Die Roboter-Kellnerin

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Boshaftigkeit Vandalismus Drogen Restaurant Siegen

In lustwandelnden Jugendtagen pflegte man sich stets am Wochenende einige Pfeifen mit erlesenen Zutaten der Waldapotheke, vornehmlich Haschisch exquisiter Qualität, zu qualmen, um sich anschließend bei pikanten Scherzen und albernen Anekdoten in einem Lokal einzufinden. Eines Abends, breit wie eine alte römische Strandhaubitze, begab ich mich mit meinem besten Freund in eine etwas verruchte und lieblos eingerichtete Spielunke zu einigen Glas Kölsch. Die Personalauswahl der Bedienungen stand dem Einrichtungsgeschmack des Inhabers, ein fettleibiger Zigarrenraucher, offensichtlich in Nichts nach. Die Bedienung wirkte nicht liebreizend, sondern nachlässig und mechanisch in ihrem kalten Verhalten - wie ein Roboter. Also stibitzte ich eine Getränkekarte und ergänzte daheim die Rückklappe in identischer Schrift mit dem Hinweis: "Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere Roboterbedienung aus Kostengründen nicht mit Höflichkeitssoftware ausgestattet ist." Am Folgetag brachte ich sie zurück an ihren Bestimmungsort. Eine Woche später war die Bedienung entlassen.

Beichthaus.com Beichte #00030498 vom 28.11.2012 um 12:43:09 Uhr in Siegen (Marburger Straße) (24 Kommentare).

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Telefonieren auf fremde Kosten

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Boshaftigkeit Betrug Kindergarten Telefon Weißenfels

An den Kindergarten bei uns im Ort grenzt ein großer Spielplatz, der für jeden zugänglich ist. Eines Tages habe ich mich (damals war ich etwa 14 Jahre alt) mit zwei Freundinnen dort getroffen. Es war gegen 6 Uhr abends, der Kindergarten war leer, natürlich waren auch keine Erzieherinnen mehr da. Wir saßen auf einer Bank auf dem Spielplatz, als mir ein Festnetztelefon auffiel, das auf der Bank lag. Anscheinend hatte eine der Erzieherinnen es dort liegen lassen. Wir haben uns dann einen Spaß daraus gemacht, ausländische Handynummern von Urlaubsbekanntschaften anzurufen, genauso wie teure Hotlines und die Auskunft. Einige Monate später habe ich mich dort für ein Praktikum gemeldet, welches ich von der Schule aus absolvieren musste. Da hatte ich auch einmal Telefondienst und musste das Gerät mit raus nehmen. Da sagte dann eine der Erzieherinnen zu mir, ich solle es auf keinen Fall draußen liegen lassen, das wäre schon einmal passiert und dann hätten sie eine Telefonrechnung von mehreren Hundert Euro bekommen. Ich gab mich empört, musste aber innerlich lachen.

Beichthaus.com Beichte #00030429 vom 04.11.2012 um 13:34:51 Uhr in Weißenfels (Gebelstraße) (13 Kommentare).

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Die ausgedachten Titel

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Betrug Lügen Missbrauch Gesellschaft Düsseldorf

Meine Freundin und ich (33 und 36) machen uns einen Spaß daraus, uns falsche Titel zuzulegen. Angefangen hat das vor etwa fünf Jahren. Ich habe mich immer wieder als Doktor ausgegeben, aber nicht um finanzielle Vorteile zu erlangen oder einen Posten zu bekommen, der mir eigentlich nicht zusteht. Auch nicht in meinem privaten Umfeld, wo ohnehin jeder weiß, dass ich diesen Titel nicht habe. Aber wenn ich im Restaurant einen Tisch reserviert habe, habe ich mich immer als Doktor ausgegeben. Es ist mehrmals passiert, dass meine Freundin anrief und ihr gesagt wurde, dass kein Tisch mehr frei sei. Als ich dann anrief und meinen (angeblichen) Doktortitel einfließen ließ, war plötzlich einer frei. Auch wenn ich im Hotel an der Rezeption eincheckte, änderte sich der Ton immer sofort, wenn mein Doktortitel ins Spiel kam. Meine Freundin gab sich oft als Gräfin aus und hatte denselben Erfolg. Nach einiger Zeit ging ich dazu über, mich am Telefon und in Briefen, zum Beispiel an Firmen, Versicherungen und Behörden, als "Geheimrat" zu benennen. Meine Freundin nannte sich "Generalfeldmarschallswitwe". Mehrmals kamen Briefe zurück, in denen in der Anrede diese Titel verwendet wurden, und bei telefonischen Rückrufen wurde gefragt: "Kann ich bitte den Herrn Geheimrat xxxx sprechen?" Vor etwa zwei Wochen reichte ich bei der Krankenversicherung einen Erstattungsantrag ein und nannte mich darin "Geheimer und Wirklicher Rat". In dem Antwortschreiben der Versicherung hieß es dann: "Sehr geehrter Herr Geheimer und Wirklicher Rat Dr. xxxx [...]." Ein bisschen tut es mir leid, dass ich manche Leute so verarsche.

