Keine Zeit in der Fernbeziehung

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Lügen Verzweiflung Falschheit Engherzigkeit Partnerschaft

Ich (m/18) bin seit einigen Monaten in einer Fernbeziehung und wir könnten verliebter nicht sein. Ich mache jedoch in diesem Jahr mein Abi und habe dadurch ziemlich wenig Zeit. Wir wohnen über sechs Stunden Autofahrt auseinander und sehen uns nur während unserer Ferien, was vor allem sie sehr belastet. In letzter Zeit hat sich ihre Laune dadurch immer mehr verschlechtert. Sie lernt nicht mehr für die Schule, hat keine Lust auf Fahrstunden und so weiter. Durch die daraus resultierenden schlechten Noten und Misserfolge verschlechtert sich ihre Laune dann noch zusätzlich. Ich beichte, dass ich ihr zwar immer sage, dass sie mit mir reden soll, wenn es ihr schlecht geht und dass sie mir alles erzählen kann, während ich aber zugeben muss, dass mich ihre schlechte Laune und ihre Unmotiviertheit immer mehr nerven. Ich weiß nicht, ob ich das noch lange so aushalte. Wenn ich aber Schluss machen würde, würde sie vermutlich in ein noch tieferes Loch fallen.

Beichthaus.com Beichte #00034502 vom 04.12.2014 um 18:11:29 Uhr (13 Kommentare).

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Ein befreiender Faustschlag

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Aggression Zorn Gewalt Rache Dorsten

Ich (w/27) bin das, was man allgemein als "Schaf" bezeichnen kann. Oder mit den Worten meines Mannes: Ich habe das Gemüt eines Golden Retriever. Ich kann eigentlich nie "Nein" sagen, was dazu führt, dass ich ständig die Drecksarbeit anderer erledige, seelischen Mülleimer für diverse Freundinnen spiele oder in meiner knappen Freizeit noch bei diversen Unternehmungen helfe. Trotzdem werde ich mich in der zweiten Januarwoche vor Gericht für schwere Körperverletzung verantworten müssen. Ich habe einer Bekannten die Nase und das Jochbein gebrochen. Ich könnte schon wieder losweinen, weil ich mich so sehr dafür schäme, dass ich mich so vergessen habe. Die Eskalation hat sich in den letzten zwei Jahren langsam aufgebaut: Nach acht Jahren Beziehung haben mein jetziger Mann und ich vor zwei Jahren beschlossen, dass wir gerne ein Kind bekommen würden. Nach ein paar Monaten war ich schwanger und wir waren extrem glücklich. Während dieser Zeit machte eine Freundin von mir gerade eine eher unschöne Phase durch, in der sie sich mit einem verheirateten Mann einließ, ihren damaligen Freund betrog und ihre zweite Ausbildung abbrach.
Täglich hörte ich mir ihre Sorgen an, fuhr mit ihr zu verschiedenen Terminen und redete mit Engelszungen auf sie ein, die Finger von dem verheirateten Kerl zu lassen.


Dann kam Weihnachten, ich war inzwischen im vierten Monat schwanger, hatte immer noch mit Übelkeit zu kämpfen und war mehr als froh, als wir am 1. Weihnachtstag abends endlich zu Hause auf der Couch lagen. Da klingelte mein Handy, die besagte Freundin war dran: Alles wäre rausgekommen, sie hätte sich die Pulsadern aufgeschnitten und wüsste nicht mehr weiter. Den Rettungsdienst alarmiert, ins Auto gesprungen und zu ihr gefahren. Es hat bis vier Uhr nachts gedauert, bis sie der Aufnahme in einer psychiatrischen Einrichtung zugestimmt hatte. Aber als sie dann entlassen wurde, ging es erst richtig rund. Ich sah mich mit dem Vorwurf konfrontiert, ihr immer ein Alibi gegeben zu haben und ständig kamen weitere Lügen raus, in die sie mich mit reingezogen hat. Anstatt irgendwann die Notbremse zu ziehen, habe ich trotzdem immer noch zugehört und Ratschläge gegeben. Mitte Januar bekam ich auf einmal Blutungen und wollte gerade los zum Arzt, als die besagte Freundin anrief und mir weinend erzählte, dass sie wohl schwanger sei, nicht wüsste von wem und was sie nun tun könne. Ich habe sie abgewimmelt und ihr gesagt, dass ich wegen Blutungen dringend zum Arzt müsse. Es kam, wie es kommen musste, ich hatte eine Fehlgeburt.


Ich habe mich danach total eingeigelt und monatelang niemanden außer meiner Familie an mich rangelassen. Im März kam dann noch eine Mail dieser "Freundin", in der sie mir mitteilte, dass sie abgetrieben habe und sie sauer wäre, dass ich sie in ihrer schweren Zeit alleine gelassen habe. In der ganzen Zeit bin ich nicht einmal wütend, ausfallend oder unfreundlich geworden. Ich traf sie dann aber im letzten August auf einem Stadtfest wieder und sie erzählte mir freudestrahlend, dass sie und ihr Freund nun auch probieren würden, Kinder zu bekommen. Als sie dann auch noch durchblicken ließ, dass die Tatsache, dass ich bisher nicht wieder schwanger geworden bin, "Karmasache" sei, bin ich ausgerastet. Ich habe ihr mit der Faust ins Gesicht geschlagen, mich umgedreht und bin gegangen. Das war das allererste Mal in meinem Leben, dass ich jemanden geschlagen habe und ich hoffe, es war auch das letzte Mal. Sie hat mich angezeigt, ich werde mich vor Gericht verantworten. Ich schäme mich so furchtbar, aber manchmal, wenn ich nachts im Bett liege, muss ich doch ein wenig lächeln.

Beichthaus.com Beichte #00034501 vom 04.12.2014 um 17:00:46 Uhr in 46286 Dorsten (Alte Landstraße) (40 Kommentare).

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“Beichte

Die Schulden meiner Kollegin

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Falschheit Lügen Habgier Kollegen Geld

Eine gute Kollegin hat sich vor zwei Jahren in einer angeblichen Notsituation 3.000 CHF von mir (w) geliehen, besiegelt per Handschlag. Ja, ich weiß, das war naiv. Sie versprach mir hoch und heilig, das Geld innerhalb von drei Monaten zurückzuzahlen. Als sie kurz darauf das Unternehmen verließ, wollte sie wohl den Kontakt zu mir abbrechen. Wir wohnen aber immer noch in der gleichen Kleinstadt. Dort habe ich sie nach einem halben Jahr - obwohl sie mir aus dem Weg geht - mehrmals auf die Schulden angesprochen. Sie gab irgendwann zu, einfach kein Geld zu besitzen, um die Schulden zu begleichen. Ich habe ihr auch Ratenzahlung angeboten - sie lehnte ab. "Einen Beweis hast du ja schließlich nicht", meinte sie frech. Ich bin tief bestürzt, weil ich eigentlich immer an das Gute in meinen Mitmenschen geglaubt habe. Einer guten Bekannten habe ich abends im Danceclub von der Sache erzählt. Sie meinte, wenn sie sich darum kümmern würde, erhalte ich mein Geld innerhalb von vier Wochen zurück. Sie würde nur zehn Prozent für eine Art "Bearbeitungsgebühr" verlangen. Ich habe nicht weiter nachgefragt, sondern mein Einverständnis gegeben und ihr Name und Adresse notiert. Sie ist gleich im Anschluss zu den Türstehern gegangen, die sie wohl sehr gut kennt. Dort hat sie eindringlich mit den Typen gesprochen und ihnen dann die Adresse überreicht. Jetzt bin ich total unsicher, was weiter passiert, denn diese Typen sind ziemlich zwielichtig.

Beichthaus.com Beichte #00034500 vom 04.12.2014 um 16:36:13 Uhr (12 Kommentare).

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Von Geld und Schulden

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Hass Zorn Verschwendung Studentenleben Geld

Ich möchte beichten, dass ich einen Hass auf Menschen habe, die ohne Not Schulden anhäufen. Ich habe in meinem Leben nie viel Geld gehabt. Aber egal, ob als Schüler, ob als Arbeitsloser oder als Student, ich konnte davon immer sehr gut leben. Als ich eine Zeit lang arbeitslos war, reichte es sogar, um mir einen Auslandsurlaub zu ersparen. Quasi als feierlichen Abschluss, nachdem ich endlich nicht mehr arbeitslos war. Auch mit meinem Studenten-BAföG konnte ich immer gut umgehen. So habe ich trotz aller Ausgaben, die ein Student so hat, immer noch jeden Monat etwas zurücklegen können, was dazu führte, dass ich am Ende fast nichts zusätzlich aufbringen musste, um mein BAföG zurückzuzahlen.


Natürlich habe ich dabei auch auf vieles verzichtet. Dauernd Party, Kino, Restaurant und Klamotten waren einfach nicht drin. Aber dafür stand ich stets ohne Schulden da, während Kommilitonen nach drei Semestern darüber meckerten, wie verschuldet sie schon seien. Klar, ich sehe ein, dass man gerade als Student nicht immer finanziell flüssig ist und mal ein wenig Miese macht. Wenn man aber einigermaßen gut ist, sollte das Geld im Normalfall auch später im Beruf wieder reinkommen. Wofür ich aber gar kein Verständnis habe, sind Menschen, die nichts haben und sich dann immer neue Sachen kaufen, die sie sich nicht leisten können. Wenn dann die Bombe platzt und sie zahlen müssen, ist das Gejammer groß. Erst heute wieder erlebt. Dabei werden ausgerechnet diese Leute in die Privatinsolvenz gehen, die Schulden verlieren und die schuldlosen Gläubiger sehen nichts.

Beichthaus.com Beichte #00034493 vom 04.12.2014 um 00:58:21 Uhr (8 Kommentare).

