Der Geist hinter der Hecke

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Peinlichkeit Dummheit Studentenleben

Vor einiger Zeit hat mir meine eigene Dummheit eine unglaublich peinliche Situation beschert. Es war sieben Uhr morgens und ich war gerade auf dem Weg zur Uni. Da an einem Wohnhaus derzeit Bauarbeiten vorgenommen werden, wimmelte es überall von Bauarbeitern, die höflich grüßten und natürlich auch zurückgegrüßt wurden. Ich lief also an einem Wohnhaus mit hoher Hecke vorbei und hörte nur ein weiteres "Guten Morgen". Ehrlich erschrocken und noch viel zu müde drehte ich mich zur Hecke um und flüsterte "Eine sprechende Hecke? Gott, langsam werde ich verrückt." Der Bauarbeiter, der sich hinter der Hecke auf einer Leiter befand und den ich nicht gesehen hatte, lachte so laut los, dass er in die Hecke fiel und dort sogar noch lachend liegen blieb. Mit hochrotem Kopf lief ich schnell weiter und hoffte, ihm nicht noch einmal zu begegnen.

Beichthaus.com Beichte #00032855 vom 11.03.2014 um 21:41:26 Uhr (12 Kommentare).

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Allein in einer fremden Stadt

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Morallosigkeit Engherzigkeit Selbstsucht Shopping

Ich (m) hatte mir letzte Woche fest vorgenommen, eine bestimmte Person zu treffen. Da diese aber kurzfristig absagte, nachdem ich mir schon meine Zugtickets gekauft hatte, habe ich mir einen Ersatz gesucht - so einen Typ aus einem sozialen Netzwerk, er wollte wohl schon länger mal in der Stadt shoppen gehen. So weit so gut - kam mir ganz gelegen. Als ich ihn dann jedoch gesehen habe, ist mir extrem schlecht geworden, weil er total gestunken hat und auch sonst ungepflegt aussah. Anfangs habe ich ihm noch freundlich die Stadt gezeigt, ihm erklärt, wo er welche Sachen findet und habe ihn auch bei seiner Kleidungswahl beraten. Nach einer Stunde sind wir dann in ein Elektronikgeschäft gegangen und ich hielt es nicht mehr aus. Deshalb habe ich die Person, die ich eigentlich treffen wollte, angebettelt, dass sie doch noch kommt und habe dann die Flucht ergriffen, als meine Begleitung gerade damit beschäftigt war, an Handys herumzuspielen. Dann habe ich sofort jede Kontaktmöglichkeit blockiert. Inzwischen tut mir das allerdings schon leid, denn er schien auch nicht der Hellste zu sein. Ich beichte hiermit also, dass ich eine Person aufgrund ihres Äußeren alleine gelassen habe, in einer Stadt, in der sie sich überhaupt nicht auskennt.

Beichthaus.com Beichte #00032842 vom 09.03.2014 um 08:50:15 Uhr (8 Kommentare).

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Der Soziopath

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Falschheit Lügen München

Ich (m/23) bin ein Soziopath. Das heißt, dass ich weder Reue noch Mitgefühl empfinde. Das war schon immer so, ich habe zum Beispiel schon im Kindergarten Insekten gequält und Mordgedanken gegen meine Erzieherinnen gehegt. Anderen Menschen gegenüber bin ich innerlich gleichgültig. In der Grundschule hatte ich einen besten Freund, mit dem ich mir immer Mutproben ausgedacht habe. Einmal haben wir abends auf einer Baustelle gespielt, wo gerade ein Haus errichtet wurde. Ich habe ihm vorgeschlagen, als Mutprobe an dem Baugerüst hochzuklettern. Dabei habe ich ihn immer mehr angestachelt und ihn einen Angsthasen genannt. Plötzlich rutschte er aus, fiel etwa zehn Meter tief und brach sich das Genick. Ich erinnere mich daran, dass meine Mutter mich nach dem Ereignis getröstet hat und mir gesagt hat, dass ich mir keine Vorwürfe machen soll. Aber ich war überhaupt nicht traurig und hatte auch kein schlechtes Gewissen. In der Pubertät habe ich einen regelrechten Menschenhass entwickelt und hatte Mordgedanken. Gleichzeitig habe ich es aber geschafft, nach außen hin den Sunnyboy zu mimen, habe ein ausgezeichnetes Abitur hingelegt und über meinen Lauf bei den Frauen konnte ich mich auch nicht beklagen. Ich will nicht angeben, aber manche Frauen betteln förmlich darum, schlecht behandelt zu werden. Sie denken, dass sie mich mit ihrer Liebe ändern können, dabei habe ich nur Verachtung für sie übrig.

Irgendwann war ich dann mal beim Psychodoc, nicht weil ich irgendein Problem habe, sondern weil ich mich schon seit meiner Kindheit anders fühle und weil ich eine professionelle Meinung dazu hören wollte. Er meinte, dass ich eine dissoziale Persönlichkeitsstörung hätte. Außerdem sei ich ziemlich intelligent. Ich habe mich in der letzten Zeit intensiv mit meiner Soziopathie beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass sie mich zu keinem schlechteren Menschen macht als andere, zumindest solange ich keine Straftat begehe. Außerdem sind "normale" Menschen, also solche, die über Empathie verfügen, schließlich auch in der Lage, schreckliche Taten zu begehen. Man denke nur an den Nationalsozialismus, ich bin mir sicher, dass die Menschen damals nicht alle Soziopathen waren. Und ich kann ja nichts dafür, dass ich so bin, wie ich bin, ich war schließlich schon immer so. Aber nun zu meinem eigentlichen Problem: Es nervt mich, dass ich ständig hinter einer Art "Maske" leben und mein wahres Ich vor meinen Mitmenschen verstecken muss. In der Vergangenheit habe ich mich einigen Menschen gegenüber geöffnet und ihnen von meiner Gefühlskälte erzählt, aber sie haben mir entweder nicht geglaubt oder sich von mir abgewandt. Irgendwann habe ich dann angefangen, allen Leuten von meiner angeblichen schweren Kindheit zu erzählen, dabei hatte ich eine sehr behütete Kindheit. Ich habe das Gefühl, wenn ich ihnen erzähle, dass ich zum Beispiel von meinem Vater misshandelt wurde, haben sie einfach mehr Verständnis für mich. Das ist auch der Grund, weshalb ich meinen Eltern bis jetzt noch keine meiner Freundinnen vorgestellt habe.

