Preisaufschlag für Akademiker

44

anhören

Vorurteile Ungerechtigkeit Missbrauch Arbeit

Ich (w) arbeite als Berater und Verkäufer in der Baubranche (hauptsächlich Einfamilienhäuser). Das macht auch Spaß, da man Menschen unterstützt die etwas "entstehen" lassen.
Leider gibt es aber auch solche Kunden, wie den Mag. Schmid oder den DI Dr. Schulz, die meinen, weil sie studiert haben, was besseres zu sein. Am schlimmsten sind Professoren.
Aber auch manche Pädagogen meinen, weil sie eine Abkürzung vor ihrem Namen haben, wüssten sie besser darüber Bescheid wie man beispielsweise eine Abdichtung zwischen Mauer und Fensterrahmen macht, als der Fachmann, der sich tagtäglich damit beschäftigt und auf etliche Jahre Praxis zurückblicken kann.


Irgendwann fing ich an, bei solchen Kandidaten einen Art "Akademiker-Aufschlag" einzurechnen, welchen diese Kreaturen dann mehr zahlen müssen, als "normale" Kunden. Das steht natürlich nicht im Angebotstext drinnen, sondern das ist so mitberechnet, dass sie es nicht bemerken.
Der momentane Tarif ist:
Mag. 500 Euro, Dr. 500 Euro, Ing. (das sind fast die schlimmsten) 1500 Euro, DI 1000 Euro, Prof. (der schießt den Vogel ab) 2000 Euro. Günstiger haben es Kunden mit europäischen Titel, beispielsweise Andreas Müller, MAS steigt mit 250 Euro Mehrpreis aus.

Und kennt ihr die Typen, die sich ihr Sakko ausziehen und dann um beide Schultern hängen, was komplett dämlich und obergescheit aussieht? Das kostet dann weitere 250 Euro.

Beichten möchte ich, dass ich nicht viel früher mit diesem Akademiker-Aufschlag angefangen habe.
Denn in manchen Fällen erledigt es sich dann von selbst (wenn beispielsweise ein Konkurrent preisgünstiger ist) und ich hab einen anstrengenden und komplizierten Kunden weniger. Andererseits verdiene ich bei so jemanden mehr, wenn er den Auftrag an mich vergibt.


Das Ganze mach ich natürlich nur dann, wenn der Kunde kompliziert ist und darauf Wert legt, mir seinen Akademikertitel unter die Nase zu reiben. Wenn einer, der beispielsweise Offizier ist und einen Mag. der Militärwissenschaften hat, sich aber bei mir mit "Herr Maier" vorstellt, fällt er nicht in dieses Tarif-System.

Beichthaus.com Beichte #00027828 vom 19.05.2010 um 23:24:30 Uhr (44 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Bewerberin, die mich erwischte

60

anhören

Peinlichkeit Ungerechtigkeit Arbeit Chef Berlin

Mein Büro ist in der obersten Etage. In der Etage darunter sitzen die Mitarbeiter und dort befinden sich die Besprechungsräume, Waschräume etc. Ich habe oben bei mir nachträglich noch eine Toilette einbauen lassen um nicht immer nach unten rennen zu müssen. Vor einigen Jahren hatte ich einige Bewerber eingeladen. Da aber offenbar in der unteren Etage alle Besprechungsräume belegt waren, schickte meine Assistentin eine Bewerberin gleich zu mir hoch. Ich saß jedoch bei ihrem Eintreffen mit Zeitung und Käffchen auf dem Pott, ließ das Wochenende Revue passieren und bekam von dem Besuch gar nichts mit. Da die Bewerberin nicht wusste, was sie machen sollte, so alleine in meinem Büro, stellte sie sich mitten in den Raum. Ich saß währenddessen in meinem kleinen Kabuff (Leichtbauweise) und arbeitete wie ein Berserker alles raus, was keine Miete zahlt. Ich stöhnte und stampfte und machte richtig Alarm. Mit lauten Donnern kam dann der Braune zum Vorschein. Danach beglückwünschte ich mich selbst zu diesem tollen Ergebnis. Ich wusch mir die Hände und trat zu mir selber sprechend mit den Worten ins Freie: "Junge, Junge. Das riecht aber übel!" Tja, und dann stand ich vor ihr. Wir waren beide peinlich berührt. Ich wusste nicht mal, ob ich ihr die Hand geben sollte, so frisch gewaschen vom Klo. Ich, der sonst um kein Wort verlegen ist, stammelte nur völlig sinnlos: "Was soll das denn?" Und sie entgegnete mir: "Was soll was?" Und ich (leicht panisch): "Naja, dass sie mir vor der Toilette auflauern!" Daraufhin sie: "Aber ich stehe hier doch nur und warte auf Sie." Ich: "Aber warum dann direkt vorm Klo?" Sie: "Wo soll ich denn sonst stehen?" Sie hatte recht. Jeder, der in der Mitte meines Büros steht, steht irgendwie vorm Klo. Ich war inzwischen aber wahnsinnig geworden und motzte: "Aber das hier ist mein Klo! Dass das klar ist!" Sie: "Ich verstehe nicht ganz." Sie stotterte noch etwas wie: "Ich bin hier um mich für den Job vorzustellen." Ich beruhigte mich wieder und führte sie zum Stuhl und gab ihr eine Cola. Wir haben dann doch noch ein einigermaßen gutes Vorstellungsgespräch hinbekommen. Jetzt aber zu meiner eigentlichen Beichte: Dieses Mädel war die mit Abstand beste Bewerberin. Ich habe mich gegen sie entschieden, weil wir so einen bizarren Start hatten. Es tut mir Leid!

Beichthaus.com Beichte #00027824 vom 18.05.2010 um 10:44:20 Uhr in Berlin (60 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Der 500 Euro Fund

54

anhören

Diebstahl Habgier Ungerechtigkeit Marburg

Der 500 Euro Fund
Vor knapp zwei Jahren betrat ich (m/25) eine Bank, um beruflich einiges zu erledigen. Im Vorbeigehen bemerkte ich, dass sich im Schacht des Geldautomaten noch Scheine befanden. Anscheinend hatte der letzte Nutzer das Geld versehentlich liegen gelassen. Da das Geld noch nicht eingezogen war, nahm ich es heraus und schaute mich nach einem Bankkunden um. Allerdings war niemand zu sehen, sodass ich mir das Geld eingesteckt habe. Zurück auf der Arbeit zählte ich es nach und war schwer erstaunt, dass es sich hierbei um 500 Euro handelte. Die nächste Nacht überlegte ich inständig, was ich mit dem Geld anfangen sollte. Sollte ich es zurückgeben, oder vielleicht doch behalten? Im Internet durchstöberte ich Foren, welche zum Teil über Verlust bis hin zu Diebstahl handelten. Natürlich konnte ich das Geld gut gebrauchen, da in den nächsten Tagen die Rechnungen von Versicherung und KFZ-Steuer in den Briefkasten flattern müssten.

Am nächsten Tag ging ich jedoch zur Bank und gab Bescheid, dass ich das Geld gefunden hatte. Ich wurde zu einem Raum begleitet und sollte Platz nehmen. Ein weiterer Herr kam hinzu und fragte mich, wann ich das Geld entnommen hatte und war sichtlich überrascht, dass es schon der vorherige Tag morgens um 10 Uhr war. Ich teilte ihm mit, dass ich in Eile war und schließlich nicht mehr die nötige Zeit besaß noch eben in die Bank zu huschen, um das Geld abzugeben und von der automatischen Geldeinfuhr wusste ich auch nichts. Als der Herr den PC befragte, stellte er fest, dass die Summe mit einer Automatenauszahlung einer älteren Dame um dieselbe Zeit übereinstimmte. Er versuchte sie anzurufen, allerdings ohne Erfolg. Was mich nun besonders überraschte - es ist Folgendes passiert: Der Herr gab mir einen Zettel mit der Telefonnummer der älteren Dame. Ich verabschiedete mich und fuhr mit dem Geld nach Hause. Er hat es nicht auf ihr Konto gutgeschrieben. Daheim angekommen, versuchte ich mehrmals die ältere Dame zu erreichen, was mir am Ende auch gelang. Ende vom Lied war, dass ich ihr das Geld vorbeibrachte, sie mir mit 15 Euro dankte und 30 Minuten lang ihre Lebensgeschichte mir auf die Ohren drückte. Ich beichte, dass ich das Geld nicht behalten habe, denn auf dem Heimweg rannte mir ein Reh ins Auto und ich hatte 200 Euro Sachschaden!

Beichthaus.com Beichte #00027823 vom 18.05.2010 um 08:23:51 Uhr in Marburg (54 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der neue Personalchef

