Die Marihuana Gärtner

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Drogen Waghalsigkeit Habgier Freunde Lauenbrück

Als ich 17 war, bin ich von meiner alten Schule (Gymnasium) aufgrund mäßiger Noten abgegangen und habe mit einem Fachabitur begonnen, bei dem man ein Jahrespraktikum absolvieren musste. In einer Mittagspause traf ich einen alten Kollegen und wir unterhielten uns ein wenig übers Kiffen und die schlechte Qualität, die damals umging. Viele Dealer hatten damals begonnen mit Sand und Blei zu strecken, was nicht nur ekelhaft war, sondern die Droge auch noch schädlicher machte, als sie sowieso schon ist. Ich meinte zu ihm "Hey, lass doch selber anbauen", und er willigte ein. Wir holten noch einen Dritten ins Boot und haben dann einen Proberaum gesucht, weil keiner von uns es zu Hause machen wollte und wir finanziell auf solidem Boden standen. Unser erstes Zubehör war ziemlich unprofessionell, allerdings war die Ernte einfach zu groß um alles selber zu rauchen, also lagerten wir knapp 300 Gramm ein. Zwei Monate später saßen wir auf zwei Kilo und wussten wirklich nicht, wohin damit. Also beschlossen wir, es einfach zu verkaufen. Wir hatten nun 10.000 Mark bar auf der Kralle. Ich weiß nicht, ob ihr wisst was das für 16-17 Jährige bedeutet, vor allem saßen wir in einer ziemlichen Zwickmühle: Das Anbauen ist zum Hobby geworden, es machte wirklich riesigen Spaß die Buds größer werden zu sehen, sich um unsere kleinen Schützlinge zu kümmern. Jedoch wollten wir nichts mit dem Schwarzmarkt zu tun haben.

Andererseits haben wir uns mit dem Geld sehr viel besseres Zubehör und eine Vielzahl von verschiedenen Sorten gekauft, wobei wir dann aber auch wieder auf sehr viel größeren Mengen saßen, die wir einfach nicht wegbekamen. Was tut man nun als mittelmäßig intelligenter 17 Jähriger? Man macht erst einmal weiter und schaut, was passiert. Mit 18 habe ich mir direkt ein schönes Auto geleistet. Nebenbei gesagt: Unsere Eltern wussten gar nichts. Wir hatten dubiose Ausreden mit Einnahmen als Pizzafahrer und Tankstellenaushilfe und der Dritte im Bunde hatte sowieso genug Geld. Nach gut zwei Jahren hatten wir alle mehr Geld als unsere Eltern, was wir ganz lustig fanden. Das einschneidende Erlebnis kam allerdings im selben Jahr. Ein Nachbar von mir kaufte bei dem Dealer, den wir belieferten und das Gras war wirklich unter aller Sau. Mir ist nur Blei eingefallen, als ich mal die Mengen von meinem Gras mit dem von meinem Kollegen mit meiner Waage verglich und seine 10 Gramm genauso aussahen wie meine 2 Gramm. Ich rief direkt meine Kollegen an und haben eine kleine Runde einberufen. Ich weiß nicht, ob ihr die Problematik versteht, in der wir steckten. Wir hatten den Lebensstil, den sich wohl viele wünschen: Wenn wir etwas haben wollten, kauften wir es. Wenn wir wem etwas ausgeben wollten, taten wir es. Ich hatte sogar einen 233 MHz Rechner, als so ziemlich jeder Rechner in meiner Umgebung noch 32 MHz mit Turbo Knopf hatte. Geld war für uns jedenfalls nichts mehr als ein paar bunte Scheine. Außerdem liebten wir was wir taten, Marihuana war für uns immer etwas Tolles. Die Pflanzen sind so zerbrechlich und mussten gepflegt werden. Wir waren jeden Tag in unserem Proberaum und waren echte Hobbygärtner mit Leib und Seele. Aber was mit unserem Erzeugnis angestellt wurde, wollten wir nicht.

