Schwerhörigkeit gegen Schläge

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Betrug Familie Gesundheit Berlin

Ich (w/33), beichte, dass ich meine Verwandten, Freunde und Bekannten, eigentlich alle, die mit mir zu tun haben, an der Nase herum führe. Am besten erzähle ich die Geschichte von Anfang an: Als Kind und Jugendliche bekam ich Zuhause oft Ohrfeigen. Manchmal von meiner Mutter, meistens aber von meinem Vater. Nicht eben mal schnell eine geklatscht, sondern meistens fünf oder sechs hintereinander, alle auf die gleiche Wange. Während meine Mutter immer nur genau auf meine Wange schlug, ging bei meinem Vater schon mal was in den Bereich von Mund, Augen und Ohren. Eines Tages, ich war schon 16 und wurde immer noch geohrfeigt, schlug ich sozusagen zurück. Nachdem ich wieder mal geohrfeigt worden war, tat ich später beim Abendessen so, als könne ich nicht richtig hören. Meine Eltern waren sehr erschrocken. Am nächsten Morgen beim Frühstück spielte ich das Spiel weiter. Ich sagte, mein rechtes Ohr sei in Ordnung, aber auf dem linken könne ich kaum etwas hören. Nach zwei Tagen ging ich mit meiner Mutter zum Ohrenarzt. Er sagte, er könne nichts feststellen, aber Schwerhörigkeit könne man kaum diagnostizieren, man müsse sich auf die Aussagen des Patienten verlassen. Ich bekam von nun an nie mehr Ohrfeigen und meine Eltern waren ziemlich bedrückt und schuldbewusst. Ich hatte erst vor, die Schwerhörigkeit auf meinem linken Ohr wieder verschwinden zu lassen, fand aber dann doch zunehmend Gefallen daran, denn es bot mir die schöne Möglichkeit, viele Dinge einfach zu überhören. Und jetzt lasse ich es, wie es ist.

Beichthaus.com Beichte #00030725 vom 27.01.2013 um 23:38:26 Uhr in Berlin (Landsberger Allee) (22 Kommentare).

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Das überteuerte Geburtstagsgeschenk

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Dummheit Morallosigkeit Habgier Liebe

Ich (w) hatte Geburtstag und ein Freund, der schon lange was von mir will, hat mich gefragt, was ich mir wünsche. Ich habe ihm als Scherz den Link zu einer Tasche und dem passenden Gürtel einer sündhaften teuren Marke geschickt. Er hat das Ernst genommen und mir das Geschenk im Wert von etwa 500 Euro gemacht. Jetzt denkt er, wir stünden kurz vor einer Beziehung. Vergebt mir, dass ich ihm wehtun muss und er denkt, ich hätte ihn ausgenutzt, aber die Handtasche ist einfach unbeschreiblich schön.

Beichthaus.com Beichte #00030724 vom 27.01.2013 um 23:18:57 Uhr (28 Kommentare).

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Die Schattenseiten der freudigen Ereignisse

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Unglaube Verzweiflung Falschheit Neurosen

Ich möchte beichten, dass ich Freude und Rührung komplett heuchele, wenn mir ein Paar beziehungsweise eine Person von einer Schwangerschaft / Verlobung / Hochzeit / Geburt erzählt. Ich setze mein strahlendstes Lächeln auf und selbst Tränen in den Augen vor Rührung bekomme ich im Zuge meiner schauspielerischen Meisterleistung problemlos hin. Das alles mache ich nur, da ich im Laufe meines Lebens die Erfahrung gemacht habe, dass es sich gehört, sich angesichts eines derartigen Anlasses zu freuen. Denn in Wirklichkeit finde ich es existenziell bedrohlich, wenn ein Kind auf dem Weg ist, und auch an eine glückliche Ehe glaube ich nicht. Diese Dinge sind für mich der Anfang vom Ende. Vielleicht wird sich meine Einstellung demgegenüber auch irgendwann ändern. Bis dahin "freue" ich mich für alle strahlenden Pärchen der Welt und heuchele Glückwünsche, während ich vor meinem inneren Auge schon Wochenbettdepression, Scheidung und Ehebruch kommen sehe.

Beichthaus.com Beichte #00030723 vom 27.01.2013 um 20:05:55 Uhr (18 Kommentare).

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Ärger in der Edel-Boutique

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Aggression Misstrauen Vorurteile Shopping

Neulich war ich (w/21) nach langer Zeit mal wieder in einer dieser Edel-Boutiquen in der Innenstadt shoppen. Ich verdiene eben gutes Geld und gönne mir auch mal was davon. Leider hat man in meinem Alter und mit Jeans über dem Hintern nach Meinung der Verkäuferinnen in diesen Läden wohl nichts zu suchen. Prompt kam auch wieder eine von ihnen angeschlichen, verfolgte mich extrem unauffällig durch das ganze Geschäft und beobachtete mich, als müsste sie befürchten, ich würde den kompletten Laden ausräumen. Nach einer Weile wurde sie ziemlich pampig und meinte von oben herab: "Ich denke nicht, dass SIE hier etwas Passendes finden, das ist eher gehobene Preisklasse." Mir wurde es dann zu bunt und ich wollte auch gehen, aber nicht einfach so. Ich habe also meine Nase angehoben und sie gefragt, was sie sich einbilde, wer sie denn sei und ob sie denn nicht wisse, wer ich bin und so weiter. Dabei wurde ich immer lauter und sie immer kleiner, bis nach ein paar Minuten ihre Vorgesetzte dazu kam und fragte, was los sei. Ich, schon schön in Rage, nahm mir dann die andere vor, wo sie denn ihre Arbeitskräfte hernehme, wieso ich mir denn so ein Verhalten bieten lassen müsse und Ähnliches. Beide haben sich noch etwa 50 Mal entschuldigt, bevor ich gehen konnte. Ich beichte hiermit, dass ich Gleiches mit Gleichem vergolten und die Dame eventuell in große Schwierigkeiten gebracht habe, aber ich lasse mich eben nicht gerne wie einen potenziellen Dieb behandeln.

Beichthaus.com Beichte #00030722 vom 27.01.2013 um 12:41:17 Uhr (30 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Hörner abstoßen - zu dritt

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Diebstahl Fremdgehen Trunksucht Wollust Last Night Wien

Nach sechs Jahren Beziehung habe ich meine Treue zu meinem bisher einzigen Freund gebrochen. Nicht nur, dass wir uns immer mehr auseinander gelebt haben, es reizte mich auch immer mehr, das zu tun, was andere Menschen mit Anfang 20 zu tun gedenken: Sich die Hörner abstoßen. Im Leben hätte ich nicht geglaubt, dass ich dazu in der Lage wäre, meinen Partner zu betrügen. Nachdem ich mir aber in einem Club in Wien mit Cocktails das Leben süßgeschlabbert hatte (man könnte auch sagen, die Kante gegeben), habe ich zwei junge Männer angesprochen. Nach reichlichem Flirten und noch ein paar Whisky Cola mehr hat sich einer der beiden gefragt, ob wir bei ihm zu Hause weiter feiern. Ich hatte erst abgelehnt, aber ein Kumpel hatte mich dann angestachelt, doch mit zu gehen und meinen Spaß zu haben. Und auf einmal saß ich mit den zwei fremden Kerlen im Taxi. Wir müssen wohl alle ziemlich viel Stuss von uns gegeben haben, so entsetzt kopfschüttelnd, wie unser Fahrer mich die ganze Zeit im Rückspiegel ansah. Letztendlich drückte er mir dann noch besorgt seine Karte in die Hand.


Mir war zu diesem Zeitpunkt gar nicht bewusst, worauf das Ganze hinauslaufen sollte, bis wir in der Wohnung standen und die Jungs sich die Shirts heruntergerissen hatten. Dass das Ganze ein Dreier werden sollte, ging irgendwie an mir vorbei, aber das war mir dann auch egal. Ich genoss den Augenblick. Die begeisterten Blicke, als sie mich meines BHs entledigten. Die wahnsinnig sanften, gefühlvollen Küsse, von denen ich nicht wusste, das sie existierten. Jetzt weiß ich, dass mein Freund schlecht küsst. Es war wahrlich nicht der beste Sex in meinem Leben und die Zwei waren sicher nicht die besten Liebhaber auf Erden, aber es gehört definitiv zu meinen bisher interessantesten Erfahrungen. Der Morgen darauf war etwas schwierig für mich, da mir die beiden Schnapsleichen weder ein Telefon noch eine Auskunft über meinen Standort erteilen konnten. Weil ich nichts außer den leichten Klamotten an meinem Leib dabei hatte, hab ich ihnen 50 Euro und einen Sweater geklaut und bin für immer aus ihren Leben verschwunden. Ich bereue den Diebstahl ein wenig, den Ausrutscher aber seltsamerweise überhaupt nicht.

Beichthaus.com Beichte #00030721 vom 26.01.2013 um 15:40:51 Uhr in Wien (Oberlaaer Straße) (38 Kommentare).

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