Der geschminkte Gartenzwerg
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Am nächsten Tag hörten wir, wie die Lehrerin davon sprach, dass ihr wieder einmal der Gartenzwerg geklaut wurde. Übrigens war das eine tolle, sehr liebe Frau, also man hatte keinen Grund ihr etwas Böses zu wollen. Es war eben einfach eine Dummheit.
Jedenfalls stand besagter Gartenzwerg nun immer noch, schwarz angemalt, in meinem Zimmer und wir überlegten, ob wir ihn einfach zurückstellen sollten, trauten uns aber nicht. Warum auch immer! Theoretisch hätten wir ihn einfach heimlich nachts, oder selbst tagsüber, wieder vor ihre Tür stellen können. Haben wir aber nicht. Als ich dann später in ein anderes Gebäude auf dem Gelände umzog, nahm ich den Zwerg mit dorthin. Ich weiß gar nicht, wo der immer war, vermutlich im Schrank oder in einer Kiste, denn sonst wäre er ja irgendeinem Lehrer bei einer Zimmerkontrolle mal aufgefallen. Selbst als ich dann über ein Jahr später wieder zu meinen Eltern zurückkehrte, nahm ich den Zwerg mit. Immer noch schwarz angemalt.
Dort platzierte ich ihn einfach gut sichtbar auf einem meiner Schränke. Irgendwann nahm unsere Putzfrau ihn und stellte ihn in den Vorgarten. Meine Eltern fragten mich hinterher, wo ich den eigentlich her habe, der wäre ja toll. Ich weiß nicht mehr genau, was ich gesagt habe, aber in jedem Falle habe ich mir natürlich irgendetwas aus den Fingern gesogen. Noch heute, wenn ich den Zwerg so in unserem Garten stehen sehe, schäme ich mich. Weil er nicht mir gehört, sondern geklaut ist und vor allem, weil wir ihn einer sehr liebenswerten Frau gestohlen haben, die das eigentlich nicht verdient hatte. Es tut mir wirklich sehr Leid und ich ärgere mich, dass ich nie den Mut hatte den Zwerg wieder zurückzustellen. Ich schätze mal, dass die Lehrerin schon lange nicht mehr daran denkt oder sich ärgert, aber trotzdem war das ganz schön mies. Ich bitte um Absolution!