Eine Katze vom Bauernhof

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Diebstahl Waghalsigkeit Tod Tiere Weeze

Gestern ist meine Katze gestorben. Sie wurde ungefähr 14 Jahre alt, ist eingeschlafen und wurde nicht mehr munter. Sie hatte ein schönes Leben und einen großen Garten mit viel Auslauf, und obwohl sie jederzeit die Möglichkeit zum Streunen hatte, ist sie nie davongelaufen. Sie war auch nie krank - und außer dass wir beim Tierarzt zu Beginn zum Impfen und Sterilisieren waren und hin und wieder mal die Krallen schneiden ließen, war sie immer kerngesund. Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Vor ungefähr 14 Jahren machten meine Eltern mit einer Schulfreundin und mir einen Ausflug aufs Land. Wir waren Mittagessen auf einem Bauernhof und anschließend spielten wir mit den kleinen Kätzchen, von denen dort sicher an die 10 Stück herumliefen. Als es an der Zeit war, zu gehen, steckte ich das süßeste der kleinen Kätzchen in die Bauchtasche meines Kapuzenpullis und wir fuhren weiter. Meine Freundin meinte noch, ich solle das lassen, denn es würde garantiert auffallen, aber für mich war es beschlossene Sache.


Dem Kätzchen schien es zu gefallen, in der weichen warmen Bauchtasche des Pullis, und sie schlief den restlichen Tag und wurde erst wach, als wir abends wieder zu Hause angekommen sind. Natürlich hatte sie Hunger und miaute, was meinen Eltern nicht verborgen blieb. Da wir mehrere hunderte Kilometer von dem Bauernhof, von dem ich das Kätzchen mitgenommen hatte, entfernt waren, blieb meinen Eltern nichts anderes übrig, als sie zu behalten. So hatte ich von da an eine Katze und ich kann sagen, dass es ihr an nichts gefehlt hat in diesen 14 Jahren. Ich denke, ich werde mir wieder eine Katze besorgen. Dieses Mal aber auf legalem Wege aus dem Tierheim oder vom Land, wobei ich allerdings vorher fragen werde, ob ich ein Kätzchen mitnehmen darf. Ich bitte um Vergebung für den 14 Jahre zurückliegenden Diebstahl eines kleinen Kätzchens und verspreche, dass ich so etwas nie wieder tun werde.

Beichthaus.com Beichte #00036629 vom 14.09.2015 um 08:14:17 Uhr in Weeze (20 Kommentare).

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Wasser an der Kasse

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Shopping Kenia

In einem Supermarkt in Nairobi habe ich mir einen 5-Liter-Kanister Wasser genommen. An ihnen ist immer so ein Tragegriff dran, und mit dem Kanister bin ich noch etwas durch den Supermarkt geschlendert, und dann ist der Griff abgerissen. Einfach ein Materialfehler. Der Kanister ist auf den Boden geprallt und unten aufgeplatzt. Etwa ein halber Liter Wasser lief aus, und ich habe mich bemüht, den Kanister schnellstmöglich wieder aufzuheben und das Loch nach oben zu drehen. Eine Mitarbeiterin hat das Ganze gesehen und die Administration benachrichtigt. Der Vice Manager kam dann zu mir und meinte, ich solle das bezahlen. Ich antwortete natürlich, dass es nicht meine Schuld sei - was ihm allerdings egal war. Ebenso wie die Tatsache, dass ich in dem Markt noch für dreißig Euro einkaufen wollte. Ich habe ihm gesagt, dass ich einfach gehe, wenn er mir das Geld für den Kanister berechnet. Jeder denkende Geschäftsmann hätte auf die knapp zwei Euro verzichtet, da das Geld meinen 30 Euro Einkauf nicht wettgemacht hätte. Er begründete das übrigens damit, dass der Supermarkt Tragetaschen bereitstellen würde, damit so etwas nicht passiert.


Ich habe dann vorschriftsmäßig die 4,5 Liter Wasser in dem Kanister in den Korb gelegt und bin damit noch durch den Laden geschlendert. Nachdem sich dann fast der ganze Inhalt des Kanisters auf dem Boden befand, bin ich an die Kasse, habe den Korb auf das Band gestellt, mein Geld rausgesucht, den Kanister auf den Laser gestellt und die Scheine sortiert. Als der Kanister endgültig leer war und die Kasse nicht mehr ging, stand wieder der Vice Manager vor mir. Ich sagte ihm, wie leid es mir täte, aber ich hätte ja den Korb benutzt und habe ihm etwa 100 Schilling einfach vor die Füße geworfen und bin rausgegangen.

Beichthaus.com Beichte #00036623 vom 13.09.2015 um 15:38:35 Uhr in Kenia (Nakumatt, Nairobi) (12 Kommentare).

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Mein Mann ist süchtig nach dem Internet

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Eifersucht Zorn Sucht Partnerschaft Internet

Hätte ich vor der Hochzeit gewusst, dass mein Mann derart internetsüchtig ist, hätte ich ihn nicht geheiratet. Ich wusste, dass er viel im Internet ist, denn ich bin es ja auch. Aber mittlerweile sehe ich, dass sein Konsum einfach viel größer ist als meiner. Ich liebe ihn und er beteuert mir immer, dass er mich auch liebt, wenn ich ihn darauf anspreche. Ich gebe sogar zu, dass ich auf seinen PC förmlich eifersüchtig bin, weil er dort mehr Zeit verbringt als mit mir. Doch jeden Abend alleine ins Bett gehen und alleine einschlafen macht einsam. Ich muss zugeben, dass ich über mich selbst erschrocken war, als ich mich dabei ertappte, dass ich an Sex mit anderen Männern dachte, als ich unterwegs war und ein netter Mann mich anflirtete. Natürlich habe ich diesen Mann abblitzen lassen und bin weitergegangen. Jedes Mal wenn ich mich ihm abends nach der Arbeit nähere, weil ich einfach nur Zuwendung und Nähe suche, werde ich zurückgewiesen. Um Sex muss ich förmlich betteln. Wenn er denn mal Sex will, dauert es nur fünf Minuten und dann geht es wieder an den PC. Manchmal bin ich sogar froh, wenn ich auf der Arbeit bin, weil wir eh an uns vorbeileben - und das auf 60 qm! Achso - er arbeitet übrigens ebenfalls Teilzeit, falls man nun meinen könnte, dass er vielleicht arbeitslos ist.

Beichthaus.com Beichte #00036617 vom 12.09.2015 um 23:56:34 Uhr (13 Kommentare).

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Fliegende Sperma-Bomben

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Rache Ekel Schamlosigkeit

Ich beichte, dass mir die Jugendlichen, die eine Woche lang jede Nacht um ein Uhr in meinem Vorgarten Sex hatten, ziemlich auf den Sack gegangen sind. Den Nachbarn aus meiner Straße ging das vermutlich genauso auf den Sack wie mir, weshalb in der dritten Nacht auch die Polizei gekommen ist, die sie auch tatsächlich inflagranti erwischt hat. Allerdings hat es sie nicht davon abgehalten, nächste Nacht noch mal wiederzukommen. Dann habe ich am nächsten Morgen ihre benutzten Kondome aufgesammelt, mit Wasser aufgefüllt, und gewartet, bis sie dann in der Nacht wiedergekommen sind. Als sie dann irgendwann zum Höhepunkt kamen, habe ich das Fenster aufgemacht, und die benutzten, mit Sperma und Wasser gefüllten Kondome aus dem vierten Stock auf sie geworfen. Ich gebe zu, dass die ganze Aktion weder nett, noch besonders lecker für die beiden war, allerdings finde ich, dass sie das dann doch ein bisschen verdient haben. Danach sind sie übrigens nicht wiedergekommen. Ich hoffe, ihr erteilt mir Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036579 vom 07.09.2015 um 20:33:41 Uhr (13 Kommentare).

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Wo ist das Geld für die Bildung?!

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Neid Habgier Verschwendung Zorn Geld Sulzemoos

Gestern habe ich mir vom Ersparten ein für meine Verhältnisse teures Schmuckstück gekauft, anstatt das Geld, oder einen Teil davon, angesichts der Krise zu spenden. Und das nur, weil ich sauer war, dass Deutschland plötzlich pro Flüchtling im Monat das Doppelte berechnet, was man als Vollzeitstudent monatlich nach einem halben Papierkrieg an BAföG geliehen bekommt. Geld ist in der BRD Mangelware, wo kommt das über Nacht denn plötzlich her? Für den Mangel an Bildungsfinanzen gab es offenbar noch keinen Goldesel, der muss mit der Krise geboren worden sein. Etwas an meinem Gewissen nagt es schon, da die Menschen aus Syrien ja nun einmal bedürftig sind und absolut nichts für die deutsche Misswirtschaft und die aktuelle hemmungslose Selbstüberschätzung des Landes können. Vielleicht steckt das liebe Gutmenschen-Deutschland das, was am Ende übrig ist, ja noch in den Bildungstopf.

Beichthaus.com Beichte #00036565 vom 05.09.2015 um 16:52:58 Uhr in Sulzemoos (27 Kommentare).

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