Die Sturmhauben-Männer

16

anhören

Gewalt Rache Zürich

Ich (m/25) habe vor zwei Jahren etwas Ähnliches erlebt, wie der Beichter in Beichte 00029611. Meine Freundin, mit der ich bis heute zusammen bin und die charakterlich wirklich die menschliche Reinkarnation eines Engels und äußerlich die Schwester von Megan Fox sein könnte, erzählte mir damals an einem Abend, dass ihr auf dem Nachhauseweg aus der Arbeit ein großer, stämmiger Typ aufgefallen war, welcher sie im Bus immer wieder angestarrt hat und ihr auf dem Weg von der Busstation bis zu unserer Wohnung in größerer Entfernung gefolgt ist. Es handelt sich um die Endhaltestation für diese Region, wir wohnen ziemlich abseits.
Da sich der Vorfall nicht wiederholte, dachte ich mir erst mal nichts dabei. Rund drei Wochen später wurde meine Freundin wieder auf dem Wege von der Busstation zu unserer Wohnung verfolgt, diesmal von zwei Typen. Es war bereits dunkel, weshalb meine Freundin die Gesichter nicht erkennen konnte. Sie erhöhte das Tempo, wie sie mir später erzählt hat, worauf die beiden Typen sich mit je einer Sturmhaube vermummten und einen Sprint ansetzten. Die beiden holten natürlich meine Freundin in Kürze ein, nicht zuletzt, weil sie mit ungeeignetem Schuhwerk ausgestattet war.


Während einer ihr den Mund zu hielt, zerrten die beiden Typen sie in das danebenliegende Gestrüpp. Da wir wie gesagt ziemlich abseits wohnen, wäre meine Freundin wahrscheinlich vergewaltigt worden, wäre nicht das Folgende passiert: Ein junger Mann, der - wie ich später erfuhr - in der Nähe wohnte, und auf der anderen Straßenseite gerade um die Ecke bog, beobachtete die Szene und schritt beherzt ein. Dass er bereits einige Jahre aktiv Karate ausübte, dürfte ihm von Vorteil gewesen sein. Nur so viel: Die beiden Typen flüchteten mit schmerzverzerrtem Gesicht und einer von ihnen zusätzlich mit der Hand in der Lendengegend. Die Geschichte ist hier noch nicht zu Ende. Wir leitete umgehend Anzeige gegen unbekannt ein und es fand sich nach ein paar Tagen ein Verdächtiger, aufgrund der Aussage eines weiteren Zeugen, der zwei fluchende Gestalten vorbeirennen sah und einen davon an der Stimme sogar erkannt hat.

Natürlich besorgte sich dieser ein absolut einwandfreies Alibi von - wie könnte es anders sein - diversen Kumpels.
Wieder ein paar Tage später - ich holte meine Freundin inzwischen immer persönlich von der Busstation ab - wurde der vorhin genannte Zeuge, welcher einen der beiden an der Stimme erkannt hatte - in unserem Ort von drei Typen übel zusammengeschlagen, wie wir erfahren haben. Für mich war sofort klar, dass da ein Zusammenhang bestand. Der Polizei waren dank hieb- und stichfesten Alibis wieder einmal die Hände gebunden. Mein Sicherheitsbedürfnis nahm weiter zu und ich holte meine Freundin ab sofort direkt von der Arbeit ab. Mein Chef fand es nicht so toll, dass ich immer früher nach Hause ging. Am nächsten Wochenende klingelte um circa 21:00 Uhr jemand an unserer Haustüre.


Meine Freundin öffnete die Türe aus Gewohnheit ohne vorher via Spion nachzusehen, und ein vermummter Mann versuchte in die Wohnung einzudringen. Ich reagierte schnell. Mit wenigen Sprüngen war ich bei der Türe und klemmte dem Typ die Hand zwischen Tür und Rahmen ein und begann seinen Arm zu verdrehen. Ich mache zwar kein Karate, seit geraumer Zeit aber eine russische Kampfsportart namens Systema. Er schrie vor Schmerzen. Leider passte ich nicht gut auf und er verletzte mich irgendwie mit einem Messer, dass er in der anderen Hand hielt. Ich ließ ihn los und er flüchtete fluchend die Treppen hinunter.

