Keine Ästhetik in der Ehe

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Engherzigkeit Hass Ekel Partnerschaft

Ich muss gestehen, dass ich nach drei Jahren Ehe anfange, meine Frau zu abstoßend zu finden. Alle 1,5 Jahre hat sie ihre Konfektionsgröße komplett geändert (von 36 auf 38 auf 40). Es gab hier eine Beichte, wo der Mann seine Frau angeblich mästet. Blödsinn! Das machen die Weiber schon von alleine. Im Gegensatz dazu habe ich mein Gewicht gehalten und bin rank und schlank. Sie trägt Schlafanzüge und Bettsocken! Hallo! Wir sind beide so eben über die dreißig. Da schläft man nackt oder in knappen Hemdchen und statt Socken tragen die Frauen Halterlose. Aber auf der anderen Seite, wer will schon eine aus dem Leim gehende Frau in Strapsen sehen? Und ihre neue Frisur der Marke Wischmob ist einfach nur abartig. Ja, ich kann verstehen, dass lange Haare anstrengender sind als diese Omafrisur, aber hätte sie damit nicht warten können, bis sie 75 Jahre ist? Ich habe mit ihr über all dies geredet, aber sie will es nicht ändern. Für sie steht Bequemlichkeit im Vordergrund. Aber das Schlimmste an ihr ist, dass sie seit knapp zwei Jahren schnarcht.

Ich meine nicht einfaches, lautes Atmen. Nein, schnarchen! Schnarchen der übelsten und lautesten Sorte. Es ist das reinste Horror-Schnarchen mit Atmungsaussetzern, lautem Sabbern, Schnaufen, Husten und Röcheln. Es ist furchtbar. Ich schnarche nachweislich nicht! Und ich bin auch ein sehr ästhetischer Mensch. Ich kann das alles nicht ertragen. Aber ich sitze dann jede Nacht wach und mit geballter Faust neben ihr, geweckt vom Horror-Schnarchen, und möchte ihr am liebsten voll eine reinzimmern. Immer und immer wieder. Ich entwickle ungeheure Aggressionen gegen sie. Und als sie sich neulich Nacht, laut schnarchend umdrehte und dabei fett flatulenzte, war ich kurz davor, sie ins Schlachthaus zu bringen. Ich wollte einfach nur, dass diese Beleidigungen für mein Auge und Ohr, dass dieser Angriff auf mein ästhetisches Empfinden, dass dieses sich gehen bzw. hängen lassen und dumpf in den Tag hinein zu leben, dass diese Angriffe auf mein Seelenheil endlich aufhören. Ich muss mich scheiden lassen.

Beichthaus.com Beichte #00024868 vom 30.09.2008 um 15:21:40 Uhr (85 Kommentare).

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Das tote Kind in meinem Arm

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Verzweiflung Gewalt Tod Kinder

Ich (m/23) muss etwas Schreckliches loswerden, das mein bisher ziemlich positives Leben in einen Abgrund gestürzt hat, aus dem ich seit dem Vorfall nicht mehr rauskomme. Es ist jetzt vier Monate her. Einer meiner besten Freunde, dessen Frau, ihr 6 Monate altes Baby und noch zwei Kumpels waren an unserem Dorfbach einen Ausflug machen, mal wieder über "alte Zeiten" quatschen etc. Das kleine Baby war natürlich die Hauptattraktion, ein richtig süßes zartes Kind! Mit kleinen Fingern, die sich im Schlaf immer ganz leicht um deinen Finger gelegt haben, wenn du ihn der Kleinen hingestreckt hast. Sie hat ganz viel gelacht und richtig Wärme verströmt, man konnte nicht anders, als zurücklachen bei der Kleinen, und in der Gegenwart meiner Kumpels war es nicht mal mir peinlich, mit ihr rumzualbern, obwohl ich damals einen auf harten Kerl gemacht habe. Jeder durfte sie dann mal auf den Arm nehmen, und bei mir ist sie dann ganz langsam eingeschlafen, worauf ich ziemlich stolz war. Aber das hätte ich niemals zugegeben. Wahnsinn, wie sie da lag mit den Händchen zu Fäusten geballt, aber trotzdem völlig wehrlos und auf absoluten Schutz angewiesen!

In dem Moment war ich wirklich am Überlegen, den ganzen Machoscheiß sein zu lassen und mit meiner damaligen Freundin ein Kind zu bekommen, vielleicht in zwei Jahren oder so. Wir saßen dann am Boden auf einer Decke und haben gepicknickt, die Kleine durfte ich immer noch halten, aber sie lag ganz ruhig da. Auf einmal macht sie eine so überraschend starke Bewegung! Sie hat sich total gewunden ganz kurz nur, aber ich verfluchtes Arschloch war einfach nicht drauf vorbereitet und sie ist mit dem Kopf auf dem Steinboden unter der Decke aufgeschlagen! Ich wollte sie noch auffangen, habe es aber nicht geschafft. Oh Gott, ich kann nicht beschreiben, wie schrecklich das ausgesehen hat, der kleine empfindliche rosa Kopf da am Boden und wie mein Freund geschrien hat. Und sie wollte einfach nicht ihre Augen wieder aufmachen!! Seitdem schießen mir nachts die Bilder, wie mein Freund sich panisch über sein totes Kind, von dem er mir so viel Schönes erzählt hat, gebeugt hat und alle nach einem Arzt geschrien haben, und wie in mir die Welt zusammengebrochen ist, durch den Kopf. Mein Freund hat mir verziehen, meine Freundin ist weg, aber das Schlimmste ist, dass ich mir vor dem Spiegel nicht mehr in die Augen sehen kann.

Es war dieser eine verpasste Augenblick, ein einziges Mal Totalversagen, den ich mir nicht verzeihen kann. Ich habe seitdem viel über mich gelernt, besonders, ehrlich zu mir zu sein, und mein naives Gehabe zu vermeiden, aber wie habe ich dafür bezahlen müssen! Ich hasse meine Vernünftigkeit, die mich daran hindert, mich selbst aufzugeben, ich hasse mich selbst und meinen Freund, weil er mich nicht verstößt und mich nicht wenigstens einen kleinen Teil der Schuld büßen lässt. Keiner in meiner Arbeit weiß davon, ich lebe nach außen hin genauso weiter. Innen ist alles ein eingestürztes Kartenhaus, das auch diese Beichte nicht aufbaut. Ich kann nur hoffen, dass sich ein wenig von dem Menschen, der ich einmal war, irgendwann wieder durchsetzen kann, aber Kinder werde ich mir niemals gönnen.

Beichthaus.com Beichte #00024840 vom 26.09.2008 um 19:33:32 Uhr (83 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Ode an die Frau

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Wollust Fetisch Manie Innsbruck

Ich liebe die Farben der Frauen.
Prall gefüllte, schwarze Tops.
Lächelnde Lippen.
Breite Klapperschlangengürtel.
Schmelzende Eiswürfel auf dunkelbraunem Tresenholz.
Lichtreflexe auf schwarzen Lederhandtaschen.
Auf Handrücken geschriebene Kugelschreibernummern.
Hauchdünne Stringschnüre über den Hüften.
Nasse Haare auf nasser Haut.
Tequillazitronen auf sonnengebräunter Haut.
Baumwollene Hotpants.
Pulsierende Zigarettenglutpunkte.
Weit aufgeknöpfte, weiße Blusen.
Seide auf nackter Haut.
Eine schneeweiße Wochenendgeliebte.
Malibublaue Augen.
Blitzlicht auf nackter Haut.
Der Abdruck eines nassen Hinterns.
Glänzende Meerwasserhaut.
Eine Schublade voller Nacktfotos.
Ein am Lampenschirm baumelnder Slip.
Das Lächeln einer Unbekannten...

Versteht mich einer?

Beichthaus.com Beichte #00024823 vom 24.09.2008 um 19:08:09 Uhr in Innsbruck (62 Kommentare).

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Mein Freund soll mich verehren!

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Habgier Verzweiflung Selbstsucht Partnerschaft Begehrlichkeit Wien

Ich möchte beichten, dass ich sehr egoistisch bin. Mein Freund ist angehender Student und wird in einer Zweier-WG wohnen. Allerdings bezieht er nur das Kindergeld von seinen Eltern und muss sich davon die Wohnung, Haushalt, Lebensmittel und sonstige Annehmlichkeiten finanzieren. Ich will, dass er arbeiten geht, jedoch regt er sich immer auf, wenn ich auf das Thema zu sprechen komme und sagt, dass er sicher nichts arbeiten wird. Dabei habe ich nur Angst, dass er nicht genug Geld hat, um mir schöne Sachen zu kaufen, oder mich zum Essen einzuladen.

