Das gestohlene Leben

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Aggression Ungerechtigkeit Familie Eifersucht Köln

Meine eineige Zwillingsschwester klaut mir mein altes Leben! Ich (w/21) bin Ende letzten Jahres wegen meinem Studium weit weg von Familie und Freunden gezogen. Und jetzt, ein paar Monate später, stelle ich fest, dass meine Schwester sozusagen meinen Platz in meinem Freundeskreis eingenommen hat. Eigentlich war meine Schwester immer der typische Einzelgänger, ohne wirkliche Freunde. Vor meinem Studium habe ich sie halt öfter mit raus genommen, damit sie auch mal unter Menschen kommt und nicht den lieben langen Tag daheim ist. Und wie das eben so unter Schwestern ist, telefoniert man hin und wieder miteinander. Da erzählt sie mir dann immer begeistert, dass sie mit meinen Kollegen dies und das gemacht hat. Anfangs hat es mich nicht gestört, aber mittlerweile macht sie jedes Wochenende was mit ihnen. Und als wäre das nicht schon genug, ist sie jetzt neuerdings auch noch mit einem meiner besten Freunde zusammen. Nur weil sie nicht in der Lage ist, sich eigene Freunde zu suchen. Hiermit beichte ich, dass ich es zutiefst bereue, sie jemals mit zum Feiern genommen zu haben. Versteht mich nicht falsch, ich mag meine Schwester, aber ich komme nicht damit klar, dass sie zu Hause mein Leben weiterlebt und ich hier drüben scheinbar einfach vergessen werde. Die einzige, die mich anruft, ist meine Mutter. Wenn ich mal mit Leuten von daheim spreche, ist das vielleicht ein Gespräch von weniger als zehn Minuten. Und da bekomme ich dann auch nur zu hören, wie toll doch meine Schwester ist. Ich hätte niemals weggehen dürfen!

Beichthaus.com Beichte #00030748 vom 03.02.2013 um 21:48:40 Uhr in Köln (Büchnerstraße) (22 Kommentare).

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Der Streich mit den Gefühlen

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Boshaftigkeit Lügen Schule Liebe

Ich (m/28) beichte einen Streich, den ich in der achten Klasse während einer Klassenfahrt begangen habe. Wo genau wir zur Klassenfahrt waren, weiß ich, ehrlich gesagt, nicht mehr. Auf jeden Fall war es eine Ferienanlage mit einer Reihe von Bungalows zur Unterbringung der Gäste, sowie einem Haupthaus für Essen und Veranstaltungen. Wie das auf Klassenfahrten so ist, herrschte Geschlechtertrennung. So gab es einige Bungalows der Mädchen und wir unterrepräsentierten Jungs hockten allesamt in einem einzigen Bungalow. Wie das bei Jungs so ist, spielten wir uns während der ganzen Zeit Streiche. Meist die Klassiker mit Zahnpasta ins Gesicht oder Hand in lauwarmes Wasser tunken, während ein Opfer schlief. Das ging reihum, so dass jeder Mal dran war. Auch durchwühlten wir die Sachen der jeweils anderen. Als ich und zwei meiner Kumpanen beim Wühlen allein waren, entdeckten wir das Hausaufgabenheft eines Mitschülers. Eigentlich nichts Spektakuläres mit Ausnahme der Personendaten, die man da eintragen konnte. Da wurde Name, Alter, Adresse, Lieblingsfach und auch beste Freunde aufgeführt. Brav, wie unser Mitschüler war, hat er auch dazu Angaben gemacht. Die Spalte "beste Freunde" war sehr aufschlussreich. So stand neben zwei von uns Jungs auch der Name einer Mitschülerin geschrieben, mit der er jedoch keinen Kontakt hatte. Klassenbeste, hübsch, sittsam und damit so gar nicht seine Liga. Wir schlossen daraus, dass der Gute in sie verknallt war. Wenig später reifte in mir der Plan zum größten Streich: Wir drei schrieben dem Mädchen einen Liebesbrief in seinem Namen. Ich diktierte, da sie meine Schrift kannte und ein anderer schrieb. Es war der übliche Schmalz, den man in so einem Brief nur schreiben konnte, gekrönt von einer Pointe zum Schluss, die uns schon beim Schreiben in einen Lachflash versetzte. So beendeten wir den Brief mit: "Damit mich keiner auslacht möchte ich vorerst anonym bleiben. In Liebe (Name des Mitschülers)".
Der nächste Schritt war die Übergabe. Wir drei Jungs gingen zum Bungalow der glücklich Auserwählten, klopften an und wurden an der Tür von diversen anderen, misstrauisch guckenden, Mädchen empfangen. Meine innere Freude verbergend, übergab ich einem der Mädchen den Brief mit der überzeugenden Bitte, dass sie ihn unverzüglich der Empfängerin geben möchte. Niemand sonst sollte ihn lesen dürfen. Nachdem sich die Tür vor uns wieder verschloss, hörten wir, wie die Stimmung im Mädchen-Bungalow sekundenschnell auf das Level "Fuchs im Hühnerstall" hochschoss. Kleiner Einschub: Tage später sagte mir die Empfängerin, dass sie die letzte der rund zehn Mädchen im Bungalow war, die den Brief zu lesen bekam. Jetzt galt es, zu ernten, was wir säten. Am gleichen Tag war Disco im Haupthaus. Alle Schüler waren da. Wir drei Jungs saßen an einem Tisch, als die Briefempfängerin auf uns zustürmte. Mit den Worten "Was soll der Scheiß?! Mit so einer Schwuchtel geht man nicht!" schmetterte sie den Brief auf den Tisch. Wir waren alle erschrocken, denn sie war normalerweise ein sehr ruhiges Wesen. Ich konnte mich zum Glück jedoch fangen und ihr mitteilen, dass wir damit nichts zu tun hätten. Wir seien nur die Überbringer, sie müsse das schon selbst mit unserem Freund klären. Angestachelt vor Wut, tat sie das sogleich. Da er auch auf der Veranstaltung war, konnten wir gut zusehen, wie sie zu ihm hinlief, ihn scheinbar grob verbal anging und ihm eine saftige Abfuhr erteilte. Zu unserer Belustigung konnte man richtig sehen, wie ihm das Herz zerbrach und er vor Scham im Boden versinken wollte. Für uns hingegen war es ein schöner Ausklang der Klassenfahrt. Gesprochen haben wir mit ihm niemals darüber. Auch hat er in den nächsten Schuljahren nie gefragt, wie so etwas passieren konnte oder warum wir es taten. Ob er überhaupt wusste, dass wir dahinter steckten, weiß ich nicht. Selbst wenn ich heute noch immer jemand bin, der gerne kleine Streiche spielt, ist mir klar, dass dieser wirklich unter der Gürtellinie war. Ich kann es nur mit meinem damals geringen Alter erklären, wie ich mir einen Spaß aus den Gefühlen anderer machen konnte. Ganz bekehrt scheine ich jedoch nicht zu sein, denn jedes Mal, wenn ich an den Streich denke und auch jetzt während des Schreibens dieser Beichte, huscht mir noch immer ein Grinsen über das Gesicht.

Beichthaus.com Beichte #00030726 vom 28.01.2013 um 01:04:26 Uhr (22 Kommentare).

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Schwerhörigkeit gegen Schläge

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Betrug Familie Gesundheit Berlin

Ich (w/33), beichte, dass ich meine Verwandten, Freunde und Bekannten, eigentlich alle, die mit mir zu tun haben, an der Nase herum führe. Am besten erzähle ich die Geschichte von Anfang an: Als Kind und Jugendliche bekam ich Zuhause oft Ohrfeigen. Manchmal von meiner Mutter, meistens aber von meinem Vater. Nicht eben mal schnell eine geklatscht, sondern meistens fünf oder sechs hintereinander, alle auf die gleiche Wange. Während meine Mutter immer nur genau auf meine Wange schlug, ging bei meinem Vater schon mal was in den Bereich von Mund, Augen und Ohren. Eines Tages, ich war schon 16 und wurde immer noch geohrfeigt, schlug ich sozusagen zurück. Nachdem ich wieder mal geohrfeigt worden war, tat ich später beim Abendessen so, als könne ich nicht richtig hören. Meine Eltern waren sehr erschrocken. Am nächsten Morgen beim Frühstück spielte ich das Spiel weiter. Ich sagte, mein rechtes Ohr sei in Ordnung, aber auf dem linken könne ich kaum etwas hören. Nach zwei Tagen ging ich mit meiner Mutter zum Ohrenarzt. Er sagte, er könne nichts feststellen, aber Schwerhörigkeit könne man kaum diagnostizieren, man müsse sich auf die Aussagen des Patienten verlassen. Ich bekam von nun an nie mehr Ohrfeigen und meine Eltern waren ziemlich bedrückt und schuldbewusst. Ich hatte erst vor, die Schwerhörigkeit auf meinem linken Ohr wieder verschwinden zu lassen, fand aber dann doch zunehmend Gefallen daran, denn es bot mir die schöne Möglichkeit, viele Dinge einfach zu überhören. Und jetzt lasse ich es, wie es ist.

Beichthaus.com Beichte #00030725 vom 27.01.2013 um 23:38:26 Uhr in Berlin (Landsberger Allee) (22 Kommentare).

