Die Stimmen in meinem Kopf haben mein Leben ruiniert

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Verzweiflung Zorn Manie Familie Gesundheit Berlin

Meine Naivität fällt fast unter Dummheit. Ich bin 27 Jahre alt, klug, habe das Fachabitur, die mittlere Reife. Ja, ich bin in der Oberschule und Grundschule nie sitzen geblieben. Wollte seither immer eine Ausbildung absolvieren. Meine Mutter hat seit meiner Geburt Schizophrenie. Sie hatte mich im Kindesalter verprügelt und so kam ich mit vier Jahren ins Heim. Als ich mit 16 wegen Marihuanakonsum ausziehen musste, kam ich in eine Wohngemeinschaft, in der ich nicht klarkam aber meine freie Zeit genoss. Ich jobbte, machte Praktika und wollte meinen Realschulabschluss verbessern um das Abi nachzuholen. Irgendwann hörte ich aber Stimmen. Sie zerfrassen mich. Ich ging zum Arzt und bekam Neuroleptika. Fing an mich zu isolieren. Über Jahre hörte ich nur Musik. Meine große Familie wollte gefühlt nichts mit mir zu tun haben. Es ging halt immer um den Ruf. Mein Aussehen veränderte sich. Trotzdem gab ich nicht auf. Ich holte also irgendwann mein Abi nach und bestand. Ab da wurde es besser. Die Neuroleptika setzte ich während der Abiphase ab.

Ich wohnte bei meiner Mutter, die jeden Tag über Jahre im Bett lag und über jeden schimpfte. Leute hasste und verachtete. Ich isolierte mich weiter. Dann zog ich bei ihr aus. Sie beleidigte mich als Penner und Versager, weil ich noch nicht wirklich arbeitete und nicht fest im Leben stehe, bis heute. Dabei habe ich gelernt, nur nicht auf dem Papier. Ich hinterließ ihr Schulden, die sie von ihrer Rente über den Betreuer abbezahlen musste. Ich bin immer noch in der Ausbildung und komme nicht mit den Leuten klar. Ich habe fast Angst davor, engeren Kontakt einzugehen. Habe Schulden im Dispo angesammelt und muss schauen, wie ich jeden Monat mein Essen finanziere. Ich muss meiner Mutter das monatliche Witwengeld geben, weil sie Ihren Betreuer hasst und die Leute beleidigt. Sich isoliert. Jede Person, die näheren Kontakt zu mir hatte, hat sie irgendwie gedemütigt. Sie hat beispielsweise auch vor Türen gekackt, die Klinken beschmiert. Schmeißt neuerdings ihre Sachen weg, naja, das hat sie immer mal wieder gemacht - jetzt ist es aber wieder extrem, kackt und pinkelt auf ihren Boden, schimpft in die Luft mit irgendwas, was nicht da ist, und lacht mich aus. Verstopft Abflüsse mit Papier usw.

In der Schule bin ich nett, die Leute mögen mich, finden mich trotzdem arrogant und etwas zu nett. Zurück im ersten Jahr, und jetzt fast am Ende, kann ich nicht mehr. Ich durchlaufe das Jahr das zweite Mal und das nicht wegen meiner Noten, es gab betriebliche und organisatorische Vorfälle, die die Schule nicht hinbekommen hat. Naja mir wird wieder gesagt, ich solle einen anderen Weg einschlagen und aufgeben, aber ich kann es nicht. Trotz Schulden. Meine Noten sind okay, aber ich komme planlos rüber. Ich beichte, dass ich keinen Bock auf Dummschwätzer habe und Freunde sowie Gleichgesinnte suche, weil ich denke, mich würde keiner verstehen. Ich habe Angst offen zu sein, ehrlich zu sein. Ich fühle mich wie ein Versager und finde keinen Halt

Beichthaus.com Beichte #00040095 vom 24.07.2017 um 22:26:13 Uhr in Berlin (14 Kommentare).