Beichthaus.com Beichte #00032831 vom 06.03.2014 um 16:23:58 Uhr in 81739 München (Rudolf-Zorn-Straße) (42 Kommentare).

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Eine Lehre für die Schlampe

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Morallosigkeit Schamlosigkeit Hochmut Ignoranz Last Night

Ich (w) habe am Wochenende in einem Club gefeiert und da fiel mir ein eindeutig leicht bekleidetes Mädchen in meinem Alter auf, das sich wirklich an jeden Typen rangeschmissen hat. Sie flirtete heftig und ließ sich von mehreren Männern Drinks ausgeben. Ich wusste ganz genau, dass sie an diesem Abend sicher nicht mehr alleine nach Hause geht. Später, als ich den Club verließ und in einer Seitenstraße auf mein Taxi wartete, sah ich, wie genau dieses Mädchen, welches scheinbar ebenfalls den Club verlassen wollte und inzwischen ziemlich betrunken war, von einem Typen angebaggert und an der Brust begrapscht wurde, was sie aber abzuwehren versuchte. Ich merkte deutlich, dass ihr seine Annäherungsversuche lästig waren. Ich dachte mir, dass sie es nicht anders verdient hat, immerhin hat sie sich den ganzen Abend über wie eine Schlampe benommen und wirklich nicht mit ihren Reizen gespart. Also musste sie sich nicht wundern, wenn sie damit die Männer anstachelt. Ich erkannte jedoch irgendwann ihre Panik und sie wiederholte mehrmals, dass sie in Ruhe gelassen werden wolle. Der Typ verzog sich irgendwann, schmiss ihr aber noch ein paar ordinäre Worte hinterher, und voller Genugtuung beobachtete ich sie und dachte mir, dass das diesem Mädchen fürs nächste Mal sicher eine Lehre sein wird. Jetzt im Nachhinein tut es mir schon ein wenig leid, dass ich sie insgeheim als Schlampe abgestempelt habe, die solche Übergriffe mit ihrem Verhalten geradezu herausprovoziert. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00032822 vom 04.03.2014 um 00:21:10 Uhr (27 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Angst vor Vätern

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Aggression Hass Verzweiflung Familie

Ich (w/20) wünsche meinem Vater den Tod. Das klingt zwar jetzt hart, aber er hat mich schon viel zu oft enttäuscht und gedemütigt. Bis ich 12 war, war ich ein Papa-Kind, wie es im Buche steht. Als ich dann aber mit 12 einmal alleine im Schwimmbad war, hatte das alles abrupt ein Ende. In eben diesem Schwimmbad kam nach einiger Zeit ein älterer Mann zu mir und quatschte mich voll. Er half mir, meinen verlorenen Ohrstecker zu finden und danach hat er mich nicht in Ruhe gelassen, er lief mir hinterher, wollte mich umarmen etc. Ich hatte damals nicht den Mut, einem der Angestellten Bescheid zu sagen, also "floh" ich quasi aus dem Schwimmbad und rief in der Eingangshalle vom dortigen Telefon meinen Vater an. Ich erzählte ihm unter Tränen bis ins kleinste Detail, was soeben vorgefallen war und alles, was er sagte, war:" Ich habe dich eben erst da abgesetzt, ich fahre jetzt nicht noch einmal los." Aufgelegt. Seitdem ist mein Verhältnis zu ihm gestört. Als ich an dem Tag ungefähr zehn Kilometer nach Hause gelaufen bin, gab es von ihm sogar noch eine Ohrfeige.


Ich verstehe das bis heute nicht, aber es hat mich so sehr geprägt, dass ich Angst vor ihm, vor Schwimmbädern und allgemein vor Vätern habe. Mittlerweile bekomme ich von ihm nur noch gesagt, wie fett ich ja geworden bin, er vergleicht mich immer mit der Freundin meines Bruders, mit der ich befreundet bin und bevorzugt sie sogar. In seinen Augen habe ich nichts erreicht und werde auch nichts erreichen, nur weil ich meinen Abschluss nicht auf Anhieb geschafft habe. Dass ich mittlerweile einen guten Realschulabschluss nachgeholt habe und gerade mein Fachabitur auf der Abendschule nachhole, scheint von keiner Bedeutung. Heute rede ich nur noch mit ihm, weil er mir Geld gibt und weil ich weiß, dass ein Kontaktabbruch sinnlosen Stress bewirken würde, den meine Mutter und meine Brüder abkriegen würden und das will ich den Dreien ersparen. Dann leide ich lieber. Meine größte Befürchtung ist einfach, dass ich niemals den Mut haben werde, ihm endlich mal die Meinung zu sagen. Deswegen wünsche ich mir sehnlichst, dass er endlich das Zeitliche segnet, damit ich mein Leben irgendwann genießen und wieder lachen und glücklich sein kann.

Beichthaus.com Beichte #00032821 vom 04.03.2014 um 19:23:20 Uhr (16 Kommentare).

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