Ihr könnt es euch schon denken: Es wurde wieder der übliche Typ verdächtigt, aber irgendwie schaffte er es wieder, sich ein Alibi zu besorgen. Einige Tage später erhielt ich einen Anruf von dem jungen Mann, der meine Freundin gerettet hatte. Er erzählte mir, dass auch bei ihm jemand versucht hat, in seine Wohnung einzudringen. Wir kamen überein uns mal persönlich zu treffen und die Angelegenheit zu besprechen. Gesagt, getan. Wir waren uns sehr schnell einig, dass wir in dieser Sache selber die Initiative ergreifen müssten, wenn die Polizei dazu nicht im Stande war. Gewalt im Sinne von zurückschlagen würde bei denen nichts bringen, denn sie kamen ja immer wieder, auch nach diversen – für sie - schmerzhaften Situationen. Er erzählte mir, dass er in einer größeren Nachbarstadt einige Japaner kenne. Folglich trafen wir uns mal mit seinen Jungs und besprachen das Vorgehen. Wir baten jeden der Japaner am nächsten Tag bei mir im Anzug zu erscheinen. Wir mieteten einen schwarzen Wagen und schickten die Japaner dann zum Wohnort des Hauptverdächtigen – den erfuhren wir über den verprügelten Zeugen.


Sie parkten vor dem Haus des Typen und taten nichts, außer im Auto zu sitzen und gefährlich dreinzuschauen. Ab und zu stieg einer der Japaner aus und lehnte sich an den Wagen mit der Zigarette im Mund und starrte eiskalt zur Wohnung hinauf, so dass die Assoziation zu der japanischen Yakuza unverkennbar sein dürfte.
Wir wechselten täglich die Japaner aus (konnten auf insgesamt Neun zurückgreifen). Dabei konnten sie beobachten, wie die Kumpels vom Hauptverdächtigen bei ihm ein und aus verkehrten. Die Japaner folgten den Typen regelmäßig mit dem Auto. Ein paar Mal gingen zwei Japaner sogar ins Treppenhaus und lehnten sich an die Wand. Ich hätte wirklich liebend gern die Angst der Typen gesehen, als diese mal nach Hause kamen. Wie soll ich sagen: Die Typen haben sich nie mehr getraut auch nur in die Nähe von meiner Freundin, Wohnung oder dergleichen zu kommen. Ab und zu schicken wir immer wieder mal ein paar Japaner vorbei, um den Typen so richtig Angst zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00029623 vom 16.12.2011 um 09:16:00 Uhr in Zürich (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Fitness Muffel

11

anhören

Faulheit Trägheit Dummheit

Vor einigen Jahren wollte ich mich in einem etwas teureren Fitnessstudio anmelden, weil ich keine Lust auf die typische McFit-Klientel hatte. Dieses Studio hat ein ärztliches Gutachten verlangt, das bestätigt, dass man gesundheitlich in der Lage ist, zu trainieren. Ich habe nun also diesen Test gemacht, ein Leistungs-EKG. Dieser Test war total anstrengend, aber ich habe ihn bestanden. Das Ding war aber dann, dass ich dann irgendwie doch keine Lust mehr hatte, zu trainieren. Also habe ich mich total abgerackert, nur um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass ich Null Bock habe, mich abzurackern.

Beichthaus.com Beichte #00029621 vom 15.12.2011 um 23:36:35 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Schimpftiraden

31

anhören

Feigheit Dummheit Partnerschaft

Ich muss wohl auch etwas beichten: Vergangenes Jahr habe ich meine langjährige Freundin für eine Kommilitonin von mir verlassen. Zwischen uns hatte es sofort gefunkt, sie ist eine wahnsinnig schöne Frau mit perfektem Körper, außerdem war sie witzig, charmant und richtig nett zu mir. Mit meiner Freundin lief es nicht gerade schlecht, aber auch nicht toll. Wir bewegten uns in eingefahrenen Bahnen und das Kribbeln war komplett weg. Mit meiner Kommilitonin jedoch war es der Hammer. Endorphine-Schübe ohne Ende. Ich kam also eine halbe Woche, nachdem ich mit meiner damaligen Freundin Schluss gemacht hatte, mit ihr zusammen und wir verbrachten die erste Zeit fast nur im Bett. Was mir allerdings damals schon auffiel war eine gewisse Verklemmtheit ihrerseits. Sie mochte gegenseitig oral nicht besonders und war total passiv. Ich hatte auch immer den Eindruck sie täuschte ihre Orgasmen nur vor, obwohl sie das vehement abstritt.


Nichtsdestotrotz waren die ersten drei Monate mit ihr wunderschön. Dann begann jedoch ihre Fassade zunehmend zu bröckeln. Was mir so mit als erstes säuerlich aufstieß, war ihre beginnende Zickigkeit mir gegenüber. Sie begann mich wegen der geringsten Kleinigkeiten anzuzicken, beispielsweise wenn ich beim Frühstück etwas Saft verschüttete. Ich überging das anfangs immer kommentarlos, als aber ihre Zickereien und darauf folgenden schnippischen Bemerkungen die Grenze zur Beleidigung streiften, sagte ich ihr, dass sie sich mal zurückhalten und überlegen solle, was sie da so von sich gäbe. Daraufhin schmollte sie ein paar Tage lang, um dann so weiterzumachen als wäre nichts passiert. Nach und nach spannte sie mich dazu ein, ihre Uniaufgaben wie Hausarbeiten und das ganze Zeug zu erledigen, mit der Begründung sie habe ja soviel zu tun. Natürlich half ich ihr am Anfang gerne, aber als sie in einer Hausarbeit, die ich zum allergrößten Teil für sie geschrieben hatte, nur 2,0 erreichte, war das für sie der Weltuntergang schlechthin und ich musste mir anhören wie intellektuell unbegabt ich doch sei. Ich dachte erst, ich höre nicht richtig. Als ich sie damit konfrontierte, dass sie ihren Kram auch gerne alleine machen könne, wenn ihr 2,0 nicht reichen würden und dass ich bezweifelte, dass sie bei der Komplexität der Arbeit alleine überhaupt dieses Resultat erreicht hätte, bekam sie einen Tobsuchtsanfall und schloss sich ein paar Stunden lang im Bad ein. Im Anschluss zog sie ein paar Tage zu ihrer besten Freundin, doch schließlich tauchte sie wieder bei mir auf und tat als sei sie die liebevollste Frau der Welt. Das hielt jedoch nicht lange vor, sie wurde nach einiger Zeit sogar noch zickiger und unleidlicher als zuvor. Mittlerweile hatte ich auch ihren Ex kennengelernt, der mir erzählte dass es zwischen den beiden zuletzt regelmäßig zweimal pro Woche ordentlich gekracht habe, weil ihr irgendeine Banalität nicht passte. Ich bat sie zum Gespräch und drohte ihr damit, die Beziehung zu beenden, wenn sich ihr Verhalten mir gegenüber nicht grundlegend ändere, weil ich nicht mit jemandem zusammen sein wolle, der mich die ganze Zeit anmotzt, herunterputzt und mich behandelt als wäre ich sein Lakai. Sie bekam einen Heulanfall und versprach sich zu bessern.


Natürlich hielt ihre Besserung nur knapp zwei Wochen vor, dann waren alle ihre guten Vorsätze aufs Gründlichste vergessen und der Beziehungsterror nahm wieder ungehemmt seinen Lauf. Ich sagte ihr, dass ich erst einmal Abstand von ihr bräuchte und ich sie ein paar Tage lang nicht sehen möchte. Sie zog wortlos zu ihrer besten Freundin. Am dritten Tag bekam ich von ihr eine leere Mail mit einem Bild als Anhang, das sie nackt im Bett mit irgendeinem Typen in eindeutiger Pose zeigte. Sie hielt mir den ausgestreckten Mittelfinger entgegen. Ich überlegte kurz, mich zu revanchieren, lies es dann aber doch bleiben. Nach vier weiteren Wochen stand sie wieder vor meiner Tür, ihr Gesicht verheult und sie stammelte irgendetwas davon, das sie ohne mich nicht Leben könne, und das Foto sei nur gestellt gewesen. Jetzt kommt die eigentliche Beichte: Wider besseres Wissen lies ich sie herein und wir landeten im Bett. Es ging einen Monat lang gut, dann begannen wieder schleichend die Sticheleien und Zickereien. Mittlerweile sind wir ein Jahr zusammen und die Beziehung ist nahezu die Hölle. Es vergeht kein Tag ohne Motzereien und Schimpftiraden ihrerseits. Irgendwie gewöhnt man sich aber an alles, habe ich festgestellt. Ich habe in der Zeit dreimal mit ihr Schluss gemacht, aber ich kann ihr einfach nicht widerstehen, wenn sie weinend und aufgelöst vor mir steht und sagt, dass sie nur mich wolle und keinen Anderen und ohne mich auch nicht mehr leben könne. In diesen Momenten habe ich das Gefühl, dass sie mich wirklich ehrlich liebt, obwohl sie mir das ansonsten nie zeigt, außer dadurch, dass sie wirklich keine anderen Männer mehr auch nur anguckt. Ich bin hin- und hergerissen zwischen der Option ein für allemal alles zu beenden, oder es einfach zu ertragen und zu hoffen, dass es irgendwann besser werden wird.

Beichthaus.com Beichte #00029616 vom 14.12.2011 um 11:19:15 Uhr (31 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Das Trinkgeld für das Zimmermädchen

9

anhören

Diebstahl Habgier Schamlosigkeit Urlaub Familie Italien

Ich (m) war vor einigen Jahren mit meinen Eltern in Italien im Urlaub. Üblicherweise hinterlässt man dem Zimmermädchen ein Trinkgeld. Als wir am Abreisetag das Zimmer verlassen haben, sagte ich, dass ich noch etwas vergessen hätte. Ich bin ins Zimmer zurück und habe mir die 10 Euro eingesteckt. Wenn ich jetzt daran zurückdenke, tut mir das sehr Leid.

Beichthaus.com Beichte #00029614 vom 13.12.2011 um 17:52:43 Uhr in Italien (Jesolo, Venedig) (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Ungerechtigkeit

34

anhören

Hass Ungerechtigkeit Habgier Wien

Ich (w) bin nicht der Typ der gerne auf der faulen Haut liegt. Ich bin ehrgeizig und ich will etwas in meinem Leben erreichen. Unabhängigkeit, Selbstständigkeit, Verantwortung, eine eigene Wohnung, Zeit - das sind Dinge die ich haben will. Als ich noch in die Grundschule ging, wurde uns immer gesagt: "Ihr müsst eine weiterführende höhere Schule besuchen, ohne Matura (Abitur) seid ihr Nichts! Ihr werdet keinen Job finden und ihr werdet in eurem Leben nichts erreichen!" Doch die Informationen, die uns zur Verfügung gestellt wurden, waren mehr als mies und als 14-Jährige, woher soll man da schon wissen, was man im Leben (erreichen) will.
Dennoch hatte ich Glück und meine Mutter hat mir in dieser Angelegenheit sehr geholfen. Ich habe eine Handelsakademie, eine Höhere Schule für kaufmännische Berufe, besucht. Es war meine Entscheidung und das was ich wollte. In den ersten Jahren war es fast schon nur noch Quälerei für mich und dennoch habe ich mein Ding durchgezogen. Im letzten Jahrgang war ich sogar Klassenbeste und mein Matura-Zeugnis war Weltklasse. Ich war und bin deswegen stolz auf mich.
Und jetzt zu meiner eigentlichen Beichte: Ich hasse die ganze Gesellschaft und Politiker. Es wird einem gesagt, man soll doch eine gute Ausbildung machen, aber was hat man davon?
Jetzt bin ich seit einem halben Jahr zu Hause und verdiene kein eigenes Geld. Ich lebe vom Geld meiner Mutter, die mich noch immer unterstützt. Das will ich nicht! Aber etwas anderes bleibt mir nicht über, da ich keinen rechtlichen Anspruch auf irgendeine Art von Geld habe. Die einzige Möglichkeit wäre beim Sozialamt Sozialgeld zu verlangen und selbst dafür verdient meine Mutter zu viel, obwohl sie Alleinerziehend ist und ich auch noch einen Bruder hab.
Ich renne von einem Einstellungstest und Vorstellungsgespräch zum Nächsten, nur um mit den Worten "Leider haben wir keine Position offen, welche ihren Qualifikationen entspricht!" abgespeist zu werden.
Außerdem ärgert es mich maßlos, das ich keinen Job finde, obwohl ich so gern arbeiten gehen würde und mich wirklich bemühe einen zu finden und es läute gibt, die nicht mal ansatzweise versuchen einen Job zu finden, ihre 6 Monate "Grundarbeitszeit geleistet" haben und seitdem vom Staat leben. Diese Ungleichheit und fehlende Fairness kann ich nicht verstehen. Hätte ich damals eine Lehre gemacht, wäre ich wahrscheinlich besser dran.

Beichthaus.com Beichte #00029613 vom 13.12.2011 um 15:10:39 Uhr in 1120 Wien (Brunner Straße) (34 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000