Mein Langzeitgedächtnis ist ein Fluch!

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Dummheit Hass Neurosen Stuttgart

Ich (m/48) habe ein extrem gutes Langzeitgedächtnis. Wenn ich mir Fotos aus der Grundschule oder aus dem Kindergarten anschaue, weiß ich meistens noch, wer auf den Bildern zu sehen ist und die Namen von allen. Das klingt zunächst mal wie ein Segen, ist aber zugleich ein Fluch. Ich kann mich nämlich auch an sehr viele Begebenheiten aus meinem Leben erinnern und die Gedanken daran aktiv zurückholen. Was aber unwillkürlich passiert, ist, dass ich plötzlich Fashbacks habe und mir ohne erkennbaren Grund peinliche oder unangenehme Dinge einfallen. Ich erinnere mich dann daran, als wäre es gerade eben erst gewesen und es sind mir plötzlich Sachen peinlich, die vor über 30 Jahren passiert sind. Das passiert auch nie mit schönen Erinnerungen, immer nur mit negativen.

Ich hasse diese Flashbacks und ich hasse diese Erinnerungen. Am liebsten würde ich sie mir aus dem Schädel prügeln, oder wie bei Harry Potter in Dumbledores Denkarium verbannen. Und ich könnte mich heute für Sachen, die ich früher gemacht habe, selbst in den Allerwertesten treten. Warum kann ich nicht ein durchschnttliches Gedächtnis haben, wie ein Schweizer Käse, das haben doch die meisten Menschen?! Übrigens vergesse ich Sachen, die ich schnell erledigen sollte, wie alle anderen auch.

Beichthaus.com Beichte #00040061 vom 19.07.2017 um 10:35:28 Uhr in Stuttgart (10 Kommentare).

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Hilfe, mein Vater ist kriminell und meine Mutter schlägt mich!

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Hass Engherzigkeit Zorn Ungerechtigkeit Kinder Hamburg

Mein Vater ist ein Krimineller, der wegen Geldwäsche drei Jahre im Gefängnis saß. Nicht nur dass er klaute, nahm Drogen, war spielsüchtig, nahm mich sogar einmal mit zu seiner Affäre und in verschiedene Casinos. Wegen ihm war ständig die Polizei da, sie suchten nach Drogen, während ich im Wohnzimmer saß, damals ging ich noch in den Kindergarten. Meine Mutter hat eine Tüte mit Drogen in seiner Hosentasche gefunden, ich fragte, was es ist und sie meinte geschockt, dass es Medizin wäre. Zum Glück waren die beiden nie verheiratet und leben jetzt getrennt.

Nun zu meiner Mutter. Sie ist das komplette Gegenteil meines Vaters, jedoch nicht besser. Täglich jammert sie herum, ihr Job wäre scheiße, ihre Kollegen, einfach alles. Ich habe aufgehört, ihr zuzuhören, denn mir hört sie auch nie zu. Egal, was ich mache, wenn sie mal wieder wütend auf mich ist, verwendet sie es gegen mich. Sie würde sich täglich hart arbeiten, während ich nur faul zu Hause sitzen würde. Dass ich momentan Ferien habe, ist ihr wohl noch gar nicht aufgefallen. Ich habe auch noch eine ältere Schwester, zu der sie keinen Kontakt mehr hat. Als sie sich noch nicht gestritten haben, wurde meine Schwester bevorzugt. An Weihnachten ging meine Mutter nach der Arbeit zu meiner Schwester, ich (damals 12) war allein zu Hause. So war es immer. Seit die beiden keinen Kontakt mehr haben, falle ich meiner Mutter plötzlich wieder auf und solange ich sie nicht verärgere, ist sie freundlich. Aber sobald ihr irgendetwas nicht passt, fängt sie an, mir Vorwürfe zu machen. Dass ich mir jeden Abend Dinge ausdenken würde, um sie zu quälen, dass ich sie kontrollieren würde. Das stimmt nicht. Sie hat mich schon immer fertiggemacht, wenn sie wütend war.

Ich beneide meine Freunde, deren Eltern sind nämlich liebevoll. Für meine Eltern empfinde ich kaum etwas, meine Mutter ist für mich nur eine Frau, mit der ich zusammenleben muss. Meinen Vater sehe ich nur, wenn er mal wieder etwas von mir will und obwohl er ein absoluter Soziopath ist, hat er mich wenigstens nie beleidigt oder geschlagen. Anders als meine Mutter. Danke an meine Eltern, durch euch bin ich genauso krank wie ihr geworden. Ich nehme langsam die soziopathischen Züge meines Vaters an, meine Emotionen sind genauso gestört wie die meiner Mutter, nur schlimmer. Es tut mir für die Menschen leid, die mich tatsächlich noch mögen, ich bin eine schreckliche Person und werde mich deswegen irgendwann therapieren lassen. Ich habe dieses beschissene Leben satt und hasse mich für diesen Text, der förmlich vor Selbstmitleid trieft. Sobald ich achtzehn bin, ziehe ich aus. Noch zwei Jahre.

Beichthaus.com Beichte #00040026 vom 11.07.2017 um 17:47:32 Uhr in Hamburg (10 Kommentare).

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Meine Jugendliebe heiratet eine Andere

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Eifersucht Liebe Frankfurt

Ich (w/30) bereue es meine Jugendliebe (und besten Freund) gehen lassen zu haben. Wir kannten uns seit dem Kindergarten, haben zusammen alles erlebt und geteilt. Ich war in ihn verliebt und liebe ihn bis heute schrecklich, hatte aber nie den Mut es zu sagen, weil es sonst unsere gute Freundschaft zerstören könnte. 20 Jahre lang habe ich ihm meine wahren Gefühle verschweigen können. Aber vielleicht werde ich es morgen nicht mehr können. Morgen heiratet er eine andere und ich werde wohl oder übel absagen müssen, obwohl ich weiß das es ihm was bedeutet wenn ich bei seiner Hochzeit dabei bin. Entweder ich sage ab und erspare mir so einen tiefen Krater in meinem Leben oder ich gehe hin und breche vielleicht schmerzhaft heulend in der Kirche zusammen. Dennoch gönne ich ihm alles vom Herzen und er hat meine vollste Unterstützung auf ewig und immer.

Beichthaus.com Beichte #00039858 vom 08.06.2017 um 11:27:33 Uhr in Frankfurt (21 Kommentare).

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Leben in meiner deutschen Gastfamilie

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Dummheit Morallosigkeit Familie Marburg

Ich (w/20/aus Osteuropa) war damals 16 Jahre alt und kam im Rahmen eines Stipendienprogramms als Gastschülerin nach Deutschland (ein ganz kleines Städtchen im Osten). Zu mir muss vor allem gesagt werden, dass ich wegen dem schwierigen Charakter meines Vaters schon im Kindergarten psychologische Probleme hatte und eine Art Therapie machen musste. In der Schule wurde ich ständig gemobbt. So musste ich dort aufpassen, dass mich keiner schlägt oder beklaut und zu Hause wartete auf mich Mama in Tränen und ein ständig unzufriedener Vater. Ich war ziemlich depressiv... In Deutschland, schon am allerersten Tag der Schule habe ich Freunde gefunden, war nie allein, wurde zu verschiedenen gemeinsamen Aktivitäten eingeladen. Die Familie war perfekt (Gastvater und Gastmutter beide gegen 50, Kinder waren schon ausgezogen). Ich kam mit denen sehr gut klar. Die Gastmutter schrieb meiner Mutter "Danke für eine gute Tochter." Die Gasteltern waren total lieb zu mir und zueinander. Ich war einfach glücklich. Überglücklich. Es fühlte sich so an als hätte mein Leben gerade jetzt angefangen.

Doch dann passierte etwas sehr Schlechtes. Die Gastmutter arbeitete viel, der Gastvater war häufiger zu Hause, wir kochten zusammen, machten Hausaufgaben, guckten Fernsehen. An einem solchen Abend, als wir allein waren, hat er mich geküsst. So wie man die Tochter nicht küssen würde. Die Welt ist für mich zusammengebrochen. Ich dachte, ich sei die Tochter einer glücklichen Familie - anscheinend war ich es aber für ihn nicht. Ich fühlte mich sehr schlecht, sagte ihm wie falsch es ist. Er hörte es nicht. Ich habe an dem Tag blöderweise alle Antidepressiva geschluckt, die ich hatte und meiner Mutter eine Abschiedsnachricht geschrieben. Als ich trotz der Überdosis am Leben blieb, habe ich verstanden. Ich musste eine harte Entscheidung treffen. Und ich habe den Fehler gemacht, den ich mit meinem ganzen Herzen bereue. Ich war verliebt in den Mann, der für mich eine Vaterfigur darstellte. Sehr verliebt. Unbeschreiblich. Ich will mich nicht rechtfertigen, ja ich bin eine Hure, aber ich war mit ihm nie wegen Sex (ich war Jungfrau und es hat mir mehr geschmerzt, als gefallen, aber ich zeigte es nie).

