9696 Übertragen der Gefühle

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Begehrlichkeit Kollegen Brandenburg

Ich (w/24) fühle mich irgendwie zu meinem Arbeitskollegen hingezogen. In Tagträumen, und besonders schlimm, in der Nacht, stelle ich mir immer wieder eine Affäre mit ihm vor. Das Ganze begann vor ein paar Monaten, weil von ihm immer wieder irgendwelche Andeutungen und kleine Gesten kommen, dass er mich nicht ganz uninteressant findet. Jedes Mal, wenn ich mich dabei ertappe, bin ich enttäuscht von mir, wie ich so etwas denken kann und fühle mich, als hätte ich meinen Ehemann betrogen, denn ich finde Ehebruch einfach falsch! Mittlerweile sage ich mir, dass ich mir das alles einbilde, mit den Andeutungen und den anderen Dingen, denn ich bin glücklich verheiratet und plane Kinder mit meinem Mann. Mein Kollege ist übrigens auch verheiratet und hat zwei Kinder. Ich denke, das Problem entsteht dadurch, dass ich die Gefühle, die ich für meinen Mann habe, auf ihn übertrage, denn mein Kollege ist wie mein Mann, - also von der Statur, dem Charakter und den Ansichten - nur mit einer anderen Haarfarbe. Jedenfalls tun mir diese Gedanken wahnsinnig leid und ich hoffe, dass ich mich schnell wieder in den Griff bekomme.

Beichthaus.com Beichte #00031355 vom 05.06.2013 um 12:19:28 Uhr in Brandenburg (Berliner Straße) (14 Kommentare).

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9697 Streit mit dem Stiefvater

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Boshaftigkeit Selbstsucht Misstrauen Familie

Ich möchte beichten, dass ich meinem Stiefvater das Leben mehr oder minder zur Hölle gemacht habe. Meine Mutter und ich sind vor 20 Jahren zu ihm gezogen. Ich war damals sieben Jahre alt und absolut unzuverlässig. Aufgaben im Haushalt? Machte ich nicht und sagte später: "Habe ich vergessen." Im Tagebuch schrieb ich, dass ich mir seinen Tod wünsche, und ließ es dann offen liegen. Gegenüber Freunden, Familie und Lehrern stellte ich ihn als schlechten Menschen dar. Außerdem bestand ich auf die Bezeichnung "Stiefvater". Mit der Zeit nahm mein Stiefvater an, ich würde das aus böswilliger Absicht machen - und zwar um ihn und meine Mutter auseinander zu bringen. Das stimmte nicht so ganz - mit wenigen Ausnahmen. Ich war einfach nur faul, unzuverlässig, und nach einigen Jahren pubertär. Was als Missverständnis begann, wurde schnell zu einem Krieg. Er bewies wenig Geduld mit mir und flippte bei geringen Fehlern sofort aus. Mit der Zeit wurde ich immer bockiger und machte erst recht nicht das, was er mir sagte. Ich begann teilweise sogar, die Beziehung meiner Eltern mit Absicht zu sabotieren. Auch wenn ich das damals nicht so gesehen habe.


Ich habe den Mann gehasst und fühlte mich extrem unwohl, wenn ich mit ihm alleine war. Am tollsten fand ich immer, wenn er Samstag und Sonntag privat arbeiten war, weil ich dann Ruhe hatte. Als er einen Unfall hatte und einen komplizierten Bruch im Sprunggelenk hatte, habe ich ihm das gegönnt. Noch dazu kam meine Mutter ständig zwischen die Fronten. Damals fühlte ich mich im Recht. Heute - mit 28 - erkenne und sehe ich, wie meine Aktionen auf ihn gewirkt haben müssen, und kann seine Reaktionen nachvollziehen. Es tut mir leid. Inzwischen hat sich unser Verhältnis stark gebessert. Wir werden niemals so eng verbunden sein, wie er es mit meinem Bruder - seinem Sohn - ist, aber wir können inzwischen mehrere Stunden allein in einem Raum ohne Drama sein. Das haben wir früher nicht einmal für zehn Minuten geschafft. Deswegen tut mir das Ganze furchtbar leid. Ich wünschte, ich könnte so einiges ungeschehen machen.

Beichthaus.com Beichte #00035603 vom 30.04.2015 um 21:02:41 Uhr (4 Kommentare).

