Zoff mit den Nachbarjungs

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Zwietracht Gewalt Nachbarn Bremen

Ich möchte etwas beichten, was schon zehn Jahre zurück liegt. Unsere Nachbarsfamilie hatte einen Sohn, genauso alt wie ich, damals zehn. Dieser Junge war relativ gut mit meinem drei Jahre jüngeren Bruder befreundet, obwohl die drei Jahre in dem Alter ja schon ziemlich was ausmachen. Das zeigte sich auch sofort ab dem Moment, in dem eine neue Familie mit zwei Söhnen in unserem Alter gegenüber einzogen. Die Drei verstanden sich sofort und mein Bruder war ab da nur noch der Zwerg, der ihnen seine Süßigkeiten abtreten durfte oder dies und jenes holen musste. Als er sich eines Tages weigerte den Laufburschen zu spielen, drohte der Nachbarsjunge ihm Schläge an, woraufhin mein kleiner Bruder ihn als Hurensohn bezeichnete.


Man muss dazu sagen, er hatte damals keine Ahnung was das Wort bedeutet, ihm war das nur als Erstes eingefallen, weil er es in der Schule gehört hatte und er seinem Frust durch irgendeine Beschimpfung Luft machen wollte. Das nahm ihm der Nachbarsjunge natürlich sehr übel. Er wollte sofort auf ihn los, die anderen zwei hielten ihn irgendwie noch zurück und mein Bruder rannte nach Hause. In der folgenden Zeit lauerte der Nachbarsjunge ihm ständig auf, bedrohte ihn, drängte ihn in irgendwelche Ecken und schüchterte ihn massiv ein. Entschuldigungen blieben ungehört. Mein Bruder kam dann irgendwann völlig entnervt zu mir um sich auszuheulen und bat mich, das nicht unseren Eltern zu sagen, die sofort zu unseren Nachbarn gegangen wären. Wie es unter Geschwistern üblich ist, zofften mein Bruder und ich uns damals oft, aber wenn ein Dritter sich einmischte, war jeder Streit sofort vergessen.


Ich besorgte mir vom nahen Waldrand einen biegsamen Stock, der ziemlich gut als Peitsche taugte, und wartete gleich am nächsten Tag nach der Schule an der Landstraße auf unseren Nachbarn. Gesagt habe ich zur Begrüßung nichts und bin stattdessen mit dem Stock auf ihn los gegangen, woraufhin ich ihn so heftig zusammenschlug, dass er aus der Nase und dem Mund blutete, halb blind durch die Gegend torkelte und wild am schreien war. Ich sagte ihm, dass ich ihn umbringen würde, wenn er meinem Bruder noch ein einziges Mal zu Nahe käme. Mir war schlecht und schwindelig vor Wut und Adrenalin. Ich jagte ihn mehr oder weniger auf allen Vieren kriechend und blutend nach Hause und riet ihm, sich genau zu überlegen, mit wem er darüber wolle. Kurzum: Ich war kein Stück besser als er.

Beichthaus.com Beichte #00029767 vom 01.02.2012 um 21:56:40 Uhr in Bremen (18 Kommentare).

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Auto versus Freundin

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Diebstahl Eifersucht Partnerschaft Ex Auto & Co. Bremen

Ich (w/31) habe auf kreative Weise einen Auto-Diebstahl begangen. Mein Ex-Freund war ein Geizkragen ohne Gleichen. Er sparte an allem, ich bekam nicht mal was zu Weihnachten geschenkt, und im Winter musste ich frieren, weil er die Heizung nur auf 1,5 stellen wollte, um eine üppige Rückzahlung zu erreichen. Das gesparte Geld investierte er immer in sein Auto: Ledersitze, ein Verstärker, neue Felgen und, und, und. Ich hatte den Eindruck, das Auto sei ihm wichtiger als ich. Schließlich habe ich Schluss gemacht, auch aus anderen Gründen wollte ich nicht mehr mit ihm zusammen sein. Natürlich hatte er sein geliebtes Auto auf mich zugelassen und versichert, bekanntlich fahren Frauen ja deutlich billiger (ich finde übrigens zu Recht!). Somit stand ich in allen Papieren und Verträgen und war juristisch gesehen eindeutig die Eigentümerin. Da mir das Auto zu protzig war habe ich es für gutes Geld veräußert und mir ein kleineres gekauft. Als er merkte was los war, wurde er sehr aggressiv und bedrohte mich telefonisch. Ich wohne längst in einer anderen Stadt. Mit so einem Auto-Verrückten werde ich mich aber sicher nie mehr einlassen!

