Ich lebe nur noch online!

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Trägheit Faulheit Dummheit Maßlosigkeit Sucht Studentenleben

Ich verschwende mein Leben am Computer. Es hilft auch nicht, dass ich begabt bin - wenn ich mein Potenzial nicht nutze, ist es so, als hätte ich von niemals eines gehabt. Ich verbringe viel zu viel Zeit online. Lasse mein Leben schleifen. Ich weiß, dass es falsch ist, aber innerlich laufe ich immer vor dem Schmerz davon. Ich studiere mit positiven Erfolgen, aber viel zu langsam. Ich verhalte mich faul und verzogen. Ich schiebe Prüfungen auf und es zerreißt mich innerlich. Ich finde immer etwas Besseres zu tun - oder glaube das zumindest. Ich habe schon zu viel Pornografie konsumiert und dazu masturbiert.

Obwohl ich weiß, welche verheerende Wirkungen regelmäßiger Pornokonsum auf den Pärfrontalkortex, die graue Gehirnmasse, Erinnerungsvermögen, das Dopaminsystem und Reward-Center des Gehirns hat, habe ich schon so oft nachgegeben. Und mir dann geschworen es nie wieder zu tun und wieder versagt. Ich lebe mein Leben nicht, ich warte, ich vegetiere und sieche dahin, und ich weiß, was zu tun wäre und tue es nicht. Das ist eine Todsünde und es bricht mir das Herz, dass ich zu dumm und zu willensschwach bin, um mein Leben in die Hand zu nehmen, um etwas zu ändern. Etwas muss sich ändern, so jedenfalls kann ich nicht weiterleben. Nicht als selbstgefälliger, fauler Zeitverschwender.

Beichthaus.com Beichte #00039064 vom 14.12.2016 um 22:17:16 Uhr (17 Kommentare).

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Gefangen in der Warteschleife

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Betrug Lügen Faulheit Telefon Arbeit

Ich beichte, dass ich als Callcenter-Agent einer Hotline bei einem DSL-Anbieter keine Lust auf die Gespräche mit Kunden habe. Ich schalte daher mein Telefon auf stumm, bevor ich einen Anruf entgegennehme, damit die Anrufer keine Hintergrundgeräusche hören, bevor ich sie direkt auf "Halten" drücke. Die Musik, die dann kommt, gleicht der in der Warteschleife. Daher denken die Kunden, sie befänden sich noch in der Warteschleife. Nach ungefähr sieben Minuten lege ich einfach auf und hole mir den nächsten Kunden ans Telefon, mit dem ich dasselbe mache. Damit diese Praxis meinem Chef nicht auffällt, tue ich manchmal sogar so, als würde ich mit den Kunden sprechen. Ich weiß, dass die Teamleiter nicht erkennen können, ob ich einen Kunden auf Halten gedrückt habe oder tatsächlich mit ihm spreche. Lediglich an Tagen, an denen die Anrufe mitgeschnitten werden, arbeite ich wirklich, das weiß ich aber im Voraus.

Beichthaus.com Beichte #00038167 vom 01.05.2016 um 00:56:07 Uhr (7 Kommentare).

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Junge Eltern sind nichts Schlechtes!

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Rache Hochmut Vorurteile Schule Kinder

Ich (w/25) bin mit 17 Jahren ungewollt schwanger geworden. Mittlerweile geht meine Tochter schon in die Schule. Es ist kein Geheimnis, dass ihre Eltern etwas jünger sind. Die meisten anderen Eltern verhalten sich mir gegenüber ganz normal und meine Tochter ist ein gern gesehenes Verabredekind. Es gibt aber zwei Mütter, die es auf mich abgesehen haben. Eine davon ist ungefähr 46 Jahre alt. Sie hat Kunstgeschichte studiert und danach nie wieder gearbeitet. Sie leben in einem sehr schönen und teuren Haus. Ihr Sohn ist sehr schlecht in der Schule, aber sie ist der felsenfesten Überzeugung, dass er hochbegabt sei. Ich helfe ab und an mit bei Schulveranstaltungen und habe sie auf der Arbeit (ich arbeite in einer Apotheke) getroffen und sie freundlich gefragt, ob sie spontan für den morgigen Tag einen Kuchen backen könne. Sie meinte, dass sie anderes zu tun habe. Ich habe dann noch einmal vorsichtig nachgefragt, ob es doch nicht ginge, da eine andere Mutter abspringen muss, weil ihre Oma ins Krankenhaus gebracht wurde. Sie wurde sauer und meinte, dass ich so schlecht organisiert sei und ich ja mit 17 schon schlecht mit der Verhütung organisiert war und dass ich nicht meinen muss, meinen Mann (auch der Vater) als den Vater meiner Tochter zu verkaufen.