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9698 Erziehungseffekt bei Schwarzfahrern

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Boshaftigkeit Schamlosigkeit Maßlosigkeit Arbeit Bahn & Co. Dirmstein

Ich (m/36) bin seit vielen Jahren Fahrkartenkontrolleur im Saarland. Vorwiegend bin ich in Bussen unterwegs und kann von mir behaupten einige notwendige Skills zu besitzen, die man als Kontrolleur so braucht. Wenn ich mit meinem Kollegen "auf Streife" bin, ziehen wir konsequent durch. Normalerweise kontrolliert einer von vorne und der Andere von hinten rum, um so effizienter sein zu können. Ich aber halte mich nicht an die dämlichen Regeln der Verkehrsgesellschaft. Meiner Meinung nach ist es klüger, wenn einer die Ausgänge bewacht und einer allein die Kontrollen macht. Oft kommt es vor, dass irgendwelche Halbstarken meinen, am nächsten Haltepunkt das Weite suchen zu müssen. Durch das Bewachen der Ausgänge wird genau dem entgegengesetzt. Sollte es so jemanden geben, schreit mein Kollege ihn aufs Härteste an. Es ist immer wieder amüsant, in die Blicke der verängstigten Teenager zu schauen. Selbstverständlich versucht mein Kollege, so persönlich wie möglich zu werden. Erst vor Kurzem hat sich mein Genosse über die Sommersprossen eines Pubertierenden lustig gemacht. Nicht nett, aber das wird hoffentlich Wirkung gezeigt haben.


Auch eine Masche von mir ist es, die Schwarzfahrer bloßzustellen. Jedem Schwarzfahrer erzähle ich eine dreiminütige Predigt in einer Lautstärke, die jeder im Bus mitbekommt. Für mich hat das eine Art Erziehungseffekt, wenn der Schwarzfahrer rot anläuft. Ich versuche dabei den Schwarzfahrer so sehr es geht zu demütigen. Mein Motto lautet: Nur gedemütigte Schwarzfahrer lernen die Lektion. Hautfarbe, Religion, Alter oder Weltanschauung spielen für mich keine Rolle, auch wenn ich zugeben muss, dass doch überwiegend Ausländer schwarzfahren. So kann ich immerhin behaupten, kein Rassist zu sein. Mein größter Traum ist es, die Zahl der Schwarzfahrer auf das nicht Messbare herunter zu drücken, damit Recht und Ordnung überhandnehmen. Vielleicht liest der eine oder andere Kontrolleur mit und kann sich so ein paar Inspirationen holen. Ich beichte hiermit offiziell, Schwarzfahrer fertigzumachen, verweise aber wiederholt auf den Erziehungseffekt.

Beichthaus.com Beichte #00035123 vom 20.02.2015 um 20:13:47 Uhr in Dirmstein (47 Kommentare).

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9699 Eine billige Arbeitskraft für meinen Chef

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Rache Zorn Ekel Chef Arbeit

Ich (w/22) habe meine Ausbildung zur Bürokauffrau in einem kleinen Handwerksbetrieb gemacht. Als junge Frau wird man dort leider nicht ganz wahrgenommen. Ich war für meinen Chef einfach die billige Arbeitskraft und durfte jegliche Drecksarbeit machen: Hof fegen, Taxi spielen, als er seinen Führerschein abgeben musste, Kaffee kochen, Klo putzen und so weiter. Außerdem war er absolut cholerisch und ein richtiges Arschloch. Eines Tages bat er mich darum, sein Essen in der Mikrowelle zu erhitzen. Ich wäre innerlich fast ausgerastet, habe aber gedacht, jetzt oder nie! Also habe ich sein Essen erwärmt - nachdem ich ordentlich reingespuckt und mit dem Löffel einmal kurz durch die Kloschüssel gekratzt habe! Ich habe es innerlich so richtig genossen, als er sein Essen gefressen hat! Er hatte es verdient!

Beichthaus.com Beichte #00036586 vom 08.09.2015 um 14:14:03 Uhr (9 Kommentare).

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9700 Ich warte bis zur Richtigen!

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Stolz Eitelkeit Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich (m/21) möchte einmal beichten, dass ich noch Jungfrau bin, obwohl ich es schon lange hätte ändern können. Ich bin in einer glücklichen Beziehung und meine Partnerin weiß darüber Bescheid. Da ich früher nur Beziehungen hatte, die dank der Frauen zu Ende gingen, hatte ich zu dem Zeitpunkt zwar eine Chance dazu, das zu ändern, habe mich allerdings immer strikt dagegen gewehrt. Aber mittlerweile bin ich sogar fast schon stolz darauf, dass ich mich darauf noch nicht eingelassen habe, sondern gewartet habe bis jetzt - bis zur richtigen Frau. Ich finde es aber dennoch ungewöhnlich und verneine die Frage jedes Mal, wenn ich gezielt danach gefragt werde.

Beichthaus.com Beichte #00037139 vom 30.11.2015 um 17:36:54 Uhr (15 Kommentare).

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