Ich erwarte von meinen Freund überhaupt, dass er mich verehrt, Geschenke macht und mich verwöhnt. Leider lässt das alles sehr zu wünschen übrig. Ich habe versucht, ihn mit anderen Burschen eifersüchtig zu machen, aber diese Taktik ist leider nicht aufgegangen. Würde ich ihn nicht lieben, hätte ich schon längst Schluss gemacht. Außerdem möchte ich beichten, dass die Umstände mit meinen Freund überhaupt etwas kompliziert sind. Immer, wenn ich am Wochenende bei ihm übernachte, muss ich mir eine Geschichte ausdenken, wo ich bin und was ich mache, die ich dann meinen Eltern und Freunden präsentieren kann. Der Grund liegt darin, dass ich auch männlich bin.

Es wäre alles viel einfacher, wenn meine Eltern und Freunde davon wüssten, allerdings traue ich mich nicht, es ihnen zu sagen. Es belastet schon sehr, immer lügen zu müssen, und mit niemandem darüber reden zu können.

Beichthaus.com Beichte #00024822 vom 24.09.2008 um 18:57:22 Uhr in Wien (22 Kommentare).

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“Beichte

Betrogen - gefilmt!

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Fremdgehen Verzweiflung Zorn

Betrogen - gefilmt!
Hallo liebe Gemeinde, ich sitze hier gerade am Computer meiner Freundin, während sie exakt hinter mir auf dem Bett schläft. Wir sind seit fast 4 Jahren zusammen. Ich musste drei Monate lang für ein wichtiges Praktikum in meinem Studiengang weg und bin erst seit einigen Tagen wieder hier. Vor drei Stunden hat mein ehemals bester Freund hier angerufen - natürlich wusste er nicht, dass ich schon wieder hier bin. Genauso war ich auch über seinen Anruf verwirrt. Wie dem auch sei, ich habe von ihm erfahren, dass sie mir mit ihm fremdgegangen ist. Unmittelbar nach dem Telefonat kamen ihre Eltern, mit denen ich BESTENS klarkam und auch oft etwas zusammen unternommen habe, heim (sie wohnt immer noch bei den Eltern). Ich bin also runter und habe mein Herzweh dargelegt.

Irgendwie habe ich aber komische Blickwechsel untereinander aus dem Augenwinkel mitbekommen. Das Ende vom Lied: Sie hat die drei Monate ohne mich nicht ausgehalten und hatte halt "Bock", wie man so schön sagt. Damit es nicht ganz so schlimm ist, hat sie es natürlich mit jemanden getrieben, den ich mag. Mit ihren Eltern war abgesprochen, dass diese den Mund halten und ich davon NIEMALS etwas erfahren soll (jetzt fragt mich nicht warum ihre Eltern davon wissen). Zudem kommt noch, dass ich ihr bald einen Heiratsantrag machen wollte - in einem Jahr habe ich mein Bachelor und kann meine schon zugesagte Stelle antreten und wäre deshalb, genauso wie sie, bereit gewesen zu heiraten.

Das nenne ich Ironie des Schicksals. Ich lese seit geraumer Zeit regelmäßig Beichthaus.com und habe mich stets über mein tolles Leben gefreut und es dadurch auch wirklich zu schätzen gelernt! Nun sitze ich hier und warte auf den ersten Bus der kommt, während ich mich dauernd Frage, wie man mit so einem ruhigen Gewissen schlafen kann. Zu meiner Beichte: Aufgrund einer Missbildung bei der Nasenscheidewand ist meine EX-Freundin dazu verdammt im Schlaf extrem laut und aggressiv zu schnarchen und zu sabbern. Ich habe mich gerade als Regisseur profiliert und werde das Video demnächst in das Intranet ihrer Firma laden.

Doch jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, merke ich gerade, dass diese Tat meine Situation auch nicht besser macht. Dann beichte ich eben, dass ich nicht zur "dunklen Seite" wechsel, ich nicht auf ihren Körper irgendwelche Fäkalien versprühe, oder gar ihre Zahnbürste in meinen After schiebe. Ich bleibe so wie ich bin und versuche eine Frau, meinen Vorstellungen entsprechend, zu finden.

Beichthaus.com Beichte #00024793 vom 21.09.2008 um 05:05:41 Uhr (74 Kommentare).

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