4721 Kleine Hürden beim Einkauf

25

anhören

Engherzigkeit Boshaftigkeit Hochmut Morallosigkeit Arbeit Stadthagen

Ich (m/22) bin zurzeit Auszubildender bei einer großen Lebensmittelkette und werde hin und wieder an der Kasse eingesetzt. Bei den etwas kräftig gebauteren Kunden habe ich immer den Drang, die gescannten Waren so ungünstig auf das Rollband zu legen, dass sich diese, für ihre Verhältnisse, "stark" nach vorne beugen und sich somit anstrengen müssen.

Vergebt mir, aber ich muss mir immer das Lachen verkneifen, wenn ich sehe, dass diese Kunden dann nicht an ihre Pizzakartons rankommen, und ich diesen noch gnädig mit einem "Oh, das tut mir aber leid" helfe, an ihr ungesundes Zeug ranzukommen. Natürlich mache ich dies nicht bei Älteren oder schwachen Menschen!

Beichthaus.com Beichte #00031520 vom 26.06.2013 um 23:28:26 Uhr in 31655 Stadthagen (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

4722 Süchtig nach IKEA Hot Dogs

12

anhören

Völlerei Begehrlichkeit Sucht Ernährung

Süchtig nach IKEA Hot Dogs
Ich (w/22) bin verliebt - und zwar in die Hot Dogs vom Imbiss des schwedischen Möbelhauses mit I am Anfang! Meine Beichte: Ich male mir nachts oft aus, einmal in das Bistro einzubrechen und mich dort mit leckeren, warmen Hot Dogs, mit ordentlich Gürkchen, Zwiebeln, Ketchup und dem French-Dressing abzufüllen, bis mir schlecht ist oder diese ewigen Gedanken an dieses bestimmte Nahrungsmittel von dort ein Ende nehmen. Manchmal fahre ich nur dorthin, um ein oder zwei Dinge zu kaufen und dann einen Hot Dog zu essen. Dabei ernähre ich mich sonst sehr bewusst und bin alles andere als adipös. Bestimmt haben sie ein Suchtmittel in den Zutaten!

Beichthaus.com Beichte #00034366 vom 20.11.2014 um 00:46:07 Uhr (12 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

4723 Mein Kampf gegen Alltagsrassismus

32

anhören

Vorurteile Ungerechtigkeit Zorn Gesellschaft

Ich (25) bin gebürtige Lateinamerikanerin mit europäischen und nordafrikanischen Vorfahren. Meine Mutter und ich leben seit 1998 in Deutschland, wir sind beide integriert, beherrschen die deutsche Sprache fließend und haben schon immer gearbeitet. Schon als Kind trug ich Zeitungen aus oder half in der Nachbarschaft gegen Geld aus, um meiner Mutter etwas unter die Arme zu greifen und mir selbst etwas leisten zu können. In der Nachbarschaft waren wir stets bekannt und wurden auch gemocht. Für unsere Nachbarschaft, die überwiegend Deutsche waren, spielte unsere Herkunft nie eine große Rolle und wir wurden auch so angenommen, wie wir sind. Dennoch habe ich bis heute mit Alltagsrassismus zu kämpfen. In der Schule, die zwar zum Großteil aus Migranten bestand, wurde ich häufig wegen meiner Herkunft auf das Übelste beschimpft, beleidigt und sogar geschlagen. Sowohl von Deutschen als auch von Migranten aus dem arabischen Raum oder dem Kosovo, die einen noch dunkleren Teint hatten.


Die Lehrer unternahmen jedoch nichts und dies ging bis zur weiterführenden Schule so weiter. Meine "Integration" ging sogar so weit, dass ich mich immer noch versuche, mich auch optisch anzupassen. Ich habe mir bereits als Kind schon die Haare chemisch geglättet, mich stets gut gekleidet und die Haare heller gefärbt. Glücklicherweise habe ich grünbraune Augen und durch meine europäischen Vorfahren einen mediterranen Teint, sodass viele denken ich sei Halbdeutsche. Wenn es nicht so wäre, hätte ich meine Haut wohl sogar mit kosmetischen Mitteln aufgehellt. Blöderweise habe ich die markanten Gesichtszüge meiner afrikanischen Vorfahren und fühle mich deshalb auch unwohl. Seitdem ich weiß, dass man durch einen chirurgischen Eingriff auch etwas daran ändern kann, spare ich für eine Rhinoplastik, um meine Nasenflügel verschmälern zu lassen. Das Mobbing hatte zwar aufgehört, da ich nach der 10. Klasse auf das Gymnasium ging und in der neuen Schule neue Freunde gefunden habe, jedoch geht der Alltagsrassismus weiter.


Ich werde weiterhin oft unterschätzt, falsch eingeschätzt oder sexualisiert - wegen meiner offensichtlichen Herkunft. Als ich nach dem Abitur eine Ausbildung gesucht hatte, musste ich in manchen Betrieben den Einstellungstest zwei Mal machen, weil ich des Betruges bezichtigt wurde! Ich bekam sogar Absagen, weil ich angeblich nicht ins Bild des Klientels passen würde. So stand es in einigen Absagensschreiben schwarz auf weiß! Dabei habe ich mich gepflegt und schlicht gestylt präsentiert. Hosenanzug, Schuhe mit leichtem Absatz, schlichte Hochsteckfrisur, schlicht geschminkt und zwei Spritzer Jasminparfüm. Glücklicherweise habe ich nach etwas über einem Jahr doch eine Ausbildung gefunden, diese erfolgreich beendet und ein duales Studium im selben Betrieb angefangen.
Privat ist es leider so, dass ich oft in eine Schublade gesteckt oder zwischendurch auf offener Straße beleidigt werde. Und das in einer westfälischen Großstadt!


