Scherzanrufe für die Wirtschaftsberatung

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Missbrauch Ungerechtigkeit Arbeit Telefon Frankfurt

Ich (m/31) bin promovierter Jurist in einer angesehenen Großkanzlei. Gegenüber den Büros der Abteilung befindet sich ein weiterer Gebäudeteil, in dem eine Wirtschaftsberatung untergebracht ist. Von meinem Büro kann ich direkt in das andere Büro der besagten Wirtschaftsberatung schauen, wo ein etwa Mitte 30-järiger Mann arbeitet, der mir vom Hinschauen schon unsympathisch ist. Zufälligerweise habe ich letztens in der gemeinsam benutzten Kantine eine Durchwahlliste der Wirtschaftsberatung gefunden und konnte recht schnell herausfinden, welche Nummer zu diesem Mann gehört, da Durchwahlen nach Stock und Raum geordnet sind. Nun habe ich vor einigen Wochen angefangen, immer bei diesem Mann anzurufen und, kurz bevor er ans Telefon gehen will, aufzulegen. Da ich meine Freude teilen wollte, ist es nun täglicher Spaß einiger Anwälte aus meiner Abteilung, bei den Scherzanrufen zuzuschauen. Gestern Abend kam die nächste Stufe hinzu und wir haben auf den Mann Pizza bestellt und konnten beobachten, wie diese bei ihm ins Büro geliefert wurde. Wir taten so, als würden wir etwas besprechen und mussten uns unser Lachen sehr unterdrücken. Ich beichte hiermit, dass ich die halbe Abteilung dazu gebracht habe, diesen Mann zu verarschen und es macht jetzt immer noch den selben Spaß, wie am ersten Tag!

Beichthaus.com Beichte #00030742 vom 31.01.2013 um 21:19:17 Uhr in Frankfurt (Reuterweg) (28 Kommentare).

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Die Schattenseiten der freudigen Ereignisse

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Unglaube Verzweiflung Falschheit Neurosen

Ich möchte beichten, dass ich Freude und Rührung komplett heuchele, wenn mir ein Paar beziehungsweise eine Person von einer Schwangerschaft / Verlobung / Hochzeit / Geburt erzählt. Ich setze mein strahlendstes Lächeln auf und selbst Tränen in den Augen vor Rührung bekomme ich im Zuge meiner schauspielerischen Meisterleistung problemlos hin. Das alles mache ich nur, da ich im Laufe meines Lebens die Erfahrung gemacht habe, dass es sich gehört, sich angesichts eines derartigen Anlasses zu freuen. Denn in Wirklichkeit finde ich es existenziell bedrohlich, wenn ein Kind auf dem Weg ist, und auch an eine glückliche Ehe glaube ich nicht. Diese Dinge sind für mich der Anfang vom Ende. Vielleicht wird sich meine Einstellung demgegenüber auch irgendwann ändern. Bis dahin "freue" ich mich für alle strahlenden Pärchen der Welt und heuchele Glückwünsche, während ich vor meinem inneren Auge schon Wochenbettdepression, Scheidung und Ehebruch kommen sehe.

Beichthaus.com Beichte #00030723 vom 27.01.2013 um 20:05:55 Uhr (18 Kommentare).

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“Beichte

Rache per Leistungskurs

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Boshaftigkeit Lügen Rache Feinde Schule Dortmund

Rache per Leistungskurs
Vor einigen Jahren, als ich (m) noch zur Schule (gymnasiale Oberstufe) ging, lästerte ein ehemaliger Klassenkamerad, mit dem ich mich nie besonders gut verstanden hatte, in meiner Abwesenheit in derbster Art und Weise über mich. Er erzählte beispielsweise herum, ich wäre schwul und er hätte mich schon mit diversen Jungs gesehen, was nicht der Wahrheit entsprach. Durch meine Freunde erfuhr ich relativ zügig davon und beschloss, mich in gleicher Härte an ihm zu rächen. Ich saß mit dem Typen im selben Biologie LK und er war eine Vollniete in dem Fach. Ich frage mich bis heute, wie er diesen LK wählen konnte. Eines Tages fragte er mich, ob ich ihm in der bevorstehenden zweiten Halbjahresklausur etwas helfen könnte, indem ich meine Lösungstexte und Skizzen an den Rand des Tisches legte, sodass er abschreiben könnte. Er war scheinbar davon überzeugt, dass ich von seinen Lästereien nichts erfahren hatte. Zuerst wollte ich energisch ablehnen und ihm meine Meinung geigen, aber dann fiel mir spontan ein, dass dies eine perfekte Gelegenheit sei, um ihm eine deftige Retourkutsche zu verpassen. Also willigte ich ein. Er bereitete sich also in keiner Weise auf die Klausur vor. Während der Klausur dann platzierte ich alle Zettel mit meinen Lösungsstichpunkten am Rand des Tisches, sodass er diese lesen konnte. Er schrieb fleißig von den Stichpunkten ab. Allerdings hatte ich auf diese Zettel völlig falsche, gar willkürliche Dinge geschrieben. Da er keine wirkliche Ahnung von der Materie besaß, bemerkte er nicht, dass sämtliche Ergebnisse falsch waren. Auf meinem echten Klausurbogen schrieb ich meine richtige Lösung auf und verdeckte die Blätter. Am Ende der Klausur bedankte er sich sogar noch artig bei mir.

Zweieinhalb Wochen später teilte die Kurslehrerin die korrigierten Klausuren aus. Seine Arbeit wurde mit einer glatten Fünf (zwei Punkten) bewertet, ich staubte eine Zwei plus (12 Punkte) ab. In der Pause schoss er sofort auf mich zu und fragte ungläubig, weshalb seine Klausur so schlecht sei. Ich zuckte nur mit den Achseln und verschwand. Da seine erste Klausur ebenfalls schon schlecht war und er im Unterricht keinen Mucks von sich gab, prangten im Halbjahreszeugnis der Stufe 13 dann mickrige drei Punkte (eine Fünf plus) im LK. Besonders schmerzhaft ist, dass die Leistungskurse in Stufe 13 dreifach zählen. Im Verhältnis zu seinen Lästereien war es meiner Meinung nach sogar noch harmlos, was ich getan habe. Vermutlich hätte der Typ auch so seine obligatorische Vier oder Fünf kassiert. Allerdings empfand ich danach etwas Genugtuung, weil die Art und Weise der Rache genauso schäbig und hinterhältig war, wie seine Tat.

Beichthaus.com Beichte #00030706 vom 23.01.2013 um 02:17:13 Uhr in Dortmund (Hohe Straße) (37 Kommentare).

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Nach dem Essen Zeche prellen

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Betrug Morallosigkeit Last Night Studentenleben

Vor etlichen Jahren war ich mit einer Freundin abends in einer angesagten Studentenkneipe. Die Bude war zum Bersten voll, da es auch Live Musik gab, und nur zwei Kellnerinnen da waren, die damals bedienten. Zuerst mussten wir gefühlte eineinhalb Stunden auf unser Essen warten, das jedoch ausgesprochen lecker und delikat war. Danach blieben wir noch sehr lange sitzen, amüsierten uns köstlich, und gingen erst zu fortgeschrittener Stunde nach Hause. Ich beichte, dass wir ordentlich gegessen und getrunken haben und das Lokal verließen, ohne die Rechnung zu bezahlen. Aber über Stunden kam niemand, um zu kassieren. Das Lokal habe ich übrigens mehrere Jahre danach nicht mehr betreten.

Beichthaus.com Beichte #00030695 vom 19.01.2013 um 15:45:24 Uhr (12 Kommentare).

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Outsourcing für die Faulheit

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Faulheit Habgier Arbeit

Ich (m/26/Informatiker) bin freiberuflich für einen Softwarehersteller tätig. Ich habe keinen wirklich festen Vertrag, mir werden einfach Aufträge zugeteilt mit einer Deadline und wenn ich den Auftrag eingereicht habe, wird mir dafür ein vereinbarter Lohn überwiesen. Je schneller ich arbeite, desto mehr Aufträge kann ich also im Monat erfüllen und desto mehr Geld verdiene ich dann. Seit etwa 12 Monaten schon habe ich aber eigentlich keine Minute mehr gearbeitet, mache aber mehr Geld als je zuvor. Ich war vor einem Jahr noch als Übungstutor an meiner alten Uni tätig und irgendwann fiel mir keine passende Aufgabe für eine Übung ein. Kurzerhand nahm ich dann einen meiner Aufträge und ließ diesen von meiner Studentengruppe bearbeiten. Natürlich hatte ich nie vor, diesen einzureichen, aber es war außerordentlich, was manche von denen auf die Beine gestellt hatten. Ich war erst skeptisch, aber habe dann die wirklich perfekte Arbeit eines Studenten bei meinem Chef als meine eigene abgeliefert und dafür dann ordentlich kassiert. Das Ganze wiederholte ich ein paar Mal, aber irgendwann wurden die Aufträge zu speziell beziehungsweise bezogen sich oft auf zu spezielle Gebiete. Ich konnte sie den Studenten nicht mehr geben, ohne Aufsehen zu erregen. Da es aber so gut geklappt hatte, für minimalen Aufwand maximales Geld zu erwirtschaften, testete ich eine Alternative. Ich bekam einen neuen Auftrag, übersetzte alles ins Englische und gab den Auftrag an eine indische Firma weiter. Im Handumdrehen bekam ich ein perfektes Ergebnis geliefert. Natürlich musste ich dafür zahlen, allerdings nur ein Drittel von dem, was ich von meinem Chef dann dafür bekam. Ich arbeite also seit einem Jahr im Prinzip nicht mehr, mal von den Übersetzungen der Aufträge ins Englische und von kleinen Überarbeitungen in den Aufträgen selbst, abgesehen. Durch das einfache outsourcen der Aufträge kann ich inzwischen zwei bis drei mal so viele Aufträge bearbeiten wie vorher. Theoretisch natürlich noch mehr, aber das würde irgendwann auffallen.

Beichthaus.com Beichte #00030694 vom 18.01.2013 um 17:21:53 Uhr (22 Kommentare).

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