Der fliegende Hamster

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Dummheit Neugier Tod Tiere Erding

An die folgende Geschichte erinnere ich mich nicht mehr selbst, aber mein drei Jahre älterer Bruder hat sie mir erzählt. Ich war drei Jahre alt und mein Bruder sechs. Wir waren, wie so oft, am Samstag alleine, da unsere Eltern arbeiten mussten. Damals, in den frühen 70er Jahren, kam so etwas leider häufiger vor, als es einem lieb ist, genauso wenig war Verhütung ein Thema. Unsere Mutter war noch minderjährig bei der Geburt meines Bruders, mein Vater gerade volljährig geworden. Geld war wenig da, sie sind also sechs Tage die Woche mal hier, mal da arbeiten gegangen, und da sie sich um eine Betreuung nicht gekümmert haben, waren wir also bereits in diesem Alter viel alleine. Mein Bruder sollte aufpassen, aber er hatte gerade keine Lust und mit sechs Jahren sollte das ja auch noch nicht seine Aufgabe sein. Ich, sein dreijähriges Schwesterchen, nahm unseren Hamster aus seinem Käfig und trug ihn raus in das kleine Gärtchen vor unserem Mietshaus. Dort habe ich ihn mehrfach auf den Boden plumpsen lassen, weil ich dachte, er bekomme im Flug Flügel, keine Ahnung, wo ich etwas in der Art gesehen hatte, vermutlich im Fernsehen, welches bei uns den ganzen Tag lief.


Dem Hamster tat das gar nicht gut, er ist kurze Zeit später gestorben und mein Bruder erzählte mir diese Geschichte einige Zeit später. Er hatte mich damals dabei erwischt und mir den Hamster weggenommen, da war es aber schon zu spät. Ich bitte um Absolution - vor allem um Vergebung beim Hamster. Es tut mir alles sehr leid. Meine Eltern haben ein Jahr später übrigens noch ein Kind bekommen, unseren jüngeren Bruder. Wahrscheinlich wegen dieser Geschichte haben wir unsere Kinder zwar mit Tieren aufwachsen lassen, aber sie in jungen Jahren nicht mit ihnen alleine gelassen. Und aufgeklärt haben wir unsere Kinder auch früh - Kinder bekommen, obwohl man sie sich eigentlich noch nicht leisten kann, das muss einfach nicht sein.

Beichthaus.com Beichte #00035449 vom 12.04.2015 um 23:12:05 Uhr in Erding (7 Kommentare).

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Die Putzfrauenintrige

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Engherzigkeit Zorn Arbeit

In unsere Büros kommen täglich Putzfrauen. Sie sind ja auch nett und ich finde ihre Arbeit auch wichtig, deshalb bin ich dankbar, dass sie es tun. Aber es nervt, dass sie jeden Tag total früh kommen - manchmal schon um 14 Uhr, meistens zwischen drei und vier - wenn wirklich noch gearbeitet wird, das Telefon klingelt und so weiter. Und jeden Tag wird gesaugt, und zwar in einer Lautstärke, dass das Telefongespräch unmöglich wird. Wir haben sie gebeten, nicht vor 16 Uhr zu kommen, am besten nicht vor 17 Uhr. Dann ist wirklich keiner mehr da. Aber sie sagen, das ginge nicht, das habe der Arbeitgeber so eingeteilt und sie seien in verschiedenen Gebäuden eingeteilt. Dann haben wir sie gebeten, wenigstens nicht jeden Tag zu saugen. Daraufhin kam die Antwort, dass das vom Arbeitgeber so vorgeschrieben ist und die Kontrollen sehr streng seien. Alles klar, dann haben wir sie gebeten, doch wenigstens zuvor zu fragen, ob es okay ist. Wenn man gerade telefoniert, können sie ja zuerst ein anderes Büro saugen und dann wiederkommen. Ja, das wäre in Ordnung. Haben sie aber nicht gemacht.


Nachdem wir ein paar Tage lang gewartet haben, haben wir, als wir die Putzwagen hörten, das Büro abgeschlossen und den Schlüssel stecken lassen. Sie haben geklopft, aber die Tür war zu, haben versucht aufzuschließen, ging nicht. Ihr glaubt nicht, mit welcher Penetranz die gegen die Türen gehämmert haben. Nach zehn Minuten, so lange haben die tatsächlich geklopft und gerufen, sind sie dann abgezogen. So werden wir es jetzt immer machen. Unser Chef ist begeistert von unserer Idee, ihn nerven sie ebenfalls schon lange mit ihrem frühen Erscheinen und der Störung des Arbeitsbetriebs. Er schließt sich jetzt auch ein. Und wenn es tatsächlich Kontrollen geben sollte, wissen wir alle von nichts. Unser Chef sagt, dass Putzfrauen wie Sand am Meer vorhanden sind, und seine Hoffnung darin besteht, dass die Reinigungsfirma die entlässt und neue Putzfrauen einstellt, die etwas mehr auf unsere Bitten eingehen. Wir bitten um Vergebung für unsre Putzfrauenintrige.

Beichthaus.com Beichte #00035318 vom 24.03.2015 um 18:23:55 Uhr (22 Kommentare).

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“Beichte

Aus dem Schlaf geblasen

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Trunksucht Ekel Intim Partnerschaft Hannover

Aus dem Schlaf geblasen
Ich (m/23) habe gestern, am frühen Morgen, meine Freundin ein wenig verärgert. Samstagabend waren meine Kumpels und ich auf unserer wöchentlichen Kneipentour quer durch Hannover. Selbstverständlich habe ich auch eine Menge getrunken, sodass ich am Tag darauf einen […]
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Beichthaus.com Beichte #00034670 vom 22.12.2014 um 18:23:20 Uhr in 30159 Hannover (Jägerstraße) (52 Kommentare).

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Der Mobber meines Cousins

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Aggression Gewalt Zorn Familie Ingolstadt

Ich (w/24) habe einen Buben bedroht und es tut mir leid. Mein kleiner Cousin (16 Jahre jung) liegt mir sehr am Herzen, wir verstehen uns sehr gut und er kommt mit seinen Problemen eher zu mir als zu seiner Mutter. Seine Mutter ist eine Hardcore-Hausfrau, sie hat meinen […]
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Beichthaus.com Beichte #00034566 vom 10.12.2014 um 17:57:03 Uhr in 85049 Ingolstadt (Esplanade) (22 Kommentare).

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Kuscheltiere statt Freund

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Manie Peinlichkeit WG

Kuscheltiere statt Freund
Als ich (w/23) vor vier Jahren für das Studium von zu Hause ausgezogen bin, musste ich notgedrungen einigen Krempel zurücklassen, der seitdem im Keller meiner Eltern in Kisten verstaut ist. Darunter befindet sich auch eine beachtliche Sammlung von Kuscheltieren. Auf einem Heimatbesuch vor einem Jahr entdeckte ich diese wieder und beschloss kurzum, einige meiner Lieblinge mit in meine WG zu nehmen. Dies tat ich heimlich, da es mir ein wenig peinlich war, mit Anfang 20 in diese alten, abgewetzten Stofftiere vernarrt zu sein. Seitdem ruhen sie brav und gut versteckt in meinem Bettkasten. Zumindest tagsüber.

Sobald nachts meine Mitbewohner schlafen gehen, dürfen meine kuscheligen Freunde für einige Zeit raus aus ihrem Verlies. Zunächst muss ich mich dann natürlich bei ihnen dafür entschuldigen, dass sie so lange eingesperrt waren. Daher bekommt jedes meiner Schätzchen erst einmal eine Streicheleinheit und einen Kuss. Danach kuscheln wir uns gemeinsam unter meine Bettdecke und schauen uns auf meinem Laptop die neuesten Folgen meiner Lieblingsserien an. Wenn ich dann den Eindruck habe, dass die Kleinen lang genug aufgeblieben sind, heißt es "Gute Nacht" sagen und sie müssen wieder in meinem Bettkasten verschwinden. So geht das jetzt schon fast ein Jahr und ich bemerke, wie ich mich tagsüber immer mehr auf meine nächtliche Kuschelrunde freue. Ich weiß, ich brauche ganz dringend einen Freund. Doch solange niemand in Sicht ist, bin ich vollkommen zufrieden damit, Dickie den Bären, Waltraud das Schäfchen, Mimi das Meerschweinchen, Simba den Löwen und Gustl das Nashorn in meine Arme schließen zu dürfen!

Beichthaus.com Beichte #00034560 vom 09.12.2014 um 21:56:58 Uhr (21 Kommentare).

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