Er verdient einen Schlaganfall

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Hass Zorn Trunksucht Verzweiflung Familie

Ich (w) will beichten, dass ich meinem Schwiegervater noch einen Schlaganfall wünsche.
Seit über zehn Jahren bin ich mit meinem Mann zusammen, seit vier sind wir verheiratet. So richtig akzeptiert hat er mich zwar nie, bzw. wir hatten nie das beste Verhältnis. Wir haben einfach bei so ziemlich allem eine ganz andere Einstellung und das ist auch okay so. Es kommt nie zu großen Streitereien oder Ähnlichem, hauptsächlich, weil ich mich auf keine Diskussion mit ihm einlassen will, denn er ist einer von der Sorte Mensch, die die Weisheit mit Löffeln gegessen haben und immer alles besser wissen und besser können als die "Jugend", also meinen Mann und mich eingeschlossen, die heute ja total verkommen und nachlässig ist. Wirklich eklig wird er nur, wenn er zu viel getrunken hat. Dann haut er einfach seine Meinung raus, ohne Rücksicht auf Verluste. Seine Ehe mit meiner Schwiegermutter ist für sie größtenteils einfach nur belastend, weil auch sie von ihm wegen allem, aber hauptsächlich ihrem Übergewicht, fertiggemacht wird, obwohl sie sich wirklich bemüht, ihm alles Recht zu machen. Sie wird auch richtig panisch, wenn beispielsweise sein Frühstücksei sieben statt acht Minuten gekocht hat, weil er ihr dann wieder den ganzen Tag vorhält, wie unnütz sie ist, weil sie ihrem Mann nicht mal Frühstück machen kann.
Vor knapp anderthalb Jahren hatte er dann einen Schlaganfall, der noch glimpflich ablief. Die linke Seite war kurzzeitig lahm und der Mundwinkel hing, aber ansonsten keine bleibenden Schäden. Meine Schwiegermutter war ab da noch panischer und fürsorglicher, gedankt hat er es ihr trotzdem nicht. Stattdessen hat er nach drei Monaten abends wieder regelmäßig seine fünf bis sechs Bier getrunken, ein oder zwei Schnäpse und Whiskey hinterher und in zwei Tagen eine Schachtel Zigaretten geraucht. Natürlich trotz ausdrücklicher Warnung vom Arzt, dass er das sein lassen muss. Seine Medikamente hat er ab da auch schleifen lassen und nimmt sie tagelang auch mal gar nicht. Deshalb wünsche ich ihm, dass er noch einen Schlaganfall bekommt, damit er endlich mal aufwacht.
Ich weiß, es ist absolut falsch, aber ich kann einfach nicht noch so ein Jahr durchmachen, in dem mein Mann regelmäßig seine total verheulte und verzweifelte Mutter beruhigen muss, weil mein Schwiegervater mal wieder nicht einsieht, dass sein Trinken nicht nur das ganze Familienverhältnis kaputtmacht, sondern auch seine Gesundheit. Und das er auf ihr, oder auf uns rumtrampelt, weil etwas nicht nach seinen Vorstellungen lief. Und ehrlich gesagt tut es mir nicht sonderlich leid, auch wenn ich weiß, dass man so etwas einfach keinem wünschen darf. Dafür gab es einfach zu viele Schläge unter die Gürtellinie. Leidtut es mir am meisten für meinen Mann, der leider der einzige Ansprechpartner für seine Mutter ist und von seinem Vater für seinen Widerstand ihm gegenüber nur verspottet wird.

Beichthaus.com Beichte #00031179 vom 12.05.2013 um 01:52:38 Uhr (12 Kommentare).

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Die übertriebene Belästigung

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Boshaftigkeit Lügen Last Night Aachen

Vor einer Weile nahm mich (w) mein Schwarm mit auf eine Party. Zu später Stunde wollten wir nach Hause und er ging raus um ein Taxi zu rufen. Währenddessen kam ein besoffener Typ zu mir und baggerte mich ziemlich übel an, fasste mich auch teilweise an und so weiter. Aber ich wehrte mich nur mäßig, weil es auch nicht so unfassbar schlimm war. Aber er wurde immer aufdringlicher und ich versuchte, ihn irgendwie zu ignorieren. Als mein Schwarm wieder rein kam, verschwand der Besoffene und ich meinte, wir sollten doch endlich gehen, weil ich schon total dumm angemacht und betatscht wurde. Ich wusste allerdings ganz genau, dass mein Schwarm einen ziemlichen Beschützerinstinkt hat. Mit der Beschreibung, was der Besoffene dann gemacht hat, hatte ich ein bisschen übertrieben und dann ging es auch schon los. Mein Schwarm wollte wissen, wer von den Leuten es gewesen war und ich sagte es ihm. Dann sollte ich schon mal rausgehen. Ein wenig später kam mein Schwarm ebenfalls heraus, den Besoffenen am Kragen hinter sich herschleifend.