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Ich würde gerne in einem Anime leben!

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Ignoranz Sucht Gesellschaft

Ich beichte, dass ich die Realität hasse und nicht verstehe wieso. Gegenwärtig studiere ich und schlage mich eigentlich ganz gut. Kann mich sogar auf eine Doktorstelle bewerben. Mit den Frauen läuft es eigentlich ganz gut. Es ist zwar (noch) keine dabei, mit der ich mich fest binden könnte, aber wer weiß. Auch finanziell habe ich derzeit keine Sorgen. Und trotzdem bin ich nicht zufrieden. Momentan flüchte ich mich eher in die Welt der Mangas und Animes. Z. B. kann ich stundenlang Animes schauen. Sache ist aber, dass beispielsweise der Tod von bestimmten Anime-Figuren mich stärker emotional trifft, als beispielsweise der Tod meiner Oma. Ich bin gerne auf Conventions unterwegs, da ich mich in dieser Welt eher zu Hause fühle als im realen Leben. In letzter Zeit räume ich zudem viel von den Animes, Gutes wie Schlechtes... wie z. B. dass es mir obliegt, den Tod einer Animefigur zu verhindern.

Ich meine, in der realen Welt funktioniere ich. Mache meinen Job, Studium und komme meinen Verpflichtungen nach. Ich habe ein soziales Umfeld, das ich tief im Herzen wirklich mag. Die Leute sind ok, aber nerven mich. Ich selbst werde ironischerweise als offen, geduldig, verständnisvoll, hilfsbereit und vor allem als pflichtbewusst beschrieben. Aber nochmal zu Frauen: Es gibt einige, mit denen ich regelmäßig schlafe, aber ich will gar keinen engeren Kontakt. Interessanterweise rennen die mir nach. Aber, das alles bedeutet mir absolut nichts. Meine Gedanken und offen gesagt meine Träume, mein Herzen kreisen sehr viel um Anime. Es ist, als hätten sich meine Gefühle in eine andere Welt verlagert. Für diese Welt habe ich wenig übrig. Ich meine, solange ich funktioniere, ist ja alles gut. Vor meiner eigenen Wahrnehmung kann ich meine Animesucht also gut verstecken.

Und jetzt kommt noch was: Ich hatte mal ein Treffen mit einer Animebraut und Cosplayerin. Ich habe auch mit der geschlafen. Diese Frau ist cholerisch, hat keine Manieren, isst nur eine Scheibe Toast am Tag... Kurz: Sie ist eine Katastrophe. Von allen Damen, mit denen ich etwas hatte, löste ausgerechnet diese die großten Gefühle in mir aus. Zwar überwiegen die negativen Gefühl, aber trotzdem wäre sie, wenn es möglich wäre, die Frau, mit der ich am meisten Zeit verbringen will. Und ich meine, es gibt so viele, die mit mir zusammen sein wollen: Schönere, Reichere, psychisch Stabilere. Ich bitte zum einen um Absolution dafür, dass ich die reale Welt so verachte, obwohl ich eigentlich ein ganz gutes Leben habe und viel wichtiger, haltet mir mal den Spiegel vor. Soll ich was tun? Bin ich normal?

Beichthaus.com Beichte #00040089 vom 24.07.2017 um 17:55:18 Uhr (17 Kommentare).

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“Folge

Hilfe, meine beste Freundin ist in mich verliebt

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Feigheit Lügen Falschheit Begehrlichkeit Zürich

Ich (w/20) habe eine beste, gleichaltrige Freundin. Kennengelernt haben wir uns mit sechzehn, schon damals war sie sehr schüchtern und lieb. Vor zwei Monaten hat sie mir gestanden, dass sie schon über zwei Jahre in eine Frau verliebt wäre, was mich überraschte, sie erhoffte sich ihre erste Beziehung. Ich freute mich für sie, war aber etwas verwirrt, als sie mir nichts über besagte Frau erzählen wollte. Als ich ihr dann erzählte, dass ich mich von meinem Freund getrennt hätte, schlug sie mir lächelnd vor, bei mir zu übernachten, um mich aufzumuntern.

Es war ein sehr schöner Abend, trotz der Trennung hat sie es geschafft, mich zum Lachen zu bringen. Es war schon ziemlich spät, als ich schlafen ging, meine beste Freundin schlief auf der Couch im Wohnzimmer. Nachdem ich lange schlaflos im Bett gelegen hatte, hörte ich, wie sie in mein Zimmer ging, sie dachte, dass ich schlafen würde. Sie streichelte mir über den Rücken und beobachtete mich. Nach einer Weile legte sie sich neben mich und ich hörte plötzlich ein unterdrücktes Stöhnen und glitschige Geräusche. Sie masturbierte doch tatsächlich neben mir, ich war schockiert, traute mich aber nicht, aufzustehen, aus Angst, vor einem unangenehmen Gespräch. Nachdem sie 'fertig' war, sagte sie ganz leise, ich wäre diejenige, in die sie verliebt ist, noch immer im Glauben, ich würde schlafen.

Seitdem fühle ich mich unwohl in ihrer Nähe. Mir ist nun klar, warum sie mich immer so innig umarmt hat. Im Schwimmbad hat sie immer darauf bestanden, dass wir uns zusammen in einer Kabine umziehen, es wäre ja praktischer. Vor ein paar Wochen hätte ich ihre heimlichen Blicke nur als Neugier angesehen. Sie bedeutet mir immer noch unglaublich viel, aber ich bin nicht in sie verliebt, weshalb ich einen neuen Freund erfunden habe. Ich lüge sie an, erzähle von tollen Ausflügen mit dem imaginären Christian. Ich bin sogar so weit gegangen und habe ihr ein Bild von meinem Cousin gezeigt und ihn als meinen erfundenen Freund ausgegeben. Zum Glück wohnt und arbeitet er im Ausland. Sie mag Christian nicht und nutzt jede Gelegenheit, um mich von einer Trennung zu überzeugen. Es tut mir leid, dass ich sie anlüge, aber ich möchte sie nicht verlieren oder verletzen.

Beichthaus.com Beichte #00040073 vom 21.07.2017 um 18:44:48 Uhr in Zürich (12 Kommentare).

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Mein Chef hat den Untergang seiner Firma verdient!

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Rache Hochmut Arbeit Zorn Chef Laufenburg

Ich möchte beichten, dass mein Ausbildungsbetrieb den Bach heruntergeht und ich mich darüber jeden Tag mehr freue. Ich mache eine Ausbildung im Büro eines kleinen Handwerksunternehmens und komme demnächst ins dritte Lehrjahr. Das Unternehmen existiert bereits seit mehreren Generationen und ist regional bekannt. Anfangs fühlte ich mich noch wohl, aber schon bald entpuppte sich mein Chef als narzisstischer Tyrann, der mir das Leben zur Hölle machte. In den bisher zwei Jahren meiner Ausbildung entwickelte ich eine Depression und stand vor einiger Zeit auch kurz vor einem Burnout, von dem ich (durch Glück, nicht durch Erholung) wieder wegkam. Mein Chef zeigt einem immer wieder, welche Fehler man hat, was für ein wertloser Mensch man ist und dass dies ihm niemals passieren würde. Lob oder Anerkennung gibt es, trotz meines Einserschnitts in der Schule und meiner guten Arbeitsleistungen, nie.

Doch langsam scheint sich das Blatt für meinen Chef und das Unternehmen zu wenden. Hatte er vor etwa drei Jahren noch ein gut eingespieltes Team aus Mitarbeitern, die schon jahrelang für ihn da waren, so begann diese heile Welt plötzlich zu bröckeln. Plötzlich begannen alle unsere Handwerker zu kündigen - zwei machten sich selbstständig und sorgen seither für Konkurrenz, ein paar andere hatten keine Lust mehr und suchten sich andere Unternehmen. Nur mit Mühe und Not fand mein Chef wieder neues Personal (für dieses Berufsfeld ist gut gelerntes Personal Mangelware) und es schien wieder bergauf zu gehen. Jetzt, ein Jahr später, der Schock - nach und nach kündigen wieder fast alle. Nicht einmal die drei Auszubildenden, die dieses Jahr fertig wurden, bleiben. Unsere Auftragszahlen gehen stark zurück, finanziell rutscht der Betrieb langsam immer weiter hinunter und mein Chef weiß nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Ich spiele immer die verständnisvolle beste Freundin und höre ihm zu, wenn er mir sein Leid klagt - schließlich hat er ja nie etwas getan und alle anderen sind so böse zu ihm. Innerlich lache ich mich aber tot und freue mich jeden Morgen, wenn ich sein mittlerweile um Jahre gealtertes Gesicht sehe. Ihm geht es richtig schlecht und das gönne ich ihm von ganzem Herzen. Ich hoffe wirklich, dieses Unternehmen geht bald den Bach hinunter. Um meine Ausbildung habe ich übrigens keine Angst - durch meine perfekten Leistungen in der Schule kann ich meine Prüfung auch vorziehen, wenn ich merke, dass es brenzlig wird. Was auch kommt, ich bin auf der sicheren Seite. Und von der werde ich meinem Chef zuwinken, wenn sein Schiff mit ihm untergeht.

Beichthaus.com Beichte #00040063 vom 19.07.2017 um 14:56:23 Uhr in 79725 Laufenburg (Fridolin-Lauber-Straße) (8 Kommentare).

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“Beichte

Hilfe, mein Freund wollte mir fremdgehen!

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Eifersucht Verzweiflung Neugier Fremdgehen Partnerschaft

Meine Geschichte dürfte man hier schon dutzendfach gelesen haben, aber es scheint ja immer wieder so etwas zu geben: Misstrauen gegenüber dem Partner. Bei mir allerdings nicht ohne Grund. Wir sind seit März ein Paar und zunächst ging auch alles wirklich gut. Bis sich sein Verhalten geändert hat, und ich wochenlang ein komisches Bauchgefühl mit mir rumschleppen musste. Kurz und gut: Anstatt mit mir zu reden, und ich habe nicht nur einmal gefragt, ob er etwas auf dem Herzen hat, wurden irgendwann über die Datingplattform, über die wir uns auch kennengelernt haben, und auch über Facebook pikante Nachrichten mit zwei anderen Typen ausgetauscht. Mit einem hat er sich getroffen, und angeblich ist außer Kaffee trinken nichts weiter gewesen. Mehr hätte vonseiten meines Freundes aber passieren können, dafür wäre er offen gewesen.

Woher ich das nun alles weiß? Durch schäbige Rumschnüffelei an seinem Laptop eines Abends. Wie schon erwähnt nach einem wochenlangen komischen Gefühl, das eine richtige Tortur für mich war. In dem darauffolgenden Gespräch kam heraus, dass er zwischendurch überhaupt nicht mehr sicher bezüglich unserer Beziehung war, er sich aber mittlerweile sicher sei. Jeder Mensch macht Fehler und man sollte auch verzeihen können, das ist meine Überzeugung. Wir sind immer noch zusammen, nur gibt es immer wieder Punkte, die das Misstrauen nicht weniger werden lassen. Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Sollte ich wieder die Gelegenheit bekommen, mich an seinen Laptop zu setzen, werde ich es tun. Es sind noch zu starke Gefühle in mir, um einen Schlussstrich zu ziehen. Sollte ich wieder eindeutige Inhalte zu Gesicht bekommen, werde ich die Kraft zur Trennung aufbringen. Trotzdem bitte ich um Vergebung, weil spionieren nicht rechtens ist.

Beichthaus.com Beichte #00040055 vom 17.07.2017 um 20:56:22 Uhr (12 Kommentare).

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