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Keine Fleischeslust für die Vegetarierin

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Boshaftigkeit Zorn Ernährung Internet WG Claußnitz

Vor einem Jahr studierte ich (w/21) noch in München, ehe ich zu meinem langjährigen Freund nach Berlin gezogen bin und daher auch die Uni gewechselt habe. In München gab es ein Mädchen, welches kurz vor meinem Umzug in die WG meiner besten Freundin zog. Sie war natürlich eine Vegetarierin dieser Sorte, die jeden verurteilt, der die armen Tiere isst. Entsprechende Probleme kamen schnell auf, da sowohl meine beste Freundin, als auch die andere Mitbewohnerin keine Vegetarier waren. Ebenso wenig wie sonst jemand in diesem Freundeskreis. Veranstalteten wir also Kochabende - beliebt war Spaghetti Bolognese - oder aßen wir auch nur in ihrer Nähe ein Schinkenbrot, fing sie sofort an zu zetern, dass wir den Kadaver wegnehmen sollten und was für grausame Menschen wir doch seien. Also, niemals einen Vegetarier in eine Fleischfresser-WG ziehen lassen.
Das eigentlich Paradoxe an ihr war, dass sie Lederschuhe trug, Ledergürtel, eine Lederhandytasche für ihr iPhone, Lederhandschuhe und so weiter besaß - alles echt natürlich. Sie wollte also keine Kadaver essen, die Haut der Tiere trug sie dennoch. Abgesehen davon gab sie ihrem Perserkater Katzenfutter. Das Vieh durfte Formkatzenfutter aus armen Tieren essen, und uns schrie sie an, wenn wir Kassler im Kühlschrank lagerten. Man muss dazu sagen, dass ich eine Wohnung für mich allein hatte, dort allerdings in den letzten Monaten nicht mehr kochen konnte, da es einen durch einen Blitzeinschlag verursachten Kurzschluss gegeben hatte und der Kühlschrank, sowie der Herd und die Mikrowelle nicht mehr funktionierten, was dazu führte, dass ich sehr oft in der WG mitaß.

Diese war nur eine Straße entfernt von mir. Alles in allem war die Vegetarierin anstrengend und nebenbei auch noch extrem dumm. Ihr Freund betrog sie andauernd und sie sagte immer nur: "Unsere Liebe wird das überstehen." Nachdem sie einmal doch tatsächlich Hühnchenbrustfilets, welche ich gekauft hatte, an ihren Kater verfüttert hatte, mit der Begründung, nur Tiere hätten das Recht, Tiere zu essen, wurde es mir zu bunt: Ich stellte am Computer eine Collage zusammen, auf welcher ein Foto ihres Freundes war, sowie Bilder von all seinen, mir bekannten, Seitensprüngen - Facebook weiß alles - und eines von ihr, unter welchem stand: "Ich lasse nicht zu, dass mir ein Stück Fleisch Befriedigung verschafft, daher treibt mein Freund es mit jeder anderen Schlampe in München."Ich erstellte unter einem Fake-Account eine Veranstaltung mit einem ziemlich ordinären Titel und lud die Collage dort hoch. Außerdem hing ich sie an jedes Schwarze Brett, das ich finden konnte. Zwei Wochen später bin ich nach Berlin gezogen. Ziemlich einfallslos, ich weiß. Und ziemlich gemein. Kurz nach der Aktion hat sie sich von ihrem Freund getrennt. Inzwischen soll sie viel umgänglicher sein und verfüttert kein fremdes Fleisch mehr an ihren Pelzball. Trotzdem tut es mir leid. Wahrscheinlich hätte auch ein simples Gespräch mit ihr geholfen.

Beichthaus.com Beichte #00030720 vom 25.01.2013 um 22:50:32 Uhr in Claußnitz (12 Kommentare).

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Toilettenbingo

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Ekel Schamlosigkeit WG Dresden

Toilettenbingo
Ich (m/25) und mein Mitbewohner (m/38) spielen seit einiger Zeit bei uns in der WG Toilettenbingo. Es läuft so ab: Wir gehen im Laufe des Tages kacken und wenn wir fertig sind, rufen wir den Anderen ins Badezimmer und zeigen ihm unsere Ausscheidungen. Diese werden nach Kategorien geordnet, wie zum Beispiel Wurst, Haufen, oder Dünnpfiff. Wenn wir es zusammen schaffen, dreimal hintereinander die gleiche Kategorie zu entladen, gehen wir zusammen Essen, wobei derjenige, der den Finalen Bolzen reingedonnert hat, vom anderen eingeladen wird. Ein bisschen strange aber wen juckt es schon.

Beichthaus.com Beichte #00030719 vom 25.01.2013 um 20:53:57 Uhr in Dresden (Fritz-Löffler Straße) (35 Kommentare).

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