Sachen packen und verschwinden

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Ungerechtigkeit Verzweiflung Familie

Ich (m/26) muss zugeben, dass es für mich nichts Schlimmeres gibt, als ein geregeltes und "normales" Leben zu führen. Beim Gedanken daran, jeden Tag zur Arbeit gehen zu müssen, wird mir schlecht. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein fauler Mensch, kein Sozialschmarotzer oder derartiges. Ich kann mich nur einfach nicht mit dem Gedanken abfinden, jeden Tag dafür zu schuften, dass andere aus dem Mehrwert, den ich mit meiner Arbeitskraft schaffe, reich werden und ich mich, mit Glück, mit 67 zur Ruhe setzen darf. Ein Eigenheim, eine Familie und Gespräche mit den Nachbarn, der Gedanke daran bringt mich zur Verzweiflung. Dass ich dieses Leben nicht führen will und kann, ist mir schon während der Schulzeit aufgefallen, doch trotzdem verbrachte ich lange Jahre damit, mich so zu benehmen, wie es von mir erwartet wurde. So lebte ich ein Leben, welches mich von innen heraus auffraß. Ich habe soviel Zeit damit verschwendet, mich anzupassen und zu versuchen, glücklich zu sein, eine Frau zu finden und beruflich voranzukommen, dass ich mich selbst beinahe verloren habe, in den Lügen, die ich meiner Umwelt auftischte. In dem Lächeln, wenn ich meiner Familie und meinen Freunden sagte, wie glücklich ich sei. Innerlich war ich wütend auf sie, weil meine besten Freunde, selbst meine Familie, nicht bemerkten, wie unglücklich ich war. Nun gab es vor einiger Zeit Vorfälle, die mich daran erinnert haben, wie kurz das Leben sein kann und dass nur ich am Ende für mein Leben verantwortlich bin. Plötzlich war das Fernweh wieder da, schlimmer als sonst und nicht mehr zu stoppen. Mein Entschluss stand fest: Ich wollte weg, einfach losziehen.


Meine eigentliche Beichte ist, dass ich mich seit Monaten nicht mehr bei meiner Mutter gemeldet habe, mein Vater spielt seit Jahren keine Rolle mehr in meinem Leben. Meinen Bruder und den Rest der Familie habe ich, wie immer, dreist belogen. Nur mein bester Freund weiß von meinem Entschluss. Er versteht es zwar nicht und hat mehrmals seine Zweifel und seinen Unmut bekündet, aber meint auch, dass ich mein Glück suchen soll. Ich habe nicht vor, mich wieder bei meiner Familie zu melden. Die Wahrheit ist, ich vermisse sie nicht, nicht ein Stück. Den Job habe ich gekündigt, die Wohnung ist abgemeldet, was von meinen Sachen nicht auf dem Schrott gelandet oder verkauft ist, passt in einen Rucksack, der schon gepackt neben der Tür steht. Macht es gut! Ich hoffe, man sieht sich nie mehr.

Beichthaus.com Beichte #00030797 vom 16.02.2013 um 01:27:24 Uhr (21 Kommentare).

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Immer wieder grüßt der Ex

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Dummheit Morallosigkeit Lügen Ex

Ich möchte beichten, dass ich wegen meinem Ex auf ein sehr tiefes Niveau gerutscht bin. Vier Mal hat er mich insgesamt verlassen und kam immer dann wieder angewackelt, wenn ich mich gerade wieder gefangen und ihn aus dem Kopf hatte. Jedes Mal war ich blöd genug, ihn zurückzunehmen, weil es ja nicht an den Gefühlen gescheitert war, sondern an seiner Mutter, von der der Idiot (25) sich alles hat gefallen und sagen lassen. Ich habe gekämpft und gekämpft und mich ausnutzen lassen und trotzdem war am Ende immer ich Schuld. Ich kann nicht fassen, dass ich mich sechs Jahre lang von diesem alkoholkranken Borderliner habe drangsalieren lassen und vielen netten Menschen um mich herum seinetwegen weh getan habe, weil ich aus eigener Blödheit jeden habe fallen lassen, wenn dieser Depp sich wieder gemeldet hat. Vor drei Monaten hat er mich wiedermal verlassen und mir die Schuld in die Schuhe geschoben. "Du hättest meine Wünsche nicht (!) respektieren dürfen. Würdest Du mich lieben, hättest Du wissen müssen, dass Du Dich darüber hättest hinwegsetzen müssen." Ich hatte ihm versprochen, auf eigene Faust nichts wegen seiner Mutter zu unternehmen. In dem Moment ist mir schlagartig klar geworden, dass er der allerletzte Vollidiot ist. Ich habe jeglichen Kontakt abgebrochen, ihn geblockt, wo ich nur konnte und ihn nicht mehr gesehen.


Weil er gern im Selbstmitleid versinkt, nie an irgendwas Schuld ist und den Märtyrer spielt, hat er sich selbst eingeredet, dass er mir mit der Trennung was Gutes tut und dass er so viel mehr leidet als jeder andere, weil er sich den Wünschen seiner Mutter beugt und mich verlässt. Er sagte, er würde mich noch immer mehr als alles andere lieben und hat angefangen - wie immer - meine Freunde über mich auszuquetschen, in der Hoffnung, zu hören, dass es mir wundervoll geht, damit er sich einreden kann, dass er ein ganz toller Hecht ist, weil er für mich leidet, damit ich glücklich werden kann. Ich wollte ihm dieses Märtyrer-Gehabe durch das Wissen, dass es mir fantastisch geht, nicht gönnen. Er hat mir so oft weh getan und ich habe so viel Kraft in diese Beziehung investiert, ich habe gelitten wie ein Tier und mich jedes Mal wieder aufgerafft, nur damit er dann wieder angeschlappt kam und ich mir von ihm alles habe kaputt machen lassen.


Also habe ich, als seine beste Freundin mich via Chat auszuquetschen versuchte, erzählt, dass ich am Boden zerstört wäre, sämtliche Abschlussklausuren vergeigt und damit mein Studium in den Sand gesetzt hätte. Dass ich nur noch heulen, kotzen und trinken würde, ihn nie wiedersehen wolle, weder ein noch aus wisse und nicht mehr schlafen könne. Dass ich zutiefst verletzt sei, den Glauben an die Liebe verloren hätte und überhaupt, dass ich nichts mehr hätte, wofür es sich zu Leben lohnt, weil ich ja doch immer nur verarscht werden würde. Ich kenne sie und weiß, dass sie der Typ ist, der so etwas eins zu eins kopiert und weiterschickt. Er hat sich zwei Tage darauf tatsächlich bei meiner besten Freundin erkundigt, ob es mir tatsächlich so mies ginge. Diese hat das dann natürlich farbenfroh untermalt. Ich möchte hiermit beichten, dass ich meinem Ex, für den ich mich vor einen Zug geworfen hätte, absichtlich, aber zum ersten und letzten Mal, wirklich weh getan habe. Ich weiß von einer Bekannten, dass es ihm deswegen eine ganze Weile lang so richtig scheiße ging und er sich Vorwürfe ohne Ende gemacht hat, weil er mich die letzten sechs Jahre wie Dreck behandelt hat. Das tut mir wirklich sehr leid, aber trotzdem hoffe ich, dass es ihm zumindest insoweit eine Lehre ist, dass er nie wieder eine Frau so behandelt, wie er es mit mir gemacht hat. Er hat sich wohl inzwischen vorgenommen, nie wieder eine Frau auch nur anzufassen und leidet angeblich immer noch ziemlich darunter, dass er mir so weh getan hat. Natürlich nicht, weil es ihm um mich leidtut, sondern weil er im Selbstmitleid versinken kann, dass seine Mutter ihn dazu zwingen konnte. Trotzdem hätte ich nicht auf dieses Niveau sinken dürfen - schließlich war ich selbst dumm genug, es mit mir machen zu lassen. Vor Allem war es wirklich das Beste, was er je für mich getan hat. Seine Schwester hatte gegen Ende unserer Beziehung einen Mann kennengelernt, der nach dem zweiten Date fluchtartig das Weite gesucht hat, nachdem er mitbekommen hat, wie die Familie drauf ist. Seit vier Wochen sind wir ein Paar und wenn er auch nur ansatzweise der Mensch ist, den ich in den vergangenen Wochen schätzen gelernt habe, dann war jeder einzelne Tag dieser sechs Jahre es wert, weil er mich da hin geführt hat wo ich jetzt bin. Eigentlich schulde ich meinem Ex also einen Dank.

