Das Drogenseminar

21

anhören

Diebstahl Drogen Stolz Polizei Schule

Als ich damals eine 3-jährige Ausbildung bei einem namhaften Elektronik-Betrieb machte, fand im 2. Lehrjahr ein sogenanntes "Präsentations-Seminar" irgendwo in einem abgelegenen Dörfchen in Bayern statt. Das war Pflicht und jeder musste dabei sein. Im Vorfeld gab es im Betrieb eine Themenauswahl für 4er Gruppen und auch eine Abstimmung. Da mich damals Themen wie Politik, Wirtschaft und Umwelt nicht sonderlich interessierten, meldete ich mich mit zunickendem Einverständnisgesuch an meine drei besten Lehrlingskollegen zum Thema "Drogen - Arten und Auswirkungen". Da ich mit besagten Kollegen auch gerne mal nach Feierabend "einen durchgezogen" habe, schien das Thema wie gemacht für uns. Als wir dann am Seminarort ankamen, traf sich dann unsere 4er-Gruppe in unserem Vorbereitungsraum das erste mal zur Erörterung und Aufbereitung des Themas. Was uns bis dahin vorenthalten wurde, war, dass auf einmal eine waschechte (und nicht mal schlecht aussehende) Polizistin mit einem dicken, fetten Koffer hereinspaziert kam. Zuerst wussten wir gar nicht, was jetzt geschieht. Wir vermuteten in unserem jugendlichen Denken zunächst das Schlimmste, dass evtl. ein Drogentest an uns durchgeführt wird (den wir alle natürlich nicht bestanden hätten). Aber dem war nicht so. Es stellte sich heraus, dass jeder Präsentationsgruppe eine Fachkraft als Beihilfe zur Verfügung stand. In unserem Fall war das wie gesagt eine Original Drogenpolizistin aus der nächstgelegenen Polizeiwache mit einem schicken, weißen, stufenförmig ausklappbaren Köfferchen. In diesem Transportierbehältnis befand sich der feuchte Traum eines jeden Drogenkonsumenten: alle Arten von Drogen, die es gibt (LSD, Kokain, Heroin, Haschisch, Ecstasy, Crystal, Crack, etc.). Schön in Tütchen verpackt mit Aufschrift. Sie stammten von vorausgegangenen Razzien und Beschlagnahmungen. Als es auf einmal an der Tür klopfte und unser Ausbildungsleiter die Polizistin kurz nach draußen bat, um mit ihr kurz was zu bereden, tat ich instinktiv das Unfassbare: ich streute mir aus dem Kokain-Beutelchen eine gehörige Prise in meine daneben stehende Tuppa-Pausenbrotbox (was anderes war zu dem Zeitpunkt nicht da) und brach mir von der Haschischplatte an der Tischkante ein ordentliches, quaderförmiges Stück ab und legte es ebenfalls in die Tuppa-Box. In diesem Augenblick (sie war nur circa eine Minute draußen) kam die Polizistin wieder rein und ich tat so, als hätte ich das Brot in die Box zurückgelegt und kaute im Mund Luft. Meine Kumpels guckten mich mit riesigen Augen an und sie wunderten sich über so viel Dreistigkeit und Eiern in der Hose. Gemerkt hat es die Polizistin jedenfalls nicht und das Referat am nächsten Tag war das Beste meines Lebens, da es so selbstbewusst und flüssig von den Lippen ging. War wirklich 1A Kokain, dessen Großteil an meinem Pausenbrot dranklebte. Das Haschisch versüßte uns die Woche, als wir wieder zu Hause waren. Krasse Aktion, die mir viel Respekt eingebracht hat aber auch Kopf und Kragen hätte kosten können.

Beichthaus.com Beichte #00028236 vom 25.10.2010 um 21:52:21 Uhr (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Begrenzungspfosten

50

anhören

Vandalismus Rache Auto & Co. Arbeit

Begrenzungspfosten
Auf einem Landstraßenabschnitt, den meine Kollegen und ich in Schuss halten, werden seit einigen Monaten immer wieder, auf einem knapp drei Kilometer langen Teilstück, die Begrenzungspfosten zerstört. Vermutlich fährt da ein Idiot absichtlich weit rechts und macht die Tür auf, damit er die Teile umhauen kann. Gestern und heute durften meine Kollegen und ich mal wieder aufräumen und erneuern. Wir möchten beichten, dass wir einen der Pfosten mit Beton ausgegossen und mit einer Stahlstange knapp einen Meter tief im Boden verankert haben.

Beichthaus.com Beichte #00028212 vom 15.10.2010 um 22:34:50 Uhr (50 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Stuttgart 21 Superstar

70

anhören

Stolz Morallosigkeit Ignoranz Hochmut Arbeit Stuttgart

Ich war einer der der Herren die bei Stuttgart 21 die Bäume fällen durften (mussten). Als unsere Firma vor einem Jahr den Zuschlag erhielt freuten wir uns natürlich bei so einen Projekt mitwirken zu dürfen. Auch wenn wir nur einen kleinen Teil zu dem Projekt beitragen würden. Vor 3 Wochen ging dann alles los. Mein Chef und ich fuhren nach Stuttgart zu einen letzten vor-Ort-Termin. alles nochmals fotografiert geplant usw.. Naja dann kam der eher nicht planmäßige Teil. Der Ober-Ober-Polizei-Obermeister lud zum Gespräch. Normalerweise führen wir Gespräche mit Stadtwerken, wenn diese Oberleitungen abstellen müssen oder mit der Straßenmeisterei wenn Ampelanlagen um gestellt werden müssen. Aber nie mit der Polizei.
Er meinte es muss mit Widerstand gerechnet werden. Ich dachte für mich "den gibts doch immer" keiner findet es schön wenn wir Bäume fällen. Sogar von der Oma auf dem Land werden wir beschimpft wenn wir eine 150-jährige Pappel fällen. Das Gespräch ging circa eine Stunde und dabei raus kam: Wir bekommen Polizeischutz. Brauchen aber keine Angst um unsere Person zu haben, da man uns ja eh nicht erkennen könne (wir tragen Helme mit Gesichtschutz) Wir mussten z.B. unsere Namensschilder welche auf den Sicherheitsjacken aufgestickt waren "unkenntlich" machen. Geplant war es wie folgt: Anreise 6:00 Uhr, gegen 8:00 Uhr soll der erste Baum liegen. 20 Uhr Abreise. Am nächsten halben Tag frei.


Gekommen ist es so:
Anreisen mit einem gemieteten (neutralen) Sprinter ins Hotel. Einchecken ins 4-Sterne-Hotel unter eigenem Namen. Die ersten beiden Tage ist erst mal nix passiert. Außer Hotel, Sauna und Pool und etwas Demo-Sightseeing. Ach ja Bagger, Holzschredder sowie Container standen schon auf dem Platz und die Miete lief. Tag drei: 17:00 Uhr ich saß gerade in der Sauna, da kam der Chef runter ich solle mich fertig machen, 18:00 Uhr sei Abfahrt. Um 17:50 Uhr trafen wir uns in der Tiefgarage, zwei Polizisten kamen und fuhren den Sprinter und wir durften im Streifenwagen Platz nehmen - natürlich schon umgezogen und Helm auf. Die Polizisten kontrollierten ob auch die Namensschilder unkenntlich gemacht wurden.
Gegen 23 Uhr fällten wir dann den ersten der 3 Bäume. So recht wollte keiner von uns die Säge ansetzen, aber wenn die Säge erstmal läuft, der Gehörschutz auf den Ohren sitzt hört man weder BUUUHH-Rufe noch Trillerpfeifen.


Nun zu meiner eigentlichen Beichte:
Ich habe mich richtig gut dabei gefühlt. Ich kam mir vor wie ein Superstar. 3 Tage Hotel. Nix machen, nur relaxen. In der Tiefgarage abgeholt werden mit Polizeischutz. Während der Arbeit von so vielen Leuten beobachtet zu werden. Mit Polizeischutz wieder über Umwege ins Hotel, am nächsten Tag Abreise mit dem gemietetem Sprinter, wieder unter Polizeischutz bis zur Autobahn (wir sollten die ersten 100-150 km doch nicht anhalten).
Ich kann es verstehen, das einige Leute dagegen sind, aber es ist unser Job ich habe daheim eine Frau und Haus und die Bank will ihr Geld auch jeden Monat sehen, da kann ich nicht einfach sagen "Sorry Stuttgart 21". Und wegen der anderen Bäume werden wir wohl auch noch mal gerufen! Die einzigen Kosten, die ich hatte waren 20 Euro für einen Döner und Cola beim "Demo sightseeing", die FHM an der Tanke und eine Tageskarte fürs Fitnessstudio. Der Döner-Mann war übrigens auch sehr angetan von Stuttgart 21. Meinem Chef freuts und uns auch! Es war wie Firmenurlaub.

Beichthaus.com Beichte #00028186 vom 05.10.2010 um 09:49:24 Uhr in Stuttgart (70 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Meine kaputte Festplatte

16

anhören

Betrug Habgier Geiz Diebstahl Shopping Hasborn

Vorgestern ist meine neue, externe Festplatte kaputt gegangen. Leider hatte ich den Kassenbon eines großen Elektrodiscounters verlegt und konnte so die Garantie nicht in Anspruch nehmen. Um den Schaden erst einmal einzugrenzen, habe ich mir schnell eine neue billige externe Festplatte von einem großen Onlinehändler bestellt. Als ich das Paket heute öffnete, stellte ich überrascht fest, dass es sich bei dem Gehäuse um die baugleiche Version meines "alten, defekten" handelt. Also fix den Controller und das Netzteil ausgetauscht und die defekten Sachen wieder schön verpackt und über das Widerrufsrecht zurückgeschickt. Ich beichte, dass ich mich auf Kosten des Onlinehändlers bereichert habe.

Beichthaus.com Beichte #00028175 vom 30.09.2010 um 14:24:46 Uhr in Hasborn (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Ehe am Ende

25

anhören

Faulheit Engherzigkeit Verzweiflung Ehebruch Partnerschaft Berlin

Ich möchte beichten, dass ich meinen Mann am liebsten verlassen würde, wenn da die Kinder nicht wären. Er ist schon seit Ewigkeiten arbeitslos und bemüht sich nicht um Arbeit. Er ist der Meinung, er hätte was besseres verdient. Eben habe ich wieder Mal aussichtslose Bewerbungen für ihn geschrieben. Er selbst tut nichts, außer sinnloses Zeug am PC und die PCs unserer Freunde kostenlos fit zu halten. Meine Computer sind aber zugemüllt und laufen nicht gut. Ich habe die Nase voll davon, dass ich für alles die Verantwortung trage und alles alleine machen muss. Dabei bin ich ihm wohl auch nicht gut genug, denn er schläft kaum noch mit mir (2 mal im Jahr) und wenn, dann nur für seine 5 Minuten. Komischerweise wirke ich aber auf andere Männer doch sehr attraktiv. Ich kann ihn aber einfach nicht betrügen, ich habe es schon versucht. Wir sind 17 Jahre schon zusammen und ich überlege dem nun ein Ende zu setzen, denn die schönen Zeiten sind seit etwa 10 Jahren vorbei. Die Situation Tendiert stark zur Verschlechterung, wobei ich nicht wüsste was schlimmer werden könnte. Ich bin so unglücklich, dass ich am liebsten das Weite suchen würde. Ich würde aber auch nicht damit klar kommen, wenn es ihm meinetwegen schlecht geht. Er sagt immer er liebt mich über alles und würde sich umbringen, wenn ich ihn verlasse. Ich will nicht mehr zugetextet werden und über alles ausgefragt werden. Und verdammt noch mal: Ich will endlich mal wieder das Gewicht eines Mannes auf mir spüren und wilde, heiße Leidenschaft erleben!

Beichthaus.com Beichte #00028172 vom 29.09.2010 um 23:41:41 Uhr in Berlin (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000