Einmal war die Gastschwester da, plötzlich haben sie und die Mutter mich attackiert, meinten ich sei so eine Schlampe, ich sei krank, ich würde mich falsch anziehen und den Vater anmachen... Ich bin rausgerannt, der Gastvater war in der Garage. Ich schrie zu ihm, dass ich Hilfe brauche. Er stand mit dem Rücken zu mir. Er hat mich kein einziges Mal angeguckt. Ich musste zurückgehen und mir Beleidigungen anhören. Trotzdem bin ich in der Familie geblieben. Warum? Weil ich doof war/bin und dazu noch richtig stark verliebt. Wenn es wieder Ruhe gab hat der Mann alles weitergemacht. Mein psychologischer Zustand wurde schlechter und schlechter. Ich hörte mittlerweile Stimmen, bekam sogar einen Termin beim Psychiater.

Im Juli war es dann so weit und ich flog nach Hause. Und hier kommt meine zweite Beichte: Ich blieb mit dem Gastvater im Kontakt (nur im Netz, keine Treffen). Bis zum 19. März dieses Jahres. Bis die Frau unsere Unterhaltungen entdeckt hat. Ich war seine Schlampe und ich wusste es, aber ich liebte ihn, ich sagte es ihm so oft - dass er mir wehtut. Und dass ich ihn so liebe. Die gesamte Katastrophe hat natürlich Spuren hinterlassen. Zurzeit bin ich in einer Behandlung. Die Ärzte sind total nett. Alle helfen mir sehr. Ich fühle mich endlich besser, aber die ganzen Gedanken lassen mich einfach nicht los... Hiermit beichte ich, dass ich eine egoistische Schlampe bin und einfach eine sehr blöde blinde Person. Ich brauche keine Absolution, ich werde mir eh nie vergeben können. Ich musste es einfach mal loswerden... Ich habe übrigens wieder ein Stipendium erhalten und studiere jetzt in Deutschland.

Beichthaus.com Beichte #00039774 vom 22.05.2017 um 19:23:23 Uhr in Marburg (18 Kommentare).

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Meine Nichte wird vom Vater misshandelt

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Missbrauch Kinder Berlin

Der Vater meiner fünfjährigen Nichte zwingt das Kind immer wieder zu sexuellen Handlungen. Leider glaubt die Justiz dem Kind nicht - nicht der Mutter, nicht den Eltern, nicht den Nachbarn und auch nicht den Erziehern im Kindergarten, denen sich das Kind mehrfach offenbart hat. Wir sind sind ratlos. Die Mutter, meine Schwester, hat sich zwar vom Vater getrennt, aber über das Umgangsrecht bekommt er immer wieder Zugriff auf das Kind und missbraucht es weiter. Wir glauben dem Mädchen, weil sie konkrete sexuelle Handlungen beschreibt, die sich eine knapp 5-Jährige nicht so ohne weiteres ausdenken kann.

Die ermittelnde Polizei glaubt der Mutter und dem Kind, scheitert aber scheinbar an der Staatsanwaltschaft. Mehrere Anzeigen des Verdachtes auf Kindeswohlgefährdung waren erfolglos. Das Jugendamt reagiert nicht. Kinderschutzorganisationen helfen auch nicht wirklich weiter. Wir sind in der Zwischenzeit bereit, Selbstjustiz zu verüben, um diesen Menschen einzuschüchtern und vom Kind wegzutreiben. Einen Mord wollen wir jedoch nicht verüben. Uns reicht, wenn wir das Kind aus dieser Situation befreien. Es klingt verrückt und widersprüchlich, ich bereue meine Gedanken, war auch nie gewalttätig in meinem Leben, weiß mir aber keinen Rat.

Beichthaus.com Beichte #00039643 vom 19.04.2017 um 02:19:55 Uhr in Berlin (36 Kommentare).

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