Objektophil

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Zwang Eitelkeit Neurosen

Ich (w/26) bin objektophil. Es ist zwar nicht so extrem, dass ich die Dinge mit ins Bett nehme, aber sie bekommen eine besondere Aufmerksamkeit. Zum Beispiel liebe ich es an meinen ledernen Handtaschen zu riechen und über das herrlich weiche Material zu streichen. Auch stelle ich diese niemals (!) auf den Boden (ob nun zu Hause oder im Büro, Geschäft) da sie ja schmutzig werden könnten. Nein, stattdessen thronen diese Schätze auf meiner schwarzen Ledercouch. Dann kann ich mich zwar nicht mehr hinsetzen, aber das ist mir egal. Und die Couch wird auch geschont.

Beichthaus.com Beichte #00027149 vom 27.10.2009 um 17:58:56 Uhr (32 Kommentare).

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Falsche Kontrolleure

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Betrug Falschheit Bahn & Co. München

Ein Kumpel und ich waren mal total besoffen in München unterwegs. Wir waren extrem straff und hatten Lust, irgendwelchen Schwachsinn zu machen. In der Straßenbahn kam uns dann die Idee, einfach mal die Ausweise zu kontrollieren. Wir haben uns dann krass zusammengerissen und einfach so getan, als ob wir echte Kontrolleure wären. "Grüß Gott, die Fahrscheine bitte" ging es von da an und die Leute zeugten uns auch brav ihre Fahrscheine. Wir hatten zwar kein MVG-Ausweis oder so, aber die Fitnessstudiokarte hat es anscheinend auch getan. Als jemand keine dabei hatte, haben wir das einfach kulant toleriert und gesagt, dass er ein mutiges Kerlchen sei und wir ihn deshalb weiterfahren ließen. Irgendwann hat ein schlauer BWL-Student es dann gemerkt. Wir haben uns dann vor dem "Publikum" verbeugt und sind bei der nächsten Haltestelle ausgestiegen.

Beichthaus.com Beichte #00027126 vom 20.10.2009 um 15:58:20 Uhr in München (51 Kommentare).

Gebeichtet von engelkotzen
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“Beichte

Brandstiftung in der Schule

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Waghalsigkeit Vandalismus Schule

Brandstiftung in der Schule
Ich möchte beichten, dass ich einmal fast die gesamte Schule in Brand gesetzt habe. Zumindest habe ich das gedacht. In der achten Klasse habe ich eine Mathe-Arbeit richtig danebengesetzt. Der Lehrer hat mir mit hämischem Grinsen die Sechs auf den Tisch geknallt, was war ich sauer. Außerdem war das die letzte Stunde an diesem Tag, deswegen habe ich die Wut im Bauch aus dem Klassenzimmer mitgenommen. Die Schule liegt in einem Waldstück, um den Bus pünktlich zu erreichen, liefen wir immer über Trampelpfade querfeldein zur nächsten Haltestelle. Ein Kumpel von mir rauchte damals schon. Um mal meinem Ärger richtig Luft zu machen und cool dazustehen, habe ich mir von ihm das Feuerzeug geborgt, die Arbeit angezündet und ins Gebüsch geschmissen. Wir standen quasi mitten in diesem Wald, der die Schule umgibt. Das war kurz vor den Sommerferien, ein warmer und trockener Sommer. Die brennende Arbeit haben wir liegen gelassen und ich bin, ganz stolz auf mich selber, mit den anderen aus dem Wald raus zum Bus gelaufen.

Wir standen keine zehn Minuten an der Haltestelle, als plötzlich drei oder vier Feuerwehrautos an uns vorbei rasten. Das war der erste Schock. Der Zweite folgte sofort, als ich bemerkte, dass die Autos abbogen und die Auffahrt in den Wald entlang fuhren. Minuten später kamen weitere Schüler aus dem Wald und sangen: "Hurra hurra die Schule brennt". Meine Kumpels konnten sich vor Lachen kaum halten. Mir wurden vor Angst die Knie weich. War ich das? Wird das rauskommen? Halten meine Kumpels dicht? Wer zahlt den Schaden? Ich wollte zurücklaufen und nachsehen, was passiert war. Aber vor den Kumpels das Gesicht verlieren? Als Täter am Tatort aufkreuzen und sich erwischen lassen? Nein, niemals. Äußerlich ganz cool, aber innerlich dem Zusammenbruch nahe, bin ich dann in den Bus gestiegen und hatte Mühe, meine Fahrkarte aus der Tasche zu ziehen. Der Bus fuhr immer ein Stück am Wald entlang, sodass man Teile vom Gebäude sehen konnte. Als wir langsam die Straße entlang fuhren, bemerkte ich das Unheil.