Ich war sehr wütend und hätte ihr am Liebsten eine kräftige Ohrfeige gegeben, aber damit hätte ich sie ja bestätigt. Meine Wut auf diese unverschämte Person wuchs immer mehr. Dazu finde ich es ganz schlimm, wenn eine Person so dermaßen von sich überzeugt ist. Direkt nach der Arbeit habe ich also völlig erniedrigt drei verschiedene Kuchen gebacken. Am nächsten Tag war der Tag der Aufführung, wo ich auch mit meinem Mann hinging. Leider setzte sie sich nicht allzu weit entfernt von uns hin. Sie beschwerte sich laut, dass ihr Sohn es nicht leicht hat bei der Klassengröße und hochbegabte Kinder sich oft vom Unterricht ausklinken, da sie unterfordert sind. Das Gelaber war kaum zu ertragen. Mein Mann flüsterte mir ins Ohr: "Sag jetzt bloß nicht, dass ihr Sohn einfach überfordert ist." Ich musste etwas grinsen. Danach startete die andere Mutter, die mich auch nicht mag, eine Diskussion, ob man keinen Kuchenverkauf für Spenden an Flüchtlinge machen könne, und schaute mich vorwurfsvoll an. Zum Glück wurde die Aufführung angekündigt. Da kam dann der Sohn von ihr mit offenen Schnürsenkeln rein. Er rief nach seiner Mutter, sie solle ihm den Schnürsenkel zu machen. Ich wunderte mich sehr, dass er mit acht Jahren nicht gelernt hat, sich die Schuhe zu binden, obwohl sie doch den ganzen Tag Zeit hat, ihm das beizubringen.


Plötzlich kam mir die Idee, dass ich doch eigentlich auch fies sein kann: Ich wollte unbedingt, dass ausgerechnet meine Tochter jetzt diejenige ist, die ihm die Schuhe zubindet. Da sie meinen Blick im Publikum suchte, konnte ich ihr mit Zeichensprache das Zeichen geben, sie solle ihm die Schnürsenkel zubinden. Sie rief seiner Mutter zu: "Ich mache das eben, dann musst du nicht erst aufstehen." Grandios, das ist mein Mädchen! Dann machte ihm mit einer flotten Selbstverständlichkeit eine Schleife. Die Mutter wurde feuerrot, während sich die anderen das Lachen verkneifen mussten und ich dachte nur, dass das einer der besten Momente meines Lebens war, auch wenn es wohl nicht die feine Art ist, seine Kinder zu instrumentalisieren.

Beichthaus.com Beichte #00037998 vom 06.04.2016 um 15:58:32 Uhr (25 Kommentare).

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Wenn die lieben Kollegen ihr wahres Gesicht zeigen

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Zwietracht Rache Kollegen Ungerechtigkeit Arbeit

Ich weiß nicht weshalb, aber gerade eben ist mir (w) ein Erlebnis eingefallen, welches schon viele Jahre zurückliegt. Mir wurde eine Ungerechtigkeit zuteil. Damals bekam ich eine befristete Stelle in einem kleinen Laden, der sozial tätig war. Ich arbeitete zwar nur halbtags, jedoch verdiente ich sehr gut. Das Arbeitsklima war von Freundlichkeit geprägt, man konnte mit jedem normal reden, Scherze machen und auch ernstere Themen besprechen. Dort waren einige, die Sozialstunden abarbeiteten, und auch Ehrenamtliche. Wochen und Monate vergingen, mir gefiel diese Arbeit immer mehr. Mit einer Ehrenamtlichen kam ich immer öfter in Gespräche, die manchmal auch privat waren. Aber das störte mich nicht, ich redete gerne mit ihr.

Bis ungefähr zwei Wochen vor meinem letzten Tag. Es war ein Freitag, da war es üblich, dass immer abwechselnd eine vom Team etwas zur gemeinsamen Pause mitnimmt. Belegte Brote, was auch immer. Ich hörte besagte Ehrenamtliche schon herumfragen, wer was will. Nachdem sie dann unseren Abteilungschef fragte, was er sich wünschte, wollte sie schon losgehen. Aber er fragte dann, ob sie mich schon gefragt hat. Sie flüsterte ihm zu: "Nein, sie kriegt nichts, sie hat nie etwas mitgebracht." Ich habe sie sehr wohl gehört, ließ mir aber nichts anmerken. Als dann Pause war, ging ich in die Küche und sah am Tisch ein paar Sandwiches liegen. Schön im Korb hergerichtet, Teller standen bereit. Es saßen sie und zwei andere Ehrenamtliche schon am Tisch und tranken Kaffee. Ich setzte mich dazu und nach kurzem Zögern fragte ich, ob ich mir was nehmen darf. Die eine schaute mich nicht mal an und sagte eiskalt Nein. Auf meine Frage warum, sagte sie, dass ich nie etwas mitgebracht hätte.

