Außer Rand und Band

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Vandalismus Trunksucht Dummheit Last Night

Das Ganze ist mittlerweile schon etwa sieben Jahre her. Ich war damals an einem Abend etwas außerhalb der Stadt mit zwei Kumpels unterwegs. Die beiden waren knapp bei Kasse und wollten deshalb nicht in der Stadt weggehen. Außerhalb gab es einfach nichts, wo man hingehen konnte, also sind wir abwechselnd in ein Gasthaus und zu einer Tankstelle, um uns mit Alkohol zu versorgen. Später am Abend waren wir alle stark betrunken und machten uns auf den Heimweg. Einer kam dann auf die glorreiche Idee Straßenbegrenzungspfosten aus dem Boden zu reißen und irgendwo in die Wiese zu schleudern. Wir hinterließen eine Spur der Verwüstung auf dem ganzen Weg.
An die genaue Reihenfolge des Nachfolgenden kann ich mich nicht erinnern, das ist aber auch relativ egal. Einer der beiden rief einen seiner Freunde an, der nachkommen sollte. Weil seine Freundin bei ihm war, wollte er dann aber nicht. Die beiden waren darüber sehr sauer und richtig aggressiv. Bei dem Haus des einen (von uns drei) angekommen, gingen wir ins Gartenhaus. Er schnappte sich ein paar Dosen Lackspray und wir zogen weiter. Wir kamen an einer Art Betriebsfest vorbei und zerkratzen und besprühten diverse Fahrzeuge. Es waren keine Privatfahrzeuge, das kann ich sicher sagen. Noch mehr ins Detail will ich dazu aber auch nicht gehen. Schließlich kamen wir an einem kleinen Stromhäuschen vorbei, das die beiden dann dekoriert haben (an einer uneinsehbaren Stelle). Unter anderem mit üblen Beleidigungen den Freund betreffend, der nicht nachkommen wollte. Ich habe auch mal irgendwas gesprüht, glaube aber dass zumindest keine Beleidigung dabei war. Ich konnte ihn ja verstehen. Als die Dosen leer waren schmissen wir sie ins Gebüsch. Und weiter ging es. Wir kamen an einer Art Lager eines Bauunternehmens vorbei und dort ging es richtig zur Sache. Mit Eisenstangen die überall rumlagen zerschmetterten wir Stapelweise Ziegel und Dachschindeln. Dort stand auch ein LKW. Wir schlugen sämtliche Leuchten und Fenster ein. Danach gingen wir nach Hause.


Die Folgen:
Ich weiß, dass der nicht gekommene Freund die Schmierereien am Stromhäuschen gesehen hat. Sein Name war später übersprüht. Die Straßenmeisterei kam wegen der Straßenbegrenzungspfosten und fragte im Gasthaus und an der Tankstelle, ob jemand was bemerkt hat. Wie gesagt, das Ganze war etwas außerhalb und es ist so gut wie nie was los. Da fällt es auf, wenn sich ein paar Halbstarke halb ins Koma saufen. Meine Kumpels waren scheinbar schon zuvor öfter an der Tankstelle und im Gasthaus und die Angestellten haben sie genannt. Die Besitzer der Sprühdosen haben diese kurze Zeit später vermisst, die Stadtwerke haben die Schmierereien am Stromhäuschen beseitigt.
Einige Tage nach dieser Nacht sprach mich mein Vater an. Er sagte was, was er vorher nie und seitdem auch nie wieder gesagt hat. "Willst du mir etwas erzählen?" Ihr kennt das Gefühl, als ob euch jemand ganz gepflegt in die Magengrube schlägt? "Nein." sagte ich und versuchte mein Gesicht nicht irgendwie zu verziehen. "OK" sagte er und damit war das Gespräch erledigt. Ich bin mir sehr sicher, dass er davon wusste.
Nach ein paar Wochen stand die Polizei bei meinen Kumpels vor der Tür, keine Chance das zu leugnen. Die hatten sie aber nur wegen der Straßenbegrenzungspfosten dran gekriegt, trotzdem waren jeweils mehrere Hundert Euro fällig. Das Ganze habe ich aber erst relativ spät erfahren. Die beiden haben mich nie verpfiffen. Viele dort wussten wer das war. Man hätte nur eins und eins zusammenzählen müssen. Lang hatte ich die Befürchtung, dass alles irgendwann raus kommt. Ich bin in keiner Weise stolz darauf und bereue das Ganze auch sehr. Ich möchte gar nicht wissen, wie hoch der Sachschaden war.

Beichthaus.com Beichte #00029118 vom 03.07.2011 um 23:48:27 Uhr (21 Kommentare).

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Mein letzter Schultag

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Trunksucht Peinlichkeit Ekel Unreinlichkeit Schule Stralsund

Ich (m/28) möchte beichten, dass ich an meinem letzten Schultag so stramm war, dass ich einer armen Frau meinen Mageninhalt direkt ihrem Nacken vorgestellt habe. Es fing so an, Morgens aufstehen und auf Freunde warten, damit wir dann auch direkt zur Schule gehen konnten. Nach knapp einer Stunde klingelte es dann auch schon an der Tür. Wir sind dann los zur Schule und jeder von uns hatte den Rucksack voll mit Alkohol. Den Weg haben wir dann auch Schluck für Schluck gemeistert. Bei der Schule angekommen, machten wir auch kurz Pause. Die anderen Mitschüler führten dann ihr Programm auf und wir hielten uns schön im Hintergrund. Nebenbei hier mal ein Schluck und da mal ein Schluck. So ging es dann den ganzen Vormittag. Ich war voll wie tausend Ritter. Meine Lehrerin kam dann auf die glorreiche Idee, dass wir ja noch alle in die Stadt in ein Lokal fahren können, zum gemütlichen Ausklingen des Tages. Gut, wehren konnte man sich nicht, da die Mehrheit dafür war. Wir sind dann noch kurz zu einem Freund und haben da sein Geld geholt. Er und meine Kollegen sind zu ihm hoch, während ich mich noch kurz unter einem Balkon erleichtert habe. Nach einer ganzen Weile kamen sie dann wieder und wir sind zur Bushaltestelle gelaufen, naja mehr schlecht als recht. Auf den Bus wartend, merkte ich dann auch schon, wie mir ganz komisch wird im Magen. Ich habe dann überlegt, ob ich auf den Bus warte oder lieber schnell hinter die Haltestelle kotze. Zu spät, der Bus kam schon. Ich habe mich dann zusammen gerissen und wir sind alle eingestiegen. Platziert habe ich mich dann ganz hinten und musste stehen, da der Bus voll war. Dann ging es auch schon los. Der Bus fuhr die erste Kurve und ich konnte dann nichts mehr machen. Der ganze Mageninhalt schoss mit einmal aus mir raus und auf direktem Wege in den Nacken einer Dame. Sie drehte sich in Windeseile um, schaute mich mit großen Augen an, sie sagte aber nichts und hat mit ihrem Kind, was im Übrigen auch ein paar Spritzer von mir im Gesicht hatte, auf dem schnellsten Weg den Platz verlassen. Meine Freunde konnten sich ihr Lachen kaum verkneifen und ich habe mich dann auf den überraschend frei gewordenen Platz gesetzt. Die ganze Brühe die auf dem Boden gelandet ist, verbreitete sich von ganz hinten nach ganz vorne zum Busfahrer, der allerdings nichts zu sagen wusste. Die Haltestellen, die angefahren wurden, waren auch echt voll, nur eingestiegen ist keiner der Leute. Es hat gestunken wie die Pest. Ich möchte mich entschuldigen bei der Frau, die Bekanntschaft mit meinen Körperflüssigkeiten gemacht hat. Es tut mir Leid. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00029100 vom 29.06.2011 um 13:40:23 Uhr in 18437 Stralsund (17 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Pack ein

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Diebstahl Peinlichkeit Shopping Polen

Ich möchte beichten, dass ich mit einer Freundin und ihrem Vater nach Polen gefahren bin und dort Scheiße gebaut habe. Als wir an einem Stand vorbei kamen, an dem es funkgesteuerte Helikopter gab, aber keinen Verkäufer, machte der Vater eine kleine Bemerkung, dass wir später nochmal vorbei schauen. Ich habe das aber akustisch falsch verstanden und dachte, er hätte gesagt: "pack ein". Das tat ich auch. Verwundert war ich nur, als er darauf sagte, dass hätte ich jetzt nicht gemacht. Wenig später, wir waren schon weiter gegangen, kam die Besitzerin und wollte ihren Heli wieder haben. Ich gab ihn ihr wieder und sagte ihr, dass keine Verkäuferin am Stand war. Sie war noch relativ freundlich, nahm den Heli und fluchte auf polnisch. Mir war das extrem peinlich. Auf der Heimfahrt war es mir zu peinlich auch nur ein Wort zu reden. Es tut mir echt Leid, hatte richtige Schlafprobleme danach.

Beichthaus.com Beichte #00029095 vom 28.06.2011 um 15:29:36 Uhr in Polen (Słubice) (16 Kommentare).

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Shisha

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Dummheit Ekel Urlaub Spanien

Meine Fußballkumpels und ich waren in den Pfingstferien in Lloret de Mar. Als wir eines Abends etwas zu viel getrunken hatten, kamen wir auf die Idee die neu gekaufte Shisha unseres Kumpels mal auf eine andere Art einzuweihen. Als der Shishabesitzer kurz aus dem Zimmer ging, steckte sich ein anderer Kumpel das Ende des Shishaschlauches in den Ar***. Wir haben diese Shisha in Lloret nicht benutzt und haben diesen Vorfall schnell vergessen. Als wir wieder Zuhause waren kam der Besitzer dieser Shisha Freude strahlend auf uns zu und versicherte uns "Meine Shisha ist die beste von allen, die geht richtig ab".

Beichthaus.com Beichte #00029084 vom 25.06.2011 um 18:56:28 Uhr in Spanien (Marina, 59, 17310 Lloret de Mar) (18 Kommentare).

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“Beichte

Der Fahrraddieb

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Diebstahl Habgier Lügen Polizei Last Night Karlsruhe

Ich gebe zu, dass ich vor 6 Jahren wegen einem nicht vorhandenen Fahrrads insgesamt 4 Fahrräder gestohlen habe.
Ich habe mich nachts um 3.00 Uhr an den Bahnhof begeben und den Bahnhof abgecheckt. Da ich den Bahnhof schon des Öfteren beobachtet habe, kannte ich die Zeit, wann die Polizei ihre Streife macht. Sie kamen immer um 1:30 Uhr dort entlang gefahren. Ich habe mir in dieser Nacht schwarze Sachen angezogen mit Kapuze und bin los auf Diebestour. Ich suchte mir möglichst ein Fahrrad, dass verlassen aussah. Ich wollte ja keinen Schaden anrichten. Es musste ein Fahrrad sein, das an sich selber angeschlossen ist und nicht an einen Gegenstand, da ich bevorzugte, es zu Hause zu öffnen und nicht auf der Straße. Ich tat so, als ob mir das Fahrrad gehörte, und schleifte es mit dem Schloss in mein etwa 600 Meter entferntes Haus. Als ich angekommen war, entfernte ich mit einem Bolzenschneider das massive Schloss. Ich hatte natürlich Angst, dass mich der Besitzer auf der Straße erkannte, daher beschloss ich mit dem Fahrrad noch nicht zu fahren. Ich besorgte mir für 5 Euro im Baumarkt Lack Farbe und lackierte genüsslich mein neues Fahrrad um. Ich feilte den Code im Fahrrad Rahmen heraus, damit keiner weiß, welche Nummer drauf steht. Ich habe das noch ein paar Mal gemacht, aber dann dachte ich mir, dass es sehr böse ist, sowas zu tun, denn dann haben die Leute ja kein Fahrrad mehr. Ich probierte damit aufzuhören. Nach 5 Monaten beschloss ich meine Freundin mitzunehmen, sie war aber überhaupt nicht dafür geschaffen und es war mir eine Lehre, sie lieber nicht mitzunehmen, denn als jeder von uns ein Fahrrad hatte und wir uns auf den Heimweg begeben hatten, kam natürlich die Polizei mit Blaulicht. Ich weiß nicht, warum sie einfach kam, denn unsere Uhrzeit war natürlich 3.00 Uhr. Sie dürfte nicht da sein. Ich bin sofort weg gerannt. Meine Freundin war natürlich stehen geblieben, ich habe mich versteckt. Die Polizisten haben sie festgehalten und ich bin aus meinem Versteck gekommen. Wir haben uns dann schnell eine Ausrede wie "Ja wir haben die Fahrräder nur aus dem Graben gezogen" einfallen lassen. Natürlich glaubten uns die Polizisten nicht und waren misstrauisch, da ich einfach weg gerannt bin. Das Gute war, dass diese Fahrräder nicht als geklaut gemeldet waren. Natürlich nicht, wir waren ja gerade dabei sie zu klauen und die Polizisten haben gesagt, dass wir den kürzesten Weg nach Hause nehmen müssen, sonst werden wir verhaftet. Sie konnten uns nichts, seit dem klaue ich nie wieder ein Fahrrad! Ich bin abgeschreckt seit dieser Nacht.

Beichthaus.com Beichte #00029064 vom 20.06.2011 um 18:58:12 Uhr in Karlsruhe (20 Kommentare).

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