Über dem Gebäude konnte man schwarzen Rauch erkennen und Schüler strömten massenweise aus dem Gebäude, um sich an der Straße und auf dem Hof zu versammeln. Das alles schien meine Schuld zu sein! Hätte ich doch nur diese verdammte Arbeit nicht angezündet und ins Gebüsch geschmissen! Ein paar Haltestellen weiter mussten wir immer umsteigen, meine Kumpels wohnten zum Glück in einem anderen Dorf und wir verteilten uns auf verschiedene Busse. Natürlich habe ich noch cool gemeint "ist mir doch egal, ob der Laden abbrennt, ich fahr jetzt nach Hause und zisch ein paar Bier". Nichts war mir egal. Als sie in ihren Bus gestiegen waren, tat ich so, als hätte mein Handy geklingelt und ich würde gedankenverloren die Straße entlang schlendern. Ihr Bus fuhr dann endlich los, sodass sie mich nicht mehr sehen konnten. Statt in meinen zu steigen, rannte ich wie ein Verrückter den ganzen Weg zurück zur Schule. Inzwischen waren noch weitere Feuerwehrleute und Krankenwagen eingetroffen. Scheinbar war das ein richtig großer Einsatz. Kein Wunder, wenn der Wald um die Schule brennt!

In meiner Panik habe ich mich unter die Leute gemischt, um vielleicht aus den Gesprächen etwas erfahren zu können. Der Brand war scheinbar wieder unter Kontrolle, zumindest konnte ich keinen Rauch mehr erkennen. Leider ließ sich nichts in Erfahrung bringen. Einfach jemanden ansprechen schied auch aus. Meine Nervosität hätte mich sonst verraten, sollte man schon nach dem Brandstifter suchen.
Also fuhr ich mit dem nächsten Bus nach Hause. Die folgenden Stunden waren fürchterlich, ich habe in der Nacht kein Auge zu bekommen und mich kaum sehen gelassen. Am nächsten Tag musste ich natürlich wieder zur Schule gehen, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen. Immer noch mit weichen Knien und kreidebleich fuhr ich zur Schule. Von einem Unterrichtsausfall wurde in den Nachrichten, die meine Eltern am Frühstückstisch immer hörten, nichts erwähnt. Auch meine Kumpels wussten von nichts. Zu meinem Entsetzen wurden wir alle in der Aula zusammengerufen. Würde man jetzt offiziell die Brandstiftung bekannt geben? Würden meine Kumpel aufspringen und mich verraten? Hatte man mich vielleicht sogar gesehen und gab jetzt bekannt, nach wem man sucht?

Ich versteckte mich hinter einem Pfeiler, in der Hoffnung, dass mich niemand bemerken würde, ich aber das Geschehen verfolgen könnte. Langsam trat der Schulleiter an das improvisierte Rednerpult. Eine riesige Last fiel von mir, als er die Ursache für den Brand bekannt gab: Am vorigen Tag hatte eine Gruppe Abiturienten mit ihrem Lehrer komplexe chemische Vorgänge untersuchen wollen.
Dabei kam es zu einem Unfall, giftige Dämpfe sollen ausgetreten sein. Die in den Räumen installierten Gasmelder hatten sofort die Feuerwehr alarmiert. Die Schüler haben die stechenden Dämpfe bemerkt und die Fenster geöffnet. Durch den plötzlich hereinströmenden Sauerstoff muss sich eine Apparatur entzündet haben, die den Raum mit tiefschwarzem Rauch vernebelt hat. Dieser Rauch ist durch die Fenster entwichen und über der Schule aufgestiegen. Die Feuerwehr konnte den Brand eindämmen, der Notarzt wurde gerufen, um die Schüler auf Vergiftungen zu untersuchen. Zwei wurden für wenige Stunden im Krankenhaus beobachtet, am nächsten Tag waren alle wieder wohlauf. Was für eine Erleichterung. Die abgebrannte Arbeit hat scheinbar niemand bemerkt. Nach dieser Erleichterung machte sich der Stress und Schlafmangel der vergangenen Stunden bemerkbar. Ich schloss mich auf der Toilette ein, da mir schwindelig wurde, und ließ mich von meinen Eltern abholen. Noch nie hatte ich so große Angst und noch nie habe ich mich so sehr darüber geärgert, vor anderen Leuten mein Gesicht wahren zu wollen, auch wenn ich als Konsequenz andere gefährde. Seit diesem Tag habe ich nie wieder irgendetwas angezündet und unbeobachtet abbrennen lassen. Zwar stehe ich jetzt nicht mehr so "cool" da, aber für das bisschen Anerkennung war es das einfach nicht wert.

Beichthaus.com Beichte #00027123 vom 20.10.2009 um 01:42:21 Uhr (23 Kommentare).

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Fahrradschloss geteilt

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Dummheit Peinlichkeit Auto & Co. Magdeburg

Fahrradschloss geteilt
Ich (m/22) wollte mich an einem kalten Winterabend mit einem Kumpel im Einkaufszentrum treffen, um ein bisschen zu shoppen. Wir hatten damals beide nur Fahrräder und er war schon früher da als ich und hatte sein Fahrrad schon angeschlossen. Da ich leider kein Schloss hatte, bin ich schnell rein und habe mir den Schlüssel für seines geben lassen. Bin also wieder raus, habe mein Fahrrad an seines geschlossen und dann mit ihm eine Runde durch die Passage gelaufen. Nach einer Stunde wollten wir dann wieder los und sind wieder raus.

