Die Nacht, die mich veränderte

43

Gewalt Missbrauch Feigheit Verzweiflung Ex Frankfurt am Main

Die Nacht, die mich veränderte
Ich habe das Folgende noch nie jemandem erzählt und habe es auch in Zukunft nicht vor, aber es liegt mir einfach auf der Seele. Ich bin 16 und weiblich und eigentlich ein ganz normaler deutscher Durchschnitts-Teenager. Etwas unterscheidet mich aber von meinen Altersgenossen: […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00030870 vom 11.03.2013 um 22:54:14 Uhr in Frankfurt am Main (Philosophenweg) (43 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Meine imaginären Freunde

33

anhören

Lügen Verzweiflung Familie Frankfurt

Meine imaginären Freunde
Meine Beichte hat ihren Anfang vor etwa zwei Monaten. An einem sonst nicht weiter erwähnenswerten Freitagabend saß ich in meinem Zimmer vor dem Rechner und vertrieb mir irgendwie die Zeit, als mein Vater reinkam und mich fragte, ob ich nicht was mit meinen Freunden unternehmen wolle oder sonstige Pläne für mein Wochenende hätte, was ich verneinte. Das Gespräch ging dann noch eine Weile weiter, wobei er mich immer wieder nach Freunden und vor allem Mädchen fragte. Irgendwie habe ich es geschafft, seinen Fragen insofern auszuweichen, dass ich vermeiden konnte, ihm ins Gesicht sagen zu müssen, dass ich eigentlich keine Freunde habe und meine Erfahrungen mit Mädchen sich auf eine eher kurze Pseudo-Beziehung im Alter von 14 Jahren beschränken. Zu meiner Verteidigung könnte ich hier sagen, dass meine Familie sehr oft umziehen muss aufgrund des Jobs meines Vaters und ich deshalb nie wirklich "Wurzeln schlagen" konnte oder so was in der Art. Längere Freundschaften als ein Jahr hatte und habe ich nicht. Außerdem hat mich auch seit dem letzten Umzug vor einem halben Jahr irgendwie die Motivation verlassen, mich in diese Richtung zu engagieren, weil das Ende ja schon von vornherein absehbar ist und mir deshalb die ganze Angelegenheit leicht zwecklos erscheint. Ganz verbergen konnte ich meine Situation dann jedoch wohl doch nicht, weil mein Vater dann zwar glücklicherweise irgendwann klein beigegeben hat, sich jedoch nicht hat nehmen lassen, mir sein Auto anzubieten, sollte ich doch noch irgendwas unternehmen wollen. Nachdem ich dann eine Weile weiter meine Zeit verplempert hatte, bin ich irgendwann in die Küche gegangen, um mir was zu trinken zu machen. Als ich dabei an unserem Wohnzimmer vorbei kam, habe ich meinen Vater schluchzen oder leise weinen hören, wie auch immer man das genau nennen mag, es war jedenfalls klar als traurig auszumachen. Um ihn nicht zu blamieren, habe ich dann nur um die Ecke ins Zimmer geschaut, um herauszufinden, was denn los sei. Und dabei ist mir dann aufgefallen, dass mein vorhin in Anspruch genommenes schauspielerisches Talent wohl doch nicht im Ansatz so ausgeprägt ist, wie ich gedacht hatte, weil mein Vater auf der Couch saß mit seinem Freitag-Abend-Whiskey und sich das einzige Bild, das es von mir aus meiner Kindheit gibt, anschaute. Zugegeben, dass mag schon leicht abgedroschen klingen, aber selbst mir ist aufgefallen, woran es wohl liegen kann, wenn mein Vater sich das einzige Bild seines Sohnes als Strahlemann traurig anschaut.
Da ich mit der Situation so erst mal nicht umgehen konnte, habe ich mich mit meinem Trinken dann wieder in mein Zimmer geschlichen und bin dann auch erst wieder nach einer halben Stunde ins Wohnzimmer gegangen, wo sich mein Vater zum Glück mittlerweile wieder gefangen hatte. Ich habe ihn dann nach den Schlüsseln für sein Auto gefragt, weil sich imaginäre Freunde noch kurzfristig gemeldet hatten und wir was trinken gehen wollten. Das scheint ihn wirklich gefreut zu haben, denn so glücklich habe ich ihn schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Nachdem er mir dann freudestrahlend einen schönen Abend gewünscht hatte, bin ich dann losgefahren bis zu einem fünf Kilometer entfernten Wald, habe mich auf einen Parkplatz dann in den Kofferraum geschlichen und dann da den Rest der Nacht gepennt. Am nächsten Morgen habe ich dann noch ein paar Zigaretten abbrennen lassen, damit meine Klamotten auch einigermaßen glaubhaft nach Barbesuch gerochen haben und bin dann heimgefahren und habe meinen Eltern die tollsten Geschichten von meinen Freunden Lukas und Marius erzählt. Dass ich eine Nacht unangemeldet bei Freunden verbracht hatte, schien sie nicht einmal im Ansatz zu stören, sondern tatsächlich zu freuen.
Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Solche Aktionen mache ich seitdem wöchentlich, wobei ich mir ständig neue Geschichten und angebliche Bekanntschaften ausdenke, mittlerweile ist sogar eine Marie hinzugekommen, mit der ich angeblich gemeinsam Mathe habe und in die ich mich ein wenig verguckt habe. Es tut mir ja einigermaßen leid, meine Eltern so dreist anzulügen, aber ich sehe ja, wie glücklich sie das macht.
Und ganz im Ernst, ich kann ihnen ja wohl kaum erzählen, dass ich seit den letzten zwei Jahren meine Tage nur noch damit verbringe, darauf zu warten, müde genug zum Einschlafen zu werden. So wie meinen Vater schon mein Mangel an sozialen Kontakten aus der Bahn wirft, würde das bestimmt zu einer ausgewachsenen Krise führen. Und davon profitiert ja auch keiner. Sollte es jemand tatsächlich geschafft haben, sich das alles durchzulesen, dann hoffe ich, dass er vielleicht ein wenig Verständnis für mich aufbringen kann; wenn nicht, hat es trotzdem gut getan, sich das alles mal von der Seele zu schreiben.

