Das Lothar-Matthäus-Syndrom

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Dummheit Wollust Fremdgehen Ehebruch Verzweiflung Liebe

Ich muss beichten, dass ich wider besseren Wissens am Lothar-Matthäus-Syndrom gelitten habe. Ich bin Ende 30, muss aber dazu sagen, dass ich wesentlich jünger aussehe. Außerdem habe ich einen sehr interessanten und gut bezahlten Job. Bis vor eineinhalb Jahren war ich verheiratet mit einer sehr lieben Frau, die sich allerdings in den letzten Jahren unserer Ehe ziemlich gehen ließ. Daher fing ich an mit anderen Frauen herum zu flirten, nur flirten, nichts weiter. Bis ich SIE traf: Sie war neunzehn, Studentin und sie gefiel mir wahnsinnig gut von der ersten Sekunde an, die ich sie sah. Man könnte sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Wir trafen uns regelmäßig und irgendwann erlag ich ihrem Charme, ihrer Intelligenz, ihrer jugendlichen Unbekümmertheit und ihrem Aussehen. Leider. Ich trennte mich für sie von meiner Frau. Zuerst war alles wie im Bilderbuch: Ich fühlte mich wie 16 und schrieb ihr sogar Gedichte. Nach zwei Wochen jedoch, bei einer Veranstaltung bei der auch ich auf der Bühne stand, sah ich, wie sie sich sehr innig und lange mit einem attraktiven Mittzwanziger unterhielt. Dann verließ sie mit ihm den Saal. Etwas später kam sie jedoch allein zurück und benahm sich wie immer. Ich fragte sie natürlich, wer das gewesen war, allerdings gab sie mir darauf nur eine ausweichende Antwort. Ich beließ es dabei. Wir verbrachten noch ein paar schöne Wochen, dann fuhr sie ohne mich in den Urlaub. Als sie wieder kam, war sie abweisend, zickig und ihr Charme war komplett verraucht. Eines schönen Abends erwischte ich sie, wie sie in der Stadt mit dem Mittzwanziger Händchen haltend durch die Fußgängerzone flanierte. Ich stellte sie zur Rede und sie sagte, sie hätte sich eben neu verliebt. Für mich brach eine Welt zusammen, obwohl mir natürlich rein intellektuell klar gewesen war, dass die Liaison mit ihr nicht lange halten konnte. Jetzt stehe ich aktuell mit nichts da und das nur meiner eigenen Naivität, Blödheit und einer vielleicht beginnenden Midlife-Crisis wegen.

Beichthaus.com Beichte #00029168 vom 18.07.2011 um 23:57:11 Uhr (21 Kommentare).

Gebeichtet von guenclau
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Fußball WM 2006

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Aggression Gewalt Trunksucht Ignoranz Berlin

Als 2006 die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland war, waren meine beste Freundin und ich (w) beide 16 Jahre alt. Wir wollten an der Gedächtniskirche ein wenig den Sieg gegen Argentinien feiern. Tranken ein paar Bier und setzten uns zum Essen kurz an einer Currywurstbude an einen Tisch. Da torkelte ein Besoffener etwa Mitte 40-jähriger Kerl an, der es auf meine Freundin abgesehen hatte und sie bedrängte, sie solle ihm einen Kuss geben. Er lehnte schon über sie und ließ sich nicht abwimmeln. Ich, schon etwas angesoffen und natürlich sauer, griff meine leere Bierflasche und zog sie dem Kerl über. Er sackte zusammen und lag dann am Boden. Jung, besoffen und panisch wie wir dann waren, haben wir das Weite gesucht, anstatt noch Hilfe zu suchen.

Beichthaus.com Beichte #00029114 vom 03.07.2011 um 16:31:12 Uhr in 10789 Berlin (Breitscheidplatz) (24 Kommentare).

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Meine Frau die Autorin

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Neugier Waghalsigkeit Partnerschaft

Meine Freundin ist eine Künstlerin die unglaublich beeindruckende Bilder malt und auch relativ gut verkauft. Vor einem Jahr hat sie angefangen an einer Geschichte zu schreiben, auf ihrem Laptop, die aber nur für sie selbst gedacht ist, als Ventil oder so meinte sie. Sie bestand auch darauf dass das niemand zu lesen kriegt (gefragt habe ich oft genug!).
Ich beichte dass ich mich heimlich in ihr Büro schleiche, weil sie den Laptop meistens anlässt wenn sie kurz einkaufen geht oder kocht, und das neuste der Geschichte ausdrucke und während der Arbeit lese, weil ich nicht genug davon kriegen kann und unbedingt wissen will wie es weiter geht. Es ist eine total geniale Fantasiegeschichte in einer ganz eigenen, leicht Futuristischen Gesellschaft und ich erkenne sogar wie sie total viele Sachen aus unserem Alltag und sogar Persönlichkeiten von Freunden und sowohl sich selbst wie auch mich mit eingearbeitet hat.


Ich fühle mich schuldig dass ich in der so privaten Gedankenwelt meiner Freundin herum schnüffle, weil es fast so privat ist wie ein Tagebuch, aber ich bin geradezu süchtig nach der Geschichte und außerdem bietet mir die Geschichte einen beeindruckenden Blickwinkel auf privatere Seiten über die wir zwar auch reden, aber nie so im Detail und auf so eine Art und Weise. Zum Beispiel hat sie eine große Vorliebe für etwas kräftigere Männer, sie liebt meinen Waschbärbauch und das ist auch kein Geheimnis, aber erst seit ich die Geschichte gelesen habe verstehe ich, dass das für sie weniger etwas körperliches ist, sondern vielmehr mit dem Gefühl verbunden ist sich gut um einen Mann gekümmert und ihn verwöhnt zu haben. Und jetzt weiß ich auch, dass es viel mit ihrem Suchtkranken (und verstorbenen) Ex zu tun hatte der immer abgemagert war und den Schuldgefühlen, die sie hat, weil sie ihm nicht helfen konnte. Ich dachte immer nur sie steht halt auf ein bisschen Speck, ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht wie und wieso. Und jetzt weiß ich dass es sie beruhigt wenn ein Mann gut genährt ist weil es in ihr die Assoziation weckt dass er stark und gesund ist und das Leben genießt. Meine Frau ist nicht naiv, natürlich weiß sie das gut genährt sein nicht immer gleich bedeutet, dass alles perfekt ist, aber ich kann nachvollziehen, dass nach 4 Jahren Sex mit einem Speed-abhängigen Skelett ein kleiner Waschbärbauch etwas ganz Beruhigendes sein kann.


Außerdem weiß ich jetzt dass sie meinen Vater nicht leiden kann weil er in ihrer Story ein geiziger, misstrauischer alter Sack ist und ständig die Pläne der Protagonistin sabotiert, aber damit komm ich klar. Sie hat es sogar ganz lustig umgesetzt und was die Persönlichkeit angeht die sie beschreibt muss ich ihr sogar irgendwie recht geben. Auch wenn ich das jetzt nicht so dramatisch finde wie sie vielleicht. Es ist nicht so, dass wir nie reden, wir reden viel und gerne, aber die Geschichte zu lesen ist als würde ich das durch ihre Augen sehen und das ist was anderes. Selbst wenn sie nie wollte das jemand das so direkt sieht. Außerdem bewahre ich die ganzen Seiten die ich Ausdrucke in meinem Büro-Safe auf, aus Angst dass sie irgendwann mal alles löscht, genauso wie sie manche Bilder wegschmeißt oder sogar in den Kamin schmeißt nur weil sie es nicht (mehr) mag oder nicht mehr sehen kann.
Ich werde es ihr aber definitiv nicht verraten, weil sie dann sauer wird (weniger schlimm, das ist nach ein paar Wochen spätestens vergessen), und weil sie dann natürlich nicht mehr den Laptop offen liegen lässt und ich nicht mehr mitkriege wie es weiter geht - falls sie dann überhaupt weiter schreibt. Noch dazu beichte ich, dass ich mir aus der Geschichte Ideen fürs Schlafzimmer hole, wenn ich gerade selber keine großen Ideen habe.

Beichthaus.com Beichte #00029104 vom 30.06.2011 um 05:54:16 Uhr (30 Kommentare).

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Aktivist auf Hochtouren

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Falschheit Manie Ignoranz Auto & Co.