Schock, mein Fahrrad war weg! Seines stand da ganz alleine. Irgendwann ist mir dann aufgefallen, dass ich mein Fahrrad ganz woanders angeschlossen hatte. Ich bin dann zu besagter Stelle gelaufen und siehe da, dort stand mein Fahrrad alleine und unangeschlossen. Es scheint so, dass ich mein Fahrrad aus Versehen an ein Fremdes geschlossen habe und der Schlüssel zufällig passte. Ich muss heute noch lachen, wenn ich mir vorstelle, wie diese Person aus dem Einkaufszentrum kommt und auf einmal ein fremdes Fahrrad mit an seinem eigenen Schloss angekettet ist. Ich muss mir immer vorstellen, wie der Typ abends noch im Bett liegt und überlegt, warum jemand so etwas tun sollte. Wenn man den wahren Grund nicht kennt, ergibt das doch überhaupt keinen Sinn.

Beichthaus.com Beichte #00027104 vom 13.10.2009 um 18:10:55 Uhr in Magdeburg (36 Kommentare).

Gebeichtet von Kalfaktor
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“35.000

“Folge

Sauftour mit Endstation Krankenhaus

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Trunksucht Verzweiflung Freunde Last Night

Sauftour mit Endstation Krankenhaus
Das Ganze ist schon ein paar Monate her, als mein Kumpel und ich eine ordentliche Sauftour machten. An jenem Abend schauten wir beide mal wieder zu tief ins Glas. Angefangen hatte es mit Bier, dann kamen die Cocktails und geendet hatte es mit Schnäpsen und einem Döner. Wir beide ziemlich angeheitert mussten jetzt nur noch nach Hause laufen. Am Anfang war noch alles lustig, ein bisschen links ein bisschen rechts, den parkenden Autos ausweichend und mit regelmäßigen Zwischenstopps an Sitzmöglichkeiten. Doch dann war es so weit. Mein Kumpel verlor plötzlich jeglichen Gleichgewichtssinn (er 1,90 m, 90kg - ich 1,70 m, 55kg), sprich der Kleine darf den Großen schleppen, super! Naja egal, was tut man nicht alles.

200 Meter und 20 Minuten später wurde mir klar - er mittlerweile schlafend über meinen Schultern hängend - bis nach Hause kommen wir so niemals. Gott sei dank wohnte ein guter Freund zwei Straßen weiter und ich wusste, dass dieser immer lange wach ist und eine eigene Karre hat. Kurzerhand entschloss ich mich dazu den Großen in eine Einfahrt zu legen und schnell zu meinem Freund zu laufen, damit dieser uns mit dem Auto fahren kann. Glücklicherweise wurde mir von ihm auch gleich die Tür geöffnet, es war immerhin schon 3 Uhr nachts. Ich erklärte ihm also schnell die Situation und er zog sich daraufhin was an, wir setzten uns ins Auto und los ging es den Betrunkenen abholen. Das ganze dauerte maximal 5 Minuten. Was war in diesen 5 Minuten passiert? Als wir in die Straße mit der Einfahrt einbogen sahen wir gleich Blaulicht, dessen Ursprung verdächtig nahe an der besagten Einfahrt lag. Wir fuhren weiter und sahen einen Krankenwagen plus Polizei, wer im Krankenwagen lag könnt ihr euch ja denken. Es stellte sich heraus, dass irgendwer mich beobachtet haben muss als ich meinen Kumpel in die Einfahrt legte und hat darauf hin Polizei und Krankenwagen gerufen, es war die Rede von vermutlichem Raubüberfall. Schnell haben wir die Situation aufgeklärt und sind dann mit ins Krankenhaus gefahren. Er musste im übrigen 15 Euro für die Krankenwagenfahrt zahlen, um festzustellen, dass die Schnapsnase 3,0 Promille hatte. Er hing dann die ganze Nacht am Tropf und morgens um halb 8 sind wir dann mit ihm nach Hause gegangen. Am kommenden Abend war eine Grillparty angesagt, er war wieder total fit, aufgrund der Infusion, die er bekommen hatte und ich hatte einen derben Kater. Jetzt werde ich jedes mal von meinen Freunden gehänselt weil ich es nicht geschafft habe meinen Kumpel nach Hause zu bringen und er wirft mir vor ihn im Stich gelassen zu haben. Die meinen das zwar alle nicht ernst aber ich finde es trotzdem nicht mehr lustig weil ich mein bestes gegeben habe um einem Freund in Not zu helfen.

Beichthaus.com Beichte #00027102 vom 13.10.2009 um 12:22:03 Uhr (37 Kommentare).

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