Ich flippe aus!

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Zorn Aggression Arbeit Restaurant Shopping

In letzter Zeit raste ich regelmäßig aus. Das erste Ereignis fand in der Kantine meiner Arbeitstelle (mehr als 4.000 Mitarbeiter) statt. Ich stand circa 10 Minuten an, nur um zu erfahren, dass ich der erste in der Schlange war, der kein Hauptgericht mehr bekommen würde. Büffet wäre die Alternative gewesen, ich entschied mich für Ausflippen. In Anwesenheit meiner Kollegen knallte ich das Tablett auf die Transportschienen, maulte den Koch an und marschierte anschließend an zig Mitarbeitern zum Eingang zurück. Hinterher wusste ich erstmal nicht, was ich tun sollte. Eine Viertelstunde später entschuldigte ich mich beim Koch und versuchte mich meinen Kollegen zu erklären.

Einige Tage später musste ich in der Apotheke lange anstehen, das Rezept war nicht einzulösen, da das Medikament (keine Psychopharmaka, sondern Antibiotika) nicht vorrätig war. Im Vergleich zur Kantinenszene wurde es anschließend vergleichbar. Heute habe ich dann einen Kollegen beschimpft, weil sein Vortrag kein Ende finden wollte. Vor allen. Habe die Besprechung verlassen, auch vor allen. Wusste hinterher nicht, was ich tun sollte. Warum flippe ich dauernd aus? Und nimmt mich in meiner Firma noch einer für voll? Soll ich da morgen noch mal hin? Hab ich ein Burn-Out? Gibt es sowas wie ein Burn-Out oder bin einfach zu dünnhäutig? Ich wills nie wieder machen. Will ich wirklich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00028830 vom 14.04.2011 um 01:43:14 Uhr (32 Kommentare).

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Der 20-Mark-Schein

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Diebstahl Lügen Schule Hamburg

Damals in der dritten oder vierten Klasse habe ich in der Sandkiste des Schulhofes während der Pause einen 20-Mark-Schein im Sand gefunden. Er schaute nur zu einem kleinen Teil aus dem Sand. Da aber gerade viele andere Kinder um mich herum standen, hab ich ihn schnell wieder eingebuddelt. Ich hätte ihn auch an mich nehmen und damit prahlen können, hab mir aber gedacht, wenn ich das tue, verlangen meine Mitschüler bestimmt, dass ich den Schein beim Hausmeister abgebe bzw. das Geld mit ihnen teile. Als die nächste Unterrichtsstunde begann und alle wieder in ihren Klassenräumen waren, meldete ich mich und fragte unsere Klassenlehrerin, ob ich mal auf die Toilette gehen dürfte, was sie bejahte. In Wahrheit bin ich aber nicht auf Klo gegangen, sondern bin auf den menschenleeren Schulhof gegangen, um in der Sandkiste den Geldschein zu suchen. Da ich mir die Stelle ziemlich genau gemerkt hatte, fand ich ihn nach wenigen Sekunden. Ich steckte ihn ein und ging wieder ins Schulgebäude. In zweiten Stock angekommen, ging ich noch schnell auf die Toilette, um mir die Hände zu waschen, damit es so aussieht, als wäre ich wirklich nur pinkeln gewesen. Niemand hat etwas gemerkt. Von dem Geld kaufte ich mir ein Spiel für den Gameboy (Pokemon).

Beichthaus.com Beichte #00028825 vom 13.04.2011 um 15:15:25 Uhr in Hamburg (Ahrenshooper Staße) (21 Kommentare).

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Das Autorennen

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Dummheit Waghalsigkeit Auto & Co. Neckarsulm

Im Alter von 20 Jahren hatte ich mir als Autonarr schon einen älteren Sportwagen mit um die 200 PS angeschafft. Darauf, in jungen Jahren so ein Auto zu fahren, war ich natürlich wahnsinnig stolz und daher ließ ich es an der Ampel immer gerne darauf ankommen, wenn andere neben mir mit dem Gas gespielt haben. Das ganze steigerte sich mit der Zeit zu regelrechten Autorennen, die auf der Landstraße oder der Autobahn veranstaltet wurden. So war es auch an einem Abend, als ich mit Freunden spät abends stand und quatschte. Es kam mit lautem Getöse ein anderer junger Typ herangefahren und wir spekulierten schon, wie viel PS der wohl haben mag, bis einer ihn erkennt und anspricht, ob er nicht mal gegen mich fahren wolle. Ich war an dem Tag eigentlich nicht gut drauf und zuerst dagegen, da der andere aber sofort zusagte und Anspielungen machte, ließ ich mich aber letztendlich auch noch überreden. Aus irgendeinem schicksalhaften Grund wollte ich an diesem Tag partout keine Beifahrer dabei haben. Schließlich fuhren wir auf eine nahe gelegene Autobahn ohne Tempolimit unsere Autos aus und voller Stolz über meinen Sieg habe ich ihn auf der Abfahrt vorgelassen. In dieser Abfahrtskurve ging er zum ersten Mal so in die Eisen, dass ich gerade noch einen Auffahrunfall verhindern konnte. Auf dem Rückweg zur Tankstelle nahmen wir die Landstraße, dort sind Tempo 70 erlaubt. Da ich durch sein Ausbremsen sauer war, fuhr ich ihm sehr dicht auf, obwohl wir streckenweise mit über 150km/h unterwegs waren. In einer leichten Rechtskurve, in der wegen einer Kreuzung ein kurzes Stück nur 50 erlaubt waren, hatte er zum zweiten Mal unerwartet stark gebremst. Da ich gerade am Schalten war, habe ich beim gleichzeitigen Bremsen irgendwie den falschen Gang erwischt, sodass die Hinterräder des Wagens komplett blockierten und ich bei ungefähr Tempo 140 ins Schleudern kam. Mit heftigen Lenkbewegungen habe ich vergeblich versucht den Wagen zu fangen, flog dann querlinks ab, über einen kleinen Graben, den dahinter liegenden Gehweg, eine Straßenlaterne und eine Wiese in eine Hecke hinein. Völlig perplex schaltete ich den immer noch laufenden Motor ab und stieg wundersamerweise unversehrt aus. Was ich sah war ein in V-Form verbogener Laternenmast und ein umgepflügter Rasen. Der Typ muss zwar genau gesehen haben, was passiert ist, ist jedoch einfach weitergefahren!


Ich war noch am überlegen, wie ich aus der Situation rauskomme, da fuhr auch schon eine Streife mit Blaulicht heran. Ein Anwohner hatte wohl was gehört und sie alarmiert. Immer noch perplex hatte ich für die junge Polizistin keine bessere Ausrede parat als "ich musste einem Kätzchen ausweichen", was sie mir scheinbar abkaufte. Sie hatte mich auch auf die Geschwindigkeit angesprochen, woraufhin ich reumütig zugab, dass ich wohl schon 60 oder 65 anstatt 50 gefahren bin. Die Polizistin nickte verständnisvoll, obwohl sie sicher wusste, dass beides eine schiere Lüge war. Sie sagte mir, dass wahrscheinlich drei Punkte und ein Bußgeld auf mich zukommen würden, mein Wagen wurde abgeschleppt (Totalschaden) und ich war circa 1.000 Euro für die zerstörte Laterne los. Mich plagte ein paar Tage später doch noch das Gewissen und ich rief die Polizistin an, um ihr zu gestehen, dass ich doch etwas schneller war und es noch einen Beteiligten mit Fahrerflucht gab. Sie sagte mir, dass sie froh sei, dass ich doch noch ehrlich war, aber meine Aussage einiges an Konsequenzen nach sich ziehen würde. Ich hatte natürlich lange Angst den Führerschein zu verlieren, bis zum heutigen Tage habe ich jedoch nichts mehr von dem Vorfall gehört und bin darüber auch nicht sonderlich traurig.


Ich beichte also, dass ich sehr leichtsinnig mich und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht habe. Ich weiß immer noch nicht, ob er das damals absichtlich machte oder sich verschätzte. Aufs Gas trete ich übrigens auch heute noch gerne allerdings nur noch auf dafür vorgesehenen abgesperrten Rennstrecken wie dem Hockenheim- oder Nürburgring.

Beichthaus.com Beichte #00028814 vom 11.04.2011 um 12:04:08 Uhr in 74172 Neckarsulm (L1101) (24 Kommentare).

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An der Eierstation

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Boshaftigkeit Zorn Aggression Restaurant Arbeit Köln

Ich stehe in einem großen Hotel an der Eierstation, was heißt, dass ich beim Frühstücksbuffet den Gästen nach Wunsch Rührei, Spiegelei etc. zubereite. Ich muss hier beichten, dass immer im Sommer, wenn diese reichen, eingebildeten, unfreundlichen Araber mit ihren Rotzblagen à la Ed Hardy Shirt für 90 Euro hier sind, ich den Kindern immer, wenn sie ankommen und sich ein "Omlett with mushrooms and make it fast okay?" bestellen, in deutsch irgendwelche Beleidigungen entgegne, wenn ich das Ei überreiche, wie "Hier du Schweinchen" oder "Nimm und stirb, Fetti". Die raffen nichts, weil sie natürlich kein Wort deutsch verstehen und ich fühle mich wieder ein bisschen besser. Es tut mir Leid und ich hoffe, dass nicht irgendwann doch einer deutsch versteht.

Beichthaus.com Beichte #00028812 vom 10.04.2011 um 22:33:16 Uhr in Köln (58 Kommentare).

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Angeschmiert

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Diebstahl Peinlichkeit Masturbation Familie

Ich (w/19) habe den Vibrator meiner Schwester geklaut, weil ich zu schüchtern war, mir selber einen zu kaufen. Bestellen geht nicht, da ich noch daheim wohne. Gestern als meine Familie Einkaufen fahren wollte, habe ich so getan, als hätte ich Durchfall, damit ich nicht mit muss. Als sie dann ohne mich losgefahren sind, holte ich den Vibrator aus seinem Versteck und suchte auf meinem iPhone einen Porno um mich zu vergnügen. Als ich fertig war ging ich ins Bad und habe Fotos von mir gemacht. Plötzlich hörte ich, wie die Tür aufging und meine Familie viel früher vom Einkaufen wieder kam, als ich es erwartet hatte. Dummerweise war meine Schwester so lieb und hat mir aus der Apotheke ein Medikament gegen Durchfall besorgt und hat es auf mein Bett gelegt, wo noch immer mein iPhone lag, auf dem der Porno geöffnet war und daneben ihr Vibrator mit meiner Schmiere dran. So peinlich!

Beichthaus.com Beichte #00028808 vom 07.04.2011 um 19:08:50 Uhr (44 Kommentare).

Gebeichtet von godot
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