Die Reagenzglashalter-Falle

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Peinlichkeit Dummheit Schule

Die Reagenzglashalter-Falle
Ich muss beichten. Meine eigene Blödheit: Im Chemie Unterricht kam mir vor nicht all zu langer Zeit die Idee, meinen Finger in einen Reagenzglashalter zu stecken. Für alle, die nicht wissen, was das ist: ein Brett mit Löchern, die ungefähr den Durchmesser eines Fingers haben. Es kam, wie es kommen musste und der Rückweg aus dieser Misere war unmöglich, da ich die Finger nicht mehr herausbekam. Inzwischen hatte ich die Aufmerksamkeit der Lehrerin und der ganzen Klasse. Natürlich war die erste Reaktion schallendes Gelächter. Nachdem aber das Herausziehen der Finger, selbst mit Spülmittel und kaltem Wasser, nicht funktionieren wollte, suchte die Lehrerin kollegialen Beistand. Im Klartext versammelte sich kurze Zeit später ein Großteil der Lehrer um mich und trugen ihre Lösungstheorien vor. Diese reichten von flüssigem Stickstoff über einen Hammer bis zur Stichsäge oder der Feuerwehr. Zum Glück konnten meine Finger dann mit einer Kombinationstherapie doch gelöst werden und ich suchte unverzüglich das Loch im Boden, in dem ich vor Scham versinken wollte. Und nun zu meiner eigentlichen Beichte: Letzte Woche ist es mir in der Uni wieder passiert!

Beichthaus.com Beichte #00031018 vom 11.04.2013 um 20:21:04 Uhr (22 Kommentare).

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Die süße Kassiererin

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Vorurteile Eitelkeit Hochmut Studentenleben

Ich (m/26) komme aus einer Familie mit relativ niedrigem Einkommen und bin daher auch sehr stolz darauf, dass ich es trotz vieler Hindernisse geschafft habe, zu studieren (mache gerade meinen Master) und einmal gute Aussichten auf einen gut bezahlten Job habe. Obwohl meine Eltern immer alles dafür getan haben, dass es uns gut geht, fehlte es uns trotzdem oft an allen Ecken. Ich hatte eine tolle Kindheit und bin meinen Eltern sehr dankbar, versteht das nicht falsch, aber für meine eigenen Kinder wünsche ich mir etwas besseres. Früher ging ich nebenbei jobben, inzwischen finanziere ich mich aber ausschließlich durch einen Studienkredit, weil ich sonst mein Studium nicht packen würde.


Wir hatten in unserem lokalen Supermarkt eine wirklich süße Kassiererin, hübsch, schöne Stimme, tolle Figur und etwa in meinem Alter. Als ich sie einmal in der Stadt traf kamen wir ins Gespräch und ich dachte mir, dass die Kleine wirklich zu intelligent ist für ihren Job. Erst tat sie mir leid, dann dachte ich mir "Tja, selbst Schuld!" Sie fragte mich, ob wir mal einen Kaffee trinken gehen wollen und ich lehnte ab mit der Lüge, ich hätte eine Freundin. Nicht, weil sie mir nicht gefiel, sondern weil ich einfach einmal eine Frau haben möchte, die etwas aus ihrem Leben macht, die nicht einfach in einem saulangweiligen Job versauert, wenn sie augenscheinlich doch mehr drauf hat. Gesagt habe ich das natürlich nicht, aber ich habe mich ziemlich schnell verdrückt, weil es mich irgendwann echt wütend gemacht hat, dass das Mädel offenbar einfach zu faul war, etwas aus sich zu machen. Wenn ich das kann, schafft sie das auch. Sowas kotzte mich an!


Ein paar Wochen später wollte ich mir in der Uni mit einem Kumpel im Nebengebäude meiner eigenen Fakultät einen Kaffee holen. Wir saßen dort an einem Tisch und schlugen mehr oder weniger die Zeit bis zur nächsten Vorlesung tot, als eine Mitarbeiterin uns bat, den Flur zu verlassen, da gerade mündliche Prüfungen zum ersten Staatsexamen der Juristen stattfanden (das ist praktisch die wichtigste Prüfung nach circa 9 Semestern). Da es recht warm war, setzten wir uns auf die Treppe vors Gebäude. Nun könnt ihr euch sicher denken, wer eine halbe Stunde später freudestrahlend aus dem Gebäude kam, mit einem dicken Schönefelder unterm Arm? Die hübsche Kassiererin.
Es stellte sich heraus, dass sie soeben ihre erste juristische Prüfung abgelegt hatte. Sie war gar nicht faul - de facto war sie sogar fleißiger als ich, da sie neben ihrem Jurastudium noch im Nebenjob gearbeitet hat, während ich mir jeden Monat 600 Euro von einer Bank leihe. Ich habe mich unendlich für meine Überheblichkeit und meine Vorurteile geschämt. Es tut mir leid, dass ich mich für etwas besseres gehalten habe!

Beichthaus.com Beichte #00031014 vom 11.04.2013 um 11:24:13 Uhr (28 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Den lieben Freund verletzt

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Fremdgehen Ungerechtigkeit Ex

Mit 16 kam ich mit meiner ersten großen Liebe zusammen, zwei Jahre hielt es. Ich hätte alles für ihn getan, ich dachte, er auch für mich. Er war zwei Jahre älter als ich, und stand mir in der schwersten Zeit meines Lebens bei. In dieser Zeit hat er mich allerdings auch das erste Mal geohrfeigt, da waren wir ein Jahr zusammen. Dann wurde es immer schlimmer. Er hat mich geschlagen, bedroht, eingesperrt. Vieles war wohl auf seinen Drogenkonsum zurückzuführen. Und ich kam einfach nicht von ihm los, ich hatte Angst vor ihm. Und war ihm gleichzeitig verfallen. Dann schaffte ich es, mich zu trennen und bin weggezogen, zu meinem Vater. Ein halbes Jahr später, mit 19, lernte ich dann jemanden kennen. Er hat mich vom ersten Moment an verzaubert, er war so anders, so normal. Ich verliebte mich unglaublich und er sich auch in mich. Ich war so glücklich wie wahrscheinlich noch nie. Wir waren zweieinhalb Jahre zusammen, waren eine Einheit. Ich hatte mein erstes richtiges Mal mit ihm, wir waren immer zusammen, hatten den gleichen Humor. Es gab nie Streit, wir waren immer füreinander da. Nach mehr als zwei Jahren merkte ich jedoch, dass mir etwas fehlt, das irgendwas nicht stimmt, obwohl doch eigentlich alles perfekt war. Er ließ sich alles gefallen, wollte mir immer alles recht machen.


Genau in dieser Zeit meldete sich mein Ex bei mir. Er sagte, er hätte sich geändert, hat nun einen Job. Und er möchte mich zurück um jeden Preis. Ich ging zuerst überhaupt nicht darauf ein, es hat mich nicht interessiert. Zwei Monate später hat er sich wieder gemeldet. Und ich bin eingeknickt. Ich habe zugestimmt, mich mit ihm zu treffen, hinter dem Rücken meines Freundes. Ich habe mit ihm telefoniert, SMS geschrieben. Und mich erneut in ihn verliebt. Alles hinter dem Rücken meines Freundes. Ich habe mich mit ihm getroffen, in einem Hotel übernachtet und mit ihm geschlafen. Ich konnte es meinem Freund nicht sagen, ich konnte ihn nicht verletzen, ich hatte einfach nicht den Mut. Da wir auch zusammen gewohnt haben, und er mir ja auch unglaublich viel bedeutet hat. Eines Mittags, ich habe geschlafen, ist mein Freund an mein Handy gegangen, da er etwas geahnt hatte. Er hat mich geweckt, und ich habe direkt gesehen, dass er es weiß. Für ihn ist eine Welt zusammengebrochen. Er ist rausgestürmt. Ich stand da und wusste gar nicht, was tun. Dann habe ich eine Tasche gepackt und bin in den Bus gestiegen, einfach nur weg. Zu meiner Schwester. Er hat mich angerufen, mich trotz allem angefleht, zurückzukommen. Aber ich bin nicht zurückgegangen. Stattdessen bin ich zurück zu meinem ersten Ex. Aber ich habe kurz darauf gemerkt, dass er sich zwar wirklich geändert hat, aber ich mich auch. Und ich die Vergangenheit nicht vergessen kann. Mit meinem zweiten Ex habe ich mich noch zwei Mal getroffen, allerdings gab es für mich keinen Weg zurück, obwohl er mich angefleht hat. Ich habe mir in meiner alten Heimat ein neues eigenes Leben aufgebaut und mich irgendwann neu verliebt. Wir sind seit über einem Jahr zusammen, und ich habe das Gefühl, angekommen zu sein. Mein zweiter Ex weiß nur, dass ich einen anderen geküsst habe und SMS-Kontakt hatte, ich konnte ihm die Wahrheit nicht sagen. Mein Freund weiß davon fast gar nichts. Ich habe Angst, dass er dann ganz schlecht über mich denkt. Ich schäme mich so sehr für das alles, mein Schlechtes Gewissen belastet mich noch immer sehr. Mein Ex hat mittlerweile eine neue Freundin, ich hoffe wirklich, dass er glücklich ist. Ich kann mir einfach nicht verzeihen, dass ich den einzigen Menschen, der mich bis dahin niemals enttäuscht hat, so verletzt habe. Ich werde so etwas nie wieder tun.

Beichthaus.com Beichte #00030998 vom 09.04.2013 um 18:18:26 Uhr (17 Kommentare).

