2101 Versteckspiel am Baggersee

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Diebstahl Neugier Fürstenau

Versteckspiel am Baggersee
Als ich zwölf Jahre alt war, bin ich mit ein paar Freunden regelmäßig an einen abgelegenen Baggersee gefahren. Wir haben dort schwarz geangelt. Eines Tages haben wir ein Pärchen mittleren Alters beim FKK angetroffen. Während sie friedlich in der Sonne gedöst haben, haben wir ihnen als Mutprobe die Klamotten geklaut. Ich musste die Schuhe klauen und hätte mir vor Angst fast in die Hose gemacht, da ich sehr nah ran musste. Wir hatten unglaublichen Spaß daran, der sich aber noch steigern sollte. Aus sicherer Entfernung haben wir die beiden noch weiter beobachtet.

Irgendwann nach etwa einer Stunde sind sie dann aufgewacht. Schließlich war erkennbar, dass sie sich gegenseitig beschuldigten einander die Kleidung versteckt zu haben. Mitten im Streit fasste der Mann seiner Frau zwischen die Beine und ein paar Sekunden später, waren sie ziemlich animalisch am poppen. Einige meiner Freunde waren damals noch junger als ich und wir waren von der Situation extrem geschockt. Wir haben uns dann aus dem Staub gemacht und die Klamotten liegen lassen. Vermutlich haben sie diese später gefunden und in einem gemeinsamen Gespräch dann festgestellt, dass sie doch nicht so alleine am See waren wie angenommen.

Beichthaus.com Beichte #00030119 vom 25.07.2012 um 15:56:10 Uhr in 49584 Fürstenau ( Baggersee) (9 Kommentare).

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2102 Schizophrene Psychose

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Engherzigkeit Falschheit Ungerechtigkeit Gesundheit Liebe

Ich (m/29) habe etwas getan, was ich sehr bereue. Es ist mittlerweile lange her - 11 Jahre. Ich komme darüber nicht hinweg. Ich kann es zeitweise vergessen, aber es kommt immer wieder hoch. Es war so, dass ich mit meiner großen Liebe zusammen war. Es war wohl für uns beide, etwas wirklich großes, wenn nicht das größte, denn für uns beide war es die erste Beziehung. Das erste mal Sex. Ich habe sie geliebt, als wenn es kein morgen mehr gibt. Ich wusste, und fühlte, dass es Liebe war!

Es war dann so, dass ich im Jahre 2000 in etwas reingerutscht bin. Ich wusste damals nicht, was es ist. Irgendetwas veränderte mich, mein fühlen, mein denken. Erst später habe ich, durch Krankenhausaufenthalte und Therapie mit Medikamenten (Antidepressiva, Antipsychotika), herausgefunden, dass ich eine "schizophrene Psychose" hatte und wohl genetisch dafür empfänglich bin. Das heißt, Mitte/Ende 2000 veränderte sich mein Fühlen und Denken durch die Psychose. Ich dachte, ich liebe sie nicht mehr. Ich dachte, und fühlte, sie liebte mich nicht mehr. Das war aber alles quatsch. Wir waren circa 11 Monate zusammen, es waren die schönsten Monate meines bisherigen Lebens.
Ich machte dann einfach mit ihr Schluss. Per E-Mail. Wie grausam, wie dumm kann man sein. Damals, war es mir egal, ich fühlte mich so stark, so selbstsicher, ich bräuchte sie nicht, ich fühle nichts mehr für sie, ich müsste mich "frei" machen, die Abhängigkeit auflösen. Ich wusste ja nicht, dass die Veränderung in mir selbst liegt. Alle Gefühle waren ausgeblendet und weg. Ihre Reaktion auf meine E-Mail war extrem, was für ein gefühlsloser Arsch ich sei, sie hasste mich, sie war todunglücklich, die nächsten Wochen waren sehr schwer für sie. Ich fühlte nichts. Ich fühlte mich "so stark." Es war falsche Stärke.


Wir trafen uns in der nächsten Zeit noch, sie weinte in meinen Armen, ich fühlte nichts. Die Psychose, die mittlerweile mit Halluzinationen und Denkveränderungen gepaart war, ließ nichts zu meinem Innern durch. Wir hatten noch ein paar mal Sex. Ich fühlte zwar die Lust, aber keinerlei Gefühle mehr zu ihr. Ich orientierte mich neuen Freundinnen entgegen, das war aber mehr ein weglaufen vor mir selbst. Ich konnte immer weniger zur Ruhe kommen, wurde immer hektischer und unsensibler. Wollte mir das natürlich nicht eingestehen. Erst ein halbes Jahr, nachdem ich mit ihr Schluss gemacht hatte, wurde mir bewusst, was ich getan hatte. Nachdem mein gesundheitlicher Zustand auch immer schlechter wurde, ich Depressionen, Wahnvorstellungen, Panikattacken hatte und nicht mehr arbeiten konnte. Ich habe höllische seelische Schmerzen erlebt, weil ich nun FÜHLTE, was ich getan hatte.

Es dauerte 3-4 Jahre, bis ich - mit Medikamenten - wieder auf der Höhe war, und wieder arbeiten konnte. Werde für mein Leben lang Medikamenten nehmen müssen, das ist aber nicht weiter schlimm, vertrage sie sehr gut. Ich habe es bis heute nicht verwunden, dass mich "etwas in mir" seelisch abgetötet hat, ich das aller schönste in meinem bisherigen Leben weggeworfen habe, nichts dabei gefühlt habe, ihr so weh getan habe.


Wie sehr wünschte ich mir, eine zweite Chance zu erhalten, noch einmal die Zeit mit ihr, ohne die Krankheit zu erleben, und wahrhaft frei entscheiden zu können, ohne durch innere "Monster" gezwungen zu werden. Ich war diesbezüglich auch in psychotherapeutischer Behandlung, es half etwas, aber es ist nicht weg. Meine Ärztin sagte, dass ich das nicht verwunden kann, angesichts der Historie der Dinge, sei nur verständlich. Es tut mir Leid. Ich wollte es nicht. Ich weiß, das ganze ist bescheuert, da es so lange zurück liegt. Aber die Zeit mit ihr war "Geborgenheit im Geborgensein", es war Liebe und es war Leben. Ich weiß nicht, wie ich das ganze verwinden soll. Vermute, es wird mir nie gelingen. Ich war diesbezüglich auch schon in psychotherapeutischer Behandlung, meine Ärztin sagte mir, es sei absolut verständlich, dass ich so fühle, angesichts der Abläufe.

Manchmal wünschte ich mir, diese Erinnerungen aus meinem Gehirn reißen zu können. Ich weiß natürlich nicht, ob wir noch zusammen wären. Höchstwahrscheinlich sogar nein. Aber wer weiß es. In jedem Fall wäre der Ablauf der Trennung emotional EHRLICH gewesen. Ich hätte niemals so Schluss gemacht. Ich hätte gleich Schmerzen gefühlt. Ich hätte es verarbeiten können, und es wäre nicht unterdrückt und weg gewesen. Es tut mir so Leid. Ich habe mittlerweile ein neues Leben, aber das alte kriecht hinter mir her und verfolgt mich und tränkt mich in Schmerzen und Reue. Danke für eure Aufmerksamkeit.

Beichthaus.com Beichte #00027918 vom 21.06.2010 um 15:00:10 Uhr (29 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

2103 Brötchen für die alte Dame

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Diebstahl Arbeit 50+

Brötchen für die alte Dame
Ich arbeite im Einzelhandel für Lebensmittel. Letzte Woche betrat eine sehr alte Frau das Geschäft, die altersbedingt wahnsinnig langsam lief, wobei sie wirklich unglücklich und traurig aussah. Ich beobachtete sie dabei, wie sie sich Brötchen und ein Päckchen Butter in die Tasche steckte. Ich gestehe, aus Mitleid gegenüber der alten Dame, den Diebstahl "übersehen zu haben", da ich meine, dass sie Lebensgrundlagen nicht aus Jux und Tollerei klaut. Sie tat mir einfach leid. Als sie das Geschäft verließ, bin ich ihr allerdings zum Ausgang gefolgt und habe ihr noch zugeflüstert, dass ich das nächste Mal handeln muss. Allerdings habe ich seit Tagen ein sehr schlechtes Gewissen gegenüber meinem Arbeitgeber - und weil ich einen Diebstahl unterstützt habe.

Beichthaus.com Beichte #00033752 vom 11.08.2014 um 19:44:26 Uhr (29 Kommentare).

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2104 Meiner Nachbarin die Tochter weggenommen

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Verrat Zwietracht Prostitution Nachbarn

Vor rund zwei Jahren bin ich einer Trennung wegen aus einem beschaulichen Dorf in eine größere deutsche Stadt gezogen. Zu Anfang fand ich meine neue Wohnung sehr toll, sie hat einen Penthouse-Charakter mit zwei kleinen Dachterrassen und war ansonsten auch nicht schlecht […]
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Beichthaus.com Beichte #00030011 vom 25.05.2012 um 11:00:58 Uhr (29 Kommentare).

Gebeichtet von TripleCheese
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2105 Die biologische Uhr tickt

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Dummheit Liebe Schwangerschaft Partnerschaft Ex

Meine Verlobte und ich hatten eine sehr schöne Beziehung und sie kam - im Gegensatz zu mir - aus einem sehr guten Haus. Sie ist sieben Jahre älter als ich, aber das war für uns beide nur am Anfang ein Problem. Mit den Schwiegereltern in spe kam ich gut klar, weil ich immer in meiner Freizeit im schwiegerelterlichen Betrieb mitgearbeitet habe. Und das hat mir auch echt Spaß gemacht. Wir kamen wirklich gut miteinander aus. Ich war damals Soldat und meine Dienstzeit lief aus. Ich bewarb mich nur auf eine Ausbildungsstelle und wurde auch angenommen. Aber die biologische Uhr meiner damaligen Verlobten tickte unaufhörlich. Sie wollte unbedingt ein Kind und ich war unentschlossen. Ich wollte das Kind mit meiner Hände Arbeit ernähren. Ich habe die gesamte Zeit über kein Geld ihrer Familie begehrt oder angenommen, trotz einiger Angebote. Mein Vorschlag war es, zweieinhalb Jahre zu warten, bis man die Verhütung aussetze. Bis dahin hätte ich sicherlich wissen können, ob ich die Ausbildung bestehen würde. Meine damalige Verlobte war damals zweiunddreißig Jahre alt. Aber sie hat die Verhütung ohne mein Wissen abgesetzt. Ich merkte es wegen der fehlenden Schatulle im Badezimmer. Ich stellte sie zur Rede und sie gestand. Sie meinte, dass ihre Familie doch genügend Geld habe, das Kind zu ernähren. Also sei es nicht verwerflich!

Tief gekränkt habe ich sie verlassen. Es tat mir wirklich weh, aber der Vertrauensbruch war einfach zu tief, zumal sie mich schon einige Jahre kannte und damit auch wusste, wie viel mir finanzielle Unabhängigkeit wert war und auch noch ist. Ich liebte sie noch eine lange Zeit und habe ihr zum Valentinstag einen Blumenstrauß zugesandt, allerdings ohne Nennung eines Absenders. Wie ich von Freunden erfahren habe, hat sie fast zwei Jahre auf den unbekannten Verehrer gewartet. Und das tut mir wirklich leid! Ich wollte wirklich nicht, dass sie, gegen ihre biologische Uhr arbeitend, Geduld aufbringen musste. Mit neununddreißig wurde sie Mutter einer gesunden Tochter, was mich wirklich erfreute. Liebe S. - es tut mir leid! Dir alles Liebe und Gute!

Beichthaus.com Beichte #00030396 vom 28.10.2012 um 01:27:09 Uhr (22 Kommentare).

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