Prügel für den Frauenschläger

49

anhören

Aggression Gewalt Last Night

Ich möchte beichten, dass ich gestern einen Mann mindestens krankenhausreif geschlagen habe. Ganz ehrlich gesagt hätte er auch am Boden sterben können und ich wüsste es jetzt nicht einmal, denn ich bin danach ziemlich schnell weg - oder besser gesagt, von meinen Freunden weggeschickt worden. Ich bin sonst ein sehr, sehr ruhiger Typ. Lasse mich durch nichts und niemanden provozieren oder irgendwie in einen Streit verwickeln. Doch gestern habe ich zum ersten Mal in meinen 30 Jahren einfach nur noch Rot gesehen, wirklich Rot! Das ist mir so noch nie passiert. Wie es so weit kam? Er hat meine Freundin geschlagen, dass weiß ich noch ganz genau. Ich stand ein paar Meter entfernt, als er ihr seinen halben Drink über den Arm schüttete. Das war jedoch noch überhaupt kein Grund für mich auszurasten, denn ich weiß, meine Freundin kommt mit solchen Situationen ziemlich gut alleine klar.

Als sie ihn zur Rede stellen wollte, hat er nichts gesagt. Nein, es gab sofort und unkommentiert eine kräftige Ohrfeige von ihm. Ich habe so etwas vorher noch nie erlebt und es war wohl auch zu viel für mich, zu sehen, wie meine Liebe geschlagen wird. Denn in diesem Moment brannten meine Sicherungen total durch. Ab da kann ich mich nicht mehr an alles erinnern und das nicht wegen des Alkohols, denn ich war nüchtern. Ich habe noch das Geräusch im Kopf von seiner Nase, wie sie brach, ich habe noch sein blutendes Gesicht mit ausgerenktem Kiefer vor Augen und höre immer noch die Stimmen um uns, wie sie schreien, ich solle doch aufhören, aber sonst fehlen die Details in meinem Gedächtnis. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich ihn geschlagen habe, aber wegen meiner geschwollenen Hand mit offenen Knöcheln denke ich, dass es einige Male waren. Ich weiß auch nicht mehr genau, wie ich heim und ins Bett gekommen bin. Blackout aus Wut!? Nun bin ich gerade von der Arbeit gekommen und warte auf den Anruf der Polizei. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob dieser Anruf kommen wird, aber wundern würde es mich nicht und da müsste ich halt durch. Die Anrufe meiner Freunde habe ich heute alle ignoriert, denn ich wollte ehrlich gesagt gar keine Details wissen. Meine Freundin wird bald nach Hause kommen und mir dann sicher alles erzählen und davor graut es mir. Eine Kleinigkeit gibt es, die mir heute geholfen hat, doch ein bisschen weniger traurig zu sein. Wenn ich so darüber nachdenke, hat er es auch irgendwie verdient. Vielleicht nicht so heftig aber doch ein wenig, denn Frauen dürfen von Männern prinzipiell nicht geschlagen werden, NIE! Ich bitte um Absolution, denn so bin ich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00032896 vom 20.03.2014 um 21:05:27 Uhr (49 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Handy-Terror in der Bahn

39

anhören

Hass Zorn Telefon Bahn & Co.

Handy-Terror in der Bahn
Ich (w) möchte beichten, dass mich Bahnfahren in letzter Zeit unglaublich aggressiv macht. Warum? Weil diese Lärmbelästigung einfach nicht auszuhalten ist! Zum einen wären da die Leute, die auf ihren Handys SMS oder Whatsapp schreiben, ohne dabei den Ton auszuschalten. Alle paar Sekunden dudelt dann derselbe nervtötende Klingelton durch die Bahn, immer und immer wieder.

Dann wären da die Leute, die laut telefonieren. Auf der Strecke, die ich täglich zur Arbeit fahre, gibt es ziemlich viele Funklöcher, weswegen telefonieren ziemlich witzlos ist - trotzdem gibt es immer wieder Unbelehrbare, die im Bahnhof jemanden anrufen und dann laut mit denen schwadronieren, nur um im nächsten Funkloch abgewürgt zu werden. Aber dann geht es los mit: "HALLO? HALLO? HÖRST DU MICH NOCH? BIST DU NOCH DRAN?", aber in einer Lautstärke, dass man es noch am anderen Ende des Zugs hört. Entweder werden diese Leute dann zwischen den Funklöchern zurückgerufen - womit wir wieder beim Thema nervtötender Klingelton wären - oder sie rufen selbst zurück, nur damit beim nächsten Funkloch das ganze Theater von vorne losgeht. Manchmal weise ich diese Leute freundlich darauf hin, dass telefonieren auf dieser Strecke praktisch unmöglich ist, nur damit sie endlich die Klappe halten. Zu geil sind diejenigen, die dann empört reagieren, so á la: "Entschuldigen Sie mal, ich telefoniere, das ist ein Privatgespräch!" Ach wirklich? Wenn das ein "Privatgespräch" ist, wieso muss ich dann die ganze Scheiße mit anhören?

Dann wären da diese Menschen, die laute Musik in die Bahn schallen lassen. Erst vorgestern hatte ich wieder so einen direkt neben mir sitzen, und als ich ihn freundlich gefragt habe, ob er sich seine Musik nicht bitte auf die Ohren packen könnte, hat er mich direkt mal beleidigt. Super. Und zu guter Letzt, meine Lieblinge: Die, die auf ihren Geräten irgendwelche Spiele zocken und dabei den Ton anhaben. Da krieg ich teilweise echt die Krise bei all dem Geklimper und Geklingel und sonstigen Hintergrundgeräuschen. Interessanterweise ist bei dieser Kategorie von Grundschulkindern bis Senioren alles dabei. Auch bei diesen Leuten stoße ich regelmäßig auf taube Ohren, wenn ich sie bitte, die Lärmbelästigung zu unterbinden und den Ton ihrer Handys oder Tablets oder sonstiger Konsolen abzustellen.

Meine Beichte? Ich kriege teilweise richtige Aggressionen. Manchmal stelle ich mir vor, wie ich diesen Leuten das Handy aus der Hand reiße und es möglichst irreparabel demoliere. Natürlich würde ich das niemals wirklich tun, aber teilweise fällt es mir richtig schwer, höflich zu bleiben. Ich werde verbal ziemlich bissig, wenn alles freundliche Bitten diese Menschen nicht dazu bewegen kann, das nervtötende Gedudel ihrer Apparate wenigstens in der Bahn abzustellen. Was bitte ist daran so schwer? Ich habe mein Handy in der Bahn grundsätzlich lautlos, weil ich es einfach unverschämt finde, andere Fahrgäste mit diesem elektronischen Gepiepse zu belästigen. Meistens lese ich in der Bahn Bücher oder gucke aus dem Fenster, mit meinem MP3-Player im Ohr. Doch auch diesen müsste ich teilweise mörderisch aufdrehen, um dieses Gedudel um mich herum nicht hören zu müssen! Auch wegsetzen hilft inzwischen kaum noch was, weil inzwischen in jeder Ecke des Zuges irgendwo ein Handy plärrt. Ich finde das einfach rücksichtslos! Bin ich denn die Einzige, die denkt, dass das einfach ein Grundsatz der Höflichkeit ist, wenigstens den Ton des Handys abzustellen, wenn man sich mit anderen Leuten in einem geschlossenen Raum befindet?

Beichthaus.com Beichte #00032892 vom 20.03.2014 um 11:49:53 Uhr (39 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Dreiecksbeziehung mit einem Handy

25

anhören

Zorn Aggression Eifersucht Partnerschaft Telefon Wesselburen

Dreiecksbeziehung mit einem Handy
Ich möchte beichten, dass ich enormen Zorn verspüre, wenn meine Freundin ihr Smartphone auch nur in die Hand nimmt. Dieses Teil ist ihr ständiger Begleiter und es vergeht keine Minute, in der es nicht klingelt und sie sofort nachsehen muss, welche Nachrichten sie nun wieder erhalten hat. Egal, ob wir gerade nett essen, uns unterhalten, oder einen Film gucken. Dank den sozialen Netzwerken sind alle immer und überall online und das kotzt mich an! Sie legt ihr Smartphone fast nicht mehr aus der Hand und ich fühle mich in der Gegenwart des Handys überflüssig, denn sie hat ja all ihre Freunde und Informationen schon in der Hosentasche! Ich bin also eifersüchtig und wütend zugleich - eine Dreiecksbeziehung mit einem Handy stand noch nie auf meiner Wunschliste. Manchmal stelle ich mir vor, wie ich ihr das Teil aus der Hand reiße und es mal so richtig mit einem Presslufthammer bearbeite und ihr danach den Kopf gegen den Tisch schlage, sollte sie es wagen zu fragen, warum ich das getan habe. Ich habe noch weitere gewalttätige Gedanken in diese Richtung und ich schäme mich dafür, auch wenn ich mich ein wenig im Recht fühle.

Beichthaus.com Beichte #00032887 vom 19.03.2014 um 01:47:35 Uhr in Wesselburen (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der Todesschwur

11

anhören

Verzweiflung Dummheit Zwang Tod Kinder

Ich (m) berichte von einer Episode meines Lebens, die sich im zarten Alter von acht Jahren zugetragen hat. Ich war damals geradezu begeistert von einem Spiel, in dem man als Pirat die koloniale Karibik unsicher machte. Mit der Spieldynamik war ich allerdings noch nicht so sehr vertraut und so posaunte ich, nachdem ich Henry Morgan auf den Meeresboden befördert hatte, vor mir als einzigem Zeugen und mit erhobener Schwurhand: "Wenn ich dafür nicht befördert werde, bringe ich mich um, das schwöre ich!" Es kam, wie es kommen musste: Ich wurde nicht befördert und saß dann da, im festen Glauben, mich gerade selbst ans Messer geliefert zu haben. Zwar war ich geistesgegenwärtig genug, mir zu sagen, dass ich mich nicht auf der Stelle umzubringen habe, aber die nächsten Jahre fühlte ich mich verpflichtet, meinem Leben - wann auch immer - selbst ein Ende zu setzen. Dieser Schwur hat mich wirklich sehr belastet. Mir ist das immer besonders deutlich geworden, wenn es mir nach einer kurzen Weile der Unbeschwertheit, wie beim Fußball, aufs Neue einfiel und mich ein heißer Schauer überlief. Oder wenn ich nachts vor lauter Schuld und Angst nicht schlafen konnte. Es hing die ganze Zeit wie ein Damoklesschwert über mir.


Jedenfalls habe ich nie jemandem davon erzählt, wenn ich mir auch aus Verzweiflung solchen Schwachsinn ersonnen habe wie den, dass jeder Mensch im Alter von etwa acht Jahren diesen Satz einmal gesagt hat und das also vollkommen normal ist. Getröstet habe ich mich bisweilen auch mit der Vorstellung, dass ich mich erst im hohen Alter im Sterbebett töten würde, doch habe ich nicht tatsächlich an die Umsetzung geglaubt. Es hat sich im Laufe der Zeit eingerenkt in einem Zustand zwischen erfolgreicher Verdrängung und totaler Vereinnahmung. Befreit haben mich dann letzten Endes der Religionsunterricht und die Erkenntnis der Unmündigkeit von Kindern. Es war ein grandioses Gefühl, zu wissen, dass man genauso ein Leben vor sich hat, wie dies auch bei anderen Kindern der Fall war. Aber wahrscheinlich habe ich mir einiges an Lebensfreude selbst versaut. Es war mit Sicherheit das prägendste Ereignis meiner Kindheit und ich habe mich oft gefragt, was anders gelaufen wäre.

Beichthaus.com Beichte #00032882 vom 17.03.2014 um 06:14:24 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Gefoltert vom Mundgeruch

28

anhören

Ekel Verzweiflung Partnerschaft

Ich (w/24) beichte, dass ich mich langsam extrem vor meinem Freund ekele, weil er in letzter Zeit so derben Mundgeruch hat, dass es echt nicht mehr menschlich ist. Wir sind seit vier Jahren zusammen und am Anfang hatte er komischerweise überhaupt keinen Mundgeruch - doch mit der Zeit bekam er ihn, so stark, dass ich ihn irgendwann fast gar nicht mehr geküsst habe. Der Mundgeruch war nicht immer gleich schlimm, meistens war er nur von Nahem wahrzunehmen und manchmal gar nicht. In den letzten Tagen hat es aber ein Ausmaß angenommen, welches ich bisher für unmöglich gehalten hätte. Er stinkt echt von Weitem und ich kann mir das Gesicht verziehen nicht mehr verkneifen. Am Schlimmsten ist es, zusammen mit ihm in einem Zimmer zu schlafen, weil er auch noch schnarcht und dabei kräftig durch den Mund ausatmet. Ohne Witz - der ganze Raum ist dann erfüllt von diesem unbeschreiblich ekeligen Gestank, es ist wie eine widerliche Wolke, die sich ausbreitet und im Raum hängt. Ich lüfte dann meistens gründlich, aber der Gestank kommt ja dann wieder, sobald ich das Fenster wieder schließe. Ich kann echt nicht mehr neben ihm schlafen. Ich habe gerade ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, ihm im Schlaf irgendein Mundspray in die Fresse zu sprühen. Wegen ihm muss ich noch auf der Couch im Wohnzimmer schlafen. Ach ja, und vorsichtig drauf ansprechen kann ich ihn nicht, da rastet er erfahrungsgemäß aus.

Beichthaus.com Beichte #00032881 vom 17.03.2014 um 02:16:30 Uhr (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000