Die Lösung für das Problem kam mir erst bei einer Party in dem Sinn, als ich einen Keks gegessen habe, der mich betäubte, wirklich vollkommen weghaute. Ich fragte den Veranstalter wo er den herhat. Er hat seinen Zivildienst in einer Klinik gemacht, die ganz in unserer Nähe war. Der Chefarzt gab den Patienten Marihuana, da nach seiner Ansicht die meisten Analgetika entweder stark süchtig machen oder Nebenwirkungen, wie Erbrechen zeigten. Was zu heutiger Zeit vielleicht bald legalisiert wird, war damals naja - Marihuana war damals nun mal eine Droge und kein Medikament. Der Zivi hatte mehrere Kekse von einer Patientin bekommen, diese meinte, dass es wohl verdammt teuer wäre, es zu bekommen, aber er wohl einen ganz guten Job gemacht hätte und er sich ein paar Kekse aus der Dose dort nehmen sollte. Ich wusste, wo der Chefarzt wohnt und bin einige Wochen später zu ihm hin. Ich erzählte meine bisherige Geschichte, sagte ihm, dass wir ungefähr 4-5 Kilo monatlich liefern könnten und das wir absolut keine Lust mehr auf den ganzen Dealerscheiß hätten. Er machte mir klar, dass es sehr viel risikoreicher ist, nicht zulässige Betäubungsmittel an Kliniken zu verkaufen als an irgendwelche Privatleute. Im selben Atemzug machte er mir allerdings ein einigermaßen gutes Angebot und gab mir ein paar Tipps zur Zucht für Marihuana mit betäubender Wirkung und gab mir den Namen einer gewissen Sorte, die ich bitte verwenden sollte.

Wir haben noch vier Jahre für diese Klinik angebaut. Die Klinik behandelt übrigens eine unheilbare Krankheit mit der Abkürzung "MS", also ist es eigentlich eher ein Hospiz als eine Klinik. Nach den vier Jahren haben wir aufgehört. Nicht weil wir wollten. Es ging einfach nicht anders. Der Dritte hat seine Freundin geheiratet, ich habe einen sehr guten Job bekommen und war dann wenig zu Hause und der Zweite ist nach Amerika ausgewandert, um auf Hawaii Polizist zu werden. Ob er es tatsächlich geschafft hat, mag ich stark bezweifeln, allerdings hat er eine Menge Geld mitgenommen, wir werden wohl eine ganze Zeit ohne Probleme über die Runden kommen. Allerdings ist der Kontakt zu allen beiden ziemlich abgebrochen, was ich sehr traurig finde, weil wir eine verdammt gute Zeit hatten. Was ich nun beichten möchte: Es tut mir leid, dass wir sehr gutes Grünes an die falschen Leute verkauft haben und somit das Lungenkrebsrisiko in einer ziemlich großen Region doch ziemlich vergrößert haben. Henna im Braunen und Blei im Grünen können einfach nicht ohne bleibende Schäden verzehrt werden. Außerdem möchte ich mich beim Staat entschuldigen, obwohl es deren eigene Dummheit ist. Wir hätten gerne Steuern bezahlt, aber wenn Marihuana nicht legalisiert wird. Wäre auch nur eine Mark auf jedes Gramm dazu gekommen. Naja, da kann man nichts dran machen. Wer jetzt den Finger hebt und den Moralapostel spielen möchte: Wir waren jung und hatten Spaß daran. Falls irgendjemand meint, es sei eine Fantasie-Beichte: Es stimmt alles. Lustigerweise spielt sich Ähnliches sehr oft ab, die Leute, die anbauen, sind vielleicht sehr viel älter als wir in unserer Anfangszeit, sie sind aber eigentlich immer coole Typen. Wenn man auf bestimmte Messen geht, lernt man andere Grower kennen und man kommt ins Gespräch. Ich habe keinen getroffen der kommerzielle Gedanken hatte. Die meisten wollten einfach nur gutes Marihuana.

Beichthaus.com Beichte #00025499 vom 02.01.2009 um 22:52:12 Uhr in Lauenbrück (29 Kommentare).

