Die Hälfte der Einrichtung

13

anhören

Rache Vandalismus Ex

Ich habe eine Aktion zu beichten, die schon einige Jahre zurückliegt. Damals war ich gerade mit meiner ersten Freundin zusammengezogen. Wir hatten uns die Kosten für die Einrichtung unserer kleinen Wohnung redlich geteilt. Ich war total glücklich und der Meinung, diese Beziehung würde ewig halten. Leider verlor meine Freundin kurz nach dem Einzug unerwartet ihren Studentenjob, und so trug ich die komplette Miete ein knappes Jahr alleine, da sie nicht gleich einen neuen Job fand. Nach einiger Zeit fiel mir auf, dass sie von Woche zu Woche abweisender wurde, und wir uns ständig wegen Banalitäten stritten. Eines Tages kam ich von der Uni nach Hause und stellte fest, dass sie rege mit einem anderen Typen skypte, ihn aber, als sie mich bemerkte, direkt abwürgte, und den Laptop ausmachte. Auf Nachfrage sagte sie, es sei nur ein Kommilitone. Ich war nicht direkt misstrauisch, aber fand ihr Verhalten direkt danach etwas komisch. Sie begann in der Folgezeit ihr Handy vor mir zu verstecken, loggte sich bei Facebook immer aus, was sie sonst nie getan hatte, und war angeblich öfter auf Mädelsabenden. Naiv, wie ich war, nahm ich das ohne großes Nachfragen hin.


Sie benahm sich schließlich immer sonderbarer mir gegenüber, war tagelang abweisend, höhnisch und aggressiv, nur um plötzlich total lieb und anhänglich zu werden. Nachdem das eine Weile so gelaufen war und ich mit den Nerven und meinem Latein am Ende war, gestand sie mir ziemlich emotionslos zwischen Tür und Angel, dass sie seit einigen Monaten eine Affäre hatte, und wollte, dass ich ausziehe. Sie stünde ja als Hauptmieter im Mietvertrag, und ich könne in meine alte WG zurück, wo zu der Zeit zufälligerweise gerade ein Zimmer frei war. Ich hätte eine Woche, um mein Zeug zu packen, die ausstehende Miete für das Jahr würde sie mir schnellstmöglich überweisen. Natürlich war ich vollkommen fertig. Erst recht, als ich erfuhr, dass ihr neuer Typ direkt nach mir bei ihr einzog. Ich wartete danach drei Monate lang vergeblich auf mein Geld. Als ich sie darauf ansprach, meinte sie höhnisch, ich solle mich mal nicht so kleinlich haben, ich wüsste ja genau, dass sie Geldprobleme hätte. Allerdings könne ich die wörtlich "Hälfte der Einrichtung" ruhig haben, die sei sowieso potthässlich. Sie meinte dann noch, dass sie und ihr neuer Freund demnächst eine Woche in Urlaub fahren würden, dann könnte ich mir das Zeug holen, den Schlüssel würde sie mir in den Briefkasten werfen.


Ich schnappte mir also einen meiner Kumpels und los ging es: Wir mieteten uns beim Baumarkt zwei große Pendelhubstichsägen und einen Trennschleifer und zerteilten im Anschluss fein säuberlich das Bücherregal samt einigen Büchern, den Couchtisch, das Sofa, den Schreibtisch, die Kommoden, ihren geliebten Schuhschrank, einen Sessel, den Nachttisch, das Bett, und auch den Fernseher, den sie unbedingt behalten wollte, den ich aber zur Hälfte mitbezahlt hatte. Außerdem musste noch der Kleiderschrank dran glauben. In der Küche bauten wir einige Elektrogeräte aus, um sie für die WG zu verwenden. Die Wohnung sah aus wie ein modernes Kunstwerk. Ich ließ ihr einen netten Zettel da, dass ich sie in gerichtlich wirksamen Zahlungsverzug setzen würde, sobald sie Anzeige wegen Sachbeschädigung erstatten würde, und die Mietnachzahlung erheblich teurer wäre, als ein paar neue Möbel. Sie kochte zwar vor Wut, unternahm aber tatsächlich nichts, und behielt sogar einige der zersägten Möbel, die noch halbwegs brauchbar waren. Ihr Neuer verließ sie übrigens kein halbes Jahr nach der Aktion wegen einer anderen. Karma.

