Pixeln

20

anhören

Falschheit Lügen Internet

Vor 7 Jahren habe ich (m) mich auf einer Internetplattform angemeldet. Aus reiner Neugier und als Frau. Es war sehr spannend und ich bekam auch gleich zu spüren, wie Frauen dort behandelt werden. Es ist doch echt erschreckend, wie sich Männer benehmen, wenn sie glauben anonym zu sein. Ich habe mir dort einen recht ansehnlichen Avatar erstellt. Genauer gesagt, sie ist eine virtuelle Traumfrau. Und die Männer umschwärmen sie wie die Motten das Licht. Auf besagter Plattform sind so ziemlich alle Handlungen möglich, die man sich vorstellen kann, und viele Männer gehen nur aus einem einzigen Grund dorthin. Für "Pixelsex", auf der Plattform einfach "pixeln" genannt. Ich gebe zu, dass auch ich neugierig war und das "pixeln" ausprobiert habe. Aber nach einem heftigen Lachkrampf war dieses Thema für mich erledigt. Ich kann nicht verstehen, warum dort viele echtes Geld ausgeben um in den Genuss von zappelnden Pixeln zu kommen.

Was mich etwas erschreckt, ist die Tatsache, dass ich voll in meine virtuelle weibliche Identität eintauche, wenn ich mich einlogge. Meine drei größten Ordner im Inventar heißen Haare, Schuhe, Kleidung. Ich habe da wohl schon etwa 1.000 Paar Schuhe angesammelt. Und etwa genau so viele verschiedene Frisuren, die man dort einfach per Mausklick wechseln kann.
Aber es muss ja alles passen. Für jede Gelegenheit das richtige Outfit. Und natürlich die passenden Schuhe dazu. Man soll mir ja dort die Frau abnehmen. Und in den ganzen 7 Jahren hat auch noch nie jemand daran gezweifelt!
Etwas schwierig wurde es, als vor einiger Zeit das "voicen" eingeführt wurde. Also wahlweise nicht mehr mit der Tastatur schreiben, sondern Headset aufsetzen und sprechen. Es dauerte aber nicht lange, dann wurde ein Echtzeit-Voicemorpher eingebaut. Also: Stimme gekauft, leicht modifiziert, Problem gelöst. Aber was sich Frau da anhören muss, das ist unglaublich. Manche Vertreter meines wahren Geschlechts scheinen verbal in der Urzeit stecken geblieben zu sein. Teilweise ist das so extrem, dass ich mich fast schäme, ein Mann zu sein. Ich halte mich dort sehr zurück, gehe keine virtuellen Beziehungen ein. Schon allein deshalb, weil ich mir ständig vor Augen halte, dass am anderen Ende vor dem Bildschirm ein echter Mensch sitzt, der auch Gefühle hat. Und damit will ich nicht spielen.


Das einzige, was ich bereue, ist, dass ich dort gute virtuelle Freunde habe, die ich leider nie im wahren Leben kennenlernen werde. Es sind Leute, mit denen ich dort viel erlebt habe. Wir haben gemeinsam Probleme aus dem wahren Leben besprochen und bei der Lösung geholfen, so gut es ging. Auch mir wurde aus einem absoluten Tiefpunkt in meinem Leben heraus geholfen, allein schon dadurch, weil ich dort immer einen Zuhörer und tröstende Worte fand. An manchen Tagen war ich schon fast soweit, den Voicemorpher abzuschalten und meine wahre Identität preiszugeben. Und ich weiß, ich werde es irgendwann in näherer Zukunft auch tun. Ich möchte mich hier schon bei meinen Freunden entschuldigen. Auch wenn ich damit rechnen muss, dass es einigen von ihnen genau so geht. Es hat als Spaß und aus Neugier angefangen, und bis jetzt habe ich nicht den Mut aufgebracht, das zu beenden. Bitte verzeiht mir.

Beichthaus.com Beichte #00030319 vom 08.10.2012 um 23:50:32 Uhr (20 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mein Auslandsjahr in China

17

anhören

Unreinlichkeit Ekel Gesundheit

Vor ein paar Jahren habe ich ein Auslandsjahr in China verbracht und musste zwischendurch medizinisch behandelt werden, da ich in der Provinz, wo ich gelebt habe, sehr krank geworden bin. Die Zustände dort wünsche ich wirklich niemandem. Nicht nur, dass es kein Versicherungssystem gibt und Behandlung nur gegen Vorkasse erfolgt, die hygienischen Umstände sind auch unvorstellbar. Wir haben an einer Schule gelebt, an der die Toiletten aus zehn Erdlöchern bestanden und durch kleine Vorsprünge voneinander getrennt waren, ohne Licht und Waschbecken, dafür mit Ratten. Sie mussten von den Schülern durchgespült und ausgeschaufelt werden. Den Gestank vergesse ich nie im Leben. Ich möchte beichten, dass wir am Ende nur noch einen Eimer in unserer Wohnung benutzt haben und den Inhalt immer aus dem Fenster gekippt und mit Wasser nachgespült, falls denn welches aus der Leitung kam. Mit der Zeit gewöhnt man sich mehr oder weniger daran, nicht immer fließendes und vor allem nie warmes Wasser zu haben. Ein Jahr ohne Dusche war zwar hart, aber was solls. Wir hatten dauernd Probleme mit dem Magen. Wer isst auch schon rohes Schweinefleisch, Hühnerköpfe und Innereien vom Fisch?
Nach sechs Wochen mit Infusionen in der Hand und von neugierigen Chinesen umringt, ohne dass irgendeine Form der Besserung eintrat, bin ich schließlich dank der Versicherung mit einem Arzt in ein Krankenhaus für Ausländer nach Peking ausgeflogen worden. Am Flughafen dort musste ich richtig dringend aufs Klo. Alles war besetzt und er hat auf mich gewartet. Nach so langer Zeit abgestumpft und aus der Not heraus bin ich dann einfach in den Putzraum daneben, den man nicht mal abschließen konnte, und habe mir den Putzeimer mit Lappen gesucht und alles stehen lassen, weil ich es nirgends hinschütten konnte. Im Nachhinein habe ich dort viele eklige Dinge getan. Ich gestehe, dass ich in Deutschland ungefähr zwei Monate gebraucht habe, bis meine Haut nicht mehr braun vom Schmutz war.

Beichthaus.com Beichte #00030303 vom 03.10.2012 um 20:12:50 Uhr (17 Kommentare).

Gebeichtet von islandno77
In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Katzenfreund

35

Hass Tiere Gesundheit Frankfurt

Ich (m) bin eigentlich ein echter Haustierfreund. Meine Familie hatte seit jeher einen oder mehrere Hunde und ich bin seit Kindesalter an die Marotten, die unsere lieben tierischen Freunde besitzen, daher gut gewohnt. Ich habe aber in letzter Zeit einen tief sitzenden […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00030287 vom 25.09.2012 um 23:14:20 Uhr in 60320 Frankfurt (35 Kommentare).

Gebeichtet von schnudel
In WhatsApp teilen

Die Körperhygiene meiner Freundin

58

anhören

Ekel Unreinlichkeit Feigheit Steinberg am See

Meine Freundin ist einfach ekelhaft. Es geht um ihre Körperhygiene. Jedes mal wenn wir Sex haben, stinkt das ganze Schlafzimmer nach Arsch. Das ganze Bettlaken ist eingesaut und mit Bremsspuren übersät, weil sie es nicht mal schafft sich richtig den Arsch abzuwischen. Sie stinkt aus dem Mund, weil sie sich nie die Zähne putzt und eine Dusche ist auch nur einmal die Woche drinnen. Nun zu meiner Beichte: Ich bin zu faul, sie deswegen zu verlassen, obwohl ich es eigentlich möchte. Aus reiner Bequemlichkeit, weil ich zu träge bin mir eine Neue zu suchen, lasse ich das ganze Elend über mich ergehen und mir die Bude weiter zustinken.

Beichthaus.com Beichte #00030269 vom 17.09.2012 um 00:34:27 Uhr in 92449 Steinberg am See (Bachstrasse) (58 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Harter Dozent

43

anhören

Faulheit Ignoranz Studentenleben

Ich (m/28) bin wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Uni und neben Forschung auch für die Ausbildung diverser Studenten zuständig. Ich leite eigentlich alles, von Großkursen bis hin zum kleinen Laborpraktikum mit nur 12 oder weniger Teilnehmern. Das macht mir sogar Spaß, auch wenn meine wissenschaftliche Arbeit dadurch zu kurz kommt und das Niveau vieler Studenten sich immer mehr Richtung Gosse entwickelt.
Vor einiger Zeit sollte ich einen ausländischen Studenten betreuen der das reguläre Laborpraktikum scheinbar verschlafen hat aber von meinem wirklich warmherzigen Chef eine zweite Chance bekommen hat. Ich stimmte also meine Arbeit der nächsten zwei Wochen auf diesen Studenten ab. Er erwies sich als nett, neugierig und nicht großartig mehr tollpatschig als alle Studenten seines Semesters. In der zweiten Praktikumswoche fehlte er jedoch zwei Tage unentschuldigt. Daraufhin bin ich zu meinem Chef um ihm zu erklären, dass ich keine zusätzlichen zwei Tage extra für den Studenten aufbringen will, es aber auch nicht einsehe, dass er mit zwei Fehltagen durch den Kurs kommt. Eine Lösung hatte ich auch gleich parat: Am letzten Tag des Praktikums erschien mein Student wieder, jedoch ohne ein Wort der Entschuldigung. Da ich nicht in der Bringschuld war fragte ich auch nicht nach dem Grund seines Fehlens und drückte ihm für jeden der zwei Fehltage einen wissenschaftlichen Artikel in die Hand. Diese sollte er bearbeiten und baldmöglichst vor der versammelten Arbeitsgruppe vortragen.


Was man mir dabei vorwerfen kann? Ich wusste, dass die Artikel für einen Studenten seines Semesters viel zu harte Kost sind. Und ich wusste, dass er den Schein für diesen Kurs dringend braucht, um rechtzeitig seinen Bachelor-Abschluss zu machen. Denn sollte er nach neun Semestern noch immer keinen Abschluss haben, wird er zurück nach Afrika geschickt bzw. abgeschoben. Ich beichte also, dass ich diesem Studenten absichtlich einen großen Stein in den Weg gelegt habe, er sich seitdem nicht blicken lassen hat und ihm mit seinen acht Semester nun langsam die Zeit davon läuft. Eventuell muss ich auch beichten, dass ich es immer wieder so tun würde, da ich es nicht einsehe, dass so viele Studenten denken man könne sich zum Abschluss durchbummeln. Ich habe mir mal sagen lassen, dass ich unter den Studenten als harter Dozent gelte. Ich denke das jedoch nicht. Vielmehr denke ich, dass es den Studenten hierzulande mit ihrer Noteninflation und sinnfreien Studentenprotesten noch viel zu gut geht und sie, anders als Gleichaltrige mit einem regulärem Ausbildungsberuf, keine Ahnung haben was arbeiten bedeutet.

Beichthaus.com Beichte #00030268 vom 16.09.2012 um 22:56:29 Uhr (43 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht