Film Casting

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Boshaftigkeit Völlerei Medien Ebhausen

Ich habe vor ein paar Jahren für ein Filmstudio im Casting Bereich gearbeitet. Man muss sich das nicht ganz so schlimm vorstellen wie in den TV Shows, aber es bewerben sich wirklich Personen, bei denen man nur noch den Kopf schütteln muss. Nach dem Motto berühmt um jeden Preis. Irgendwann hatten wir mal eine weibliche Hauptrolle für eine Serie zu besetzen, sehr großer Andrang. Mit einigen der Damen hätte ich vermutlich ins Bett gehen können, wenn sie die Rolle gekriegt hätten.
Schließlich war eine dabei die sehr gut auf die Rolle passte, sehr schlank und gut aussehend. Leider keinerlei Erfahrung als Schauspielerin und meiner ersten Einschätzung nach nicht unbedingt so klug. Wir haben uns einen Spaß erlaubt und ihr gesagt, dass sie für die Rolle im Prinzip passen würde, sie müsse aber mindestens dreißig Kilo zunehmen, es würde sich um eine sehr mollige Hauptrolle handeln. Nach einem halben Jahr bei einem ganz anderen Casting taucht sie wieder auf und hat tatsächlich dreißig Kilo zugenommen und meint nun zu uns, ob sie die Rolle kriegen kann. Ich habe in diesem Moment meinen Glauben an die Menschheit verloren. Mein Kollege hatte einen Lachflash, der noch zwanzig Minuten angedauert hat. Sie ist rausgestürmt und hat hoffentlich eine Diät gemacht.

Beichthaus.com Beichte #00030274 vom 18.09.2012 um 22:09:43 Uhr in Ebhausen (31 Kommentare).

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Schlankheitswahn

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Hass Falschheit Ernährung Partnerschaft

Ich (m/25) möchte beichten, dass ich bei meiner Freundin (23) gute Miene zum bösen Spiel mache. Als wir vor einem Jahr frisch verliebt waren, war sie noch etwas molliger als jetzt (nicht dick). Sie hat dann begonnen, eine Diät und Sport zu machen. Sie hatte mehr Erfolg, als ich eigentlich erwartet hatte, und nahm tatsächlich ab, wenn auch sehr langsam. Zuerst hatte ich auch meine Freude daran, denn das eine oder andere Kilo weniger verlieh ihr etwas mehr Schwung, sie freute sich über ihre kleinen Erfolge, ihre (sehr weibliche) Figur kam besser zur Geltung und im Bett fühlte sie sich wohler, war experimentierfreudiger und konnte sich auch besser fallen lassen. Aber damit war es natürlich nicht getan. Nein, man muss weiter abnehmen. Inzwischen nervt es mich nur noch und jedes Gramm mehr wird mir langsam zur Reue - ihr Körper wird immer straffer und schlanker, die Brüste kleiner, die Hüften schmaler, und sie freut sich, all ihre Freundinnen loben, unterstützen und bewundern sie, toll. Und ich? Ich trauere ihm langsam hinterher, das bisschen Hüftspeck, der volle Hintern, der sich noch gut und gerne anpacken ließ, die ehemals vollen, größeren Brüste vermisse ich auch. Aber das sage ich ihr natürlich nicht, sondern lächle nur halbherzig, und wenn sie sich mir dann nach dem monatlichen Wiegen wieder um den Hals wirft und freudevoll ihre neuen Erfolge verkündet, und sage nur noch: "Ja Schatz, das hast du toll gemacht!", denn meine Stellungnahme: "Ich mochte deine alte Figur" hatte sie mir nie geglaubt und alles andere macht sie wütend. Anmerkung: Momentan ist sie nicht dünn, sondern schlank. Ich glaube nicht, dass sie magersuchtgefährdet ist.

Beichthaus.com Beichte #00030273 vom 18.09.2012 um 21:50:46 Uhr (29 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Türschloss knacken

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Manie Neugier Waghalsigkeit

Ich (m/21) habe mir kürzlich ein Lockpick-Set bestellt. Für jene, die es nicht kennen: Das ist Werkzeug, mit dem man Schlösser öffnen kann. Es macht wirklich unheimlich Spaß und jedes geöffnete Schloss ist ein Erfolgserlebnis. Von diesem Sport gibt es übrigens auch richtige Meisterschaften. Jedenfalls bin ich natürlich noch nicht besonders gut und übe mich derzeit sozusagen in der Kinderklasse, nämlich bei Vorhangschlössern. Nun bin ich nicht gerade reich und habe deswegen keine Lust mir ständig neue Vorhangschlösser zu kaufen, die eh relativ schnell wieder auf sind. Deswegen schleiche ich seit einiger Zeit dauernd nachts in den Keller und mache mich über die Schlösser der anderen Wohnungsbesitzer her. Wenn ich eines offen habe, dann sperre ich danach wieder zu, picke es wieder und das Ganze von vorn. Ich öffne die Abteile nicht und habe auch kein Interesse etwas zu entwenden.
Allerdings habe ich jedes Mal, wenn ich das mache Angst erwischt zu werden. Und das natürlich auch zurecht, denn wenn mich jemand dabei erwischt wie ich an seinem Schloss rumfummle und ich sage "Ich will nur üben", habe ich wahrscheinlich im besten Fall ein paar Fausthiebe zu erwarten. Trotzdem werde ich unten weitermachen, undzwar so lange, bis ich jedes einzelne Schloss einmal geöffnet habe. Ich kann einfach nicht anders. Interessant ist auf jeden Fall, dass sogar ein Dilettant wie ich, die meisten Vorhangschlösser in einigen Sekunden offen hat.

Beichthaus.com Beichte #00030272 vom 18.09.2012 um 17:18:23 Uhr (26 Kommentare).

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Diktatur im Kindergarten

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Hochmut Stolz Ungerechtigkeit Kindergarten Kinder Neustadt am Rübenberge

Ich hatte damals das Glück, sowohl zum richtigen Zeitpunkt geboren worden zu sein, als auch eine liebe Mutti zu haben, weswegen ich erst mit 7 eingeschult wurde. Das machte mich eine ganze Weile zum Ältesten Kind im ganzen Kindergarten. Da es sich um einen Großkindergarten handelte, der vor allem eine nahe gelegene öffentliche Einrichtung und deren Mitarbeiter versorgte, soll das schon was heißen, bei rund 60 Kindern in 5 Gruppen. Im Nachhinein eine absolut tolle Zeit: Die Erzieher waren lieb und äußerst kompetent, das Spielzeugangebot mehr als luxuriös. Jedoch gab es einen Umstand, der mich meine ganzen frühen Jahre verfolgt hatte: Einen Mangel an guten Schaufeln. Dazu muss ich noch sagen, dass es üblich war, erstmal nach dem Mittagessen gemeinsam Zähne zu putzen und dann möglichst schnell ins Freigehege zu stürmen. Auf dem Weg dahin befand sich eine für unsere Verhältnisse damals riesige Box mit allem möglichen an Sandspielkram. Besonders beliebt waren Schaufeln und Spaten. Davon gab es sowohl eine billige, stumpfe Variante, mit der man total mies buddeln konnte, und dann noch die richtig guten Deluxe-Dinger. Wer älter, größer, schneller oder einfach nur harte Ellenbogen hatte, griff sich die guten Teile. Der Pöbel musste den Rest nehmen. Gelebter Sozialdarwinismus im Zwei-Kastensystem!

Als ich dann irgendwann aufgrund der natürlichen Rangfolge in die höhere Kaste aufstieg, entschied ich mich, diesem System ein Ende zu bereiten und entwickelte ein System zur gerechten Verteilung der Schaufeln. Erst mit körperlicher Gewalt etabliert, dann noch ein bisschen Heul-Manipulation mit Hilfe der Erzieher konnte ich unter den Mitkindern durchsetzen, dass die guten Schaufeln von mir und 2 damaligen Freunden (ebenfalls ältere) ausgeteilt wurden. Jeweils 3 Kinder bekamen eine gute Schaufel, womit innerhalb von kleinen Spielgruppen die Verteilung gewährleistet wurde. Wollte einer innerhalb einer Gruppe nicht seinen Spielgefährten die gute Schaufel abgeben, haben wir umgehend exekutiv den Missstand beseitigt. Was keiner wusste: Wir haben uns selbst vorher jeder eine der neuesten und besten Schaufeln beiseite gelegt; natürlich nur als Hoheitsanspruch unserer gütigen Verwaltung!
Im Nachhinein kommt mir das so unglaublich lächerlich wie genial vor, trotzdem möchte ich beichten, dass ich mit 6 Jahren meine erste kommunistische Mikronation erschaffen habe und im guten Glauben meiner Spielgefährten an die gerechte Umverteilung selbst bereichert habe, und das alles mit Hilfe eines ausgewählten Kaders an persönlichen Gefährten. Ich bin mittlerweile absolut unpolitisch.

Beichthaus.com Beichte #00030271 vom 18.09.2012 um 14:24:17 Uhr in Neustadt am Rübenberge (33 Kommentare).

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Der zwei Cent Tanker

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Boshaftigkeit Hass Shopping Ulm

Ich (m/22) ärgere mit meinem Tankverhalten gerne die Kassierer. Beispielsweise tanke ich für 40,02 Euro und bezahle dann mit einem Fünfziger. Meistens bekomme ich 10 Euro zurück, da sie sich wegen den 1 oder 2 Cent nicht die Mühe machen wollen, das Kleingeld zusammenzusuchen. Ab 3 Cent wird meistens ausgezahlt. Ich freue mich immer darüber, den Ärger in deren Gesichter zu sehen. Ich finde es unverständlich, dass es bei Benzin zum einen die dritte Nachkommastelle gibt und zum anderen könnten sie ihre Zapfsäulen auch so einstellen, dass das Benzin in 5 Cent Schritten ausgegeben wird. Ich empfinde mein Handeln als kleinen Beitrag, der ein Zeichen gegen das System setzt. Würde das jeder so machen, gäbe es solche dämlichen Preise und Abrechnungen nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00030270 vom 18.09.2012 um 08:28:15 Uhr in 89081 Ulm (Jungingerstraße) (25 Kommentare).

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