38

anhören

Aggression Ungerechtigkeit Zorn Chef Offenburg

Ich (w/20) arbeite seit Oktober 2006 als Aushilfe neben der Schule an einer Autobahnraststätte. Ich kam dort immer sehr gut mit den Mitarbeitern und auch unserem Personalchef klar, es herrschte ein recht familiäres Verhältnis auch wenn hinter dem Rücken oftmals gelästert wurde. Für mich war das kein Problem, was andere sagen kratzt mich nicht und ich habe das Ganze sowieso nur als Job angesehen, den ich nach 8-10 Stunden wieder für ein paar Tage hinter mir lassen konnte. Das ganze Verhältnis änderte sich allerdings vor knapp einem Jahr. Dazu muss man wissen, dass zu unserer Rastanlage zwei Raststätten gehören, das passende Gegenstück befindet sich jeweils auf der anderen Seite der Autobahn. Bezeichnet haben wir die Anlagen jeweils mit "Ost" und "West". Vor circa einem Jahr also wurde mein damaliger Personalchef unvermittelt gekündigt, weil er wohl den Betrieb bestohlen haben musste. Bis dato hatte ich kaum etwas mit den "Westlern" zutun, kannte ihren Personalchef nur durch Erzählungen der Festangestellten Kräfte, welche kein gutes Bild von ihm zeichneten. Als klar wurde, dass wir nun ebenfalls ihn als Personalchef bekommen würden, brach im Betrieb schon leise Panik aus. Ich ging trotz der haarsträubenden Erzählungen der Anderen unvoreingenommen in die Begegnung mit unserem neuen Chef hinein. Leider bewahrheiteten sich diese Erzählungen.
Seit Herr S. bei uns Personalchef ist, hat sich alles ins negative verändert. Jeder hat Angst um seinen Job, jeder schnauzt jeden an. Er kontrolliert einfach alles und jeden, führt sinnlose neue Regelungen ein, verlängert die Schichtzeiten willkürlich und hat festgelegt, dass Überstunden nicht mehr bezahlt werden. Jeder weiß, dass er das eigentlich nicht darf, nur gesagt hat keiner was aus Angst seinen Job zu verlieren.


Da mir das Klima dort unten seit seiner Einstellung überhaupt nicht mehr zusagte, hab ich schon seit 3 Monaten eine zweite Stelle als Aushilfe in einer Weinstube angenommen, habe aber immer noch dort gearbeitet, auch wenn mir der Umgang und die Behandlung dort unten gewaltigst stanken, weil ich mit dem Verdienst aus der Weinstube einfach nicht auf die erforderlichen 400€ kam, die ich für Auto und Miete benötigte. Nun war es so, dass ich im April wohl in der Raststätte auf dem Plan stand, wovon ich allerdings nichts wusste, weil ich im April Abiprüfungen hatte und besagtem Herrn S. schon im Februar Bescheid gegeben hatte, dass ich den April eben aufgrund der Prüfungen aussetzen musste. Ich erfuhr also zwei Tage vor meinem eigentlichen Arbeitstag durch Zufall von einer Kollegin, dass ich zum arbeiten eingetragen war. Da ich aber sehr kurz vor der ersten Prüfung stand und zudem eine Stimmbandentzündung hatte, also kaum reden konnte, bat ich meine Mutter, Herrn S. anzurufen und ihm Bescheid zu geben, dass ich nicht arbeiten könne. Wie das Telefonat verlief, weiß ich nicht, nur hat sich meine Mutter scheinbar Herrn S. gegenüber im Ton vergriffen, denn als ich gerade eben auf der Arbeit anrief um Bescheid zu geben, dass ich wieder zur Verfügung stünde, meinte mein Chef, dass meine Dienste nicht mehr erwünscht seien, da ihm das Telefonat mit meiner Mutter gar nicht zugesagt hätte. Ich hielt das ganze zuerst für einen schlechten Scherz und versuchte ihm klar zu machen, dass ich in den 3,5 Jahren, die ich dort nun arbeite stets zuverlässig und schnell gearbeitet habe, immer, auch unter dem größten Stress, freundlich zu den Kunden war und auch allgemein beliebt war und dass ich zwar nicht wüsste, welche Differenzen er und meine Mutter haben, aber dass das doch sehr ungerecht wäre, das jetzt auf meine Kosten auszutragen. Alles argumentieren half nichts und der gute Herr S. blieb hart - ich bin meinen Job wohl los. Als dieses ignorante, menschenverachtende und sich-für-was-besseres-haltende Arschloch das zu mir sagte kam der ganze Hass und die ganze Aggression die ich bei diesem Job aufgestaut hatte in mir hoch und ich nannte ihn eine "elende Witzfigur" und einen "ignoranten Penner", bevor ich mich mit den Worten "Tschüss, Arschloch" verabschiedete und auflegte. Meine eigentliche Beichte: Ich sitze jetzt hier mit soviel Wut im Bauch, größtenteils auf mich selbst, weil ich diesem dreckigen Wichser nicht schon viel früher an den Kopf geschmissen hab, was er mir meinetwegen alles lecken oder runterrutschen kann!

Beichthaus.com Beichte #00027784 vom 07.05.2010 um 12:18:59 Uhr in Offenburg (38 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

In den Fängen einer kontrollsüchtigen Frau

62

Wollust Hass Ungerechtigkeit WG Partnerschaft

Hiermit beichte ich, dass ich (m/30) ein dämlicher Trottel bin. Zu dieser Erkenntnis hat es leider zu lange gedauert. Bis vor einem Jahr war ich ein glücklicher Mensch, dessen Leben fröhlich vor sich hin plätscherte. Nun bin ich in den Klauen einer kontrollsüchtigen […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00027780 vom 06.05.2010 um 22:19:49 Uhr (62 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge