Sündenbock für den Juniorchef

44

anhören

Betrug Waghalsigkeit Habgier Wacken

Ich sehe unserem Juniorchef sehr ähnlich. Er hält sich für Schumi und rast mit seinem Cayenne wie ein Irrer durch die Straßen. Ich übernehme hin und wieder schon mal seine Punkte, gebe in den Schreiben an, dass ich gefahren sei, und bekomme reichlich Asche dafür. Ich selber habe kein Auto, da ich fünf Minuten Fußweg von der Firma entfernt wohne. Nun hat er aber vor einigen Monaten ein richtig mieses Wochenende gehabt - mit viel Pech an roten Blitzampeln und mobilen Blitzern. Es kam Schlag auf Schlag. Wir einigten uns darauf, dass ich alles übernehme. Jetzt habe ich seinetwegen meinen Lappen abgegeben. Mein Lohn: 5000 Euro bar und sein nagelneues Mountainbike. Ach ja, und drei Tage Sonderurlaub. So etwas nennt man Win-win-Situation!

Beichthaus.com Beichte #00024745 vom 15.09.2008 um 10:27:01 Uhr in Wacken (44 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mein Vater, das sadistische Schwein

26

Aggression Gewalt Ungerechtigkeit Rache Familie

Der Vater war ein sadistisches Schwein und ein brutaler Schläger. Er hat regelmäßig uns Geschwister und meine Mutter brutal verprügelt. Es gab für ihn immer einen Grund. Als mein jüngerer Bruder sich mit knapp 16 Jahren als schwul outete, wurde er erst einmal von ihm zusammengeschlagen und für ein ganzes Wochenende in den Keller gesperrt, um zur Besinnung zu kommen. Der Vater hat dann meine Mutter, meine Geschwister und mich vor die Wahl gestellt. Wer zu meinem Bruder halte, würde gegen den Vater sein und damit die Familie zerstören und bekäme seinen ganzen Zorn zu spüren. Wir hielten alle zu meinem Bruder, befreiten ihn und flohen zu Verwandten. Wir zogen in eine andere Stadt und fingen so langsam an, ein richtiges und normales Leben zu führen. Jedoch habe ich mir in dieser Nacht Rache und Gerechtigkeit geschworen. Ich schwor, ihn irgendwann für alle seine Taten bitter bezahlen zu lassen. Ich beichte, dass ich dies vor vielen Jahren in die Tat umgesetzt habe. Einzelheiten erspare ich mir. Er kann nur seine Hände und seine Arme nie wieder richtig einsetzen. Damit konnte er nie wieder jemandem wehtun. Er konnte auch nie wieder vernünftig und ohne Schmerzen gehen. Er musste seitdem seine Aggressionen gegen sich selbst richten. Der Vater war besiegt. Er war keine Gefahr mehr für uns. Ich weiß, dass es jegliche Barmherzigkeit vermissen ließ. Ich weiß, dass es unverzeihlich war. Aber ein Leben ohne Angst und glückliche Geschwister und eine Mutter, die wieder lachen konnte, war es wert.

Heute, viele Jahre später, habe ich selber eine Familie und Kinder. Es fällt mir in bestimmten Stresssituationen immer mal wieder schwer, nicht die Verhaltensmuster und das "erlernte" Handeln des Vaters zu übernehmen, aber es gelingt mir. Denn inzwischen habe ich durch jahrelange Therapie gelernt, wie man Konflikte ohne Gewalt löst. Besser löst. Überhaupt löst. Ich bereue rückblickend nur den Aspekt der Gewalt bzw. der Selbstjustiz innerhalb der Tat und die Missachtung christlicher und gesellschaftlicher Regeln. Ich bereue aber nicht die Tat und die Wirkung an sich. Sie hat uns befreit und für unser Empfinden für Gerechtigkeit gesorgt. Und das war es wert.

Beichthaus.com Beichte #00024722 vom 11.09.2008 um 19:47:43 Uhr (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Ein fairer Kampf: Katze vs. Kaninchen

20

Engherzigkeit Zorn Tiere

Ich habe als Kind mit Absicht den Außen-Kaninchenstall der beiden nervigen und blöden Zwerg-Karnickel meiner Schwester offenstehen lassen. Nicht nur, dass ich oft dazu verdonnert wurde, die Viecher zu füttern und den Stall zu säubern, nein, auch nachts schlichen immer Nachbars Katzen darum, sprangen dagegen und machten fürchterlichen, schlafraubenden Lärm. Ich hatte also nur zwei Möglichkeiten: Alle Katzen zu töten, oder es auf einen fairen Kampf ankommen zu lassen - zwischen Zwerg-Karnickel und hungrigen Katzen auf Beutezug. Ich entschied mich für den ergebnisoffenen Kampf zwischen Katze versus Karnickel und lehnte die Luke nur leicht an. Tja, in dieser Nacht gab es ein aller letztes Mal Lärm in unserem Garten.

Beichthaus.com Beichte #00024713 vom 11.09.2008 um 12:28:28 Uhr (20 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Wir gehen zusammen in den Puff!

56

Fremdgehen Prostitution

Ich (m/22/NRW) möchte hier beichten, dass ich meine wunderschöne und intelligente Freundin betrogen habe und das mit einer Hure! Und zwar ist dies so geschehen: Vor etwa drei Jahren haben wir in unserer Clique ewige Männerfreundschaft geschworen - so weit, so gut. Da wir noch jung waren, haben wir uns dazu eine Klausel erdacht, dass wenn die Freundin/Frau mit einem Schluss macht oder auch andersherum, gehen wir als komplette Mannschaft (acht Mann) in den Puff und besorgen es den Weibern so richtig - Schlampen, ja das sind sie (unser Motto)!

Das Problem könnt ihr euch jetzt denken, als einer unserer Kollegen dies widerfahren ist, sind wir in den Puff und haben es gemacht. Ich war dagegen und wollte es eigentlich nicht, aber mir ist die Freundschaft halt sehr wichtig und wollte meine Jungs nicht hängen lassen. So habe ich es gemacht eine Schlampe gefickt. Ja, aber momentan fühle ich mich halt schuldig und kann meiner Freundin irgendwie nicht in die Augen sehen. Also bitte ich um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00024694 vom 09.09.2008 um 14:26:15 Uhr (56 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Brot im Austausch für Sex

36

Selbstsucht Morallosigkeit Schamlosigkeit Engherzigkeit Afrika

So Leute, es muss endlich raus. Ich habe im Sommer 2006 ziemlichen Mist gebaut. Vorweg muss man sagen, dass ich eine sehr engagierte Frau bin und mich schon mehrfach als freiwillige Helferin für diverse Hilfsprojekte im Ausland, vor allem in Afrika eingesetzt habe.

Wir beliefern dort mit 3-Mann-Teams mit einem kleinen LKW kleinere afrikanische Dörfer mit sanitären Hilfsmitteln und Nahrungsmitteln. Abends müssen wir manchmal in Dörfern übernachten und haben dafür Zelte dabei. Dann, eines Abends, passierte es. Man muss dazu sagen: Ich bin schon seit drei Jahren ohne feste Bindung und hatte dementsprechend schon lange keinen Sex mehr. Ich hatte mir für den Afrika-"Urlaub" erhofft, dass sich vielleicht etwas ergeben würde, ich habe öfters mal gelesen, dass weiße Frauen den Afrikanern besonders attraktiv erscheinen (weil sie so "exotisch" sind"). Ihr wisst schon, was ich meine, in meiner Situation erhofft man sich halt immer was.

Doch dann kam dieser Abend, wo ich absolut nicht weiß, was in mich gefahren ist. Ich weiß nicht, was mit mir los war, ich war einfach so mega-erregt, ich konnte mich einfach nicht mehr an mich halten. Ich schlich mich aus dem Zelt und begab mich in die Hütte eines jungen Afrikaners, von dem ich wusste, dass er alleine lebt. Er sah mich zuerst verwundert an, denn er konnte sich natürlich nicht vorstellen, mit welchen Absichten ich kam. Deshalb wies er mich ab, als ich mich ihm näherte. Da kam mir eine Idee: Ich ging wieder raus aus der Hütte, um eine Kiste Brot herzuschleppen und bot sie ihm im Austausch mit Sex an. Der arme Kerl! Er konnte natürlich nicht anders, die sind ja alle kurz vorm Verhungern!

Ich habe natürlich zu Hause direkt einen HIV-Test gemacht, und er war negativ. Puh! Meint ihr, ich werde noch anders dafür büßen, wenn es schon nicht Aids ist?

Beichthaus.com Beichte #00024663 vom 05.09.2008 um 09:32:06 Uhr in Afrika (36 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000