Ich (m/22) beichte hiermit, dass ich ein Umweltsünder bin und gleichzeitig Mitglied bei Greenpeace und bei den Grünen. Ich beschimpfe meine Mitmenschen häufig und gerne, wenn diese mit dem Auto zur Universität kommen. Dabei fahre ich selber des Öfteren abends, wenn die Straßen frei sind einfach so grundlos in der Gegend herum. Manchmal auch stundenlang und bis zu 100 Kilometer, einfach weil es mir Spaß macht. Ich liebe die Geschwindigkeit, das Autoradio und freie Autobahnen ohne Tempolimit. Ich achte dann immer akribisch darauf, dass ich nicht von meinen Freunden, oder meiner Freundin erwischt werde, weil sonst meine Glaubwürdigkeit dahin wäre. Deshalb schicke ich meine Freundin abends öfters mit ihren Freundinnen weg und drehe dann meine Runden. Zur Uni komme ich dann immer mit der U-Bahn, damit keiner was merkt. Meine Freundin wundert sich zwar immer, warum die Kilometeranzeige von unserem Auto wöchentlich um fast Tausend Kilometer steigt, aber bisher ist sie zum Glück nicht dahinter gekommen. Ich nehme mir eigentlich täglich vor, das Auto jetzt für immer stehen zu lassen, aber es ist leider wie es ist: Ich bin überzeugter Umweltaktivist und mein größtes Hobby ist Auto fahren bei 6.000 Touren und mehr.

Beichthaus.com Beichte #00029056 vom 19.06.2011 um 17:14:43 Uhr (35 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Umsonst Taxi fahren

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Boshaftigkeit Geiz Engherzigkeit Rache Last Night Hamburg

Es war etwa vor 3 Wochen als ich (w/21) mit einer Freundin in die Disco gegangen bin. Der Abend war ganz schön und lustig und natürlich war viel Alkohol im Spiel. Nach einer Weile sprach mich ein Mann an und baggert mich ziemlich böse an. Am Anfang war er noch nett, doch je länger er sich mit mir unterhielt, desto mehr wurde klar, dass er nur das Eine wollte. Enttäuscht von dieser Situation kotzte ich mich bei meiner Freundin aus, dass Männer ja eh immer nur das eine wollen, man keine anständigen kennen lernt, dass die ganze Welt ja so schlecht ist und ich jetzt auch mal Arschloch werde und mich an der verdammten Männerwelt räche. So gegen etwa vier Uhr sprach mich dann noch ein Mann an, es war ein total super Gespräch und wir waren echt auf einer Wellenlänge oder einfach bei dem selben Promillegehalt. Jedenfalls wollte ich nach Hause und da kam mir eine ganz fiese Idee im Nachhinein. Ich fing also das Flirten mit ihm an, was dann in wilder Knutscherei endete und fragte, ob er mit zu mir kommen wollte, nach etwas Überredungskunst und dem Vorwand, dass ja bei mir im Bad eine riesige spinne sei und ich Frau ja Angst habe, willigte er auch ein mit zu kommen. Wir gingen als raus aus der Disco und zum nächsten Taxistand. Ich knutschte während der ganzen Fahrt wild mit ihm rum und er sagte mir noch, dass er nicht vor hat, mit mir zu schlafen, dass er schnelle Nummern nicht mag und mich ja so sympathisch fand. Er wollte nur mein Retter in der Not sein, wegen der Spinne. Ich sagte dem Taxifahrer dann, dass er kurz an der Fußgängerpassage, die keine fünf Minuten von mir zu Hause war, halten sollte, da ich noch kurz zur Bank wollte. Er wartete im Taxi. Und ich verschwand einfach. Ich bin nach hause gegangen. Als ich zu Hause war, lachte ich noch ein bisschen schadenfroh vor mich hin, was er für ein Idiot sei und was das für eine kostengünstige Alternative sei nach Hause zu kommen. Nur als ich dann morgens aufgewacht bin, fing ich echt an mich zu schämen. Ich habe den armen Kerl einfach mit den Kosten sitzen lassen und bin abgehauen

Beichthaus.com Beichte #00029039 vom 15.06.2011 um 19:16:16 Uhr in Hamburg (24 Kommentare).

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