Mister Perfect

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Begehrlichkeit Verzweiflung

Ich möchte einen Mann, der eine Mischung aus Macho, Gentleman und Romantiker ist. Denn ich möchte als Frau wahrgenommen werden. Auch mit alten Rollen, wie sie der Macho liebt, komme ich zurecht. Ich putze, wasche und koche. Denn bevor ich jemanden immer wieder darauf aufmerksam machen und stundenlang erklären muss, was man wie machen muss, mache ich es lieber selbst. So bleibt mir auch mehr Zeit für mich und diesen "Mister Perfect". Er soll mich als Frau sehen und nicht als billige Putze oder Eigentum. Genau da fängt das Problem an, denn die meisten Männer schätzen diesen Service nicht oder sehen es als selbstverständlich, dass diese Aufgaben eine Frau übernimmt.


Genauso wie die Frau für die späteren Kinder "Bereitschaftsdienst" hat und die Beine breit machen soll, wann immer der gnädige Herr dies wünscht. Und dies natürlich nur für den eigenen Mann, denn eine Frau ist schon eine Schlampe, wenn sie auch nur einen anderen Mann schräg anschaut. Sofort wird sie des Betrugs bezichtigt, aber bei dem Mann ist das natürlich etwas anderes, denn wenn die Frau nach ein paar Kindern etwas mitgenommen ausschaut und sie nach ihrem Beruf, ihren Kindern, und ihrem Haushalt etwas müde erscheint, darf selbstverständlich der Mann eine andere Frau zum "Abreagieren" besitzen. Was für eine wunderbare Doppelmoral die Gesellschaft hat!

Beichthaus.com Beichte #00037563 vom 09.02.2016 um 15:56:36 Uhr (23 Kommentare).

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Seitensprung nach dem Fastnachtsball

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Begehrlichkeit Selbstsucht Fremdgehen Verzweiflung Last Night

Gestern war ich (w) auf einem Fastnachtsball hier bei uns im Ort. Es war eigentlich super, bis ich mit meinem Freund gestritten habe. Im Nachhinein muss ich sagen, das war ein wirklich lächerliches Thema, denn es ging um sein geschmackloses Kostüm. Wir sind bereits viele Jahre ein Paar und sagen uns immer die Meinung, sehr direkt und ohne Umschweife. Nur gestern war er irgendwie schlecht drauf. Er ist dann auch nach dem Streit sofort nach Hause gelaufen, ohne sich zu verabschieden. Ich wollte aber noch nicht gehen, da die Musik und das Programm einfach zu schön waren. Mein Bruder war auch dabei, er ist mit seinem Kumpel dort gewesen. Der Freund meines Bruders wollte mich nach dem Streit trösten und hat mich in den Arm genommen und später auch zum Tanzen aufgefordert. Nach dem dritten oder vierten Tanz habe ich mir den Jungen, der knapp sechs Jahre jünger ist als ich, genauer angesehen und ich muss sagen, das war wirklich prima, was ich da gesehen habe.


Ich bin eine sehr zierliche, aber sehr attraktive Person, mein Freund ist auch nicht sehr groß, der Junge allerdings hatte fast zwei Meter und er faszinierte mich. Wir haben uns dann noch total amüsiert. Die Stehbar gehörte praktisch uns. Wir waren alle zu Fuß unterwegs, der Freund meines Bruders übernachtete bei meinen Eltern, ich habe mit meinem Freund eine Mietwohnung fast nebenan. Als ich zu Hause war, erhielt ich eine Nachricht, die eindeutig war - und zwar vom Kumpel meines Bruders. Ich glaube, er hat sie geschrieben, in der Hoffnung, dass es möglicherweise klappt, wenn nicht, dann war es einen Versuch wert. Vielleicht auch etwas dem Alkohol geschuldet, habe ich es so gemacht, wie er vorgeschlagen hat und er hat mir in der Einliegerwohnung die Tür geöffnet. Dann kam es ziemlich schnell zum Sex, denn er war direkt aus der Dusche gekommen und hatte nur ein Handtuch um.


Was dann geschehen ist, kann ich mit Worten gar nicht beschreiben. Er hat mich so etwas von befriedigt, ich kannte das bisher gar nicht. Sein Penis war gigantisch und seine Hände und seine Zunge sehr flink. Wir haben es bis in den Morgen getrieben und ich hatte unglaublich schöne Orgasmen. Als ich mich dann gegen sieben Uhr nach Hause schleichen wollte, stand mein Freund vor der Haustür und rauchte eine Zigarette. Wortlos ging er wieder nach innen und zeigte mir seine Handybilder, die mich beim Betreten der Einliegerwohnung zeigten. Er hatte mich wohl zu Hause erwartet und mich dann erwischt, wie ich zur anderen Wohnung gegangen bin. Es war auf den Bildern zu sehen, wie ich den fast nackten Typ an der Tür geküsst habe. Abzustreiten gibt es gar nichts.


Mein Freund ist eben weggefahren, ich habe heute Urlaub. Am Liebsten würde ich wieder rüber zum Kumpel meines Bruders, jetzt ist es schließlich schon egal. Aber die langjährige Freundschaft einfach so zu beenden ist schäbig, deshalb auch die Beichte. Ich werde ihm jetzt einen Brief schreiben, meine Koffer packen und zu meinen Eltern gehen. Die für den Sommer angesagte Verlobung wird dann ebenfalls ausfallen.

Beichthaus.com Beichte #00037560 vom 09.02.2016 um 13:18:29 Uhr (27 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mobbing am Arbeitsplatz

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Verzweiflung Engherzigkeit Kollegen Arbeit

Ich (w/55) habe meinen Job der Industriekauffrau immer sehr gemocht. Ich behaupte von mir, durchaus kompetent zu sein - macht natürlich auch die Erfahrung über die Jahre hinweg - und fühlte mich im Team immer sehr wohl. 1996 wurde ich dann Abteilungsleiterin und war auch sozusagen die rechte Hand des Inhabers. Im Jahr 2008 wurde ich plötzlich, quasi von einem Tag auf den anderen, ständig auf Fehler hingewiesen. Es fehlten Akten, die Post war falsch einsortiert, und der Chef, der mich und meine Arbeit immer sehr geschätzt hat, bat mich in einer ruhigen Minute zur Seite und fragte, ob ich private Probleme hätte. Ich verneinte und konnte mir selbst keinen Reim machen. Ich habe Mobbing vermutet, weshalb ich zunehmend unter psychischem Druck stand. Der Chef glaubte mir aber. Doch dann kamen auch ständig boshafte E-Mails und Anrufe mit verstellter Stimme hinzu. Hinzu kam dann, dass mein Chef nicht der Inhaber des Betriebs ist. Der Inhaber, damals ein bereits 81-Jähriger, kam recht selten vorbei und kannte daher die Mitarbeiter kaum.


Er bekam mit, was los ist und ließ mir ein Schreiben zukommen, in dem stand, dass eine psychisch angeschlagene Mitarbeiterin auf Dauer dem Betrieb schadet. Sollte der oder diejenige, der für die Mobbingkampagne verantwortlich ist, nicht binnen einer Woche ausfindig gemacht werden können, sehe er sich leider nicht imstande, mich weiter beschäftigen zu können. Ich war fix und fertig. Mein Chef hat es geschafft, den Inhaber zu überzeugen, dass das in einer Woche nicht zu schaffen ist. Nach sage und schreibe vier Monaten, in denen ich zuletzt krankgeschrieben war, es hätte nicht viel gefehlt und ich wäre von der Brücke gesprungen, konnte durch die Polizei herausgefunden werden, dass eine 18-jährige Auszubildende für die Kampagne verantwortlich war. Sie hatte seit einiger Zeit eine Affäre mit dem Stellvertreter meines Chefs, der ihr vorgegaukelt hätte, sie könne meine Stelle haben, wenn sie ein wenig nett zu ihm sei. Und von ihm ist das junge Ding auch noch schwanger geworden.


Danach hat sich der alte Inhaber natürlich tausend Mal entschuldigt, aber ich konnte nicht mehr. Mein Chef hat mir durch Empfehlungen eine Stelle in einem anderen Betrieb in der Stadt besorgt. Mittlerweile arbeite ich aber doch wieder in meiner alten Firma, denn als der alte Inhaber verstorben war, hat sein Sohn die Firma übernommen, ein freundlicher Mensch, der von der Falschheit seines Vaters zum Glück nichts geerbt hat. Damit war auch das letzte Gespenst der Vergangenheit verschwunden. Heute mag ich meinen Beruf wieder sehr gerne.


Nun zu meiner Beichte: Vor zwei Wochen habe ich eine Frau mit zwei Töchtern, eine war etwa zwei Jahre alt und im Buggy, eine war im Kindergartenalter, gesehen. Ich wusste sofort, dass das diese ehemalige Auszubildende war, die damals gemeinsam mit dem Stellvertreter meines Chefs in hohem Bogen herausgeflogen ist. Sie besaß die Dreistigkeit, mich schüchtern grinsend anzusprechen und zu fragen, wie es mir denn ginge. Ich sagte, mir gehe es sehr gut! Auf meine Frage, wie es ihr denn gehe, meinte sie, dass es halt alles nicht so leicht sei, sie hat seit damals keine Arbeit mehr und wird mit diesem Zeugnis auch keine mehr finden. Und der Vater ihrer zweiten Tochter war auch nur eine Affäre, beide Männer zahlen nicht. Ich habe nur gegrinst und bin weitergegangen. Ich schäme mich dafür, schadenfroh gewesen zu sein, denn die beiden Mädchen können ja nichts dafür. Die tun mir mittlerweile echt leid, so eine Mutter zu haben und in Hartz-IV aufwachsen zu müssen.

Beichthaus.com Beichte #00037551 vom 07.02.2016 um 14:18:19 Uhr (14 Kommentare).

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Ich bin des Lebens müde

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Ich (m/39) weiß seit Kurzem, dass ich nicht mehr sehr lange zu leben habe, wenn ich mich nicht operieren lassen würde. Niemand, der mich kennt, weiß etwas davon und auch nicht davon, dass ich mich gegen die Operation entschieden habe. Es wird kein schlimmer Tod sein, ich wache nur eines Tages nicht mehr auf oder falle schlichtweg um. Der Grund ist: Ich mag in dieser Welt eh nicht länger sein. Ich wäre schon tot, wenn ich nicht fürchten würde, dass bei einem Suizidversuch etwas schiefgeht und ich als sabbernder Fleck in einem Heim dahinvegetieren würde. Außerdem will ich weder jemanden reinreißen noch damit belasten. Geld für die Verbrennung ist da, und meine Asche wird im Meer verstreut, das ist alles schon seit Jahren geregelt. Wenn ich eines Tages einfach nicht mehr auf der Arbeit erscheinen werde, wird es noch zwei Tage oder so dauern, bis man mich findet. Viele Freunde habe ich nicht, Familie ist entweder tot oder weit weg und man kennt sich kaum.


Die letzte Beziehung hatte ich vor 12 Jahren und auch kein Interesse daran, da ich eh fast asexuell bin. Und Haustiere gibt es bei mir auch nicht, ich finde, Tiere gehören nicht in Menschenhände, es sei denn zum Essen. Es gibt also nichts, was mich hier hält und so bin ich sogar froh, dass ich die 40 nicht weit überschreiten werde. Ich bin auch nicht depressiv oder so, sondern einfach nur jemand, der gehen möchte. Und ich war daher nicht einmal geschockt, als ich die Diagnose bekam. Besser so, als in ein paar Jahren entweder in die Luft gejagt oder geköpft zu werden, weil ich keinen imaginären Freund anbeten will oder an nuklearer Strahlung elendig zugrunde zu gehen. Das Wort Lebensmüde, also müde des Lebens, trifft es wohl.

Beichthaus.com Beichte #00037486 vom 27.01.2016 um 20:40:19 Uhr (36 Kommentare).

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“Beichte

Ich habe ihm einfach beim Sterben zugesehen

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Selbstverletzung Verzweiflung Tod Internet

Vor einigen Wochen war ich (w/21) zu später Nacht in einem dieser internationalen Chatrooms, bei dem man sich ohne Registrierung mit allen möglichen Leuten austauschen kann - ich konnte absolut nicht schlafen und hoffte, mir dort irgendwie die Zeit vertreiben zu können. Wie so oft traf ich dort auf viele interessante Leute. Besonders mit einer Person (irgendwo in den USA) hatte ich mich so gut unterhalten wie schon lange nicht mehr. Wir hatten sehr ähnliche Lebenserfahrungen gemacht und konnten den jeweils anderen und seine Gedanken so gut nachvollziehen, als seien wir geistige Zwillinge - es war klar, dass wir in Kontakt bleiben wollten und so tauschten wir E-Mail-Adressen aus. Wir schrieben uns täglich, redeten über unsere Probleme und Dinge, die man sonst keinem von Angesicht zu Angesicht sagen kann, weil man zu stolz ist und sein Gesicht nicht verlieren will oder weil man in der sozialen Umwelt auf taube Ohren stößt. Wir vertrauten uns Traumata aus unserer Vergangenheit an und versuchten dem jeweils anderen Ratschläge und mentalen Beistand zu geben - wie in einer kleinen, zweiköpfigen Selbsthilfegruppe.


Ich habe durch meine schulische Laufbahn einiges Fachwissen im Bereich Pädagogik und Psychologie - natürlich bin ich kein Profi, aber sagen wir mal, dass meine Kenntnisse über die Alltagspsychologie weit über die Kenntnisse der meisten Normalsterblichen hinausgehen. Daher kann ich mit relativer Sicherheit sagen, dass diese Person eindeutig professionelle Hilfe gebraucht hätte. Als ich einmal an einem Tag nicht auf die letzte Mail der Person geantwortet hatte (als Studentin ist man halt auch beschäftigt), kam eine sehr heftige und der Situation unangemessene Reaktion von der Person, die mir verdächtig vorkam und als ich unseren Gesprächsverlauf noch einmal von ganz von Anfang an durchging, wurde mir einiges klar: Ich fand mehr als genug Anzeichen für eine schwere Boderline-Persönlichkeitsstörung.


Lange Rede, kurzer Sinn: Vor einigen Tagen eskalierte die Situation erheblich. Meine Antworten kamen immer etwas verspätet, weil ich eben auch noch ein Leben habe, aber ich versuchte dennoch mein Bestes für diesen armen Menschen, der scheinbar das wohl trostloseste und einsamste Leben führt, das man sich vorstellen kann. Seine letzte Nachricht las ich zwei Tage zu spät. Er schrieb von einer heftigen Auseinandersetzung mit seiner Familie, und dass er sich in einer Bar betrunken habe. An den Formulierungen und den Tippfehlern konnte man auch erkennen, dass er wirklich betrunken war, als er die Nachricht schrieb. Er schrieb, dass sich keiner für ihn interessieren würde, weil er arm sei und dass auch ich nicht mit ihm reden wolle. Er unterstellte mir, dass ich mich vielleicht mehr mit ihm abgeben wollen würde, wenn er Geld hätte - völlig betrunkene Unlogik.


Die Mail endete jedenfalls mit den Worten: Ich weiß, dass sich keiner für mich interessiert, es ist sinnlos. Werde mich jetzt bald umbringen. Wünsche dir noch ein schönes Leben. Ich habe natürlich sofort zurückgeschrieben, mehrmals sogar, aber seit der letzten Nachricht ist absolute Funkstille, weshalb ich entgegen meiner anfänglichen Annahme, es sei eine halbernste Drohung gewesen, um mich unter Druck zu setzen und eine schnellere Antwort auf seine Mails durch schlechtes Gewissen zu provozieren, nun wirklich glaube, dass er sich in seinem trunkenen Wahn tatsächlich umgebracht hat. Und das Problem ist, dass ich absolut nichts hätte tun können, um das zu verhindern - wie gesagt, er war irgendwo aus den USA, ich weiß noch nicht einmal woher genau. Und ich werde niemals erfahren können, was wirklich passiert ist, genauso wie seine Familie möglicherweise niemals erfahren wird, was er mir erzählt hat.


Niemand wird je erfahren, was sich die ganze Zeit in seinem Kopf abgespielt hat und ich kann absolut nicht tun, außer weiter E-Mails schreiben, die unbeantwortet bleiben. Und hoffen, dass irgendwer Zugang zu seinem Postfach hat und anhand unserer Nachrichten nachvollziehen kann, was passiert ist. Diese Ungewissheit ist unerträglich grausam. Ich fühle mich, als hätte ich jemandem tatenlos beim Sterben zugesehen. Ich weiß nicht, wie ich das jemals vergessen soll, es brennt ständig in einer Ecke meines Bewusstseins. Diese letzte Nachricht von ihm ist wohl das Grausamste, was man sich in dieser Situation vorstellen kann. Wie soll ich jetzt einfach so weiterleben, als wäre nichts geschehen? Ich fühle mich wie ein Mittäter.

Beichthaus.com Beichte #00037483 vom 27.01.2016 um 15:55:43 Uhr (17 Kommentare).

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