Beichthaus.com Beichte #00029766 vom 01.02.2012 um 21:10:06 Uhr in Bremen (42 Kommentare).

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“35.000

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Verräterpack

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Verrat Gewalt Vandalismus Vorurteile

Ich möchte eine Sache beichten, die schon mehrere Jahre her ist. Ich bin in einem Dorf in Sachsen groß geworden, in dem es, wie es leider bei uns nun mal so ist, einen Haufen Gesindel mit rechter Gesinnung gab. Diese zumeist Jugendlichen hatten einen eigenen Club, in dem sie sich immer am Wochenende zum Saufen trafen. Die etwas normalere Dorfjugend, also auch ich, machte immer einen großen Bogen um diesen Jugendclub. Insgesamt lebten wir aber trotzdem mehrere Jahre in friedlicher Koexistenz mit ihnen. Nach einiger Zeit jedoch begannen die Übergriffe auf uns, zunächst harmlose, wie uns von unserem Treffpunkt auf dem Dorfplatz zu vertreiben, was wir murrend hinnahmen, oder kleinere Pöbeleien, wenn einer von uns auf mehrere von ihnen traf. Als sie merkten, dass man uns damit einschüchtern konnte, beziehungsweise, dass es keine größeren Konsequenzen für sie hatte, wurden sie immer frecher und dreister. Bald führten sie sich uns gegenüber auf wie die Könige des Dorfes, kuschten aber vorerst noch, sobald Erwachsene in der Nähe waren. Selbst dieses Verhalten legten sie aber bald ab und begannen uns offen zu terrorisieren. Natürlich hagelte es Beschwerden von den restlichen Dorfbewohnern an die Eltern der Möchtegern-Faschisten. Außerdem war des öfteren die Polizei wegen Ruhestörungen und Vandalismus da. Es wurde allerdings nie ein Verursacher ermittelt, wohl auch deswegen, weil der Vater eines der Anführer der braunen Sippe ein hohes Tier bei der Polizei war.


Nachdem das Thema unter anderem zu Gemeinderat und Bürgermeister vorgedrungen war, und die Familien der Hauptstörenfriede per Post informiert wurden, dass man ein Auge auf ihren Nachwuchs werfen solle, herrschte jedoch erst einmal wieder relative Ruhe. Zumindest bis zu dem Tag, als einer meiner Kumpels mit der Ex-Freundin eines der Problem-Jugendlichen zusammen kam. Die beiden waren noch keine Woche lang ein Paar, als er von fünf Vermummten krankenhausreif geschlagen wurde. Das Mädchen wurde per Brief bedroht. Die Anzeigen bei der Polizei verliefen im Sand, und der Vorfall selbst schaffte es gerade einmal in das örtliche Käseblatt auf die dritte Seite als Fünfzeiler. Trotzdem bedeutete die Sache Krieg. Die Rechten begannen uns unverhohlen zu drohen, wir währen alle "Verräterpack" und sie würden uns eines Tages "fertig machen". Sie schreckten nicht einmal mehr davor zurück, uns am hellerlichten Tag in größeren Gruppen anzugreifen, natürlich nur wenn sie deutlich in der Überzahl waren. Einige von uns landeten daraufhin in der Notaufnahme und ein Haufen unserer Besitztümer, wie Walkmans, Brillen und dergleichen ging zu Bruch. Die Polizei war jedoch weiterhin auf dem rechten Auge blind. Wir beschlossen uns das nicht mehr bieten zu lassen, und planten eine Guerilla-Taktik gegen die Brut.