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Hügelgräber in Thüringen

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Hochmut Ignoranz Stolz Lügen Selbstsucht Thüringen

Dies beichte ich (w/25) nun stellvertretend für meine gesamte Familie. Meine Großeltern besitzen in Thüringen einen relativ großen Wald, mit einem Tal und einem Bach in der Mitte und einer Hochebene mit einem Buchenhain drauf. Dieser Wald ist seit sechs Generationen in unserer Familie. Mein Urururgroßvater hat ihn damals dem Grafen von Henneberg abgekauft, nachdem dieser ihm ein gutes Angebot gemacht hatte. Wir sind als Familie sehr stolz auf diesen Wald, weil er u.a. meiner Urgroßmutter und meiner Großmutter als Versteck im Zweiten Weltkrieg diente, vor den Russen, die ja alle Frauen vergewaltigt hatten. Auch mein Urgroßvater konnte sich vor seiner Heimkehr dort mehrere Wochen verstecken, und entkam so der Festnahme durch die Besatzer. Vor ein paar Jahren haben wir sogar ein Waffenversteck aus dem Ersten Weltkrieg noch gefunden, von meinem Ururgroßvater, ein altes Gewehr, Messer und jede Menge Munition - natürlich haben wir das nicht gemeldet, warum auch. Damals war jagen verboten und Waffenbesitz im Allgemeinen, also versteckte er es dort in der Nähe seiner Hütte. Heute noch gibt es unzählige Familiengeschichten, die sich um den Wald ranken und wir zehren im wahrsten Sinne des Wortes von ihm, denn mein Onkel ist Jäger und er schießt zu Festtagen ab und zu ein Reh oder ein Wildschwein. Was wir auch wussten, war, dass in unserem Wald mehrere Hügelgräber, also Gräber aus der Keltenzeit, sind, was in Thüringen gar nicht so selten ist, dort findet man in beinahe jedem dritten Wald ein Hügelgrabfeld (die Hügel sind so ca 3-4 Meter hoch). Meine Oma nahm mich als Kind immer dorthin und zeigte mir die manchmal ganz offensichtlichen Hügelgräber und auch die unter Bäumen und Gebüsch versteckten.

Und sie sagte mir auch, dass es merkwürdig sei, dass man in manchen Erdlöchern vor und unter den Gräbern eine Art Zement erkennen konnte, wenn auch sehr groben. Der wurde ja eigentlich von den Römern erfunden, aber irgendwie musste der ja auch den Kelten bekannt gewesen sein und in Thüringen waren die Römer ja nie. Meine Theorie ist auf jeden Fall, dass diese Idee eben von den Römern übernommen wurde und die Kelten bzw. die Germanen haben es sich dann auch gemischt. Für uns war die Sache klar, doch es gab wohl einige Archäologen, die das sehr interessant fanden. Eines Tages fuhren wir in den Wald und wir mussten zu unserem Entsetzen feststellen, dass sich eine Horde Archäologen (vom Land Thüringen) gerade über unseren Wald hermachte. Sie waren bei den Hügelgräbern mit den Zementstollen untendrunter und fingen an mit Spitzhacke und Schaufel den Stollen zu bearbeiten und wollten die Gräber darüber öffnen. Noch dazu nagelten sie an die schönen alten Buchen Schilder mit der Aufschrift "Archäologisches Grabungsgebiet, bitte nicht betreten". Natürlich gab es keinen Bescheid vom Land Thüringen, wir wurden nicht informiert, obwohl der Wald Privatbesitz unserer Familie ist. Meine Großeltern nahmen diese Sache dann rechtlich in die Hand und haben es doch tatsächlich geschafft, mit verschiedenen Bescheiden und hoher Überredungs- und Lügenkunst die Archäologen loszuwerden.

Sie behaupteten, dass der Zement aus den 50ern stamme, um die Jagd zu erleichtern und dass mein Urgroßvater das selbst mit einfachen Mitteln zusammengemischt hätte. Das war natürlich der totale Blödsinn, aber überprüfen konnten sie es nicht, es war ja kein organisches Material und primitiven Zement kann sich ja jeder selbst zusammenmischen. Sie sagten weiterhin, dass die Hügelgräber ja auch nichts Besonderes seien, da sie ja nicht so selten sind und in unserem Wald auch nicht ungewöhnlich groß seien und somit wohl nicht so wertvoll. Die Archäologen mussten abziehen. Wir nahmen die Schilder wieder ab und buddelten die Löcher wieder zu. Tja, wenn wir nun die Menschheit um eine archäologische Sensation gebracht haben, tut es uns sehr leid, aber das ist ja schließlich unser Wald und außerdem haben wir diese Maulwürfe wahrscheinlich noch vor Schaden bewahrt, denn wer weiß, was meine Vorwahren noch für Munition dort vergraben haben. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00025477 vom 28.12.2008 um 19:35:28 Uhr in Thüringen (31 Kommentare).

