Mädel im Notstand

55

Dummheit Begehrlichkeit Schamlosigkeit Wollust Studentenleben Mannheim

In meinem Block wohnt ein Mädel, dass ich vom Studium her kenne. Manchmal kochen wir am Wochenende was zusammen oder lernen, sie hilft mir auch manchmal mit der Wäsche aus, weil ich keine Waschmaschine habe. Mehr war da nie. Bis vor kurzem. Wir sind in meiner Wohnung […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00029774 vom 03.02.2012 um 21:41:56 Uhr in Mannheim (55 Kommentare).

Gebeichtet von Heyak
In WhatsApp teilen

Rache an ehemaligem Klassentyrann

37

anhören

Rache Boshaftigkeit Schule Gesundheit

Als ich noch zur Schule ging, gab es bei uns einen Typen in der Klasse, dem jegliche soziale Kompetenz fehlte. Er hänselte oft und viele unserer Klassenkameraden, und bestimmte, wer das allgemeine Mobbingopfer der Klasse war. In der Neunten und Zehnten war ich dran, weil ich immer ziemlich gute Noten hatte, und bei irgendwelchen seiner Hetzaktionen gegen andere Schüler und auch Lehrer nicht mitmachen wollte. Ich kassierte öfter Prügel von ihm und seinen Mitläufer-Kumpels, mein Schulrucksack verschwand auf wundersame Weise und bei minus fünfzehn Grad klaute er mir die Jacke. Er spielte Fußball mit meinen Schulsachen, Stiften und einmal mit meinem teurem grafikfähigem Taschenrechner, was unser Mathelehrer allerdings mitbekam und die Eltern des dumpfbäckigen Störenfrieds mir ersetzen mussten. Natürlich kassierte ich hinterher ordentlich Schläge. Hinzu kamen unzählige Hänseleien, Sprüche und Schikanen, die mir jeden neuen Tag versauten. Langsam, aber sicher begann ich ihn zu hassen und schmiedete finstere Rachepläne, die ich allerdings nie umsetzen konnte, da er nach einer Aktion, bei der er einen jüngeren Schüler mit einem Bowie-Messer verletzte, in der elften Klasse von der Schule flog. Wir waren alle recht froh ihn los zu sein, außer die natürlich, die zu seinen Mitläufern zählten.


Nach der Schule studierte ich Medizin und arbeitete zunächst im Ausland, kehrte dann aber gezwungen durch familiäre Probleme in mein Heimatstädtchen zurück, um im örtlichen Krankenhaus zu arbeiten. Eines Nachts schob ich gerade mitten in der Woche langweiligen Praxisdienst in der Notaufnahme, als mir die Schwester sagte, im Warteraum säße jemand mit akutem Abdomen, also ziemlich üblen Bauchschmerzen. Als ich im Wartezimmer ankam, traf mich fast der Schlag. Es war mein verhasster Ex-Schulkamerad, der sich vor Schmerzen krümmte und Schweißperlen auf der Stirn hatte. Normalerweise ruft so ein Anblick bei mir immer Mitleid hervor, allerdings nicht bei diesem Typen. Er erkannte mich auch sofort, duzte mich und fragte, was er denn haben könnte. Wahrheitsgemäß erklärte ich ihm, dass ich das erst nach der Diagnostik wüsste. Er tat die ganze Zeit so, als wären wir schon immer die besten Kumpels gewesen, die sich nur durch unglückliche Umstände aus den Augen verloren hätten. Beim Ultraschall wurde recht eindeutig klar, was er für ein Problem hatte, denn sein Appendix (der Wurmfortsatz des Blinddarmes) sah aus wie eine Presswurst. Normalerweise wäre der Keks damit gegessen gewesen. Wenn man alle Fälle von Blinddarmentzündungen per Ultraschall so leicht abklären könnte wie bei ihm, wäre das eine echte Erleichterung. Aber irgendwie war in dieser Nacht sonst nichts los und mich ritt der blanke Hass, außerdem war der Patient ja nicht in Lebensgefahr. Ich runzelte also die Stirn, fuhr mit Absicht immer wieder über die schmerzende Stelle und sagte beim Blick an den Ultraschallbildschirm gedankenabwesend mehrmals "Oh, oh...", ungefähr in dem Tonfall eines KFZ-Mechanikers, wenn man ihn fragt wo denn dieses komische rasselnde Geräusch am Motor beim Gas geben herkommt. Dann sprang ich gespielt alarmiert auf, gab ihm die Anweisung auf jeden Fall liegen zu bleiben und ging erstmal zehn Minuten Kaffee trinken, während ich die Anästhesistin informierte und sagte, sie könne sich ruhig Zeit lassen, der Patient habe es nicht eilig. Danach ging ich mit sorgenvoller Miene zurück in das Zimmer, wo der Typ, mittlerweile aschfahl und leise wimmernd, lag. Ich sagte ihm wörtlich er habe eine akute Appendizitis, mit bereits drohender Perforation und anschließender Peritonitis. Es war klar, dass er nur Bahnhof verstand, aber er getraute sich nicht, das zuzugeben. Ich füllte den Anamnesebogen extra langsam aus, blickte ihn wiederholt prüfend und mitleidig an und fragte ihn nach seiner Patientenverfügung. Er fing fast an zu weinen. Schließlich beruhigte ich ihn mit der geringen Sterblichkeitsrate und sagte, es bestünden gute Chancen einer vollständigen Heilung. Bei der OP erzählte ich dem Team, was der Patient für ein netter Mensch war, und wie ich es ihm vergolten hatte. Darauf meinte der anwesende Chirurg, er werde die Nähte extra fest machen, damit der Typ auch beim Fäden ziehen noch einmal richtig seinen Spaß habe. Mein Ex-Schulkamerad war nachher noch zwei Tage im Krankenhaus, tyrannisierte die Pfleger so übel und baggerte an den jungen Schwestern herum. Ich war deswegen belustigt, denn es zeigte dass er sich nicht wirklich geändert hatte. Hoffentlich bleiben mir in Zukunft jegliche Begegnungen mit ihm erspart.

Beichthaus.com Beichte #00029773 vom 03.02.2012 um 11:25:17 Uhr (37 Kommentare).

Gebeichtet von Heyak
In WhatsApp teilen
“Folge

Die Beerdigung meiner Nachbarin

13

anhören

Morallosigkeit Trunksucht Nachbarn 50+ Zittau

Es ist schon eine ganze Weile her. Meine Nachbarin war sehr nett, sie war schon, als ich geboren wurde, über 80 Jahre alt. Es war schön mit ihr und da meine Großeltern weiter weg wohnten, war sie so etwas wie eine Ersatzoma für mich. Das hat sich dann aber verlaufen mit der Zeit. Mit über 90 Jahren - ich hatte sie schon seit zwei Jahren nicht mehr gesehen, weil sie in ein Altenheim umgezogen war - hatte sie einen Hirnschlag. Kurze Zeit später starb sie im Koma. Es hat mich für sie gefreut, dass sie keinen langsamen und schmerzhaften Tod erleiden musste. Zu ihrer Beerdigung bin ich natürlich mitgegangen. Die Nacht zuvor hatte ich jedoch etwas zu viel gesoffen und bin erst viel zu spät heimgekommen.
Meine Beichte: Während andere heulten, musste ich mich versuchen munter zu halten. Irgendwann hat es nicht mehr geklappt, ich bin während der Rede vom Pfarrer eingeschlafen. Es ging einfach nicht mehr. Das Gelaber über Gott empfand ich als so furchtbar. Mein Bruder weckte mich, als wir aufstehen mussten. Ich schäme mich dafür. Das ist extrem pietätlos und ich kann es mir einfach nicht verzeihen.

Beichthaus.com Beichte #00029772 vom 03.02.2012 um 10:59:09 Uhr in Zittau (13 Kommentare).

Gebeichtet von Heyak
In WhatsApp teilen

Pseudo-Sparsamkeit

18

anhören

Geiz Verzweiflung Familie

In letzter Zeit geht mir mein Vater tierisch auf die Nerven. Er ist extrem pingelig bei allen Arbeiten, die ich zu verrichten habe, spricht mich oftmals nur noch in der dritten Person an und ist zudem extrem geizig. Dabei muss ich erwähnen, dass es unserer Familie wirklich an nichts mangelt. Natürlich kommt das Geld auch nicht vom Ausgeben, das sehe ich ja ein, aber wenn man sich z.B. einen Tee kocht und die Tasse nicht ganz voll macht, sondern nur zu 9/10, redet er von Verschwendung.

Wie gesagt, dass würde mich ja nicht stören, wenn es um uns finanziell schlecht stünde. Aber wir haben drei Autos, von denen nur zwei aktiv genutzt werden; das dritte ist ein neues Cabrio, welches im Sommer nur zwei, dreimal gefahren und im Winter noch nicht einmal abgemeldet wird. Vor drei Jahren habe ich ihm eine CD von seiner Lieblingsband geschenkt: Die hat er bis heute noch nicht einmal von der Plastikfolie befreit! Ich hasse es einfach. Doch es kommt noch viel schlimmer. Ich kann ihm nicht einmal meine Meinung sagen, weil er Kritik überhaupt nicht verträgt und schon bei unwichtigen Themen total die Fassung verliert. Mein Vater hatte schon einen Herzinfarkt und steht praktisch vor dem nächsten. Ich weiß einfach nicht was ich tun soll.
Meine Beichte ist, dass ich mich einfach nicht traue etwas zu sagen. Mein ganzes scheiß Leben muss ich einstecken und schön Ja und Amen sagen. Warum mache ich das überhaupt? Fakt ist, mir geht diese Pseudo-Sparsamkeit ganz schön auf den Sack und eigentlich ist das nur die Spitze von dem Eisberg.

Beichthaus.com Beichte #00029770 vom 02.02.2012 um 22:26:16 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Verräterpack

33

Verrat Gewalt Vandalismus Vorurteile

Ich möchte eine Sache beichten, die schon mehrere Jahre her ist. Ich bin in einem Dorf in Sachsen groß geworden, in dem es, wie es leider bei uns nun mal so ist, einen Haufen Gesindel mit rechter Gesinnung gab. Diese zumeist Jugendlichen hatten einen eigenen Club, […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00029763 vom 01.02.2012 um 12:01:05 Uhr (33 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge