Ich will im Alter nicht alleine sein!

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Hochmut Feigheit Partnerschaft Begehrlichkeit

Nach meiner letzten Beziehung hatte ich (m) nichts Festes mehr. Die Trennung war nicht leicht und hat mich sehr mitgenommen. Fortan habe ich es richtig krachen lassen - Partys hier, Feiern dort und eigentlich immer eine Frau abgeschleppt. Ernst meinte ich es nie, und wenn die Weiber sich danach was eingebildet haben, habe ich mein Handy ausgeschaltet oder eine blöde Nachricht geschrieben. Das geht jetzt schon seit ein paar Jährchen so und ich fühle mich langsam zu alt für solche Spielchen, sehne mich nach etwas Dauerhaftem, kriege aber schon allein beim Gedanken an eine feste Bindung die Krise. Ich habe keine Lust, mich an Verbindlichkeiten zu halten, Schwiegereltern zu besuchen, Pärchenabende abzuhalten oder neue Freundeskreise aufzubauen. Aus meiner Männerrunde verabschiedet sich einer nach dem anderen in Eheleben und Elternschaft - mir legt sich eine imaginäre Schlinge um den Hals, wenn ich nur daran denke, Verantwortung für mehr als mich selbst zu übernehmen und finanziellen Belastungen ausgesetzt zu sein. Aber diese One-Night-Stands sind auch keine Dauerlösung, weil ich die Vorstellung, im Alter allein zu bleiben, furchtbar finde. Ich bitte um Absolution für meine oberflächliche und egoistische Lebenseinstellung.

Beichthaus.com Beichte #00040931 vom 28.01.2018 um 17:45:15 Uhr (17 Kommentare).

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Ich hetze die Polizei auf Migranten

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Zorn Boshaftigkeit Gesellschaft Rache Berlin

Ich (20) komme ursprünglich aus Marokko. Meine Eltern sind vor meiner Geburt nach Deutschland gekommen, beide haben dann die deutsche Sprache erlernt und sich einen Job gesucht. Obwohl meine Familie nicht religiös ist, wir nur deutsch sprechen und alle arbeiten, werden wir häufig mit Vorurteilen konfrontiert. Durch viele Migranten, die sich kriminell und asozial verhalten, verschlechtert sich die angespannte Situation zusätzlich. Es tut weh, zu hören, dass man unrein ist und man Deutschland verlassen soll und das nur, weil unzählige undankbare, kriminelle und kranke Menschen nach Deutschland gekommen sind.

Vor einigen Wochen konnte ich die Wut nicht mehr zurückhalten und fing an, nach der Arbeit die offensichtlich ausländischen Menschen in der Innenstadt zu beobachten, sobald mir auffiel, dass sie andere verbal oder körperlich belästigten, rief ich die Polizei, die sich oft in der Nähe befand. Einmal erwischte ich sogar Drogendealer. Einerseits schäme ich mich dafür, dass ich die Komplexe durch meine Herkunft dadurch kompensiere, andererseits freue ich mich, wenn die Migranten von der Polizei mitgenommen werden.

Beichthaus.com Beichte #00040928 vom 27.01.2018 um 22:51:59 Uhr in Berlin (16 Kommentare).

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“Beichte

Ich habe ein Lieblingskind!

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Ungerechtigkeit Engherzigkeit Kinder Mutter

Ich habe zwei Kinder und liebe eins davon mehr als das andere. Ich überprüfe mich ständig darin, beide gleich gut zu behandeln, aber innerlich steht mir das eine immer näher als das andere. Sie sind sehr verschieden und können absolut nichts dafür, das ist mir bewusst. Mein Mann weiß nichts davon - aus Angst vor Vorwürfen und Unverständnis schweige ich ihm gegenüber und ertappe mich manchmal dabei, wie ich sein Verhalten den Kindern gegenüber beobachte, um Unterschiede herauszulesen. Ein Psychologe konnte mir nicht helfen und über all meine Verantwortlichkeiten und Aufgaben als Mutter bin ich mir im Klaren, denen komme ich anstandslos nach. Aber die Liebe fällt unterschiedlich stark aus und ich fühle mich unvollkommen und schlecht, weil ich Angst habe, beiden Kindern dadurch zu schaden.

Beichthaus.com Beichte #00040923 vom 27.01.2018 um 08:35:26 Uhr (14 Kommentare).

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Ich bin ein Gutmensch - und stolz darauf!

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Aggression Zorn Gesellschaft Vorurteile Hochmut Stolz Stuttgart

Ich bin wohl ein sogenannter "Gutmensch" und stand damals an mehreren Bahnhöfen, um Züge mit Refugees zu begrüßen. Ja, auch das "Welcome"- Shirt trug ich und schäme mich nicht dafür. Im Flüchtlingsheim unserer Stadt habe ich ein Vierteljahr lang bei der Essenausgabe geholfen und zurzeit begleite ich ehrenamtlich zwei syrische Familien mit Kindern, die Angelegenheiten bei Behörden zu klären haben. Ich gebe ihnen Kleidung meiner Kinder, die nicht mehr passt und wurde von ihnen auch schon zum Essen zu sich nach Hause eingeladen, was eine wunderbare, bereichernde Erfahrung für uns alle war. Ich spende monatlich etwas Geld sowie Futter an zwei Tierschutz- Organisationen und meide Zirkus- und Zoobesuche, um das Leid und die nicht artgerechte Haltung der Tiere dort zu boykottieren. Haustiere halten wir selbstverständlich nicht. Regelmäßig wählen mein Mann und ich die Grünen und achten beim Konsum auf Prüfsiegel und korrekte Herkunft. Gegen "Stuttgart 21" bin ich damals mitgelaufen und engagiere mich auch sonst durch mein Konsumverhalten für den Umweltschutz, denn jede Kleinigkeit, die man beachtet, zählt.

Wir leben ökologisch sparsam und gesetzestreu, da Werte und Normen feste Bestandteile unseres humanitären Weltbildes sind. Als 2016 unser Verfahren zur Aufnahme eines minderjährigen unbegleiteten Flüchtlings lief, scheiterte es letztendlich daran, dass ich nochmal schwanger wurde und wir weniger Zeit und Raum für den Jugendlichen zur Verfügung gehabt hätten. Aufgegeben haben wir die Vorstellung jedoch noch nicht. Mit meiner Tochter (3) habe ich in der Adventszeit bei der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" mitgemacht und sie ein paar Spielzeuge und Kuscheltiere aussortieren lassen, die nun ein Zuhause in der dritten Welt gefunden haben. Mein Mann hätte gerne ein weiteres Kind mit mir, aber ich überlege, ob wir nicht lieber ein Kind aus schlimmen Verhältnissen adoptieren sollten, um ihm zu helfen, statt ein neues Leben in unsere ungemütliche, unberechenbare Welt zu setzen, wo es doch schon genug Bedürftigkeit gibt, die abgestellt gehört.

Auf alle Fälle werden wir demnächst eine Patenschaft für ein afrikanisches Kind übernehmen, damit es gute Chancen hat, sicher und gebildet aufzuwachsen. So erleben unsere eigenen Kinder ganz nebenbei Toleranz und die Bereitschaft, zu teilen, denn das Einzige, was sich durchs Teilen verdoppelt, ist das Glück! Meine Beichte ist, dass ich die rücksichtslose, egoistische Haltung vieler Mitmenschen ablehne, die nicht an die Zukunft und Mitverantwortung aller Bürger denken und mein Unverständnis für sie stetig wächst. Ich hoffe auf Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00040916 vom 26.01.2018 um 10:55:47 Uhr in Stuttgart (51 Kommentare).

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Der Tod meines Ex-Mannes

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Verzweiflung Tod Ex Konstanz

Mit meinem Ex-Mann war ich 25 Jahre zusammen, davon 15 Jahre verheiratet. Wir haben zwei Kinder. Irgendwann klappte es mit und beiden nicht mehr und beschlossen uns zu trennen, ohne Rosenkrieg oder Streitereien. Das ist jetzt fünf Jahre her. Jeder von uns hat einen neuen Partner. Vor sechs Monaten dann der Schock: Er starb an einem Herzinfakt. Als ich das erfahren habe, ist eine Welt zusammengebrochen. Der Vater unserer Kinder, mein Partner von 25 Jahren, einfach so tot. Ich kann und konnte das nicht begreifen. Als ich das von unseren Kindern erfahren habe, habe ich lange geweint, es hat so wehgetan.

Dieser Schmerz in meinem Herzen, obwohl keine Liebe zu ihm mehr bestand. Nach zwei Wochen des Trauerns sagte mein jetziger Ex-Freund ich solle mich mal zusammenreißen und ihm nicht mehr hinterherheulen, ich sei jetzt mit ihm zusammen und habe ihn zu lieben, das könne er nicht verstehen. Kurz darauf habe ich ihn verlassen, diese Worte schmerzten. Er besitzt einen Schäferhund, den er überalles liebt. Ich hoffe, dass dieser Hund mal schwerkrank wird, aber nicht stirbt, damit er mal sieht wie man leiden kann

Beichthaus.com Beichte #00040914 vom 26.01.2018 um 07:29:10 Uhr in Konstanz (12 Kommentare).

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