3881 Der Unfall nach dem ersten Bier

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Verzweiflung Tiere Unfall Lutherstadt Wittenberg

Es geschah, als ich 13 Jahre alt war und ich hoffe noch immer, dass das Tier jetzt Ruhe hat. Es war Sommer und ich (w) fuhr fast jeden Tag mit dem Rad in die Stadt, an diesem Tag traf ich mich mit einer Freundin im Garten ihrer Eltern, die an diesem Tag nicht da waren. Man muss jetzt wissen, dass es zu meiner Jugendzeit noch nicht normal war, dass man mit 13 Alkohol trinkt. Worauf es hinausläuft, kann man sich jetzt denken: wir fanden in dem kleinen Kühlschrank der Gartenlaube Bier und mit jugendlichem Leichtsinn reich bestückt, dachten wir uns, dass es nicht auffallen würde, wenn zwei Bier fehlten. Wir tranken also jeder eins, es schmeckte nicht schön, trotzdem fanden wir uns cool.


Am frühen Abend trat ich schließlich den Nachhauseweg an, leicht angeschickert. Ich fuhr freihändig den altbekannten Waldweg entlang und checkte währenddessen mal mein Handy, als ein Eichhörnchen über den Weg sprang und direkt gegen beziehungsweise in meine Speichen. Ich überschlug mich. Das Eichhörnchen sah übel aus, halb überfahren, halb einfach nur mit verqueren Gliedmaßen und Proportionen, lag es neben meinem Fahrrad. Es lebte noch und es tat mir so leid. Es atmete schwer und quälte sich sichtlich. Ich wollte es von seinem Leiden erlösen, aber ich traute mich einfach nicht und wusste nicht, wie. Ich saß über eine Stunde neben dem Eichhörnchen und wartete drauf, dass es starb. Schließlich legte ich es an den Waldrand bedeckte es mit ein paar Blättern und schob mein leicht demoliertes Rad nach Hause. Ich schlief schlecht und träumte schlecht. Das Ganze hing mir so sehr nach, dass ich erst mit fast 17 Jahren wieder etwas trank. Ich fahre bis heute weder Rad noch Auto, wenn ich auch nur den kleinsten Tropfen Alkohol intus hab und checke dabei nie mein Handy. Das Eichhörnchen tut mir immer noch leid und ich hoffe, dass es im Himmel viele Nüsse gibt und keine leichtsinnigen, jugendlichen Radfahrer.

Beichthaus.com Beichte #00031072 vom 24.04.2013 um 20:54:08 Uhr in Lutherstadt Wittenberg (10 Kommentare).

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3882 Firmenwagen mit 200 PS

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Neid Auto & Co. Arbeit

Bei uns in der Firma wurden neue Dienstwagen beschafft. Unser Chef hat für uns 12 Außendienstmitarbeiter Kataloge eines tschechischen Autoherstellers auf den Tisch gelegt und gesagt, wir sollen von der Type jeder für seinen Wagen Extraausstattungen aussuchen - aber nicht übertreiben. Ein paar Tage später, als ich der Firma war, habe ich meinen Chef beim Kaffeeautomaten getroffen. Er hat sich bedankt, weil ich ein paar Tage zuvor einem guten Kunden bei einer Störung helfen konnte und dem Kunden dadurch eine Menge Geld ersparte, weil er fast keine Stillstandzeiten hatte. Normalerweise werkeln Außendienstmitarbeiter nicht an den Maschinen, dafür gibt es Servicetechniker, aber ich habe früher auch als Servicetechniker in der Firma gearbeitet, deswegen konnte ich das Problem relativ schnell beheben, da ich in der Nähe war und ein Servicetechniker von uns erst Stunden später dort hätte aufschlagen können.

Dann fragte er mich, ob ich schon meine Extraausstattungen für den Dienstwagen gewählt hätte und ich sagte spaßeshalber: "Ja, nur eine, die Ausstattungslinie RS." Er lachte nur und fragte, was ich mit so einem starken Fahrzeug wolle. Ich sagte: "Naja, Außendienst halt" und ging weiter davon aus, dass wir immer noch nur miteinander scherzten. Meine Extraausstattungen hatte ich ja schon gewählt und die Liste abgegeben - mit ein paar Extras für den Standard 115-PS-Kombi. Jetzt, vier Monate später haben wir unsere Fahrzeuge bekommen. Ich bin der Einzige, der die Ausstattungslinie RS mit Vollausstattung bekommen hat - mit über 200 PS. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Mein Chef hatte den Scherz für bare Münze genommen.