Beichthaus.com Beichte #00030868 vom 10.03.2013 um 21:49:37 Uhr in Frankfurt (Kaiserstraße) (33 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Ein Zentimeter für alles

13

anhören

Aggression Manie Chef Frankfurt am Main

Ich (w/21) arbeite in einer mittelgroßen Anwaltskanzlei als Sekretärin in Frankfurt am Main. Der Job hat mir eigentlich immer sehr gut gefallen, allerdings hat mein Chef seit Kurzem einen komischen Spleen; er bezeichnet alles, was auch nur im Entferntesten mit einer Mengenangabe zu tun hat, als Zentimeter, was mich wirklich unglaublich aufregt. Angefangen hat es damit, dass er mich bat, ihm einen Zentimeter Couverts in sein Büro zu bringen. Ich wusste da, was er meinte, und fand es zu Beginn auch ziemlich lustig. Mäppchen, Papier, ja sogar Bücher wurden von ihm nach Zentimeter gemessen. Mit der Zeit wurde sein Gebrauch dieses Wortes immer inflationärer und zum Teil auch komplett sinnlos; kürzlich bat er mich, aus einer Rechtsschrift einen halben Zentimeter raus zu kopieren. Ich kopierte ihm die ganze, da ich keine Ahnung hatte, was er mit diesem ungenauen Begriff meinte. Da rastete er komplett aus, nannte mich (!) unfähig und machte mich vor einem Klienten (!) zur Schnecke. Als ich ihn auf die merkwürdige Mengenangabe hinwies, erwiderte er, dass dieser Begriff genauer gar nicht sein könnte, und die anderen Sekretärinnen ja auch wüssten, was er meine. Nach Rücksprache mit ihnen erfuhr ich, dass das nicht stimmt. Niemand weiß weder, was er jeweils genau meint, noch warum um alles in der Welt er diesen Begriff so benutzt.
Dem Fass den Boden ausgeschlagen hatte allerdings ein Vorkommnis von letzter Woche. Er bat mich, einem Stammklienten das üppige Honorar um einen Zentimeter Zehn-Euro-Noten zu kürzen. Und das, obwohl wir überhaupt nicht mit Bargeld arbeiten! Ich musste selbst herausfinden, dass das etwa 1000 Euro waren. Meine Beichte ist nun, dass ich mich nach diesem Zeugnis von Unseriosität entschlossen habe, zu kündigen. Vor diesem Spleen war mein Chef ein sehr umgänglicher Mann, aber seit er mit der Benutzung dieses Wortes begonnen hatte, wandte sich alles zum schlechten.

Beichthaus.com Beichte #00030861 vom 08.03.2013 um 22:04:06 Uhr in Frankfurt am Main (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Spionieren und löschen aus Eifersucht

29

anhören

Eifersucht Misstrauen Partnerschaft Internet Frankfurt

Ich (w/18) bin seit einem Jahr vergeben. Zurzeit läuft es allerdings sehr schlecht. Ich habe kein Vertrauen mehr in ihn und bin sehr eifersüchtig. Ich habe das Passwort von seinem Facebook-Account. Das ich auch regelmäßig verwende. Immer, wenn ich sehe, dass ihn ein Mädchen anschreibt, lösche ich diese Nachricht, bevor er sie liest. Wenn er Mädchen anschreibt, warte ich, bis sie antworten und lösche diese Nachricht ebenfalls, bevor er sie sieht. So kommt es nie zu einer Unterhaltung. Wenn wir dann telefonieren, frage ich tausendmal, ob er mir etwas zu berichten hat, bis er mit einem schlechten Gewissen beichtet, dass er mit diesen Mädchen schreiben wollte, aber sie eh nicht antworteten. Es wäre einfacher, die Beziehung zu beenden, doch das Herz spricht etwas anderes als der Verstand. Auch wenn sich das hart anhört was ich tue, ich tue es nur aus Liebe.

Beichthaus.com Beichte #00030802 vom 18.02.2013 um 20:33:52 Uhr in Frankfurt (Gerbermühlstraße) (29 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Freunde nur in der Uni

28

anhören

Engherzigkeit Ignoranz Dummheit Studentenleben Frankfurt

Ich (w/31) muss beichten, dass ich einen Freund ziemlich mies behandelt habe. Ich war damals Studentin in einer neuen Stadt und das einzige, was mich im ersten Semester interessiert hat, waren Partys und Jungs. Das Ganze machte sich dann nach den Prüfungen bemerkbar - ich bin durch so ziemlich jede gerasselt. Als ich dann die Vorlesungen das zweite (beziehungsweise das erste Mal richtig) besucht habe, lernte ich dort den besagten Freund kennen. Er war eher ein Außenseiter, aber wir haben uns gut verstanden und er war so ziemlich der einzige Grund, warum ich mein Studium überhaupt geschafft habe. Ich habe von ihm Aufschriebe bekommen und vor jeder Prüfung saßen wir zusammen und er hat mir den Stoff beigebracht. Mit der Zeit sind wir so etwas wie Freunde geworden. Das Ganze lief über Jahre sehr gut bis zum Ende unseres Studiums. Ich bin mit meinem damaligen Freund, von dem er nichts wusste zusammengezogen, habe angefangen zu arbeiten und wir haben uns ein gemeinsames Leben aufgebaut. Das Problem war, der Freund von damals hat sich immer noch regelmäßig bei mir per SMS gemeldet. Anfangs habe ich ihm noch geantwortet aber nach einer Weile nur noch ignoriert. Das Ganze lief über Wochen so, bis ich irgendwann nichts mehr von ihm gehört habe. Ich habe ihn dann gefragt, warum er nicht mehr schreibt und er hat geantwortet, dass er kein Interesse mehr an unserer Freundschaft hätte. Ich habe ihn damals einen Idioten genannt, weil er das alles wegwirft und eine Woche später ist mir durch Zufall eingefallen, dass er Geburtstag hatte. Er hatte mir zu meinem Geburtstag etwas geschenkt und ich hatte ein schlechtes Gewissen und wollte mich revanchieren. Also entschuldigte ich mich und habe ihn zum Essen eingeladen, allerdings bin ich nie zu diesem Termin erschienen. Ich weiß bis heute nicht, ob er gemerkt hat, dass ich nicht gekommen oder ob er selbst nicht da war. Ich dachte damals, dass die Studienzeit halt vorbei ist und er akzeptieren soll, dass wir keine Freunde mehr sind. Immerhin habe ich regelmäßig mit ihm Zeit verbracht und bin ihm nichts schuldig. Ein Jahr später bin ich ihm durch Zufall in der Stadt begegnet. Abends habe ich ihn per SMS gefragt, wie es ihm geht, aber als Antwort nur so etwas wie "es gibt schon genug falsche Menschen auf der Welt, da braucht es nicht noch einen, der so tut, als ob er sein Freund wäre" bekommen. Ich war damals ziemlich angepisst und eingebildet und dachte, dass er hätte froh sein sollte, dass jemand wie ich überhaupt mit ihm befreundet war. Die Sache ist jetzt über fünf Jahre her und heute tut es mir wirklich leid wie ich ihn behandelt habe und wie ich damals war. Ich habe ihm vor ein paar Tagen nochmals geschrieben aber keine Antwort mehr bekommen, deshalb beichte ich hier.

Beichthaus.com Beichte #00030755 vom 05.02.2013 um 18:40:26 Uhr in Frankfurt (Bockenheimer Landstraße) (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge