Meine Kollegin, eine von Wechseljahren geplagte Nebelkrähe, hat das Talent laut zu kreischen, auf den Tisch zu hauen, wenn ihr etwas nicht passt, oder mindestens vier laute Seufzer in eine Minute hineinzupressen. Geheult hat sie schon, sich entschuldigt und mir mindestens 900 Mal gesagt, wie toll doch ihre alte Kollegin war - gut, es kommt auf die Stimmungslage an, manchmal ist sie auch das Letzte! Kurzum, sie geht mir extrem auf die Nerven. <br /> <br /> Nun gut, ich tat mein Bestes auf der neuen Arbeit, um anzukommen - sprang für die besagte Kollegin ein, fragte mich dumm und dämlich. Und für was? Ihnen ist eingefallen, dass sie doch lieber jemanden haben wollen, der sich mit einem bestimmten Thema auskennt und mir kurz vor Ablauf der Probezeit kündigen, da jetzt jemand Bestimmtes für den Job bereit wäre. Eine studentische Hilfskraft. Also haben sie sich quasi überlegt, dass ich zu teuer bin und jetzt eine 400-Euro-Kraft eingestellt. Was auch völlig okay ist, ich habe schon einen neuen Job in Aussicht und es war ja noch in der Probezeit. Dennoch sitze ich gerade in der Praxis und fühle mich so dermaßen ausgenutzt (mache heute übrigens wieder länger, da die Kollegin eine Bootstour geplant hat) und ich überlege, ob ich nicht die Zeit bis zur Kündigung einfach blaumache, den Schlüssel per Post schicke und es mir gut gehen lasse. Ich weiß aber, dass meine Kollegin dann doppelte Arbeit und fast keine Freizeit mehr hätte... Ich bitte um Absolution, denn ich sitze hier, hasse meine Arbeit und wünsche mir Rache.

Beichthaus.com Beichte #00039724 vom 11.05.2017 um 10:19:02 Uhr in Berlin (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Matschgesicht

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Manie Partnerschaft London

Mein Freund (m/34) ist ein Schönling, die Bezeichnungen Sunnyboy oder Milchbubi würden trotz seines Alters auch noch passen. Er arbeitet als Investmentbanker in London und muss gezwungenermaßen, aufgrund des Gruppenzwangs, immer perfekt aussehen. Er ist aber anscheinend schon immer so ein Typ. Meine Ex-Freunde waren eher das Gegenteil. Mit Bart und Körperbehaarung, relaxed, unordentlich und auch beim Sex total spontan. Bei meinem Freund dagegen ist alles exakt geplant: Blowjob, Missionarsstellung, ohne Rausrutschen umdrehen, Doggy, fertig. Am Wochenende, wenn er etwas mehr Zeit hat, lässt er auch mal die Zunge spielen. Ich (w/29) muss gestehen, dass ich es liebe, seinen Kopf stundenlang an meine Mumu zu pressen, sodass er kaum mehr Luft bekommt. Sein Gesicht ist dann am Ende hochrot, verschwitzt und vollgeschnoddert. Ich liebe dieses Matschgesicht, so sieht er wenigstens halbwegs wie ein Mann aus.

Beichthaus.com Beichte #00039721 vom 10.05.2017 um 13:23:08 Uhr in London (Bromley Street) (24 Kommentare).

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Kein Mitgefühl für den Verlust

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Engherzigkeit Ignoranz Unfall Hamburg

Ein guter Kumpel meines kleinen Bruders (Mitte 20) ist vor Kurzem bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen. Den guten Kumpel kannte ich (w) nicht persönlich, aber er soll wohl sehr beliebt und in seinem Umfeld wohl etwas bekannter gewesen sein (öffentlichkeitsbedingt). Er war etwa im selben Alter wie mein jüngerer Bruder. Einerseits tut es mir leid, dass der junge Mann so ums Leben gekommen ist, dass mein kleiner Bruder und die restlichen Freunde einen guten Kumpel verloren haben. In kleinen Teilen fühle ich auch mit der Familie, in die plötzliche eine Lücke gerissen wurde.<br /> <br /> Andererseits ist die eigentliche Beichte, dass es mir langsam auf den Wecker geht, dass um den Tod des jungen Mannes soviel Tamtam gemacht wird: Täglich postet mein kleiner Bruder auf Facebook irgendwelche selbstgemachten Bilder mit dem Konterfei seines Kumpels, dazu irgendwelche Kalenderzitate. Eines ist kitschiger als das andere. Oder er teilt Links von Leuten, die ebenfalls solche kitschigen Bilder erstellt haben. Oder Artikel von Online-Magazinen, die vom Unfall berichten. Das geht so weit, dass mein Bruder inzwischen das Foto vom üblich prall dekorierten Unfallort zum Profilfoto gemacht hat. Inzwischen habe ich das Profil meines Bruders deswegen nicht mehr abonniert.<br /> <br /> Jetzt beschwerte sich mein Bruder via Facebook, dass die Leute achtlos am Unfallort vorbeigehen und -fahren, als sei alles wie immer. Und genau darin liegt der Knackpunkt. So tragisch das auch alles auf der einen Seite ist - mich interessiert der Tod des jungen Mannes auf der anderen Seite überhaupt nicht, denn es sterben jeden Tag Leute. Auch solche, deren Leichen lange unentdeckt in ihren Wohnungen liegen, weil sie keiner vermisste. Um diese Leute, finde ich, sollte mal so getrauert werden. Dennoch: Die vielen schmalzigen Bilder helfen vielleicht bei der Trauer, machen den Mann aber auch nicht mehr lebendig.<br /> <br /> Gleichzeitig hege ich also eine große Gleichgültigkeit gegenüber dem Verstorbenen und fühle mich von jedem Bild aus dieser Kategorie von Mal zu Mal genervter. Eigentlich sollte ich Mitgefühl mit meinem Bruder und seiner Trauer haben, welche mir allerdings fehlt. Das bereue ich.

Beichthaus.com Beichte #00039720 vom 09.05.2017 um 16:30:25 Uhr in 20249 Hamburg (Kellinghusenstraße) (7 Kommentare).

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Kavalier der alten Schule

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Neid Liebe

Ich (w/28) habe gestern Abend allein in einem Hotelrestaurant gesessen (Geschäftsreise) und am Nachbartisch einem älteren Ehepaar beim Abendessen zugesehen. Er nahm ihr den Mantel ab, zog ihren Stuhl heraus und sagte ihr, sie könne bestellen, was sie wolle. Das hat mich zum Lächeln gebracht. Ich hätte die beiden am Liebsten umarmt.

Beichthaus.com Beichte #00039718 vom 09.05.2017 um 11:50:02 Uhr (58 Kommentare).

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