Eine Liebesbeziehung ist auch nicht einfach, da Männer und Frauen mich für einen One-Night-Stand halten, obwohl ich noch nie einen hatte und bisher nur zwei längere feste Beziehungen hatte. Ich ziehe mich auch eher sportlich an, statt aufreizend, da ich in meiner Freizeit viel Sport betreibe und es praktischer ist. Auf Partys wurde ich auch begrapscht, oft mit der Begründung, dass "schwarze Frauen" eh immer willig sind und mein Körper für Sex gemacht sei. Wenn ich mich dagegen wehre, da ich schon seit 12 Jahren kickboxe, werde ich immer als aggressive "Schwarze" abgestempelt, obwohl ich keine bin. Oft werden mir Sachen zugesprochen, die gar nichts mit meiner Persönlichkeit zu tun haben. Beispiele dafür sind: Ich könne singen, beherrsche jeden Tanz der Welt, nehme Drogen, wäre gut im Bett und vieles mehr!


Meine Beichte ist, dass ich immer, wenn mir jemand mit irgendeinem rassistischen Mist ankommt, demjenigen am Liebsten die Fresse polieren möchte, aber meine Erziehung sagt mir, dass ich weder rechtliche Konsequenzen haben möchte, noch möchte ich mir meine Hände schmutzig machen. Glücklicherweise sind nicht alle Menschen so und ich bin froh und vor allem dankbar dafür, dass ich in Deutschland eine gute Zukunft habe, obwohl meine Mutter und ich von ganz unten anfangen mussten und dass ich offene und ehrliche Menschen als Freunde habe.

Beichthaus.com Beichte #00037824 vom 14.03.2016 um 10:37:42 Uhr (32 Kommentare).

In WhatsApp teilen

4724 Wie der Lover aus dem Bett fällt

8

anhören

Rache Boshaftigkeit Zorn Nachbarn Stein-Neukirch

Unsere Nachbarschaft ist ziemlich verfeindet, das ganze Wohngebiet streitet sich mit den anderen Bewohnern. Auch Müll liegt öfters auf meinem Gartensitzplatz. Letztens habe ich dann die lieben Nachbarn mal wieder bei offenem Fenster beim Vögeln gehört und da kam mir die ultimative Racheidee. Bei uns ist es ziemlich waldig und so schlich ich mich unentdeckt zum Fenster des Feindes. In meiner Hand befand sich ein Druckgashorn. So etwas kennt ihr vielleicht von Fußballfeldern oder bei Sprengungen. Ich richtete also zielgenau das Horn ins Fenster und betätigte es zwei Mal kurz. Ich hörte zwischen dem Hundegebell einen grässlichen Schrei und einen dumpfen Knall. Der Lover fiel tatsächlich aus dem Bett. Laut lachend rannte ich zurück nach Hause und beobachtete, wie bei allen das Licht anging und die meisten panisch aus ihren Fenstern schauten. Es vergingen sicher nochmals zehn Minuten, bis das Hundegebell verstummte und die Leute wieder schlafen gingen. Ich habe aber noch nie so einen Lachkrampf gehabt. Seitdem ist nachts Ruhe und die Fenster sind zu. Ich bitte um Vergebung, da ich die lieben unschuldigen Hunde um ihren Schlaf gebracht habe.

Beichthaus.com Beichte #00035744 vom 18.05.2015 um 22:35:19 Uhr in Stein-Neukirch (8 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

4725 Probleme eines frischgebackenen Vaters

6

anhören

Waghalsigkeit Kinder Arbeit Bahn & Co.

Ich bin Straßenbahnfahrer und seit Kurzem auch Vater einer kleinen Tochter. Sie hält mich ganz schön auf Trab. Nachts schreit sie oft und hält mich so vom Schlaf ab. Das führt dazu, dass ich viel öfter müde bin, als vor der Geburt. Nun hat das aber schlimme Konsequenzen genommen - als ich heute wieder Straßenbahn fuhr, war ich so müde, dass ich mich auf die Ampel für Autos konzentriert habe. Auf einmal schaltet die Ampel auf rot um, und obwohl ich gerade erst von der Haltestelle angefahren war, stieg ich vor Schreck voll in die Eisen. Lautstark bremste die Straßenbahn, und einige Fahrgäste, die sich noch nicht setzen konnten, stolperten oder stießen mit anderen zusammen. Das weckte mich aus meiner Müdigkeit. Ich werde mich gleich morgen erkundigen, ob ich nicht Fahrzeiten bekommen kann, die auch meiner Tochter besser gefallen. Bei all meinen Fahrgästen, die ich so schockiert habe, will ich mich an dieser Stelle entschuldigen. Es wird (hoffentlich) nie wieder vorkommen.

Beichthaus.com Beichte #00035027 vom 06.02.2015 um 01:03:27 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge