Mein selbstmordgefährdeter Kumpel

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Selbstverletzung Morallosigkeit Engherzigkeit Ignoranz Viersen

Ein Kumpel von mir befindet sich seit Jahren in psychologischer Behandlung. Er hatte einmal versucht, sich das Leben zu nehmen und kam ins Krankenhaus. Der Arzt, der dort Dienst hatte war sichtlich genervt, und schimpfte mit ihm, dass er es demnächst gefälligst richtig machen sollte, da er so schon genug Unfall-Patienten habe, die im Gegensatz zu ihm leben wollen und wirklich Hilfe benötigen, und er seine Zeit nicht mit solchen Leuten verschwenden möchte, die immer wieder kommen und dem Gesundheitssystem unnötig Geld kosten. Das hat wohl gesessen, seitdem hat er es nicht mehr versucht.
Meine Beichte ist, dass ich total der Meinung des Arztes bin. Entweder ganz oder gar nicht. Ich helfe gerne Leuten, wenn sie Probleme haben, aber wenn ich merke, dass es überhaupt nicht fruchtet und meine Bemühungen umsonst sind, denke ich, dass es für einige echt besser wäre, wenn sie sich umbringen würden, dann ziehen sie wenigstens nicht noch andere mit runter. Ich finde, man sollte Ärzte nicht mehr bestrafen, wenn sie jemanden sterben lassen, wenn er es will. Gibt schon genug (kaputte) Leute auf der Welt.

Beichthaus.com Beichte #00028013 vom 26.07.2010 um 14:32:14 Uhr in Viersen (33 Kommentare).

Gebeichtet von Crashguard303
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Langweilige Präsentationen versüßen

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Boshaftigkeit Zwietracht Kollegen

Ich beichte hiermit, dass ich mir seit Jahren langweilige Präsentationen und Meetings auf Kosten meiner Kollegen versüße. Ich habe herausgefunden, dass man über unseren internen Exchange-Mailserver mithilfe eines kleinen lokalen SMTP-Servers Mails von fremden Absendern aus verschicken kann. Diese werden ungeprüft einfach durchgestellt. Man kann also im Prinzip, im Namen von jedermann, E-Mails an die Kollegen schicken. Sobald ich jetzt in einer Präsentation oder Meeting sitze und jemand sein Notebook am Beamer angeschlossen hat, prüfe ich, ob er sein Outlook noch offen hat, denn das sieht man an dem kleinen Icon unten in der Taskleiste. Wenn dem so ist, denke ich mir lustige kurze E-Mails aus, dazu noch einen passenden Absender und ab dafür. Sekunden später erscheint dann, für alle sichtbar, ein paar Sekunden lang der Absender, der Betreff und die ersten zwei Zeilen der Mail riesengroß auf dem Beamer. Der obercoole Sunnyboy aus dem Vertrieb kriegt dann z.B. so Mails wie "Hallo Bärchen, könntest du mir bitte Tampons mitbringen, wenn Dein Meeting nicht zu lange dauert?" Oder der komplett verklemmte Typ aus dem Controlling kriegt Mails von Orion mit Bestellbestätigungen über Sexspielzeug und so weiter. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Ich finde dieses Kribbeln, kurz bevor die Mail auf der Leinwand erscheint, einfach grandios.

Beichthaus.com Beichte #00027986 vom 14.07.2010 um 15:40:27 Uhr (31 Kommentare).

Gebeichtet von Kitty-86
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“Beichte

Gefangen im TV-Raum

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Ungerechtigkeit Unreinlichkeit Verzweiflung Urlaub

Ich (m/21) war vor etwa 4 Jahren das letzte mal mit meinen Eltern im Urlaub. Wir waren in so einem Club Hotel indem alles "All Inclusive" war, und man somit auch jedes Angebot kostenlos nutzen konnte. An einem Abend schlief mein Vater bei mir im Zimmer, warum weiß ich auch nicht mehr. Er schnarchte so laut das ich einfach nicht einschlafen konnte, daher ging ich noch etwas an die frische Luft. Irgendwann fiel mir ein, dass ich ja nochmal in den TV-Raum gehen könnte
den ich ein paar Tage vorher gefunden hatte. Gedacht getan zog ich mir noch etwas vom spanischen Fernsehen rein bis ich irgendwann richtig müde wurde und einschlief.

Am nächsten Morgen wusste ich erst gar nicht wo ich überhaupt war, aber schnell fiel mir ein das ich ja nicht schlafen konnte und noch fern schauen war. Dann wollte ich so schnell wie möglich zurück ins Hotelzimmer oder wenigstens noch was vom Frühstücks-Buffet abbekommen, doch zu meinem
entsetzen stellte ich fest das die Tür des TV Raumes wohl über Nacht abgeschlossen wurde, und zu meinem Übel musste ich auch noch ziemlich dringend auf Toilette. Ich probierte jedes Fenster und jede Tür aus, doch alle waren abgeschlossen, also saß ich in der Falle.


Irgendwann als der Druck auf der Blase so groß war, dass ich es fast nicht mehr aushalten konnte musste eine Notlösung her. Und schneller als ich nachdenken konnte, war ich auch schon dabei einen Kübel voller Kunstpflanzen zu "bewässern". Nach getaner "Arbeit" konnte ich mich wieder auf meine Freiheit konzentrieren und klopfte wie wild an die Tür, nach ein paar Minuten wurde diese auch vom Hotelpersonal geöffnet und ich ging zufrieden aufs Zimmer.

Der Gestank in dem TV-Raum wurde unerträglich und man konnte dessen Quelle nicht finden. Leid tut es mir schon für das Hotelpersonal, dass sie die Sauerei erst einmal finden und beseitigen mussten. Andererseits geschieht es denen auch recht, wenn sie nicht in den Raum schauen bevor sie ihn abschließen.

Beichthaus.com Beichte #00027924 vom 23.06.2010 um 14:07:41 Uhr (18 Kommentare).

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Ladendetektive kann ich riechen

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Diebstahl Habgier Geiz Ungerechtigkeit Dresden

Ich habe eine Karriere als äußerst erfolgreicher Ladendieb hinter mir. Es ist jetzt schon ein paar mehr Jahre her, ich wohnte noch im Osten der Republik und ging zur Schule, bekam kein Taschengeld und war aufgrund der Klamotten die ich von meinen beiden älteren Cousinen (weiblich!) auftragen musste, ein ziemlicher Aussenseiter. Irgendwann ist es einfach zu fies, dass sich "alle anderen" alles leisten können und mit Markenklamotten zur Schule kommen und man selbst wird ausgelacht weil man einen Strickpullover aus den 80ern trägt. Jedenfalls musste ich Kohle machen und hab Kleinzeug geklaut (CD's etc.) und "draußen" für die hälfte vom Ladenpreis verkauft. Das war mit der Zeit so erfolgreich, (auch die Art des Diebesguts änderte sich, zum Schluß waren es Laptops) dass ich meinen Eltern irgendwie plausibel machen musste woher mein plötzlicher Reichtum kommt. Ich suchte mir also einen Job und verteilte kurz darauf Werbung in Briefkästen. Gleich bei meiner ersten Tour stieß ich ausgerechnet auf den Briefkasten des Detektivs der mich als erstes erwischt hatte. Kurzum, ich habe ihm seit dem jeden Mittwoch und Samstag über zwei Jahre die komplette Post geklaut und in den Papiercontainer geworfen. Selbst als ich schon länger nichtmehr als Ladendieb aktiv war, schaute ich regelmäßig dort vorbei um Ihn dafür zu strafen, dass er meinen Weg aus der Armut verhindern wollte. Ich war ja nicht auf den Kopf gefallen, ich hab mir vernünftige Sachen gekauft, bezahlte sogar selbst meine Nachhilfestunden um in der Schule besser zu werden. Ich machte schließlich Abi und bin heute im Südwesten Deutschlands Leiter einer recht großen Mahnabteilung. Für meine Begriffe habe ich es geschafft, aber ich bin immer noch sauer auf alle vier Detektive die mich damals erwischt haben. Ich hasse Detektive immer noch. Selbst wenn ich heute in Geschäfte gehe, rieche ich die noch zehn Meter gegen den Wind. Macht einen anderen Job. Es gibt Leute die müssen klauen, um ihr Leben auf die Reihe zu kriegen! Das ist ein opferloses Verbrechen!

Beichthaus.com Beichte #00027908 vom 15.06.2010 um 14:35:38 Uhr in Dresden (62 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Was passierte, als ich ein Stromkabel durchschnitt

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Dummheit Peinlichkeit Waghalsigkeit Oldenburg

Ich (w/24) muss meine eigene Dummheit beichten. Ich persönlich würde mich nicht als dumm bezeichnen - ich habe ein sehr gutes Abi damals gemacht und mit 22 mein Diplom in der Tasche gehabt. Fachlich alles kein Problem (juristischer Schwerpunkt). Mit Männern habe ich auch sonst nicht großartig Probleme. Gestern allerdings habe ich mich mit meiner eigenen Dämlichkeit überrascht. Ich wollte ein Bild aufhängen. An sich kein Problem für mich, Nagel in die Wand, Bild draufsetzen, fertig. Also Werkzeugkasten her und los. Leider war in der Wand ein kleines Stromkabel, was wohl ursprünglich für eine Wandlampe gedacht war. Das Kabel für die Erdung war da irgendwie schon abgeschnitten und die anderen beiden Dinger waren noch an dem Plastikteil befestigt für die Lampe. Weil dieses Kabel genau unter dem Bild war und das scheiße ausgesehen hätte, wollte ich das Ding abschneiden. Ich Idiotin habe mir eine Haushaltsschere genommen und dachte noch so "no risk, no fun" und schneide das Kabel einfach ab.

Tja, was dann passiert ist, hätte ich mir ja auch vorher denken können. Ein großer Knall, die weiße Wand ist verkohlt, die Sicherung ist rausgeflogen und die Schere ist furchtbar entstellt. Ich selber habe zum Glück nicht wirklich was abbekommen (habe zumindest nichts gemerkt, lag vielleicht auch am Schock). Ich beichte hiermit also, dass ich durch meine Dummheit manchmal echt suizidgefährdet bin und mir schleunigst entweder einen Mann wieder anlache oder aber meinen Werkzeugkasten um einen Stromprüfer erweitere. Die Kosten-Nutzen-Rechnung wird es entscheiden - die Tendenz geht zum Stromprüfer.

Beichthaus.com Beichte #00027904 vom 13.06.2010 um 09:15:06 Uhr in Oldenburg (63 Kommentare).

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