Beichthaus.com Beichte #00034367 vom 20.11.2014 um 11:35:03 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ich will nicht alleine sein

14

anhören

Falschheit Morallosigkeit Schamlosigkeit Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich möchte beichten, dass ich (w/20) seit über drei Jahren einen Freund habe, mit dem ich nur zusammen bin, um nicht alleine sein zu müssen. Ich hatte mit 14 mein erstes Mal und viel Spaß am Sex. Ich habe mich im Laufe der Zeit auf einige Jungs aus der Nachbarschaft, auf Partys oder in der Disco eingelassen oder den einen oder anderen aus sozialen Netzwerken im Internet rausgesucht und mich mit ihm getroffen. Den Dritten, mit dem ich Sex hatte, hatte ich auch im Internet kennengelernt. Er schien mir der perfekte Freund zu sein. Er war erst 17, aber schon sehr erwachsen für sein Alter. Er hatte klare Ziele im Leben, für die er hart arbeitete. Am Wochenende besuchte er mich dann, um auszuspannen. Wir hatten tollen Sex, er lud mich zum Essen ein, besuchte mit mir Konzerte oder fuhr mich einfach in seinem teuren Auto rum. Das Problem war aber, dass er keine Beziehung mit mir wollte. Wir einigten uns dann auf beste Freunde und machten weiter wie bisher. Obwohl er nur Sex wollte, wurde er jedes Mal tierisch eifersüchtig, wenn ich was mit einem anderen hatte. Er hingegen ließ mich sofort fallen, wenn er eine andere fand, die hübscher war als ich. Trotzdem fanden wir über die Jahre immer wieder zusammen. Ich habe viele aufregende Sachen mit ihm ausprobiert und insgesamt in Sachen Sex nichts ausgelassen, sowohl was Altersunterschiede, als auch verschiedene Orte und Stellungen betrifft. Mit 17 gestand mir der bis dahin beste Freund von dem ersten Typen, dass er in mich verliebt ist. Ich habe ihn wochenlang abgewiesen, mich dann aber doch auf ihn eingelassen und mich auch irgendwie verliebt.


Wir beschlossen aber, unsere Beziehung erst noch geheim zu halten. Da ich mit dem anderen Typen ohnehin gerade Krach hatte, passte das auch ganz gut. Wir trafen uns einmal die Woche und es entwickelte sich eine richtige Beziehung. Ich hatte in den letzten drei Jahren, bis auf einen Ausrutscher, keinen anderen mehr. Leider ist er oft noch wie ein kleines Kind. Er lässt sein Studium schleifen, verdient nicht viel Geld und macht lieber Musik. Da er mit dem anderen Typen noch immer einigermaßen gut befreundet ist, sehe ich ihn nach wie vor sehr oft. Ich träume oft vor mich hin. Ich denke beim Sex an ihn, an seinen großen Schwanz und wie gut er es mir besorgt hat. Mein Freund ist leider nicht so gut ausgestattet und kann ihm beim Sex bei Weitem nicht das Wasser reichen. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie sich richtig guter Sex anfühlt, und habe inzwischen auch nur noch selten Lust darauf. Ich stelle mir oft vor, wie es mit dem anderen wäre. Der ist inzwischen im Job und auch in der Politik erfolgreich, verdient eine Menge Geld, fährt weiterhin teure Autos und beglückt eine nach der anderen.


Am Liebsten würde ich meinen Freund verlassen. Leider wäre ich dann erst einmal alleine und ich weiß nicht, wie schnell ich einen Neuen finden würde, da ich bei den meisten, die mich kennen, immer noch als die bekannt bin, die nur für eine schnelle Nummer gut ist. Andererseits habe ich Angst, dass mein Freund vielleicht Videos von mir veröffentlichen könnte. Ich habe zwar früher gerne erotische Fotos von mir verschickt, Videos allerdings nur mit ihm gemacht und kein Interesse daran, dass die sonst jemand sieht. Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als die Illusion aufrechtzuerhalten und ihn weiter anzulügen. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00034346 vom 18.11.2014 um 03:01:33 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Stromausfall dank Flugzeugcrash

6

anhören

Vandalismus Lügen

Stromausfall dank Flugzeugcrash
Ich bin begeisterter Modellflieger und besitze mehrere Modelle, wobei mein größtes fast zwei Meter Spannweite hat. Vor einiger Zeit war ich auf einem Lagerplatz, auf welchem die Bauern im Herbst die Zuckerrüben nach dem Ernten zwischenlagern. Ich drehte meine Schleifen, als die Steuerung meines Modells plötzlich den Dienst quittierte. Überall rundherum wäre Platz gewesen für einen kontrollierten Absturz - aber nein, es musste unbedingt so eine Trafostation sein, welche am Rande des Lagerplatzes stand. Noch dazu so eine, bei welcher der Trafo auf zwei Stützen in der Luft steht und die Hochspannungsteile alle offen sind. Mein Flugzeug donnerte volle Kanne hinein und es gab einen Blitz gefolgt von einem ordentlichen Knall. Dann war Stille. Ich sammelte schnell, das was von meinem Flugzeug übrig geblieben war, ein und strampelte auf meinem Fahrrad nach Hause. Allerdings war daheim der Strom ausgefallen und mein Vater, der sogar von der Arbeit nach Hause geschickt worden war, sagte, dass es in mehreren Dörfern in der Umgebung auch keinen Strom gibt. Es dauerte über eine Stunde, bis wir wieder Strom hatten und ich wusste, dass der Ausfall mit meinem Flugzeugcrash zu tun hatte.

Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Fahrrad zu der Trafostation und zwei Monteure waren oben zugange und ich frage, was sie denn machen. Sie erklärten mir, dass gestern an dieser Trafostation ein großer Vogel zwischen die Hochspannungsteile gekommen sei und einen Stromausfall verursacht hatte. Ich ließ mir nichts anmerken und log dem Monteur noch vor, dass hier öfters große "Vögel" herumfliegen, und wünschte den beiden noch gutes Gelingen. Einige Monate später wurde die Trafostation komplett abgebaut und gegen so ein kleines Häuschen ersetzt, das rundherum komplett geschlossen ist. Wenn ich jetzt zum Fliegen dorthin komme, nutze ich das Dach des Häuschens immer als Standplatz und Aussichtspunkt für meine Flugaktivitäten. Es tut mir wirklich leid, dass wegen mir viele Menschen eine Stunde keinen Strom hatten. Das war wirklich keine Absicht und ich bitte um Vergebung für meine Dummheit.

Beichthaus.com Beichte #00033880 vom 04.09.2014 um 09:31:37 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Unfähige Praktikanten

17

anhören

Faulheit Trägheit Zorn Arbeit Langen

Ich habe heute bei der Arbeit unseren Praktikanten so sehr zusammengestaucht, dass er einen Heulkrampf bekommen hat. Er ist 17 Jahre alt - hält sich aber für den Ober-Boss und versucht regelmäßig, mich herumzuscheuchen oder mir seine Arbeit anzudrehen. Ich (m/21) bin übrigens Azubi und stehe kurz vor meiner Abschlussprüfung. Und dann bringt er es doch tatsächlich, einfach unnütz in der Gegend herumzustehen, während draußen ungefähr 150 Leute beim Frühstück saßen und wir nur zu zweit waren - und eben der besagte Praktikant. Beim Aufräumen stand er dann in der Gegend herum und beobachtete uns beim Arbeiten, bis ich ihn mal fragte, ob er auf besseres Wetter warte. Seine Antwort "Nein, das Wetter ist so okay", sorgte irgendwie dafür, dass bei mir die Sicherungen durchbrannten. Ich habe ihn gefragt, was er sich denn einbilde und ob ihm eigentlich bewusst sei, dass er die Praktikumsstelle nur bekommen hat, weil seine Eltern bei uns im Housekeeping arbeiten, also Putzkräfte sind. Dann habe ich ihn noch darauf hingewiesen, dass er mir gefälligst ein bisschen Respekt entgegenbringen solle, sonst könnte ich ihm auch gerne ein paar Probleme verschaffen. Außerdem wies ich ihn noch auf ein paar andere Sachen hin, die heute so vorgefallen waren. Unter anderem, dass er die Gäste gekonnt ignoriert und diese dann zu mir kommen müssen, weil er sich einfach nicht darum gekümmert hat.


Ich sah dann nur noch, wie ihm die Tränen in die Augen schossen, aber trotzdem musste ich noch eins draufsetzen! "Wenn du mit der Einstellung hier weitermachst und mir weiter im Weg herumstehst bist du schneller hier raus, als du Hotelfachmann sagen kannst. Ich sage dir, wenn du noch einen Fehltritt hinlegst, schleife ich dich persönlich am Kragen zum Ausgang! Und wenn du jetzt unbedingt heulen musst, dann mach das gefälligst woanders, am Besten bei dir zu Hause. Dann tust du uns vielleicht auch gerade noch den Gefallen und bleibst einfach da!" Mir ging es danach super, und nach Feierabend ging ich zur Chefin und habe ihr das Ganze erzählt. Nicht, dass er dann noch angerannt kommt und ich am Ende den Ärger bekomme. Sie meinte nur, dass sie noch ein genaueres Gespräch mit dem Kerl führen würde, und hat mir für den "Hinweis auf seine Unfähigkeit" gedankt. Ich möchte deshalb beichten, dass ich einen Praktikanten zum Heulen gebracht habe und keine Reue verspüre, weil er es verdient hat.

Beichthaus.com Beichte #00033234 vom 09.05.2014 um 17:09:15 Uhr in 63225 Langen (Robert-Bosch-Straße) (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Das Leben ist kein Ponyhof

10

anhören

Hass Faulheit Trägheit Zorn Familie

Ich kann die gute Laune meines Vaters am Morgen einfach nicht ertragen. Wenn ich schon höre, wie er pfeifend um sechs Uhr durchs Haus geht, bekomme ich einen Brechreiz. Als ich noch zu Hause gewohnt habe, war ich morgens immer extrem unfreundlich, da ich es einfach nicht ertragen habe, dass er sich auf seine Arbeit freut und jede Minute seines Lebens genießt, während ich mich jeden Tag zu einer Arbeit schleifen muss, die ich ums Verrecken nicht ausstehen kann. Diese habe ich ironischerweise nur dank des "Vitamin B" meines Vaters bekommen, da ich ein fauler pessimistischer Versager bin, der nichts in seinem Leben auf die Reihe bekommt. Ohne meine Eltern würde ich wohl schon lange auf der Straße sitzen, da ich mich einfach zu nichts motivieren kann und keine Ziele im Leben habe. Dass meine Eltern mich bei allem unterstützen und alles für mich tun würden, macht mich nur noch wütender. Was soll das? Ich bin eine einzige Enttäuschung. Andererseits haben Sie zumindest eine Teilschuld, dass ich so geworden bin. Wie soll man auch selbstständig werden, wenn einem die Eltern alle unangenehmen Aufgaben abnehmen und einen nicht auf das wirkliche Leben vorbereiten?! Diese Kuschelerziehung heutzutage ist doch Bullshit - das Leben ist kein Ponyhof. Um zurück auf meine Beichte zu kommen: Es tut mir leid, dass ich immer so unfreundlich bin. Ihr meint es ja nur gut.

Beichthaus.com Beichte #00032860 vom 12.03.2014 um 14:28:39 Uhr (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000