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Das Unglück im Supermarkt

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Unreinlichkeit Verzweiflung Peinlichkeit Shopping

Das Unglück im Supermarkt
Als ich (w) 23 gewesen bin, hatte ich eine furchtbare Blasenentzündung, die ich mit Medikamenten jedoch in den Griff bekommen zu haben glaubte. Anlässlich des 50. Geburtstags meines Vaters machte ich noch letzte Besorgungen im Supermarkt, als ich plötzlich, ohne jegliche Vorwarnung, unheimlich dringend musste. So dringend, dass ich keinen Schritt mehr gehen konnte. Normalerweise verschwindet dieser Impuls bei einer Blasenentzündung so schnell, wie er gekommen ist, wenn man ihn einen Moment unterdrückt, weil es eh immer nur ein paar Tropfen sind. Das war auch in diesem Fall meine Hoffnung. Dann das Unglück: Binnen Sekundenbruchteilen verlor ich die Kontrolle über meine Blase und deren gesamter Inhalt (von wegen ein paar Tropfen!) lief mir die Beine hinunter in meine Lederstiefel. Ich trug zum Glück einen schwarzen Rock und dicke Strumpfhosen, sodass man wenigstens keinen nassen Fleck sehen konnte, es gab keine Kameras und ich war allein in meinem Gang. Vor lauter Panik bin ich dann zwischen zwei Regalen umhergeirrt, wo ich eine Tropfspur hinterließ. Ich bin zutiefst beschämt aus dem Laden geeilt, als sich das Tropfen gelegt hatte, nach Hause und unter die Dusche. Ihr wollt nicht wissen, wie der Fahrersitz meines Autos roch, obwohl ich mich notdürftig auf eine Jacke gesetzt hatte. Ich möchte beichten, dass ich mich als erwachsene Frau in der Öffentlichkeit eingenässt und einen randvollen Einkaufswagen zurückgelassen habe. ich schäme mich heute noch in Grund und Boden dafür!

Beichthaus.com Beichte #00030991 vom 08.04.2013 um 22:05:32 Uhr (30 Kommentare).

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“Beichte

Gestört auf dem Klo

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Aggression Ungerechtigkeit Gesellschaft

Ich möchte beichten, dass ich mich als Mann beim Pinkeln von weiblichen Besuchern auf der Herrentoilette außerordentlich gestört fühle und sie deshalb heftig beleidige. Da solche ungebetenen Besuche leider keine Seltenheit sind, habe ich sogar schon Angst vor dem Wasserlassen in öffentlichen WCs. Wenn die Örtlichkeit einigermaßen sauber ist, benutze ich deshalb extra eine Kabine, was aber unhygienischer als die konventionelle Methode ist und obendrein unfair gegenüber den Männern mit Bedürfnis für das große Geschäft. Aber wieso ist es für einige Frauen - als Damen kann man sie in dem Fall nicht bezeichnen - selbstverständlich, in die Intimsphäre der Männer einzudringen? Sie selbst schließen doch bei ihrem Geschäft auch die Kabinentür, damit sie nicht beobachtet werden. Wenn sie der Meinung sind, dass das Notdurftverrichten wichtiger ist als das sexuelle Selbstwertgefühl, können sie sich doch draußen hinter einen Busch hocken. Dass ihnen jemand zuguckt, empfinden sie als unzumutbar, dass anderen jemand zuguckt, ist dann weniger wild. Ich habe deshalb kein schlechtes Gewissen, wenn ich diese Frauen anspreche und unflätige Worte an den Kopf werfe. Die Argumente, dass Männer draußen doch auch hemmungslos urinieren, dass der freundliche Mann, vorn bei den Waschbecken, nichts dagegen hatte, dass es für den Sohn zu gefährlich ist, allein das Herren-WC aufzusuchen, oder dass doch überhaupt nichts zu sehen sei, sind absolut hanebüchen.


Nicht alle Männer pinkeln schamlos im Freien. Ich gehe doch auch nicht in die Damenumkleidekabine, weil einige Frauen im Sommer nackt auf der Wiese liegen. Wenn ein Teil der Männer nichts gegen Frauen auf unserem WC hat, heißt das doch nicht, dass niemand etwas dagegen hat. Wenn es für den Sohn zu gefährlich auf dem Herrenklo ist, bliebe noch die Alternative, das Damenklo aufzusuchen. Dort gibt es nur Kabinen und keine frei einsehbaren Becken. Sind alle Männer potentielle Sittenstrolche, ohne Recht auf Intimsphäre? Dass es bei einem pinkelnden Mann nichts zu sehen gibt, stimmt nicht. In welchem Winkel die Männer zur Eingangstür stehen, ist unterschiedlich, das kann Frau auch gar nicht vorher wissen. Um den Spekulationen zuvorzukommen - ich bin in der Hose nicht unterdurchschnittlich bestückt. Wer beim Lesen in Gedanken schon in die Richtung gelästert hat, sollte mal darüber nachdenken, ob Gliedlänge und sexuelle Selbstbestimmung etwas miteinander zu tun haben. Bedanken möchte ich mich bei den Frauen, die mit den Gefühlen der Männer nicht so unbekümmert umgehen und diese Unart unterlassen. Ich werde auch in Zukunft Frauen auf der Herrentoilette lautstark zurechtweisen und bitte hierfür um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00030987 vom 08.04.2013 um 12:08:46 Uhr (51 Kommentare).

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