Zahn im Stuhl

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Ungerechtigkeit Ekel Habgier Neugier Kindergarten Katzem

Im Alter von 5 Jahren hatte ich meinen ersten lockeren Zahn und wollte diesen natürlich so schnell wie möglich los werden. Ich biss mit voller Wucht in einen Apfel. Dummerweise habe ich das kleine Stück des Apfels mit dem Zahn drin runtergeschluckt. Mein Vater erklärte mir daraufhin, dass der Zahn nun in meinem Stuhlgang wäre. In den nächsten Tagen wollte ich diesen Zahn dann haben und habe versucht ihn auszuscheiden, was aber erst im Kindergarten funktioniert hat. Ich brachte also unserer Kindergärtnerin, die gerade eine Kaffeepause machte, einen schönen dicken braunen Klumpen und bat sie, den Zahn zu suchen, dann bin ich wieder spielen gegangen. Ich beichte, dass die arme Frau wegen mir wohl die schlimmste Kaffeepause ihres Lebens hatte.

Beichthaus.com Beichte #00028918 vom 10.05.2011 um 16:05:49 Uhr in 41812 Katzem (Rainer-Langen Weg) (28 Kommentare).

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Pferdeschwanz

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Hass Zorn Engherzigkeit Bahn & Co. Berlin

Immer wenn ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin und neben mir oder vor mir sitzt eine Frau mit Pferdeschwanz und schwingt diesen angeberisch hin und her, habe ich wirklich Lust mit einer Schere diesen scheiß Schwanz abzuschneiden und ihr die Frisur zu ruinieren. Was bilden sich diese affektierten blöden Weiber bloß ein? Eines Tages werde ich wirklich mal eine Schere mitnehmen. Ich beichte, dass ich Frauen mit Pferdeschwanz hasse und ich den unerträglichen Wunsch verspüre, diesen Frauen die Haare abzuschneiden.

Beichthaus.com Beichte #00028911 vom 08.05.2011 um 11:56:41 Uhr in Berlin (Friedrichstraße) (44 Kommentare).

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Das ferngesteuerte Auto

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Dummheit Kinder Husum

Ich (m/24) habe zum sechsten Geburtstag mal ein ferngesteuertes Auto bekommen, worüber ich mich auch tierisch gefreut habe - bis ich realisierte, dass Auto und Fernsteuerung mit einem Kabel verbunden waren. Ich gab mein bestes trotz dessen Spaß mit dem Teil zu haben, aber so richtig wollte das nicht klappen. Also kam ich auf die glorreiche Idee, das Kabel einfach durchzuschneiden. Was bringt mir auch ein ferngesteuertes Auto, wenn ich sowieso ständig hinterher rennen muss? Somit hatte sich das mit dem hinterher rennen auch erledigt.

Beichthaus.com Beichte #00028910 vom 08.05.2011 um 02:13:10 Uhr in 25813 Husum (10 Kommentare).

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Jugendsünde mit Folgen

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Masturbation Schamlosigkeit Dummheit Intim Familie Gießen

Als ich 16 war, habe ich mich vor meinen damals 8 und 10-jährigen Cousins selbst befriedigt. Ich habe hinterher mit Gewalt gedroht, sollten sie mich verraten. Der Kontakt zu der Familie ist abgebrochen, verständlich. Ich habe versucht, mich mit ihnen darüber zu unterhalten, die Sache zu klären, dies wurde abgelehnt, ebenfalls verständlich. Es hieß: "Dafür müsse ich einiges tun, um das wieder gut zu machen." Das wurde schnell revidiert, wie gesagt, es gibt keinen Kontakt mehr. Ich wäre zu allem bereit gewesen, um die Sache wieder gut zu machen. Ich habe mich bei der Familienberatungsstelle zur Therapie angemeldet, wurde dort aber nach 2 Sitzungen wieder entlassen.
Meine Eltern waren fast froh über diesen abrupten Abbruch der Beziehung, auch wenn der Auslöser dafür schlimmer nicht hätte sein können. Es bestanden schon immer Streitigkeiten zwischen beiden Familienteilen.
Eines Tages sah ich meine Cousins im Schwimmbad wieder, beide kamen auf mich zugerannt und freuten sich. Wir unterhielten uns eine Weile, ich bemerkte nicht, dass sie irgendwie Schaden gefunden haben, aber wer bin ich, um sowas beurteilen zu können? Ihr Vater sah es und packte schon die Sachen zusammen, als sie kamen.
Mittlerweile sind 6 Jahre vergangen. 6 Jahre voller Schuldgefühle, die ich schon beim Pfarrer gebeichtet habe. Die ich mit Therapie und Entschuldigungsversuchen versuchte, auszumerzen. Ich fand mich damit ab und fand auch, dass ich es definitiv verdient habe.

Als mein Großvater gestorben ist, meine Eltern Alleinerben wurden und der andere Teil der Familie den Pflichtteil nicht ausgezahlt bekommt, da aus Unterlagen hervorgeht, dass zu Lebzeiten hinter den Rücken meiner Eltern erhebliche Geldsummen von meinem Großvater an den anderen Teil der Familie geflossen sind, versuchten sie mich zu erpressen. Sie riefen bei dem Jugendverein an, bei dem ich seit ich 5 war Mitglied bin. Sie versuchten, mich anonym bei meinem Gruppenleiter anzuschwärzen, der mich Gott sei Dank nicht verstoßen hat, meine Arbeit im Verein aber dermaßen einschränken musste, dass ich mich dort nicht mehr wohl fühle. Dies war wie eine 2. Familie für mich und momentan bin ich kurz davor, auszutreten.

Ebenso ging ein Brief an den Anwalt meiner Eltern mit der Forderung, sofort den Pflichtteil zu überweisen, andernfalls werde der Fall an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Unser Anwalt ging nicht darauf ein. Seitdem haben wir nichts mehr gehört, der Erbrechtsfall läuft noch. Ich habe eine Therapie, nochmals, bei ProFamilia gemacht, habe mit unserem Anwalt gesprochen, habe einen Jugendanwalt für Strafsachen konsultiert, der mir von einer Selbstanzeige abriet, ich habe mit einem Psychologen geredet, der sogar meinte, ich solle einfach alles leugnen. Ich habe Angst um meine Zukunft, ich möchte Lehrer werden. Das mag für viele Leute bei dem Kontext schlimm sein, aber es war quasi schon immer meine Bestimmung, schon lange vor dem Vorfall. Ein Anruf beim Schulamt und ich bin erledigt.

Beichthaus.com Beichte #00028908 vom 06.05.2011 um 17:55:37 Uhr in Gießen (Alicenstraße) (41 Kommentare).

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Nachbars Kinder

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Gewalt Verrat Kinder Nachbarn

Vor einigen Jahren ist eine Familie in die Wohnung unter mir eingezogen. Ihr wisst genau was ich meine, wenn ich sage, dass sie insgesamt einen ziemlich asozialen Eindruck gemacht haben, auch wenn es gemein klingt. Die Mutter war stark übergewichtig, extrem ungepflegt und die einzige Art der Kommunikation, die sie beherrschte, war Anschreien. Der Vater war genauso drauf. Die beiden hatten zwei kleine Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Ständig hörte man, wie die Eltern ihre Kinder angebrüllt haben, und es blieb nicht bei "Fass das nicht an" oder "Geh da weg", sondern es kamen auch Sachen wie "Hätte ich euch Bastarde mal lieber nicht geboren". Obwohl ich zu der Zeit Stress im Job hatte, habe ich mich als Babysitter für die Abendstunden angeboten. Die Eltern haben das Angebot ohne mit der Wimper zu zucken angenommen, obwohl sie mich zuvor vielleicht einmal beim Müll rausbringen gesehen haben; sie hätten ihre Kinder wohl an jede beliebige Person abgeschoben. Die Kinder waren trotz ihrer Eltern nicht missraten, sie hatten Freude am Malen und Basteln und "Buden bauen" (wir kennen es alle). Ich wollte ihnen wenigstens zeigen, dass das Leben auch positive Seiten hat, und dass es auch Menschen gibt, die sie nicht anbrüllen. Aber mehr vorerst nicht.


Eines Tages, ungefähr einen Monat nach ihrem Einzug, hörte ich es in der Wohnung poltern (es klang nach Töpfen oder Pfannen, die runtergefallen sind). Kurz darauf fingen sowohl die Mutter als auch der Vater an rumzuschreien. Da sie beide wild durcheinander gebrüllt haben, hat man nicht viel verstanden, doch irgendwann kam vom Vater "Ich hole jetzt den Gürtel". Die darauf folgenden Geräusche könnt ihr euch vorstellen, es war grausam. Warum ich nicht sofort die Polizei gerufen habe? Ich weiß es nicht. Es war ein Fehler. Am nächsten Tag sah ich die Kinder im Treppenhaus, die Eltern sind wohl irgendwo hingegangen. Mit aufgeplatzte Lippen und blauen Augen sahen mich die Kinder an. In diesem Moment war mir klar, dass ich auf keinen Fall abwarten sollte, was passiert, auch wenn die Familie erst einen Monat in dem Haus wohnte. Ich habe die Kinder in den Arm genommen und gesagt, dass alles gut wird, auch wenn ich es selber eher hoffte als sicher wusste, weil manche Leute gute Tricks draufhaben, das Jugendamt hinters Licht zu führen. Dennoch habe ich das Jugendamt verständigt, und die Leute haben den Eltern die beiden Kinder weggenommen. Wäre ich nicht so jung und unsicher was meinen Kinderwunsch betrifft, hätte ich sie bei mir aufgenommen, aber ich glaube, dass ich ihnen nicht die Liebe hätte geben können, die sie als Kinder brauchen. Nachdem die Kinder weg waren, war der Vater noch öfter betrunken als vorher, und die Mutter war noch aggressiver und noch lauter. Irgendwann sind die beiden ausgezogen.


Hiermit beichte ich also, dass ich zwei Menschen ihre Kinder indirekt weggenommen habe. Die Eltern waren zu grausam, und ich will nicht wissen, was ich verpasst habe während ich arbeiten war. Es tut mir Leid, aber es ging nicht anders. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00028907 vom 06.05.2011 um 16:30:17 Uhr (45 Kommentare).

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