Sabotage der Mission Marder

47

anhören

Boshaftigkeit Engherzigkeit Morallosigkeit Tiere Familie Helmstedt

In meiner Nachbarschaft ist seit gut zwei Wochen ein Marder unterwegs, welcher die Anwohner wohl massiv stört. Sei es durch sein Geschrei oder durch seine Taten, denn er hat sich wohl an einem Auto zu schaffen gemacht. Ich (m) fühle mich persönlich nicht wirklich gestört von ihm, leider ist mein Vater da ganz anderer Ansicht, weil er und meine Mutter wegen des Marders seit gut sieben Tagen nicht mehr schlafen können. Kommt wohl daher, dass sich der Marder in den frühen Morgenstunden gerne auf den Fenstersims setzt.
Da die Gemüter nun langsam überkochen, ist mein Vater nun auf einen Vernichtungszug gegen den Feind ausgezogen. Er unternimmt wirklich alles gegen das Tier, was er kann und zu meinem Bedauern versucht er mich dabei auch einzubinden. Da ich ein wenig Ahnung von Elektrotechnik habe, wollte er, dass ich eine Stromfalle baue, um dem Tier einen "ordentlichen Schlag zu verpassen". Dazu muss ich sagen, dass ich es von vorneherein ablehne, Tieren Schaden zuzufügen, wenn ich nicht bedroht werde oder dadurch einen lebenswichtigen Zweck erfülle, wie zum Beispiel bei Nahrung.

Durch meine Ansicht, dass jedes Lebewesen ein Recht zu leben hat, wurde ich schnell zum Buhmann. Auf meine Frage, ob wir nicht eine Lebendfalle benutzen können, um den Marder später im Wald aussetzen zu können, hagelte es von allen Seiten Spott und Beleidigungen. Man würde ja keine Lebendfalle für 50 Euro kaufen, wenn man eine tödliche für gerade einmal fünf Euro bekommt. Zum Schluss wurde mir sogar vorgeworfen, mich einen Dreck um die Sicherheit meiner Familie und unseren Besitz zu kümmern, da ja beides durch den Marder in Mitleidenschaft gezogen werde.
Sollte wegen des Marders ein Feuer ausbrechen und dadurch die Familie zu schaden kommen, solle ich doch noch mal so dumm reden, meinte mein Vater. Auf meine Frage, ob ihm seine Familie keine 50 Euro wert ist, wurde er wirklich wütend, ich dachte, dass es nur noch wenige Sekunden dauert, bis ich eine gescheuert bekomme. Aber nein. Mit einer harschen Aufforderung, dass ich bei so einer Einstellung doch verschwinden solle, hörte die Unterhaltung abrupt auf. Nun herrscht zwischen mir und meinem Vater eine Art Eiszeit.
Da ich weiß, dass er ab morgen seine Versuche, den Marder zu beseitigen, verschärfen wird, will ich dagegen vorgehen. Ich werde ihn behindern und versuchen, den kleinen Unruhestörer lebend und unverletzt zu fangen, damit ich ihn in Sicherheit bringen kann.

Ich bitte also um Absolution, dass ich mich im Tonfall vergriffen habe und die Unternehmungen meines Vaters in der Mission Marder sabotieren werde, um den Kleinen zu retten. Ich persönlich hoffe, dass mich da draußen jemand versteht. Und nein, ich bin kein fanatischer Tierschützer, ich sehe es nur nicht ein, ein Leben zu nehmen, wenn es unsinnig ist.

Beichthaus.com Beichte #00031257 vom 22.05.2013 um 21:24:34 Uhr in 38350 Helmstedt (Tangermühlenweg ) (47 Kommentare).

In WhatsApp teilen

The Ring & The Shining

36

anhören

Betrug Peinlichkeit Feigheit Medien

The Ring & The Shining
Ich (w/24) möchte beichten, dass ich mir durch regelmäßigen Genuss diverser Horrorfilme mein Nervenkostüm ziemlich zerrüttet habe. Bereits in der frühen Teenagerzeit, geschätzt ab einem Alter von elf Jahren, übten diese Filme eine besondere Anziehungskraft auf mich aus. Mit fortschreitendem Alter bekam ich dann öfters die Gelegenheit, mich auf diese Art gepflegt zu gruseln - notfalls auch im Kino durch Manipulation des Geburtsdatums im Schülerausweis. Blöderweise bin ich aber von Natur aus eigentlich eher sensibel und schreckhaft veranlagt, sodass auf den Genuss eines dieser Filme meist mehrere schlaflose Nächte und verschiedene paranoide Einbildungen folgten. Beispiele sind: Bevor ich abends ins Bett gehe, schaue ich mindestens zweimal vorher nach, ob ein Monster drunter liegt. Der Blick in den Spiegel wird seit dem Erscheinen von "Mirrors" auch von leichtem Unbehagen begleitet.

Gehe ich nachts ins Bad, muss der Duschvorhang geöffnet sein, es könnte ja die Wasserleiche aus "The Shining" plötzlich in der Badewanne liegen. Dieser Film hat mich übrigens besonders verstört, sodass ich das Bad nachts manchmal auch komplett abschließe. Den Fernseher habe ich schon 2002 aus dem Schlafzimmer entfernt, nachdem ich "The Ring" gesehen hatte. In den Keller gehe ich auch nur, wenn ich es unbedingt muss. Und ist mein Freund abends nicht da, mache ich überall das Licht an, sowie den Fernseher und Musik. Und ich grusele mich dann trotzdem noch. Alles in allem ist mir das Ganze sehr peinlich. Da das Problem aber nur besonders ausgeprägt ist, wenn ich alleine bin, ist bis jetzt noch niemand hinter mein Geheimnis gekommen. Die Beichte ist vielmehr, dass ich auch in Zukunft nicht aufhören werde, diese Filme zu schauen. Dafür gucke ich sie einfach zu gerne.

Beichthaus.com Beichte #00031100 vom 29.04.2013 um 10:15:28 Uhr (36 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“Folge

Der Unfall nach dem ersten Bier

10

anhören

Verzweiflung Tiere Unfall Lutherstadt Wittenberg

Es geschah, als ich 13 Jahre alt war und ich hoffe noch immer, dass das Tier jetzt Ruhe hat. Es war Sommer und ich (w) fuhr fast jeden Tag mit dem Rad in die Stadt, an diesem Tag traf ich mich mit einer Freundin im Garten ihrer Eltern, die an diesem Tag nicht da waren. Man muss jetzt wissen, dass es zu meiner Jugendzeit noch nicht normal war, dass man mit 13 Alkohol trinkt. Worauf es hinausläuft, kann man sich jetzt denken: wir fanden in dem kleinen Kühlschrank der Gartenlaube Bier und mit jugendlichem Leichtsinn reich bestückt, dachten wir uns, dass es nicht auffallen würde, wenn zwei Bier fehlten. Wir tranken also jeder eins, es schmeckte nicht schön, trotzdem fanden wir uns cool.


Am frühen Abend trat ich schließlich den Nachhauseweg an, leicht angeschickert. Ich fuhr freihändig den altbekannten Waldweg entlang und checkte währenddessen mal mein Handy, als ein Eichhörnchen über den Weg sprang und direkt gegen beziehungsweise in meine Speichen. Ich überschlug mich. Das Eichhörnchen sah übel aus, halb überfahren, halb einfach nur mit verqueren Gliedmaßen und Proportionen, lag es neben meinem Fahrrad. Es lebte noch und es tat mir so leid. Es atmete schwer und quälte sich sichtlich. Ich wollte es von seinem Leiden erlösen, aber ich traute mich einfach nicht und wusste nicht, wie. Ich saß über eine Stunde neben dem Eichhörnchen und wartete drauf, dass es starb. Schließlich legte ich es an den Waldrand bedeckte es mit ein paar Blättern und schob mein leicht demoliertes Rad nach Hause. Ich schlief schlecht und träumte schlecht. Das Ganze hing mir so sehr nach, dass ich erst mit fast 17 Jahren wieder etwas trank. Ich fahre bis heute weder Rad noch Auto, wenn ich auch nur den kleinsten Tropfen Alkohol intus hab und checke dabei nie mein Handy. Das Eichhörnchen tut mir immer noch leid und ich hoffe, dass es im Himmel viele Nüsse gibt und keine leichtsinnigen, jugendlichen Radfahrer.

Beichthaus.com Beichte #00031072 vom 24.04.2013 um 20:54:08 Uhr in Lutherstadt Wittenberg (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ekel auf der Abschlussfahrt

27

anhören

Ekel Falschheit Schule

Dies geschah vor ein paar Jahren, wir waren auf Abschlussfahrt in Madrid. In meinem Zimmer war unter anderem auch ein relativ unbeliebtes Mädchen. Sie war nicht etwa unbeliebt, weil sie dick und nicht besonders hübsch war, sondern weil sie einfach eine anstrengende und nervige Person war.
Eines Morgens mussten wir alle früh aufstehen, weil wir einen Ausflug machen wollten. Als ich aufwachte, war besagtes Mädchen gerade im Badezimmer (das, nebenbei erwähnt, kein Fenster hatte) und wir hörten schon das wilde herumsprühen mit Deo.
Ich war richtig genervt. Klar, es kann jedem mal passieren, dass er Durchfall bekommt, es war nur eklig, da wir alle noch ins Bad mussten und auch nicht warten konnten, bis sich der Gestank verzogen hat.
Dann kam das Mädchen aus dem Bad. Meine Freundin riss die Augen weit auf und deutete wie wild auf das Mädchen. Dieses hatte nichts außer ihrer Unterhose an, was kein schöner Anblick war, und ich dachte meine Freundin will mich darauf hinweisen. Ich deutete an, dass ich es schon mitbekommen habe, dann schaute ich jedoch noch etwas genauer hin und ich sah das nackte Grauen: der Hintern des Mädchen und der halbe Rücken waren voller Scheiße!
Ich musste mich sofort wegdrehen, weil mir wirklich schlecht wurde. Niemand hat ihr etwas gesagt, sie hat sich angezogen und hat die selbe Hose sogar noch die ganze Woche über getragen.
Mittlerweile weiß die halbe ehemalige Klasse darüber Bescheid.
Es tut mir leid, dass ich ihr nichts gesagt habe, und das ich mich auch über sie lustig gemacht habe!

Beichthaus.com Beichte #00031061 vom 21.04.2013 um 12:41:03 Uhr (27 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Mein Hass auf faule Mütter

43

Hass Vorurteile Kinder Schwangerschaft Köln

Ich (w/26) hasse Kinder wie die Pest - und das, obwohl ich selber ein Kind habe. Keine Sorge, ihm geht es wunderbar. Er wächst wohlbehütet auf und ich und mein Mann, der gleichzeitig auch sein Vater ist, gehen beide Arbeiten und kümmern uns ansonsten mit aller Liebe […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00031055 vom 20.04.2013 um 10:07:33 Uhr in Köln (Aachener Straße) (43 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

Lies neue Beichten und vote für die Veröffentlichung! Hilf mit im PRECHECK - Bereich!