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“Beichte

Die Massage-Düsen im Schwimmbad

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Wollust Ekel

Die Massage-Düsen im Schwimmbad
Ich (w/20) benutze die Düsen im Schwimmbad schon seit einiger Zeit nicht mehr, um meinen Rücken zu massieren, sondern um Megaorgasmen zu erzeugen. Und ich kann es nur weiterempfehlen! Letztens kam ich jedoch auf die dumme Idee, das Ganze von hinten zu versuchen. Das war ein sehr abgefahrenes Gefühl. Nur musste ich dann etwa zwei Minuten später auf die Toilette, was barfuß im Schwimmbad nicht unbedingt der Burner ist. Und ich hatte den übelsten Durchfall, den man sich vorstellen kann.

Beichthaus.com Beichte #00025464 vom 25.12.2008 um 23:04:31 Uhr (49 Kommentare).

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Die unfähige Kassiererin

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Aggression Zorn Geld Aschaffenburg

Die unfähige Kassiererin
Ich möchte beichten, dass ich letztens ziemlich ausgerastet bin, als ich einen Zehn-Euro-Gutschein an einer Tankstelle einlösen wollte, auf dem allerdings ein Minus vor dem Betrag stand. Als die junge Kassiererin dann ernsthaft gemeint hat, ich müsse statt 37,56 Euro nun 47,56 Euro bezahlen. Und partout nicht einsehen wollte, dass ich zehn Euro weniger zahlen muss - schließlich steht ja ein Minus vor der Zehn! - habe ich ihr gesagt, dass wohl auch ihre zwölf Jahre an der Hauptschule nicht gereicht hätten, um Kassiererin zu werden und ähnliche Sprüche. Das tut mir im Nachhinein leid, aber ich hatte keinen besonders leichten Tag. Und heute muss ich darüber lachen.

Beichthaus.com Beichte #00025455 vom 25.12.2008 um 12:58:21 Uhr in Aschaffenburg (48 Kommentare).

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Junge Mütter

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Hass Ignoranz Hamburg

Junge Mütter
Mir gehen junge Mütter zunehmend mehr auf den Geist. Ständig fahren sie einem mit den dämlichen Kinderwagen von hinten in die Hacken und meckern dann, dass man doch Rücksicht nehmen soll. Im Bus ist es am Schlimmsten. Es wird nicht gefragt, ob sie den (Steh-)Platz haben können - bestenfalls kommt ein "Ich muss da hin", meistens wird man mit dem Kinderbuggy aber einfach weggeschoben. Letztens war der Bus brechend voll. Eine Mutter mit nervigem Balg steigt ein, eine andere, die mit Kinderwagen neben mir steht, sagt, dass ich doch bitte weggehen soll. Ich frage, ob sie auch einen Vorschlag hat, wohin. Als Antwort kommt nur: Jetzt machen Sie doch Platz. Ich schlage vor, dass ich mich ja in Luft auflösen könne. Leider scheint die andere das zu glauben und schiebt mir den Wagen immer wieder gegen das Schienbein. Oft stehen sie neben mir an der Bushaltestelle (natürlich dann, wenn normale Leute arbeiten gehen und alles schön voll ist), warten da 10-15 Minuten, machen einen riesigen Stress, bis sie ihren Platz im Bus haben, und steigen dann nach einer oder zwei Stationen wieder aus, anstatt ihren fetten Arsch ein paar Hundert Meter zu Fuß zu bewegen. Mittlerweile rutscht mir jedes Mal, wenn so eine zusteigt, ein genervtes Stöhnen raus. Das Ganze ist bei erfahrenen Müttern anders und Kinder mag ich eigentlich auch gerne, aber viele junge Eltern können leider weder ihre Kinder einigermaßen erziehen, noch haben sie einen Ansatz von Manieren. Diese Leute kotzen mich dermaßen an!

Beichthaus.com Beichte #00025426 vom 20.12.2008 um 12:58:34 Uhr in Hamburg (42 Kommentare).

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