Beichthaus.com Beichte #00030407 vom 29.10.2012 um 23:03:37 Uhr in Düsseldorf (Kopernikusstraße) (32 Kommentare).

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Höflichkeit schützt vor Ekel

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Boshaftigkeit Ekel Rache Arbeit

Die Eltern meines besten Kumpels besitzen ein paar Spielotheken. Er arbeitet in einer von diesen. Ab und zu helfe ich ihm aus, also stehe mit hinter der Theke. Heute hat ein Kunde bei mir ein Wasser bestellt, natürlich ohne bitte und danke. Sowieso war er einfach die Unfreundlichkeit in Person. Nachdem er das kostenlose Getränk bestellt hatte, setzte er sich wieder vor einen Spielautomaten. Mein Kumpel und ich überlegten schon, wie wir uns an seinem Benehmen rächen könnten. Dann steckte ich meinen Finger in den Mund, sabberte ihn voll und rührte damit das Mineralwasser um. Ich habe dem Kunden das Glas gebracht, musste mir aber schon auf dem Weg dorthin das Lachen verkneifen. Mein Kumpel hinter der Theke ebenso. Mit ein bisschen Höflichkeit und gutem Benehmen wäre die Welt doch gleich ein Stück besser und solche Vergeltungsschläge unnötig.

Beichthaus.com Beichte #00030373 vom 24.10.2012 um 00:12:20 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Familienbruch für meinen Mann

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Hass Rache Familie Partnerschaft

Ich beichte, dass ich mich wegen meines Mannes von meinem Vater distanziert habe. Mein Mann und ich sind seit sechs Jahren glücklich verheiratet und führen eine harmonische Ehe. Er ist liebevoll, verständnisvoll, ist immer für mich da und würde alles für mich tun. Er ist Afrikaner und ist in Deutschland so manche Male auf Rassismus gestoßen, aber eigentlich hält es sich in Grenzen. Was mich jedoch sehr verletzt hat, ist, dass Rassismus auch aus meiner Familie kam und zwar von meinem Vater. Angefangen hat es mit seinem provokanten Gebrauch des N-Wortes im Zusammenhang mit meinem Mann. Ich bin kein politische-Korrektheit-Fanatiker, aber wenn Menschen solche Wörter tatsächlich nur zum Provozieren benutzen, hört bei mir der Spaß auf. Es war einfach diese widerliche, herablassende Art, mit der er anschließend auch Witze und Anspielungen vor unserer Familie machte auf Kosten meines Mannes, später auch in seiner Anwesenheit. Es hat mir furchtbar wehgetan, zu sehen, wie mein Mann bei diesen Anspielungen jedes Mal verkrampft und unbehaglich lächelte. Ich habe meinen Vater mehrmals gebeten, damit aufzuhören, aber er kam mir nur mit dummen Sprüchen wie "N**er heißt doch nur "schwarz" auf Latein" und so weiter. Als mein Vater dann eines Tages was ganz besonders Verletzendes sagte, rastete ich aus, schrie ihn vor versammelter Familie an und sagte, dass ich ihn nie wieder sehen will. Seit einem halben Jahr habe ich jeglichen Kontakt verweigert. Mein Mann ist mir einfach wichtiger als mein Vater. Er steht immer zu mir und deshalb hat er es auch verdient, dass ich ihn meinem Vater vorziehe. Er selbst sagt, ich solle nicht so empfindlich sein, und mich wieder mit meinem Vater versöhnen, denn Familie und insbesondere die Eltern seien ja so wichtig. Er sagt, dass die Tatsache, dass er der Grund für den Bruch zwischen mir und meinem Vater ist, ihm mehr wehtut als die rassistischen Schmähungen. Aber ich gebe meinem Vater doch nicht die Narrenfreiheit und lasse ihn nach Lust und Laune den Menschen, den ich am meisten liebe, beleidigen. Wenn er sich nicht zusammenreißen kann, dann ist er selbst Schuld, vor allem, nachdem ich ihn mehrmals gewarnt hatte.

Beichthaus.com Beichte #00030350 vom 16.10.2012 um 23:25:44 Uhr (38 Kommentare).

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