Die neue Abteilung

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Faulheit Falschheit Arbeit Chef Salzburg

Ich (m/25) arbeite seit 3 Jahren bei einer IT Firma und habe es durch redenskunst geschafft meinen Chef davon zu überzeugen, das wir eine neue Abteilung brauchen. "Zufälligerweise" war auch genau ich der Richtige für den Job, und durfte den neuen Posten übernehmen. Theoretisch hat diese Abteilung viele Aufgabengebiete. Praktisch ist eigentlich das Gegenteil der Fall. Für mich hatte das nur Vorteile, da ich dadurch eine Gehaltserhöhung sowie andere diverse Vorteile (eigenes Büro!) ergattern konnte. Knapp ein Jahr konnte ich im Büro machen was ich will, diverse anfallende Projekte waren innerhalb von ein paar Stunden erledigt. Den Rest verbrachte ich mit Diablo II, Farmville und sonstige Dinge, für die man in der Freizeit keine Zeit hat. Nachdem immer mehr Projekte für mich eintrafen, forderte ich einen neuen Mitarbeiter für meine Abteilung an, den ich prompt bewilligt bekam! Aussuchen durfte ich mir den auch noch selbst, und eine Teamleader-Prämie vom Chef gab es auch noch dazu. Frechheit siegt.

Beichthaus.com Beichte #00029318 vom 29.08.2011 um 14:25:04 Uhr in Salzburg (15 Kommentare).

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Penibles Saubermann-Arschloch

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Boshaftigkeit Rache WG Unreinlichkeit Berlin

Mein ehemaliger Mitbewohner ist ein penibles Saubermann-Arschloch mit ausgeprägtem Ordnungs- und Reinlichkeitsfimmel. Leider schafft er es nicht, diese Aufgaben selbst zu bewältigen, weshalb er sich regelmäßig für 3-6 Monate Zwischenmieter sucht (er bleibt nie bei einem festen Mitbewohner, obwohl das Zimmer dauerhaft frei wäre), die diese Tätigkeiten für ihn übernehmen. Diese Mitbewohner müssen jedoch nicht nur ihr eigenes Zimmer sowie die gemeinsam benutzten Räume Küche und Bad sauber halten, sondern auch die Räume, die nur er nutzen darf. Im konkreten Fall sind das ein kleines Esszimmer sowie ein großes Wohnzimmer, genannt Lounge. Diese müssen besonders gründlich gereinigt werden, da eine Katze dort lebt und ihre Haare gerne auf Sofas und Stühlen verteilt. Statt selbst zum Wischmopp zu greifen, schreibt der Herr des Hauses also gerne Zettel, auf denen er in unfreundlichem Ton erklärt, was heute auf dem Putzplan steht. Dazu muss man sagen, dass mein ehemaliger Mitbewohner ein sehr großes Problem mit Menschen hat. Sobald man ihn anspricht, bekommt er keinen Ton mehr heraus, was ihn jedoch nicht davon abhält, weiterhin Zettelchen zu verteilen (ähnlich denen der Knöllchen der Polizei) und sich über fehlende Kommunikation und Hygiene zu beschweren. So reinlich und penibel er jedoch ist, Mülltrennung ist bei ihm nicht existent. Es gibt genau einen Mülleimer im Haus, in den sowohl Plastikverpackungen, Papier, Bananenschalen als auch die benutzten Tampons seiner Freundin geworfen werden, denn selbst im Badezimmer gibt es keinen Mülleimer. Seit ich ausgezogen bin, belästige ich ihn mit Fake-Anrufen, wo dem Mitbewohner erklärt wird, wie man den Müll richtig zu trennen hat. Ich möchte beichten, dass mir das nicht Leid tut, sondern mich zutiefst befriedigt, da er jetzt denkt, dass seine Nachbarn und wildfremde Leute sein "schmutziges" Geheimnis kennen und regelmäßig seinen Müll auf Verbesserungen durchsuchen.

Beichthaus.com Beichte #00029288 vom 20.08.2011 um 20:05:07 Uhr in 12619 Berlin (Hellersdorfer Straße 141) (12 Kommentare).

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Blumen zum Muttertag

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Diebstahl Morallosigkeit Schamlosigkeit Familie Krefeld

Ich lebe im Haus meiner Eltern und habe im Erdgeschoss eine Wohnung mit meiner Freundin. Dieses Jahr am Muttertag kam ich nach einer Nachtschicht nach Hause. Als ich vor der Tür stand fiel mir ein, dass Muttertag ist. Ich liebe meine Mutter über alles, und habe immer ein passendes Geschenk für sie gehabt. Selbst wenn es nur ein Blumenstrauß war. In der Not überlegte ich verzweifelt wie ich ihr so früh morgens noch ein Geschenk besorgen könnte. Schon als mein Blick auf den Friedhof direkt um die Ecke unserer Straße fiel, bekam ich ein schlechtes Gewissen, welches mich bis heute nicht mehr loslässt.
Ich habe dieses Jahr an Muttertag einen Strauß Blumen vom Friedhof zusammengestellt, und diesen meiner Mutter geschenkt. Bei der Zusammenstellung achtete ich darauf, dass ich von den Gräbern nie zu viel wegnahm, sodass es nicht auffiel. Meine Mutter hat sich Wahnsinnig über den Strauß gefreut. Bis heute weiß sie nicht, dass er vom Friedhof um die Ecke stammt. Ich bitte um Absolution. Mama, es tut mir schrecklich Leid, ich hatte keine bösen Absichten. Ich wollte nur nicht mit bloßen Händen dastehen. Auch bei den Toten und Angehörigen vom Friedhof möchte ich mich entschuldigen. Ich habe aus der Tat gelernt, und führe seitdem einen Kalender, wo ich mir alles reinschreibe. Bitte verzeiht mir.

Beichthaus.com Beichte #00029285 vom 18.08.2011 um 22:45:48 Uhr in 47800 Krefeld (Verberger Straße) (23 Kommentare).

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Informatik- und Medizinstudent

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Faulheit Zwietracht Maßlosigkeit Verzweiflung Familie Berlin

Ich (m/25) bin der jüngere von eineiigen Zwillingen. Mein Bruder und ich sehen uns zum Verwechseln ähnlich. Wir studieren beide (er Medizin, ich Informatik). Während mein Bruder jedoch sehr viel lernen muss um die Prüfungen zu bestehen, lerne ich so gut wie nie. Dieser Umstand, der durch die Studienrichtungen unvermeidbar ist, hat einiges an Spannungen zwischen uns gebracht. Zusätzlich habe ich bereits einiges an Geld erwirtschaftet (Apple sei Dank), was die Situation nur noch mehr zum eskalieren brachte. Wir entschlossen kurzerhand, dass es wohl das beste sei, wenn wir nicht mehr gemeinsam wohnten. Um ihn durch einen Auszug nicht weiter zu belasten, übernahm ich trotzdem weiter meine Teil der Miete und zog trotzdem in eine andere Wohnung (finanziell ist die Doppelbelastung für mich kein Problem). Die neue Wohnung ist für mich nur genial. Wir wohnen hier zu viert (alles Studenten in meinem Alter), jeder hat ein riesiges Zimmer und zusätzlich haben wir noch eine große Küche, ein dekadent eingerichtetes Wohnzimmer und eine herrliche Terrasse. Wir feiern auch oft Parties und züchten unsere eigenen Pflanzen. Kurzum, ich fühle mich pudelwohl. Bis auf eine Kleinigkeit. Ich vermisse meinen Bruder oder besser gesagt, ich bin traurig, denn ich weiß, dass er alleine in unserer alten Wohnung sitzt, büffelt und nichts von meiner geilen Studentenzeit weiß. Bis jetzt war ich es immer gewohnt, alles mit ihm zu teilen, doch ich kann nicht mehr. Ich kann ihm auch nichts von meinem neuen Leben erzählen, da das nur wieder den Streit zwischen uns neu entfachen würde. Meine Beichte ist nicht, dass ich ein emotionaler Waschlappen bin, sondern dass ich trotz meiner Gefühle die Parties und meinen derzeitigen Lifestyle nicht ändere und immer erst im Nachhinein von Reue übermannt werde.

Beichthaus.com Beichte #00029284 vom 18.08.2011 um 20:01:07 Uhr in Berlin (18 Kommentare).

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De Bello Gallico

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Betrug Faulheit Schule

De Bello Gallico
Ich (m/43) möchte auch etwas beichten. Vor etwa 25 Jahren stand die Abschlussprüfung in Latein an und ich war ein ziemlicher Depp in Latein. Unser Lehrer hatte die Angewohnheit vor großen Tests immer "Vokabelblätter" auszuteilen, auf denen eben Vokabeln standen, von denen viele im Test drankamen (circa 60-80%).
Zwei Wochen vor der Abschlussprüfung teilte er wieder ein solches Blatt mit circa 50 Vokabeln aus. Ich hatte daraufhin den Plan, mithilfe dieser Vokabeln den Text herauszufinden und auswendig zu lernen. Da ich wusste, dass der Text aus "De Bello Gallico" von Caesar war, war das nicht so aufwendig, als wenn ich mich durch Jahrhunderte römische Literatur wühlen musste, aber es war aufwendig genug bei 600-700 Seiten lateinischem Text.
Also holte ich einen Kumpel dazu, dem auch auffiel, dass gut 90% der Wörter auf dem Vokabelzettel Verben waren. Also suchte jeder von uns auf 300 Seiten lateinischem Text alle Verben raus. Wir hatten nach 3 Tagen Dauerarbeit (von der Schule nach Hause kommen, Lateinbuch raus und suchen, abends 2 Stunden für den Rest lernen, schlafen) ein wahres Register aller Verben aus Caesars Werk. Das suchten wir jetzt durch, einer nahm das Register, einer das Vokabelblatt und stundenlang kamen aus dem Zimmer lateinische Verben. Am Freitag (das Vokabelblatt wurde am Montag ausgeteilt) fanden wir endlich eine Stelle, die richtig gut passte, die wurde im Buch eingemerkt und bis zum Test (Montag der übernächsten Woche, also 10 Tage später) immer wieder durchgelesen, mit Übersetzung eines dritten Eingeweihten, dem Bestem in Latein.
Die restlichen Tage verbrachte der Rest der Klasse mit Latein lernen, wir drei mit regelmäßigen Kneipenbesuchen. Am Prüfungstag konnten wir drei den Text auswendig, sowohl Latein als auch Deutsch. Unser Lehrer versuchte wohl so etwas noch zu unterbinden, indem einzelne Stellen fehlten, allerdings markierte er das mit [...] und wir konnten auch den lateinischen Text auswendig, sodass er uns damit nicht in die Falle lockte. Heraus kam, dass wir drei alle eine Eins schrieben und nun eine gute Lateinnote im Abizeugnis stehen haben. Unseren Lateinlehrer hatte ich gut 15 Jahre später mal getroffen und ihm die Geschichte erzählt, er musste lachen und war davon erfreut, dass wir uns derartig mit Latein beschäftigten um eine gute Note zu bekommen. Beichten möchte ich, dass wir drei eine Woche lang zum Saufen gegangen sind, während der Rest der Klasse stundenlang Latein büffelte, aber hey, ihr hättet von Caesar lernen können, die richtige Taktik macht den Sieg. Anzumerken sei noch, dass es vor 25 Jahren natürlich kein Internet gab, lang leben die Bücher und die geistigen Fähigkeiten eines Menschen, der zum Lateinlernen zu faul ist.

Beichthaus.com Beichte #00029194 vom 25.07.2011 um 18:00:00 Uhr (25 Kommentare).

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