Beichthaus.com Beichte #00030791 vom 14.02.2013 um 14:25:21 Uhr (23 Kommentare).

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Grenzkontrolle

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Drogen Dummheit Urlaub

Zur bestandenen Matura planten meine beiden besten Freunde und ich, einen Urlaub in Kroatien zu machen. Da die Fahrt ziemlich lang ist und unser Freund, dem das Auto gehörte, uns nicht fahren lassen wollte, konnten wir auch genauso gut schon mal anfangen, mit Gras und Alkohol ein bisschen in Urlaubsstimmung zu kommen. Doch an der Grenze zu Kroatien kam dann, womit keiner von uns gerechnet hatte: Wir wurden kontrolliert. Zunächst hatten wir das Marihuana komplett vergessen, denn der Zollbeamte fragte nur nach Alkohol und Tabakwaren, doch nach kurzer Zeit kam ein zweiter Beamte der Drogenfahndung hinzu und bestellte uns einzeln zu einem Verhör. Kein Wunder, unser Auto roch wie ein holländisches Gewächshaus. Ohne uns vorher abzusprechen, zum Teil bekifft und betrunken, wurde unsere Gruppe dann einzeln befragt. Ich habe dem Beamten in schlechtem Englisch irgendeinen Mist erzählt. Ich weiß nicht mehr, was ich ihm sagte, aber zwischendurch dachte ich nur: "Mann, was labere ich da?!" Keine Ahnung, was die anderen beiden den Beamten erzählt haben, aber es hat funktioniert. Wir durften ohne weitere Beanstandung weiterfahren. Trotzdem habe ich seitdem kein Gras mehr angerührt. Ein Schock fürs Leben.

Beichthaus.com Beichte #00030763 vom 06.02.2013 um 18:38:00 Uhr (10 Kommentare).

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Meine angeblich vergifteten Muffins

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Dummheit Ernährung Polizei Kinder

Meine angeblich vergifteten Muffins
Ich habe seit meiner Teenager-Zeit ein etwas seltsames Hobby. Ich backe sehr gerne, was für uns Männer ja nicht so normal ist. Vor ein paar Jahren, im Alter von etwa 17 Jahren, hat mich diese Leidenschaft in eine komische Situation gebracht. Ich war auf eine Geburtstagsparty eingeladen und hatte einen Korb Muffins dabei. Auf der Bank eines Kinderspielplatzes wartete ich also auf meine Mitfahrgelegenheit, als mir zwei oder drei Muffins aus dem Korb fielen. Es war schon Abend und kein Mensch war mehr auf dem Spielplatz also warf ich die Dinger in den Sandkasten. Ich hatte das schon komplett vergessen, als ich am nächsten Tag im Radio die Nachricht unseres Lokalsenders hörte. Der Moderator berichtete davon, dass wohl jemand gezielt Muffins am Spielplatz ausgelegt hätte, um Kinder zu schädigen, allerdings hätte man die Muffins erst einmal ins Labor geschickt. In dem Moment wurde mir heiß und kalt. Wer rechnet bitte damit? In unserem Dorf schlug das sofort Wellen, die Mütter ließen ihre Kinder nicht mehr auf den Spielplatz und auch meine Eltern schimpften darüber, wie man nur so etwas machen könne. In den zwei Tagen hatte ich ständig Angst, dass jemand auf mich als Täter kommen könnte. Ich selbst wollte mich auf keinen Fall melden. Wer hätte mir das denn auch geglaubt? Trotz der Tatsache, dass zwei Tage später die Entwarnung rausging, dass die Muffins ungefährlich waren, durften viele Kinder dort lange nicht spielen. Ich beichte also, dass es mir leid um die Kinder tut, denen ich für eine ganze Weile den Spielplatz genommen habe. Aber wie hätte ich das voraussehen können?

Beichthaus.com Beichte #00030758 vom 05.02.2013 um 22:47:10 Uhr (26 Kommentare).

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Hass auf den Verlobten

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Hass Stolz Partnerschaft

Endlich kann ich mal offen sein. Manchmal hasse ich meinen Verlobten. Ich bin momentan in einer schwierigen Phase in meinem Leben. Ich versuche, meine Magersucht zu bekämpfen. Ich bin auf dem besten Weg und habe schon zugenommen. Mein Verlobter hat mich dabei unterstützt. Ich habe manchmal dennoch das Gefühl, dass er, trotz der Hilfe, nur an sich denkt. Insbesondere was Konsum betrifft. Kaum bin ich zu ihm gezogen, reißt er sich mein Ipad unter den Nagel und nimmt es mit auf die Arbeit. Egal, ob ich vielleicht auch was damit machen will. Weil ihm das Ding auf einmal nicht mehr gefällt, wollte er sich dann ein neues kaufen von unserem Geld. Sage und schreibe 600 Euro für das Ding. Dann bekomme ich meins auf einmal wieder zurück. Das ist aber noch nicht mal das Problem. Möchte ich mal was, dann muss ich förmlich betteln. Habe ja angeblich genug Klamotten. Okay, lasse ich gelten. Habe jetzt meinen Kleiderschrank ausgemistet, was durch die Gewichtszunahme nicht mehr passt. Jetzt wünsche ich mir zumindest eine Hose, die eine Nummer größer ist. Darin fühle ich mich garantiert wohler. Durch die Gewichtszunahme fühle ich mich eh schon widerlich, eklig und fett. Aber er blockt immer ab, wenn ich mit dem Thema komme.


Aber wie bescheuert ist das denn. Ich muss ihn um Erlaubnis fragen, wenn ich mir etwas kaufen möchte. Schließlich steuere ich auch zum Unterhalt bei, sogar mehr als er. Winterschuhe, habe ich garantiert zwei Monate für genervt. Motorradstiefel. "Ja, gucken wir Weihnachten." Von wegen. "Schatzi, das ist doch Blödsinn. Die brauchst du nicht." Aber sich an Weihnachten eine Uhr für an die 200 Euro kaufen. Weil seine, die wieder von unserem Geld gekauft ist, verkratzt ist. Ich werde zu Weihnachten mit ein paar billigen Ohrringen abgespeißt und einer Billiguhr für acht Euro. Er ist so faul. Wir sitzen beide auf der Couch und er will einen Brief, der ihn betrifft. "Schatzi, hole den mal bitte aus dem Schrank." "Schatzi, gehe mal in die Küche und hole dies und hole das." "Schatzi, lies das mal für mich." Heute habe ich ihm contra gegeben. "Mach doch selber. Ist nicht meine Sache." Er war total zickig. Ich kann ihn nicht heiraten. Wie soll das denn später laufen. Mir platzt jedes Mal der Kragen, wenn er wieder nur an sich denkt. Ich habe auch meinen Stolz. Dann bin ich lieber wieder unabhängig und kann machen und tun, was ich will. Und mir gönnen, was ich möchte. Und muss nicht ständig um Erlaubnis für alles fragen. Weggehen ist sowieso nur gemeinsam möglich. Er meint, ich wäre sein Eigentum. Ich will wieder frei sein und machen, was ich möchte. Ich bin niemandes Eigentum. Ich hasse ihn!

Beichthaus.com Beichte #00030753 vom 05.02.2013 um 05:25:31 Uhr (40 Kommentare).

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