Ich war zu perplex und zutiefst verletzt, also bin ich rausgegangen und habe eine geraucht. Eine kleine Rache musste her. Nichts abartiges, aber es sollte ihr einen kleinen Stoß versetzen. An einem Tag gegen 12 Uhr beendete ich meine geliebte Arbeit. Fast alle, denen ich etwas schenken wollte, waren da. Die Ehrenamtlichen hatten heute frei, aber das störte mich nicht. Ich schenkte den Kollegen eine kleine Schachtel Pralinen, wohlgemerkt eine vom höheren Preisniveau. Darauf klebte ich eine Schleife, soll ja nett aussehen. Kurz bevor ich ging, ging ich noch zum Abteilungschef und bat ihn, für diese Eine mein Abschiedsgeschenk zu überreichen. Das war etwas ganz Besonderes. Ich besorgte mir eine kleine Schachtel und ein Blanko-Lieferscheinbuch.

Dieses Buch legte ich in die Schachtel, dazu schrieb ich noch einen Zettel, auf dem stand: "Liebe Soundso, vielleicht hast du es nicht mitgekriegt, aber mit deiner Aktion mich auszuschließen, hast du mich sehr verletzt. Deshalb habe ich die ideale Lösung dafür gefunden. Mit dem beiliegenden Lieferscheinbuch kannst du dir jederzeit einen Charakter bestellen. Du musst nur unter Empfänger deinen Namen und Anschrift eintragen. Als Absender empfehle ich dir entweder deine Mutter oder einen Psychiater. Viel Erfolg!"

Unterschrieben legte ich den Zettel auf das Buch, sie sollte ihn ja zuerst lesen. Dann verpackte ich alles mit Glitzerpapier und einer überdimensionierten Schleife. Leider, oder auch zum Glück, weiß ich nicht, wie sie reagiert hat. Vielleicht war sie beleidigt, oder empört. Unterschwellig wusste ich, dass dies wohl keinen positiven Effekt auf sie haben wird. Denn zwischen diesem einen Freitag und meinem letzten Tag, ignorierte ich sie. An einem Morgen hat sie mich gegrüßt, ich aber sie nicht. Sie wunderte sich nur, warum ich keine Antwort gab. Ich weiß, kindisches Verhalten meinerseits. Aber mit solchen Leuten, die offenbar keinerlei Schuldgefühle besitzen, will ich nicht einmal mehr reden. Ganz besonders deswegen, weil es so plötzlich kam. Am Tag davor unterhielten wir uns noch ganz normal, so wie immer. Wie dem auch sei, ich habe mich gerächt. Und weil ich ja im Grunde nichts davon hatte, will ich das hier nun beichten. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00037281 vom 23.12.2015 um 07:08:34 Uhr (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Frau Jahrmarktpony und Herr Esel

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Fetisch Peinlichkeit Partnerschaft

Ich (w/22) möchte beichten, dass mein Freund (24) und ich oft so tun, als seien wir Angestellte eines fiktiven Kreditinstitutes, der "Eselbank". Wir beide haben nämlich eine Leidenschaft für Esel und Jahrmarktponys. In der oben erwähnten Bank ist mein Freund der Personalchef namens Herr Esel Eins und ich seine Sekretärin und gleichzeitig Empfangsdame, Frau Jahrmarktpony Eins. Wenn wir im Bett liegen, führen wir ständig fiktive Telefonate - im Namen der Eselbank. Hierbei kann es sich um Personalgespräche, Serviceleistungen oder auch Kreditbewilligungen handeln. Das Ganze geht so weit, dass wir sowohl für die Telefonwarteschleife als auch für unsere Smartphones als Klingelton einen Werbejingle komponiert haben. Uns ist bewusst, dass diese Aktivitäten nicht normal sind, aber es bringt uns viel Freude und wir tun ja niemanden etwas damit. Ich bitte um Absolution für unsere Albernheit.

Beichthaus.com Beichte #00036625 vom 13.09.2015 um 19:11:57 Uhr (24 Kommentare).

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