Toiletten-Verbot während des Unterrichts

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Peinlichkeit Ekel Rache Hass Schule Passau

Ich (w/18) habe mich an meinem damaligen Rechnungswesen-Lehrer rächen wollen. Man durfte nur vor und nach der Schule und während der Pausen auf die Toilette. Das WC war immer ein Problem. Es gab zu wenige Damen-WCs im Schulhaus, es bildeten sich oft lange Schlangen. Insgesamt gab es 15 Toiletten auf drei Stockwerken verteilt für 400 Schülerinnen. Ich hatte immer das Pech, das meistens die ganzen Toiletten auf meinem Stockwerk gesperrt waren und die nächste Toilette im Erdgeschoss war. Und wenn man zu spät kommt, muss man auf die Gnade der Lehrkraft hoffen. Eines Tages hatte ich dann meine Tage - damals kam sie noch sehr unregelmäßig stark und dann passierte es: Ich merkte, dass mein Tampon voll war. Es war eine Doppelstunde Rechnungswesen, also konnte ich beim normalen Stundenwechsel nicht hinaushuschen und mich nachher entschuldigen. Ich meldete mich also, weil ich wusste, dass ich es nicht bis zur Pause schaffen würde und dann hätte ich den Schlamassel in der Hose. Auf meine Bitte, doch aufs Klo gehen zu dürfen, kam ein promptes Nein. Ich flehte und bettelte, dass er mich aufs Klo lassen solle. Nichts. Nach geschlagenen fünf Minuten rückte ich dann damit heraus, dass ich meine Menstruation habe und unbedingt aus Klo müsste, weil sonst ein Unglück geschieht. Ich saß in der dritten Reihe von vorne und alle sahen mich an - die Kerle verdutzt, die Mädels mit wehleidigem Blick.


Er sah mich an und erklärte mir, dass ich doch in der Pause meinen OB hätte wechseln können - alle Erklärungen brachten nichts und er blieb bei seiner Meinung. Ich ging dann einfach zur Tür und dachte mir, dass ich den Lehrer einfach ignorieren würde, da es ja nicht anders geht - aber er war schneller und schloss einfach die Tür ab. Ich musste zurück auf meinen Platz. Natürlich kam dann das, was kommen musste: Ich blutete durch und meine Hose sah praktisch rot. Zum Ende der Stunde schnappte ich mir mein Handy, schärfte dem Mädel hinter mir ein, dass sie der Lehrerin erzählen sollte, dass ich etwas für einen anderen Lehrer erledigen müsse und flitzte auf die Toilette. Ich rief meine Mutter an, bat um eine neue Hose und erklärte ihr die Situation. Sie war total entsetzt und wollte gleich mit mir zur Rektorin gehen - aber ich wollte es auf die sanfte Tour probieren. Am nächsten Tag fing ich den Lehrer ab und erklärte ihm, dass das nicht in Ordnung war und er sich in der nächsten Stunde mit meiner Klasse laut entschuldigen solle - er könne es nicht leugnen, 24 Augenpaare haben ihn gesehen und jeder hatte mir die Zusage gegeben, dass er "aussagen werde." Er hat nur gelacht, was ich mir einbilde und dass das doch demütigend sei. Ich habe ihm zur Antwort gegeben, dass es Körperverletzung war, was er mir angetan hat, und dass das so demütigend war, dass man nichts damit aufwiegen könnte. Sogar ein Kinderschänder darf im Prozess aufs Klo gehen. Er hat sich dann einfach weggedreht und ist gegangen.


Ich schnappte mir am Ende des Tages meine Klasse - meine Helden - und wir gingen zur Rektorin und schilderten den Fall. Sie glaubte uns allerdings nicht und behauptete, dass der betreffende Lehrer das nie tun würde. Danach ging meine Mutter zur Polizei, obwohl ich dagegen war. Ich dachte mir, meine Gerechtigkeit kommt noch. Das Verfahren wurde nach einiger Zeit eingestellt: Aussage gegen Aussage und Mangel an Beweisen. Ungefähr vier Wochen nach der Beendigung des Verfahrens brachte sich eine Klassenkameradin in Gefahr - und das nur wegen mir. Sie wollte das nicht so stehen lassen, nahm am nächsten Tag eine Flasche Rizinusöl und kippte dieses in den Kaffee des Lehrers, den er immer mit sich herumschleppt. Die nächsten zwei Wochen lag er flach. Meine Beichte? Ich habe mich unglaublich gefreut, dass er krank war und flachlag. Ich habe mich so abartig darüber gefreut, dass ich mich vor mir selbst erschrecke. Es tut mir so leid, ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00034530 vom 06.12.2014 um 21:30:57 Uhr in 94036 Passau (Spitalhofstraße) (17 Kommentare).

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