Er zwang ihn, sich bei mir zu entschuldigen, aber der Typ war so besoffen, dass er gar nichts mehr kapierte.
Gott sei dank kam in diesem Moment das Taxi und ich überredete meinen Schwarm, einfach zu fahren, weil er dem Typen schon Übelstes androhte und ich wusste, dass es ziemlich eskalieren würde. So fuhren wir weg. Am nächsten Tag hatte er auch schon die Adresse von dem Typen herausgefunden und meinte, er will mal bei dem vorbei fahren und die Sache "klären". Ich beichte, dass ich bei einer Sache ein bisschen übertrieben habe und der Besoffene am nächsten Tag bestimmt ein blaues Auge bekommen hat, obwohl er wahrscheinlich gar nicht weiß, was er denn so Schlimmes gemacht hat. Es tut mir leid, dass ich gelogen habe.

Beichthaus.com Beichte #00030776 vom 10.02.2013 um 14:01:45 Uhr in Aachen (Paulinenstraße) (19 Kommentare).

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“Beichte

Erst rasieren, wenn es juckt

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Boshaftigkeit Ekel Last Night Partnerschaft

Meine Freundin (23) lässt sich nur noch gehen. Sie frisst die ganze Zeit Chips und Schokolade, sodass ihre Haut schon aussieht, wie eine Mondlandschaft. Sie putzt sich selten die Zähne, wäscht sich noch seltener die Haare und läuft zu Hause seit Wochen in denselben Klamotten herum. Zur Krönung lässt sie auch die Intimhygiene schleifen. Sie hat sich seit Ewigkeiten nirgends am Körper mehr rasiert. Überall wuchernde Büsche, die sogar seitlich aus ihrer Unterhose herauswuchern. Ich habe sie mehrmals darauf angesprochen, als Antwort kam da aber nur, dass ich nicht so oberflächlich sein und sie so lieben solle, wie sie ist. Ich liebe sie ja wirklich wegen ihres Charakters, aber ihr verwahrlostes Äußeres finde ich schon alles andere als anziehend. Sie denkt, dass sie so herumlaufen kann, weil sie weiß, dass ich sie in jedem Falle liebe. Da habe ich also keine andere Lösung mehr gesehen, als die ganze Sache in die eigene Hand zu nehmen. Ich habe mir Filzlaus-Nissen besorgt (Ihr wollt gar nicht wissen, wie) und diese in der Nacht in ihrem Dickicht verteilt. Die darauf folgenden Tage klagte sie ständig über extremen Juckreiz da unten. Nach ungefähr einer Woche hielt sie es nicht mehr aus und rasierte sich auf meine Empfehlung hin. Ich sehe ein, dass meine Maßnahme ziemlich hinterhältig war, aber ich habe einfach keine Alternative gesehen. Und jetzt kommt mir bitte nicht damit, dass ich mich hätte trennen sollen. Ich liebe sie wirklich über alles, sie ist die Liebe meines Lebens. Aber über so ein äußeres Auftreten kann man, trotz aller Liebe, nur sehr schwer hinwegsehen.

Beichthaus.com Beichte #00030647 vom 06.01.2013 um 00:03:42 Uhr (28 Kommentare).

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Meine erfolgreiche Präsentation

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Ekel Peinlichkeit Unreinlichkeit Arbeit Wien

Ich (m/24) arbeite neben dem Studium als Freelancer bei einer Consulting Firma, für die ich in eher unregelmäßigen Abständen vor versammelter Belegschaft neue Konzepte, Ideen und Änderungsvorschläge für die Webpräsenz des Unternehmens vorstelle. An dem besagten Tag, kurz vor Beginn der Besprechung, trudelte ich fünf Minuten vor dem Besprechungstermin ein, legte meine Garderobe ab, als ein dumpfes und kränkliches Rumoren in meinem Darmtrakt etwas Unvermeidliches ankündigte und mich in Bedrängnis brachte. Hastig, kommentarlos und scheuklappenartig steuerte ich an den bereits Eingetroffenen vorbei, bog um die Ecke und verschwand zum WC. Eine Anmerkung: Die Toilette ähnelt, aufgrund von geringer Größe und kleiner Mitarbeiteranzahl im Unternehmen eher der eines privaten Haushaltes. Nur um zu illustrieren, dass es sich um keine Legebatterie mit Trennwänden handelt.


In Bruchteilen einer Sekunde riss ich meine Hose runter und beförderte bestimmt ein Kilo halbweiche Fäkalladung zum Glück direkt und zielgenau in die Büchse. Nach ein paar Minuten Sitzung wollte ich die Reinigung einleiten, als ich bemerkte, dass es an der Toilette an etwas Wesentlichem mangelte: Toilettenpapier. Ich konnte die Überreste meiner Hausgeburt schlecht in der Ritze verweilen lassen, zumal ich bei der Besprechung im Anschluss Standfestigkeit beweisen musste, also entschloss ich mich für die Notfallvariante. Ich erhob mich in leicht gebückter Haltung und noch immer heruntergelassener Hose von meinem Thron und bewegte mich mit steifem und schleifendem Schrittes Richtung Waschbecken. Ich muss in etwa ausgesehen haben wie Forrest Gump bei seinen ersten Gehversuchen mit Beinschienen. Da stand ich nun vor dem Spiegel und polierte mir bei fließendem Wasser mit meinen bloßen Händen den Mariannengraben (bin Rechtshänder). Sodann reinigte ich mir mit Flüssigseife meine Klogriffel, um den unangenehmen Geruch auf meinen Händen zu beseitigen. Zu meinem Leid musste ich feststellen, dass aus dem Seifenspender nur Wasser kam. Das Chaos war perfekt. An diesem Punkt gab es keinen Notfallplan mehr. Und kein Handtuch. Ich hatte keine Zeit zu verlieren, trocknete meine stinkenden Griffel mit meinem Hosensack (Hände rein und reiben, ähnlich wie beim Taschen-Billard), trat aus dem WC aus, bog um die Ecke und schon stand vor versammelter Mannschaft. Nachdem ich Darmflora bedingt den Begrüßungsprozess bei meiner Ankunft überspringen musste, folgten nun nachholend eine Reihe von Handschlägen. Auch den Geschäftsführern musste ich meine rechte Fäkalpratze hinhalten, mit der ich mir Sekunden zuvor meine Ritze gereinigt habe, ohne sie danach mit Seife zu desinfizieren. Aus dem Augenwinkel des Begrüßungsrituals beobachtete ich die Sekretärin, die wohl den von mir hinterlassenen Verwesungsgeruch in der Toilette war nahm und deswegen mit vorgehaltener Hand und mit Duftspray bewaffnet im WC verschwand.


Grundsätzlich ist mir dieser kleine Ausrutscher egal. Ich habe jedoch daraus gelernt, mich stets vor dem Stuhlgang zu versichern, ob genug Reinigungsutensilien (mindestens ein Handtuch, das im Notfall ja auch als Arschpapier durchgeht) zur Verfügung stehen. Ich bitte jedoch um Vergebung dieser Tat zumindest für diejenigen der begrüßten Leute, die sich während und nach der Besprechung mit Finger-Food mit ihren durch mich übertragenen Scheißfingern die Wanze vollgeschlagen haben und auch jenen Anwesenden, die sich nach Dienstschluss am Weg heim mit den Händen regelmäßig die Fingerkuppen befeuchten, um für mehr Griff beim Umblättern der Zeitung zu sorgen.

Beichthaus.com Beichte #00029980 vom 05.05.2012 um 12:45:44 Uhr in Wien (Margaretengürtel) (28 Kommentare).

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Panik vor dem Urlaub

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Boshaftigkeit Morallosigkeit Lügen Familie Urlaub

Mein Vater ist ein kleiner Spaßvogel, der uns mit seinen Streichen öfters in den Wahnsinn treibt. Jetzt habe ich den Spieß mal umgedreht.
Er fliegt morgen mit meiner Mutter in den wohlverdienten Sommerurlaub. Dank Internet kann man den Flugstatus der Flüge in wenigen Sekunden prüfen. Dies ist ihm leider zum Verhängnis geworden.
Per Screenshot habe ich die Tabelle kopiert und per Bildbearbeitungsprogramm ein "annulliert" in die Spalte "Status" hinzugefügt. Das Ganze sowohl bei den Ab- und Ankunftsflughäfen als auch bei der Fluggesellschaft, um jegliche Zweifel aus den Weg zu räumen. Die veränderten Screenshots habe ich dann meinem Vater gezeigt, dem aufgrund des Urlaubsstresses rein gar nichts von dem Fake aufgefallen ist.
Er hat eine ganze Stunde Panik geschoben, wollte schon zum Flughafen fahren und hing auch ewig in der Warteschleife der Airline, bis ich ihm dann die Wahrheit sagte.
Er hat es schlussendlich zwar mit Humor genommen, trotzdem tut es mir leid, dass ich ihm einen Teil der Vorfreude geklaut habe und ihn stattdessen in Panik versetzte.

Beichthaus.com Beichte #00029269 vom 14.08.2011 um 16:03:49 Uhr (15 Kommentare).

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