Meine Kollegen haben alle ihre 115-PS-Kutschen mit ein paar Sonderausstattungen bekommen. Die Kollegen haben alle die Einheitswagenfarbe der Firma bekommen. Ich habe eine andere geile Lackfarbe bekommen, weil es den Einheitsfarbton der Firmenautos nicht für die Ausstattungslinie RS gibt. Ich habe mich artig bei meinem Chef bedankt und versucht, nicht in die teils enttäuschten und teils verärgerten Gesichter meiner Kollegen zu sehen. Ich möchte beichten, dass ich aufgrund eines vermeintlichen Scherzes mit meinem Chef ein viel besseres Fahrzeug als meine Kollegen bekommen habe. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00038779 vom 29.09.2016 um 12:42:40 Uhr (18 Kommentare).

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“Beichte

3883 Wenn aus Spaß ernst wird

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Lügen Morallosigkeit Telefon

Als ich ungefähr sieben Jahre alt war und meine Schwester circa 18 besuchte ich sie in ihrer Wohnung. Es dauerte nicht lange, bis ich auf die Idee kam, fremde Leute anzurufen, um sie zu ärgern und hinter das Licht zu führen. Also nahmen wir das Telefonbuch und suchten uns immer gemeinsam einen Namen aus. Als die Person am anderen Ende zu hören war, habe ich mich z.B. als die Telekom ausgegeben. Ich erzählte den Leuten, dass deren Leitung verstopft sei und sie doch mal bitte kräftig ins Telefon pusten sollen. So unlogisch es klingen mag, vor allem ältere Menschen, taten, was ich ihnen sagte. Meine Schwester und ich lachten uns wirklich kaputt. Aber dann geschah es. Ich wählte eine Nummer, und als ein Mann den Hörer abnahm, sagte ich: "Papa, Papa, hilf mir doch, hier brennt es, Papa, ich habe solche Angst, Hilfe!" Was ich nicht ahnte: Der Mann nahm meine Worte todernst. Er fragte mich sehr besorgt, wo ich sei. Dann legte ich auf. Ich wusste nicht, wie ich mich jetzt verhalten soll. Meine Schwester zwang mich dann regelrecht, die Familie noch einmal anzurufen, um die Wahrheit zu sagen, dass das alles nicht stimmt. Schweren Herzens und mit zitternden Knien rief ich noch einmal an. Diesmal nahm eine Frau den Hörer ab. Ich hörte schon an ihrer Stimme, dass sie sehr aufgebracht war. Stotternd und kleinlaut sprach ich die Wahrheit aus und entschuldigte mich für meine Scherze. Mir tut es sehr Leid, dass ich diese Familie in eine solche Situation gebracht habe.

Beichthaus.com Beichte #00026981 vom 11.09.2009 um 15:48:40 Uhr (11 Kommentare).

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3884 Popeln im Bad

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Peinlichkeit Unreinlichkeit Ekel Arbeit Braunschweig

Ich schäme mich ein bisschen dafür und eigentlich ist es auch ziemlich ekelhaft, aber ich popel mit dem größten Vergnügen. Immer wenn ich mich unbeobachtet fühle, flutscht der Finger in meine Nase. So auch letzte Woche auf der Arbeit. Man muss dazu sagen, dass ich gerade auf Toilette saß. Also saß ich da und bohrte in der Nase. Als ich dann das ans Tageslicht beförderte Nasenprodukt betrachtete, hatte ich nichts anderes zu tun, als dieses an die Wand der Toilettenkabine zu schmieren. So machte ich das ein paar Mal. Irgendwann fand ich auch einen gewissen Gefallen daran. Einige Tage später ging ich wieder in die besagte Toilettenkabine. Zu meiner Überraschung hing dort ein Zettel mit der Aufschrift "Bitte keine Popel an die Wand schmieren, man kann ja auch Klopapier benutzen und es runterspülen!" Das war mir extrem peinlich, dass ich ertappt worden war. Seitdem gehe ich nicht mehr in diese Kabine. Aber ich werfe jeder Frau, die aus dieser Kabine kommt, einen vernichtenden Blick zu und schüttele mit dem Kopf. Denn ich fühle mich besser, wenn ich so tue, als wäre es eine dieser Damen gewesen, die die Wand beschmiert hat. Bis heute weiß niemand, dass ich das eigentlich war, die die Wand mit Popeln beschmiert hat. Übrigens habe ich das Popeln nicht aufgegeben. Ich werde immer weiter machen und die Schuld dann anderen in die Schuhe schieben.

Beichthaus.com Beichte #00026435 vom 03.06.2009 um 09:06:04 Uhr in Braunschweig (22 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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3885 Krampf im Oberschenkel

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Masturbation

Ich habe gerade masturbiert und hatte während des Orgasmus einen Krampf im rechten Oberschenkel. War ziemlich mies!

Beichthaus.com Beichte #00024339 vom 27.07.2008 um 17:44:58 Uhr (24 Kommentare).

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