12211 Lügen für die Frisur

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Boshaftigkeit Eitelkeit Lügen Selbstsucht Familie Wien

Ich verstehe mich mit meinem großen Bruder überhaupt nicht. Er ist über zehn Jahre älter als ich und lebt schon lange in einer eigenen Wohnung. Es ist nicht so, dass ich mit all meinen Geschwistern Probleme hätte, denn mit meinem Zwillingsbruder verstehe ich mich super, wir sind unzertrennlich und ich liebe ihn sehr. Nur unser großer Bruder ist für mich einfach nur ein herrischer, dummer Fremder. Jetzt ist es aber so, dass wir wenig Geld haben und er ein ziemlich guter Friseur ist. Damit er mir gratis die Haare macht, schmeichele ich mich bei ihm ein und tue so, als würde er mir viel Bedeuten. Er hat nämlich ein wirklich großes Ego und ist eine richtige Zicke - deshalb muss man immer sein Ego kitzeln, wenn man etwas von ihm will. Er glaubt das alles und hilft mir dann immer selbstgefällig, aber ich nutze ihn nur aus, um kein Geld für meine Haare ausgeben zu müssen. Meine Beichte ist, dass mir das nicht einmal leidtut.

Beichthaus.com Beichte #00031764 vom 18.08.2013 um 23:56:49 Uhr in 1120 Wien (Eulenstraße) (13 Kommentare).

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12212 Der Zivi und das unreine OP-Besteck

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Dummheit Feigheit Unreinlichkeit Zivi & Bund

Vor zehn Jahren machte ich meinen Zivi im Krankenhaus als "Hol- und Bringdienst." Meine Aufgabe war es also, Patienten im Rollstuhl oder im Bett in die entsprechenden Krankenhausabteilungen zu bringen. Obwohl ich gewissenhafte und - meiner Meinung nach - vorbildliche Arbeit machte, wurde ich stets gemobbt. Das leuchtete mir nicht ein, denn eigentlich musste man in diesem Krankenhaus überwiegend arbeiten, Zeit für einen Plausch blieb dort nicht. Ich weiß, dass ich damals schon ein wenig seltsam war, aber nicht so, dass man sich mit mir ohne Stress als hilfreicher und lernfähiger "Handlanger" hätte gut arrangieren können. Um hier ein paar Beispiele zu nennen, damit in etwa nachvollzogen werden kann, was dort zuging:


- Die Transportliste war ein völlig unleserlicher, sehr häufig kopierter Wisch, in dem auch im Laufe der Jahre völlig andere Dinge eingetragen wurden als auf dem Zettel standen. In der Mittagspause setzte ich mich an einen Stations-PC und druckte die Liste in der Art neu aus, wie wir sie brauchten. Daraufhin wurde ich von der Stationsschwester ermahnt, mich als Zivi "nicht in die internen Prozessabläufe im Krankenhaus einzumischen."


- Es gab "Privat" und "Kassen"-Betten. Letztere waren deutlich älter. Es kam eine Neuanschaffung von Betten, die zwar weniger Funktionen wie die Privatbetten hatten, aber auf den ersten Blick ähnlich aussahen. Die "Bettenabteilung" klärte mich darüber auf, als ich eines Tages Kassen-Betten holen sollte. Ich gab die Sache mit den Betten direkt an eine der Schwestern weiter. Dennoch wurde ich an dem Tag von zwei anderen Schwestern in einem sehr unfreundlichen Ton als unfähig beschimpft und ermahnt, ich solle doch bitte die korrekten Betten holen.


- Aufgrund des andauernden Streites bat ich bei der Krankenhausleitung um interne Versetzung auf eine andere Station. Dies wurde gewährt - in meine Akte wurde jedoch geschrieben, dass ich "aufgrund mangelnder Anpassungsfähigkeit strafversetzt" wurde.


- Mir wurden Vorstellungsgespräche nicht gewährt oder mir mitgeteilt, dass ich vor einem 60 Kilometer entfernten Vorstellungsgespräch ja durchaus noch von 6 bis 7 Uhr morgens arbeiten könne. Da die Zivistelle dies beim Bundesamt begründen muss, argumentierte sie mit einer "sehr hohen Auslastung der Station." Eigentlich darf auch kein Dienst vorsätzlich verschoben werden, um Sonderurlaubs-Zeiten außerhalb der Dienstzeiten zu verschieben - in diesem Fall wurde das aber gemacht.


Eine der Schikane-Maßnahmen war es auch, mich für einzelne Tage in anderen Stationen unterzubringen. Der Zweck war mir nicht bekannt, man tat das aber nur mit mir - kein anderer Zivi war betroffen. Zudem war das recht sinnlos, denn alle Tätigkeiten benötigen i.d.R. Einweisungen, sodass ich nur wenig Arbeit vollbrachte, wenn man die Einweisungszeiten berücksichtigte. Einen Tag musste ich in die Sterilisation. Das war gegen Ende der Zivizeit. Ich hatte mehrere Disziplinarverfahren hinter mir, die sonst nur Arbeitsverweigerer und Rowdys bekamen. Ich war völlig fertig und verstand die Welt nicht mehr. Daher war ich auch nicht mehr wirklich aufnahmefähig. Ich stand da nun in der Sterilisation und meine Aufgabe war es, Besteck in Tüten einzupacken, niemand sprach mich darauf an, mir die Hände zu desinfizieren, obwohl Zivildienstleistende dies aufgrund des mangelnden Patientenkontakts eigentlich selten machen. Man erachtete das wohl als selbstverständlich, was es ja eigentlich auch ist. Jedenfalls wurde mir erst beim dritten Besteck klar, dass ich gerade mit "Straßenhänden" das sterilisierte Besteck anfasste, worauf ich mir sofort meine Hände sterilisierte. Aus Angst, wieder ein Disziplinarverfahren zu bekommen, sagte ich nichts. Irgendwelche Leute wurden also mit meinem unreinen Besteck operiert. Ich hoffe, ich habe hierdurch keine Komplikationen bei Operationen erzeugt. Vor Kurzem wurden übrigens sowohl ich als auch meine Frau in dem Krankenhaus behandelt.

Beichthaus.com Beichte #00033950 vom 16.09.2014 um 01:28:59 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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12213 Die Folgen des Vatertags

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Ekel Schamlosigkeit Trunksucht Last Night Hamburg

Ich war am Vatertag so besoffen, dass ich mein Handy (Black Berry 8100) selber in die Alster geworfen habe, meine Kollegen beleidigt und beim Döner essen in meinem Bett mit kompletter Kleidung eingeschlafen und am nächsten Tag zwischen Fleisch, Zwiebeln, Salat und Tzaziki aufgewacht bin. Das Ende vom Lied war, dass ich von meinem eigenen Geschmack im Mund kotzen musste.

Beichthaus.com Beichte #00023805 vom 12.05.2008 um 03:09:26 Uhr in Hamburg (Alsterufer) (16 Kommentare).

Gebeichtet von Rainking777 aus Ingolstadt
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12214 Die Nacht mit einer heißen Oma

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Fremdgehen Verzweiflung Feigheit Trunksucht

Ich (m/27) lebe in einer erfüllten Partnerschaft mit meiner zwei Jahre jüngeren Freundin. Ich kenne sie schon seit über zehn Jahren, wir haben damals immer zusammen rumgehangen und später hatten wir auch unser erstes Mal miteinander. Ich liebe sie wirklich sehr - habe aber den größten Fehler meines Lebens gemacht, indem ich sie betrogen habe. Vor zwei Wochen wollten wir zusammen zu einer Modenschau gehen, da es meiner Freundin dann jedoch nicht gut ging und ihr übel war, ging ich alleine hin. Ich trank an diesem Abend zu viel Alkohol und lernte viele Leute kennen - unter anderem auch eine ältere Dame, mit der ich mich erst nur nett unterhielt, die dann jedoch andeutete, dass sie mehr wollte. Da sie echt klasse aussah und ich im Suff auch nicht mehr geschaltet habe, bin ich dann mit zu ihr, wo wir es getan haben. Erst am nächsten Morgen habe ich meinen Fehltritt realisiert, vor allem, da sie mir dann verriet, dass sie schon 64 Jahre alt ist! Ich hatte sie auf Mitte vierzig geschätzt. Ich verabschiedete mich dann wortkarg von der Oma und bin nach Hause zu meiner Freundin, die sich schon Sorgen um mich Idioten gemacht hat. Da ich ihr die Wahrheit nicht erzählen konnte, habe ich behauptet, dass ich bei einem Kumpel übernachtet hätte. Und jetzt habe ich ein großes Problem! Drei Tage nach diesem Vorfall klärte sie mich nämlich über den Grund ihrer Übelkeit auf: Wir beide bekommen ein Kind. Ich freue mich wirklich darauf, dass ich Vater werde, aber ich weiß, dass weder meine Freundin noch das Ungeborene einen solchen Mann und Vater verdient haben. Ich bin echt fertig, aber ich weiß nicht, ob ich es ihr sagen soll, denn ich habe furchtbare Angst vor einer Trennung.

Beichthaus.com Beichte #00033593 vom 13.07.2014 um 00:05:50 Uhr (32 Kommentare).

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12215 Ungeliebter Ausbildungsplatz

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Faulheit Trägheit Verzweiflung Falschheit Arbeit

Ich (m/21) möchte gerne beichten. Ich mache seit ein paar Jahren eine Ausbildung in einem ziemlich bekannten Unternehmen. Nur leider macht mir das, seit den ersten Tagen schon, überhaupt keinen Spaß. Das Problem ist, dass ich mich nach dem Abitur nicht bemüht habe, etwas anderes zu lernen oder studieren zu gehen und so glücklicherweise über ein paar Kontakte an den Ausbildungsplatz gekommen bin, obwohl die Bewerbungsfrist schon um war. Seitdem bin ich der schlechteste Azubi der Welt. Ich bin andauernd krank, mache so wenig wie möglich, meide jedes zusätzliche Engagement und vor allem betrüge ich bei meinen Zeiten. Ich habe andauernd Minusstunden und tue einfach so, als wäre ich früher da gewesen. Nun bin ich bald fertig und habe so eine Angst, dass das auffliegt und ich rausgeschmissen werde. Was soll ich nur machen? Ich weiß ja, dass das scheiße ist, aber es ist so schwer, wenn man keinen Bock darauf hat, aber nicht aufhören kann. Aber sonst wären die Leute, durch die ich an den Job gekommen bin, enttäuscht.

Beichthaus.com Beichte #00034969 vom 28.01.2015 um 09:52:09 Uhr (9 Kommentare).

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