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Eingesperrt im Keller des betrunkenen Spinners

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Hass Vandalismus Falschheit Arbeit

Ich (m/23) arbeite bei den örtlichen Wasserwerken. Vor etwa sieben Wochen sollte ich für eine Woche den Bereitschaftsdienst übernehmen und erhielt Freitagabend etwa gegen 23.30 Uhr einen Anruf aus der Leitwarte, dass ein älterer Herr sich über sehr niedrigen Wasserdruck beschwert hat. Mein Kollege am Telefon erzählte mir auch noch, dass der Herr wohl schon am Telefon sehr laut und ausfallend geworden war. Also stieg ich in das Bereitschaftsauto und machte mich auf den Weg zu der Adresse, die er mir gegeben hatte. Dort angekommen öffnete mir der Herr die Tür, sagte harsch "gutn amd" und ich konnte schon seine ziemlich starke Alkoholfahne riechen. Schwankend und wortlos führte er mich zu seinem Keller, wo ich mir das mal genauer anschauen sollte. Das Problem war schnell gefunden - der Trinkwasserfilter war derart verdreckt, dass ich mich wunderte, dass er überhaupt die letzten Wochen noch Wasser bekommen hat. Leider konnte ich ihm nicht helfen, da wir nur für das öffentliche Wassernetz zuständig sind, das am Wasserzähler endet, und uns somit gar nicht an der Hausinstallation vergreifen dürfen. Als ich ihm das sagte, wurde er äußerst unfreundlich und wieder sehr ausfallend, nannte mich Hurensohn, Neger, obwohl ich weiß bin, Scheißewühler, Eselficker und Schlimmeres.


Ich sagte ihm, dass ich nicht einmal helfen könnte, wenn ich wollte, da wir nicht die benötigten Teile im Lager haben. Daraufhin fing er an, ohrenbetäubend herumzuschreien, was ich für ein nutzloser Schwanzlutscher sei. Er warf die Kellertür zu und schrie, dass er mich erst wieder rauslassen würde, wenn ich das repariert hätte, und schloss die Tür ab. Ich war also nur mit meiner Taschenlampe, einer Rohrzange, einer Plombenzange, einem Zollstock, den Autoschlüsseln und einem Eimer im Keller eingeschlossen. Natürlich hatte ich ausgerechnet in dieser Situation das Handy im Auto gelassen, sodass ich auch niemanden anrufen konnte. Ich hämmerte daraufhin noch ungefähr zehn Minuten lang gegen die verschlossene Tür und rief laut, dass ich die Polizei rufen würde - das war natürlich nur ein Bluff, denn ich hatte ja kein Handy dabei - doch es rührte sich nichts. Schließlich entschloss ich mich dazu, um aus dieser Situation zu entkommen aber auch aus Rache, das ziemlich große und sogar doppelt verglaste Kellerfenster einfach mit der Rohrzange einzuschlagen, kletterte raus und ging zum Auto. Ich rief den Kollegen in der Leitwarte an und sagte ihm, die Sache sei erledigt, der Fehler liegt nicht in unserem Netz und fuhr nach Hause. Das eingeschlagene Fenster erwähnte ich nicht.


Am nächsten Morgen machte ich mir doch etwas Sorgen, da ich ja eigentlich Sachbeschädigung begangen hatte, unternahm aber nichts. Am darauf folgenden Montag las ich dann in der Lokalzeitung, dass bei der Adresse, bei der ich war, offenbar ein Einbruch stattfand und die Täter das Kellerfenster eingeschlagen hätten, aber nichts stehlen konnten, da der Keller fast leer und die Kellertür verschlossen war. Ich freute mich darüber, dass sich der Mann offensichtlich nicht mehr an mich erinnern konnte und war wieder beruhigt. Wenige Tage später stand erneut ein Artikel dazu in der Zeitung, über den ich mich sehr freute. Der Mann wollte sich das Fenster wohl von der Versicherung ersetzen lassen, deren Gutachter stellten allerdings fest, dass das Fenster von innen zerschlagen wurde. Sie gingen folglich von einem Missgeschick des alten Mannes aus, ersetzten das Fenster nicht und verpassten ihm auch noch eine Anzeige wegen versuchtem Versicherungsbetruges. Ich freute mich insgeheim wie ein Schneekönig, als ich das las. Der Mann muss jetzt neben den Kosten für sein Fenster auch noch die für ein Gerichtsverfahren anfallenden Kosten sowie eine nicht allzu geringe Geldstrafe bezahlen.


Ich bin es gewohnt auch mal Umgang mit aufgebrachten Kunden zu haben und wurde auch schon öfters beleidigt - jedoch noch nie so massiv wie von diesem Rentner und ich wurde auch noch nie irgendwo eingeschlossen! Der Typ war echt ein Arsch, irgendwas musste ich ja tun. Ich wusste ja auch nicht, wie er reagiert, wenn er den Keller wieder öffnet. Wenn der mich schon eingesperrt hatte, hielt ich es auch nicht für ausgeschlossen, dass er noch zu ganz anderen Mitteln greift, wenn er feststellt, dass ich noch da unten bin. Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen und erbitte daher Absolution und Vergebung für meine Taten, insbesondere dafür, dass ich der Polizei nichts gesagt habe und somit den Fall hätte aufklären können.

Beichthaus.com Beichte #00034488 vom 03.12.2014 um 18:36:02 Uhr (18 Kommentare).

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