Meine Jugend in der rechten Szene

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Lügen Dummheit Vorurteile Feigheit Partnerschaft

Ich (m/25) habe vor ein paar Wochen ein wundervolles Mädchen kennengelernt, mit der sich langsam eine intensive und schöne Beziehung anbahnt. Das einzige Problem ist, dass ich ihr noch nicht die ganze Wahrheit über mich gesagt habe. Ich geriet in der Pubertät nämlich auf die schiefe Bahn und trieb mich in der rechten Szene herum - bis ich den ganzen Mist irgendwann mal satthatte, über das Ganze nachdachte und dann ausstieg. Ich zog aus dem alten Umfeld weg, brach alle Kontakte zu ehemaligen Kameraden ab und ließ alles nach und nach hinter mir. Welche Dummheit mich damals dazu getrieben hat, eine rechtsgesinnte Meinung zu vertreten kann ich bis heute nicht verstehen. Ich habe inzwischen so viele gute Freunde, die auch aus verschiedensten Nationen und Ländern stammen, dass ich über meine Pubertät und all diesen Scheiß nur den Kopf schütteln kann. Ich schäme mich zutiefst dafür. Keiner weiß von meiner Jugend in der rechten Szene und das Schlimme ist, dass ich auch jetzt bei meiner ersten richtig großen Liebe den Mund nicht aufkriege. Sie verabscheut nichts mehr als Nazis, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit, was ich nur zu gut verstehe. Wenn ich ihr erzählen würde, dass ich einst selbst so ein Arschloch war, würde sie wohl sicherlich das Weite suchen. Andererseits kann und will ich sie nicht länger belügen, weil sowieso jede Lüge mal auffliegt. Doch immer, wenn ich ihr gerade beichten will, was mir auf der Seele brennt, mache ich aus lauter Feigheit doch wieder einen Rückzieher.

Beichthaus.com Beichte #00032745 vom 19.02.2014 um 18:06:08 Uhr (21 Kommentare).

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Der Hund mit dem Assi-Namen

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Peinlichkeit Familie Tiere

Ich (m) habe die besten Eltern der Welt und bin auch wahnsinnig stolz auf sie. Meine Eltern haben lange und hart gearbeitet, um sich den Traum von einem eigenen Häuschen im Grünen zu erfüllen, seit einem viertel Jahr wohnen wir in einer ruhigen Gegend am Stadtrand. Da ich noch in der Ausbildung bin und nicht so viel verdiene, lebe ich bis zu meiner Gesellenprüfung noch bei ihnen und bin dafür sehr dankbar. So weit, so gut. Meine Mutter hat sich neben einem eigenen Häuschen immer einen Hund gewünscht, also dachte ich, dass ich ihr diesen Wunsch zum Geburtstag erfülle und nach längerer Suche und einigen Vorbereitungen war es dann so weit: Eine kleine Mops-Dame zog bei uns ein, keine drei Monate alt. Meine Mutter war die glücklichste Frau der Welt und liebte die Kleine vom ersten Augenblick an. Sie hatte nicht damit gerechnet und konnte es kaum fassen. Noch am gleichen Abend meinte meine Mutter euphorisch, sie nenne die Kleine Chantall. Zuerst dachten mein Vater und ich an einen Scherz. Schließlich konnte meine sonst so bodenständige Mutter ihren Hund nicht ernsthaft Chantall nennen?! Doch, sie konnte es. Wie sie ausgerechnet auf diesen Namen kam, ist mir ein absolutes Rätsel, aber seit mittlerweile zwei Wochen müssen mein Vater und ich mit einer "Chantall" zusammenleben, der Hund reagiert schon auf den Namen und ist sogar bei der Stadt als "Chantall" registriert.


Ich liebe die Kleine genauso sehr wie meine Mutter, aber immer, wenn meine Mutter mit ihr im Garten tobt und durch die ganze Gegend diesen Namen ruft, möchte ich am liebsten im Erdboden versinken. Wenn ich mit "Chantall" Gassi gehe, andere Hundebesitzer treffe und die fragen, wie mein Hund heißt, vermeide ich es, die Wahrheit zu sagen und lasse mir schnell einen anderen Namen einfallen. Meine Mutter bleibt stur, sie hat sich für Chantall entschieden und Fertig. Langsam habe ich das Gefühl, die Nachbarn machen sich schon über uns lustig, wenn meine Mutter mal wieder quer durch den Garten "Chantall, komm mal her!" ruft. Mein Vater und ich versuchen sie weiter zu überreden, doch noch einen anderen Namen für "Chantall" auszusuchen, nur irgendwann wird es sicher schwierig, einen Hund wieder an einen komplett neuen Namen zu gewöhnen. Ich beichte also, dass ich mich, obwohl ich meine Mutter wirklich sehr liebe und achte, für den Namen unseres Hundes schäme. Mama, verzeih mir, aber wie konntest du uns und dem Hund das antun?

Beichthaus.com Beichte #00032743 vom 19.02.2014 um 15:09:07 Uhr (28 Kommentare).

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“Folge

Hauptberuf: Troll

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Betrug Vorurteile Engherzigkeit Arbeit Internet

Ich arbeite für eine Agentur, die von großen Firmen (unter anderem dem Privatsender mit den drei Buchstaben) dafür bezahlt wird, dass in deren Internetforen und in sozialen Netzwerken die Post abgeht. Das heißt, ich fange dort bewusst Streit mit anderen Usern an, die sich über das Programm oder irgendwelche Beiträge aufregen. Damit sorge ich für reichlich "Traffic", da die Leute, die sonst dort posten, eher aus der Unterschicht kommen und somit leicht reizbar sind. Mehrmals täglich schauen die nach, ob eine Antwort von einem meiner unzähligen Fake-Profilen da ist. Damit verdiene ich inzwischen einen Haufen Geld, sodass ich meinen eigentlichen Job an den Nagel hängen konnte und den ganzen Tag auf der Couch sitze und im Internet irgendwelche Kevins oder Chantalles provoziere. Das scheint ein extrem lukratives Geschäft zu sein, denn so, wie ich das mitbekommen habe, lässt der besagte Privatsender eine Menge Geld dafür springen. Es macht mir Spaß meine Vorurteile bestätigt zu bekommen. Außerdem bestätigt es meine Vermutung, dass dieser Sender seine Zuschauer nach Strich und Faden verarscht. Nicht nur mit deren Programm, sondern auch in der direkten Interaktion, aber dennoch tun mir die Menschen leid, die auf so etwas hereinfallen.

Beichthaus.com Beichte #00032742 vom 18.02.2014 um 21:48:40 Uhr (26 Kommentare).

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Von der Judenfeindlichkeit geprägt

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Vorurteile Lügen Verzweiflung Gesellschaft Freudenstadt

Ich habe etwas ziemlich Außergewöhnliches zu beichten. Ich (w/27) verheimliche meine Identität vor einigen Menschen. Dazu muss ich etwas ausholen: Ich bin das Kind jüdischer Eltern. Ich bin so erzogen worden, dass ich mir meiner Herkunft bewusst bin und darauf auch stolz sein kann. Bis zu meinem vierzehnten Lebensjahr wussten die wenigsten meiner Mitschüler, dass ich Jüdin bin. Man entwickelt ja erst als Jugendliche/r seine Identität bzw. ist sich seiner Identität bewusst. Eher beiläufig erzählte ich einer Mitschülerin, dass ich Jüdin sei, da wir das Thema Holocaust im Unterricht durchnahmen. Ich dachte mir natürlich nichts dabei, es war eben eine einfache Information. Am nächsten Schultag erlebte ich jedoch mein blaues Wunder: Es begann ein Spießrutenlauf. Mir wurden Judenwitze ins Gesicht geschleudert, ein selbst gebastelter Judenstern auf mein Pult gelegt, Bemerkungen zum Holocaust gemacht und alle anderen erdenklichen Geschmacklosigkeiten, die man sich vorstellen kann. Das Schlimme war, dass dies die nächsten Jahre immer wieder aufkochte. Ich zog mich immer mehr zurück, da ich inzwischen beinahe täglich damit konfrontiert wurde, ich wurde einfach in den Dreck gezogen. Natürlich vertraute ich mich auch einer Lehrerin an, die jedoch eher ratlos als hilfsbereit war. Meinen Eltern erzählte ich nichts - mein Vater hatte einen Schlaganfall erlitten und meine Mutter war jahrelang mit seiner Pflege beschäftigt. Ich wollte niemanden belästigen, außerdem dachte ich dummerweise, ich müsse das als Fast-Erwachsene alleine lösen.


Ich beendete die Schule, fing mein Studium an und merkte, dass ich meine wahre Identität verleugnete. Meine Freunde sind weltoffene und tolerante Menschen und von der Logik her weiß ich absolut, dass ihnen meine Ethnie egal ist. Doch sobald ich auch nur daran denke, ihnen das "Geheimnis" zu offenbaren, kriege ich Schweißausbrüche und Panikattacken und fühle mich in die Schule zurückversetzt. Da mein Nachname nicht "Jüdin" schreit, wissen es die meisten nicht und es ist ihnen auch schlichtweg egal. Ich hatte seit meinem achtzehnten Lebensjahr einen jüdischen Freund, den ich in unserer Gemeinde kennengelernt habe. Daher war es ganz logisch, dass ich kein Geheimnis vor ihm hatte. Doch nach vielen Jahren ging unsere Beziehung in die Brüche. Nun habe ich seit drei Monaten einen nicht-jüdischen Freund und habe beschlossen, dass dieses irre Theater aufhören muss und meine Kindheitstraumata nicht mein Leben bestimmen können. Deswegen habe ich heute einen Termin bei einem Psychologen gemacht, um mich endlich zu befreien und um zu sein, wer ich bin.

Beichthaus.com Beichte #00032741 vom 18.02.2014 um 23:58:53 Uhr in Freudenstadt (30 Kommentare).

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“Beichte

Der Sparfuchs aus der Hölle

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Faulheit Peinlichkeit Masturbation Gewalt Familie

Ich bin ein 24 Jahre alter Student, der gerade Semesterferien hat und diese bei seiner Mutter verbringt. Wir streiten uns oft wegen Kleinigkeiten wie Sauberkeit, Küche, Strom/Wasser und solchem Zeug - sie ist ein totaler Freak, was das angeht. Sie hat bereits mehrere […]
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Beichthaus.com Beichte #00032740 vom 19.02.2014 um 07:51:34 Uhr (16 Kommentare).

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