25096 Mein armseliges Leben kotzt mich an!

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Mahlsdorf

Heute ist es mal wieder soweit und es kotzt mich alles an. Auf der Arbeit bekommt man mit jeder neuen Regel mehr Raum genommen, was sich immer mehr auf die Laune auswirkt, wie ich zur Arbeit gehe. Früher oder später wird es mich ankotzen hinzufahren und alles nur, weil ich zu feige bin, den nächsten Schritt zu machen. Ich bin 28 und stelle fest, dass so gut wie jeder um mich herum mit Abschluss der Lehre weitergemacht hat. Da hat es nun Techniker, Meister usw, der einzige Blödmann, der nach wie vor normaler Geselle ist, bin ich. Zwar verdiene ich annehmbar, aber dafür hänge ich auch im Schichtdienst und geh arbeiten, wenn andere frei haben, was mich mittlerweile auch maßlos ankotzt. Ich habe aber auch keine Lust weiter Schule zu machen, erst Recht nicht, da es mehr als ungewiss ist, in der versauten Wirtschaft hier überhaupt den erstrebten Posten zu bekommen.

Dazu kommt, dass ich mittlerweile Kosten zu decken habe, die einen Job voraussetzen, also einfach kündigen und Schule machen wie manch ein verwöhnter Arsch das macht, läuft nicht. Meine berufliche 'Karriere' ist nicht das Einzige, was ich mir mit meiner faulen, ängstlichen und inkonsequenten Art versaue, das Gleiche spielt sich im Freundeskreis und bei Beziehungen ab. Beides existiert nicht mehr. Ich sehe mich schon als 40-jähriger Single, verdreht und alles am mies machen, den keine Sau mag. Ich sollte mich bewerben, die Firma wechseln um wenigstens etwas Selbstachtung zu gewinnen. Momentan arbeite ich da wo ich gelernt habe und werde wohl nie Ernst genommen. Auch wegen eigenem Verdienst, nämlich dem Zwang ständig irgendwelche Leute zum Lachen zu bringen. Das hat mir dann den Ruf als Pausenclown eingebracht, der auch mehr schadet als nützt, denn Komiker bin ich nicht.

Alles in allem stehe ich in einer Sackgasse, an deren Ende ich zwar noch nicht angekommen bin, aber aus der es auch keinen Ausweg gibt und an allem bin ich selbst Schuld. Es ist nur eine Frage der Zeit bis ich entweder total abstürze, oder an einem Strick hänge. An letzteres habe ich sogar öfter gedacht als gesund sein sollte, aber was hat dies wohl verhindert? Genau, ich hatte auch dazu viel zu viel Schiss, um es durchzuziehen. Habe mir immer gesagt, es ist wegen meiner Familie. Die handvoll Leute denen ich vielleicht noch was bedeute und denen ich so etwas nicht auflasten will. Armselig oder?

Beichthaus.com Beichte #00022464 vom 14.08.2007 um 00:36:46 Uhr in Mahlsdorf (4 Kommentare).

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25097 Keine Kontrolle über den Einkaufswagen

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Vandalismus Dummheit Feigheit Shopping Auto & Co.

Ich habe vor Kurzem beim Einkaufen die Kontrolle über meinen Einkaufswagen verloren. Er rollte einige Meter bis er von der Beifahrertüre eines BMW 1-er Coupé gestoppt wurde. Zu sehen war eine große Delle und ein 20 Zentimeter langer Kratzer. Da ich wegen meines unterbezahlten Jobs kein Geld für die Reparatur aufbringen könnte, schnappte ich mir meinen Einkaufswagen und machte mich schnell aus dem Staub. Gesehen hat mich dabei zum Glück keiner! Trotzdem kommt in mir allmählich ein schlechtes Gewissen auf, wenn ich daran denke, wie ich mich aufregen würde!

Beichthaus.com Beichte #00023441 vom 03.03.2008 um 20:56:21 Uhr (15 Kommentare).

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25098 Fremde Menschen sind nervig!

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Aggression Gewalt Gesellschaft Bruchsal

Ich (w/29) beichte, dass ich fast alle fremden Menschen verabscheue! Ich habe täglich Gewaltfantasien gegenüber meinen Mitmenschen und kann meine Aggressionen kaum unter Kontrolle halten. Im Allgemeinen bin ich ein sehr harmoniebedürftiger Mensch. Meine Familie, […]
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Beichthaus.com Beichte #00040918 vom 26.01.2018 um 14:17:36 Uhr in 76646 Bruchsal (Zollhallenstraße) (12 Kommentare).

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25099 Das Sparbuch von meiner Oma

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Verschwendung Maßlosigkeit Geld

Als ich 18 Jahre alt wurde, erhielt ich von meiner Oma ein Sparbuch, auf dem an die 1800 Euro angespart waren. Das war alles, was sie in dieser Zeit für mich weggelegt hatte - für mich ein absolutes Vermögen. Sonst wuchs ich eher ärmlich auf. Als man mich in die Welt gesetzt hat, hat man nicht dran gedacht, dass mit dem Kind nicht immer alles schön, süß und idyllisch bleibt, wenn man älter wird. Es wurde nicht eingeplant, dass Teenies keine gebrauchten Klamotten tragen wollen, trendig zu sein wünschen und man für die Schule einen PC, einen Drucker und Internet braucht und all sowas. Kohle gab es bei uns nie. 2,50 Euro hatte ich die Woche als Teenager zur Verfügung. Ein Todesurteil in der Klassengemeinschaft.

Sobald ich also dieses Sparbuch in den Fingern hatte, könnt ihr euch denken, was ich getan habe. Ausgegeben habe ich das Geld. Ich habe mir eine tolle Kamera gekauft, weil meine große Leidenschaft das Fotografieren war und vom Rest habe ich mir hier und da noch mal was kleineres gegönnt. Ich wurde endlich einmal bewundert, hatte mehr als zwei kaputte Jeans und die neuen Sneaker fanden auch alle cool. Innerhalb kürzester Zeit war die Kohle aufgebraucht und heute stehe ich hier, Jahre später, und habe nicht mal einen Führerschein, weil ich niemals wieder so viel Geld im Leben hatte. Die Kamera habe ich noch, aber die meisten Handys haben mehr Auflösung heutzutage. Ich bereue es, das Geld nicht für einen Führerschein und ein kleines Auto ausgegeben zu haben. Damals wäre das für die Summe noch gerade so gegangen. Es tut mir Leid, dass ich das Geld verprasst habe.

Beichthaus.com Beichte #00041437 vom 21.07.2018 um 18:25:10 Uhr (30 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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25100 One night in Paris: Der heruntergekommene Franzose mit den Aknenarben

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Waghalsigkeit Urlaub Frankreich

In den Sommerferien nach meinem Abi bin ich das erste Mal auf eigene Faust verreist, und zwar nach Paris, wo ich ein paar Wochen verbringen wollte. Ich war zwar unternehmungslustig und voller Tatendrang, aber auch ziemlich blauäugig und unorganisiert. So fand ich mich nach meiner Ankunft in Paris irgendwann völlig orientierungslos mit meinem Koffer mitten auf der Champs-Élysées wieder und hatte keinen Plan, wie ich zu meiner Unterkunft kommen sollte. Zu allem Übel konnte ich auch kein Französisch. Smartphones gab es damals noch nicht. Wie ich da so hilflos dastand, kam ein etwas heruntergekommener Mann auf mich zu und sprach mich auf Französisch an. Ich hielt ihn erst für einen Bettler. Er hatte lange, wilde Haare, Aknenarben im Gesicht und trug staubige Klamotten.

Irgendwie fand ich seine Art aber auch charmant, deswegen hörte ich ihm zu, obwohl ich kein Wort verstand. Obwohl ich ihm verständlich machte, dass ich kein Französisch spreche und ihn leider nicht verstehe, redete und redete er immer weiter, ich glaube er war ziemlich bekifft. Er bot mir dann auch seinen Joint an und ich zog sogar daran. Er forderte mich dann auf, mit ihm zu kommen und ich ging einfach mit, hauptsächlich aus Neugier. Er brachte mich in eine Einzimmerwohnung, die wie eine unordentliche Studentenbude aussah. Dort führte eines zum anderen und wir hatten Sex. Ich verschwand danach ziemlich schnell und sah den Typen nie wieder. Bis vor kurzem habe ich mich für dieses Erlebnis noch geschämt, aber dann habe ich beschlossen, das Positive in dieser Begegnung zu sehen und habe auch einen Weg gefunden, das Ganze zu verarbeiten und aus dieser Erfahrung zu profitieren. Ich beichte mein naives, leichtsinniges Verhalten von damals.

Beichthaus.com Beichte #00041544 vom 11.09.2018 um 15:43:54 Uhr in Frankreich (Avenue des Champs-Élysées, Paris) (17 Kommentare).

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