Über jeden Einzelnen von ihnen wurden von uns so lange Informationen gesammelt, bis wir auf die Minute genau wussten wer von ihnen in der Regel wann wo arbeitete, zur Schule ging, et cetera. Wir fanden heraus, wann sie im Club soffen und wer genau die Anführer waren. Als allererstes zerrten wir eines Nachts den größten der Schreihälse aus seinem Auto, mit dem er völlig dicht aus dem Club nach Hause gefahren war und schubsten ihn genauso herum, wie sie es in der Regel mit uns taten. Wir hatten uns allerdings genauso vermummt, sprachen dabei kein Wort und drohten ihm noch nicht einmal. Am nächsten Abend, wir brauchten gar nicht lange warten, zog sich die braune Rotte zusammen um die Aktion zu rächen. Was sie nicht wussten war, dass sie dabei gefilmt wurden, wie sie mit Baseballschlägern zum Dorfplatz zogen um uns hochzunehmen. Sie zerstörten auf ihrem Weg allerlei Zeug in Vorgärten, außerdem noch Straßenlaternen und Bänke. Währenddessen fotografierten andere von uns ihren Club von Innen, samt verfassungswidrigen Symbolen, Nazidevotionalien und allem Drum und Dran.


Was die Pseudo-Nazis auch nicht wussten, war, dass wir einen kleineren Autounfall auf dem Dorfplatz inszeniert hatten, zu dem die Polizei gerufen worden war. Die Braune Sippe stand also schließlich auf dem Dorfplatz, unschlüssig, ob sie uns trotz der anwesenden und ziemlich alarmiert dreinblickenden Polizei angreifen sollten, oder nicht. Zumindest so lange, bis ich beiläufig aus meiner Hosentasche eine Sturmhaube mit markantem roten Punkt holte, die ich bei der nächtlichen Schubsaktion getragen hatte. Drei der Nazis gingen ohne zu Denken sofort auf mich los, und das war ihr Pech. Ich trug einige Blessuren davon, die Nazis jedoch verbrachten die Nacht im Knast und wir spielten der Polizei und der örtlichen Presse die Fotos des Clubs und die Videos des Aufmarsches zu. Außerdem bekamen die Anführer per Post Kopien der Pläne ihrer Bewegungen, Fotos von ihnen und ihren Familien und noch diverse andere Informationen, zum Beispiel über Straftaten die wir noch nicht zur Anzeige gebracht hatten zugeschickt, aber bei denen wir deutlich darauf hinwiesen, dass jede ihrer Aktionen gegen uns sofort Konsequenzen der unangenehmeren Art hätte. Sie sollten ihren Kleinkrieg gefälligst gegen jemand anderen führen, denn wir hätten ihnen nichts getan, und wir würden einfach nur unsere Ruhe vor ihnen haben wollen. Das fruchtete immerhin teilweise. Obwohl sie uns weiterhin ständig bedrohten, hatten sie keine Lust mehr handgreiflich zu werden, da sie immer damit rechnen mussten, dabei fotografiert oder gefilmt zu werden und irgendwann deswegen im Knast zu landen.

Beichthaus.com Beichte #00029763 vom 01.02.2012 um 12:01:05 Uhr (33 Kommentare).

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Knoten-Unterricht

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Dummheit Waghalsigkeit Selbstverletzung Schule Osnabrück

Ich habe vor einigen Jahren etwas sehr dummes getan. Ich habe damals als Werklehrer in einer Hauptschule unterrichtet.
Es fing damit an das mir der Etat für meinen Unterricht zusammengestrichen wurde. Ich war in dieser Schule nicht alleine davon betroffen, auch in anderen Fächern wurde gespart. Der Unterricht an einer Hauptschule ist generell sehr problematisch, da viele Kinder aus schwierigen Verhältnissen kommen und nicht unbedingt motiviert sind. Ich habe damals im Unterricht viel mit elektrotechnischen Sachen gearbeitet, das hat den Kids gefallen und auch für mich war der Unterricht so stressfrei. Nach dem der Etat gekürzt wurde änderte sich das schlagartig, mir wurde gesagt ich solle das benötigte Geld eben über ein Werkgeld beziehen. In der Theorie mag das möglich sein, in der Praxis kann man Schüler aber nicht davon überzeugen ihr Taschengeld für Unterrichtsmaterial auszugeben. Also habe ich mir etwas anderes ausgedacht.


Vom knappen Etat den ich noch hatte habe ich Bänder gekauft und den Kindern Seemannsknoten beigebracht. Das ganze war ein Riesenerfolg und andere Lehrer haben mich unglaublich dafür respektiert. Leider wird auch die tollste Sache irgendwann langweilig, als es dann irgendwann mal wieder laut in der Klasse wurde und die Motivation nachgelassen hat, habe ich einen Riesenfehler gemacht. Ich habe den Kindern den Henkersknoten beigebracht. Zwei Monate später war es dann soweit. Eines der Kinder hat sich daheim erhängt. Ich weiß bis heute nicht wie, aber ich vermute mit genau diesem Knoten. In der Schule war schnell ein Zusammenhang hergestellt. Mir wurde aufgetragen den Unterricht anders zu gestalten, das war dann auch schon alles. Es wurde als Unfall heruntergespielt, ein Mobbingopfer, das scheinbar auch keine Freunde hatte, niemand war wirklich wütend auf mich. Ein Jahr später habe ich aber die Schule gewechselt und bin nach Süddeutschland gegangen. Die Schule hier ist sehr viel besser aufgestellt und ich kann den Kindern besser etwas beibringen. Auch sind die Klassenverbände kleiner und bestehen nicht aus bis zu vierzig Schülern. Was ich getan habe bereue ich aus tiefster Seele und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00029757 vom 30.01.2012 um 17:53:09 Uhr in Osnabrück (45 Kommentare).

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“Beichte

Aufräumen nach der Party

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Boshaftigkeit Faulheit Trägheit Last Night WG Heinsberg

Eine Zeit lang habe ich mit einem guten Kumpel zusammen gewohnt. Zu dieser Zeit war er beim Bund und ich war ganz normal arbeiten. Mein Kumpel nahm es mit der Pünktlichkeit nie so genau, weswegen er schon mehrfach Ärger bei der Bundeswehr bekommen hatte, wenn er malwieder verschlafen hat. An einem Wochenende als er zuhause war, hat er Samstags spontan eine "kleine" Party bei uns gefeiert. Im Normalfall ja kein Problem. Nur besagter Herr sah es wohl Sonntags nicht ein, alles wieder sauber zu machen. Das volle Programm: Umgekippte Bierflaschen, Küche versaut, alles voller Kippenstummeln, umgehängte Bilder und ein kaputter Spiegel. Ich habe nicht eingesehen auch nur einen Finger krumm zu machen, da ich bei dieser Party nicht einmal anwesend war. Als ich Sonntag Abend von meiner Freundin nach Hause kam, sah ich das Unheil. Die Bude sah genau so aus, wie ich sie Mittags verlassen hatte. Stinkig und versifft!
Mein Kumpel war in Seelenruhe am ratzen. Meine Versuche ihn zu wecken scheiterten. Er wird dann leicht aggressiv.
Aber nicht mit mir! Ich habe kurzerhand die Akkus aus seinem Wecker genommen.


Am nächsten Morgen als mein Wecker klingelte, bin ich in aller Seelenruhe aufgestanden, habe mir einen Kaffee gemacht und habe dann mal, mit mir im inneren Einklang, an seine Zimmertür geklopft. Das "Verpiss dich" was er mir zurückrief war wie Musik in meinen Ohren. Aber ich habe mal auf ihn gehört und ihn in Ruhe gelassen. An diesem Morgen bin ich extra länger zuhause geblieben (Danke Gott, dass es Gleitzeit gibt!) um noch mitzubekommen wie er checkt, dass er total verpennt hat. Es hat leider ein bisschen lange gedauert, aber das laute "F**K!" aus seinem Zimmer war es wert.
Ich bin als glücklicher Mensch Montags auf die Arbeit gefahren. Für meinen Kumpel war das nicht so angenehm. Er kam vier Stunden zu spät bei seiner Kaserne an und bekam wegen wiederholter Verspätung zwei Wochen Bunker aufgebrummt.
Ich musste die Bude zwar alleine sauber machen, aber hatte dafür das nächste Wochenende sturmfrei. Im Nachinein tut mir die Aktion leid, da sich seine langjährige Freundin wohl an diesem Wochenende von ihm getrennt hat und er einfach kein Bock hatte aufzustehen um überhaupt irgendwas zu tun. Aber er hätte ja auch was sagen können.

Beichthaus.com Beichte #00029756 vom 30.01.2012 um 09:52:36 Uhr in Heinsberg (Apfelstraße) (11 Kommentare).

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