Mädelsabend im Zelt

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Fremdgehen Neugier Begehrlichkeit

Mädelsabend im Zelt
Es ist schon ein paar Jahre her, als meine beste Freundin und ich mal wieder einen Mädelsabend geplant hatten. Es war Sommer und deswegen wollten wir im Garten zelten. Also bauten wir das Zelt auf und machten es uns gemütlich. Als die Stunden schon etwas fortgeschrittener waren und wir schon ein bisschen mehr Alkohol zu uns genommen hatten fingen wir an (wie immer wenn wir angeheitert waren) uns zu küssen. Wir unterhielten uns über unsere damaligen Freunde. Ihr Freund war was sexuelles anging etwas egoistisch und war hauptsächlich darauf aus das er auf seine Kosten kam. Mein Freund wohnte ca. 200 km weit weg, deswegen sahen wir uns nicht so oft. Wir sprachen darüber, dass es doch viel einfacher sei einfach lesbisch zu werden. Wir tranken noch ein paar Kurze auf Freundschaft und dann war es um uns geschehen. Wir küssten uns immer wilder und fingen uns gegenseitig an auszuziehen. Danach befriedigten wir uns gegenseitig oral. Wir kamen beide voll und ganz auf unsere Kosten. Trotzdem blieb es bei dem einen mal, da es unter Alkoholeinfluss geschah.

Jetzt ist seit diesem Ereignis schon einige Zeit verstrichen und wir reden ab und zu noch darüber und machen uns einen Spaß daraus. Wir haben unseren Freunden nie etwas davon erzählt und auch niemand anderem davon. Es ist ein Wunder das wir uns anhand unseres Alkoholkonsums überhaupt noch daran erinnern können. Doch alles in allem muss ich sagen, so habe ich eine lesbische Ader in mir entdeckt und ich finde es auch nicht schlimm bi-sexuell zu sein, meine eigentliche Beichte ist: ich habe meinen damaligen Freund mit meiner besten Freundin betrogen. Genauso wie sie ihren mit mir. Dennoch haben wir beide deswegen kein schlechtes Gewissen und sind nach wie vor ein Herz und eine Seele.

Beichthaus.com Beichte #00030231 vom 30.08.2012 um 20:23:58 Uhr (48 Kommentare).

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Das Auto meines Ex-Freundes

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Rache Falschheit Auto & Co. Ex

Vor etwa zehn Jahren gab es einen Mann in meinem Leben, der mich, sagen wir - nicht so behandelt hat- wie es mir eigentlich zugestanden hätte. Kurz: Er war ein richtiges Schwein. Nach außen hin die Fassade des Saubermannes. Er definierte sich seinerzeit sehr durch diverse Luxusgüter, wie Auto, Uhr, Klamotten und Eigentumswohnung. Nachdem er mich also so mies behandelt hatte, schmiedete ich einen Racheplan. Seinerzeit musste er sehr viel nachts arbeiten und mir waren somit die Zeiten bekannt, wann er dann für gewöhnlich heim kam.


Nun war das Internet seinerzeit noch nicht so weit verbreitet und man hatte damals die Möglichkeit, in einem sehr bekannten Blatt für Kleinanzeigen aller Art alles Mögliche zu verkaufen. Da die Anzeigen kostenlos waren und das Blatt auch über einen sehr großen Automarkt verfügte, ich aber nicht wollte, dass man nachvollziehen kann, von wem die Anzeige kommt, fuhr ich eines Tages zum nahe gelegen Flughafen, welcher über ein Faxgerät verfügte. Von diesem Faxgerät gab ich dann eine Anzeige mit seinen Daten auf, dass ein Auto eines sehr namhaften und teuren Herstellers zum Verkauf steht. Sämtliche Daten waren mir bekannt. Jedoch gab ich keine Telefonnummer bekannt, sondern schrieb dazu, dass der Wagen am Datum sowieso (ein Samstag) morgens ab sieben Uhr besichtigt und gleich gekauft werden könnte. Da das Wägelchen sehr teuer und noch recht neu war, der von mir eingetragenen Preis jedoch entsprechend niedrig angesetzt wurde, erfreute sich das Fahrzeug eines regen Zulaufs.


Mein Freund kam morgens um halb sechs heim und pünktlich gegen sieben hatte er ein Rudel ausländischer Autohändler vor der Tür stehen, die alle sein Wägelchen kaufen wollten. Den Namen einer Klingel brauchte ich nicht angeben. Unter der Adresse und auf dem Einstellplatz gibt es nur eine und die Adresse wurde seinerzeit ohne Problem abgedruckt. Sein Schlaf war gestört und ich grinste aus sicherer Entfernung. Er hatte seine liebe Mühe, die Jungs wieder loszuwerden. Und kaum waren die einen weg, kamen schon die nächsten Händler. Es war eher ein harmloser Streich. Verdient hat er es.

Beichthaus.com Beichte #00030207 vom 25.08.2012 um 22:15:50 Uhr (19 Kommentare).

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Jeder ist seines Glückes Schmied

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Ungerechtigkeit Zwietracht Schule

Als ich noch in der Grundschule war, war in unserer Klasse ein Junge ausländischer Herkunft. Er war wohl erst kürzlich nach Deutschland gezogen und konnte die Sprache so irgendwie reden. Er war jedoch sehr arm. Um mal ein Beispiel zu nennen, er trug ein T-Shirt etwa eine Woche, dann kam das andere. Ebenso hatten seine Klamotten die besten Tage hinter sich, sie waren verwaschen und ausgeleiert, jedoch immer sauber und anständig. Auch hat er sich nie bei Schulausflügen, welche extra Geld kosten beteiligt und nie irgend einen Luxus z.B. Essen in der Cafeteria oder Snacks am Automaten gegönnt, weil er es sich nicht leisten konnte. Hinzu kommt noch, dass er ziemlich pummelig war und zu allem Übel sehr schüchtern und dementsprechend keine Freunde hatte. Schlimmer noch, er wurde regelmäßig verarscht, seine Sachen (Schuhe, Turnsäckchen, Bücher, Stifte, Lineal) wurden von Mitschülern oft geklaut, versteckt, kaputt gemacht oder er wurde auch mal erpresst. Als Gruppenarbeiten in der Schule angesagt waren, wollte niemand mit ihm zusammenarbeiten.


Er saß alleine in der letzten Ecke des Raumes und alle anderen an Gruppentischen. In den Pausen durfte er bei keinem der Gesellschaftsspiele oder Sportspiele mitspielen. Alle Tage wieder stand er im Mittelpunkt des allseits beliebten Schubskreises. Wenn er denn mal krank war, hat natürlich niemand seine Arbeitsblätter mitgenommen ebenso wollte ihn auch kaum einer die Hefteinträge auch vor Ort abschreiben lassen. Kaum zu glauben, wie grausam Kinder sein können und das in der Grundschule in einer ländlichen bayerisch konservativen Provinz. Heute würde man sagen, er wurde gemobbt, doch es war viel mehr als nur das.
Als er dann irgendwann weggezogen ist, glaubten die meisten Leute, vor allen Dingen seine Peiniger und diejenigen, die nichts dagegen getan haben, ebenso wenig die Lehrer Belegschaft oder der Werte Herr Rektor, vermutlich, aus diesem kleinen Wicht würde nichts werden, er ist ein hoffnungsloser Fall. Irgendwie schien diese Passivität mancher Lehrer sogar dahingegend umzuschlagen, dass ein paar sadistische Lehrer den armen auch damit aufzogen, dass er einen unaussprechlichen Namen Osteuropäischer Herkunft hat, sowie aus einem Land kam, wo der Krieg herrschte. Zum Beispiel wurde er vor der Klasse von einer älteren Lehrerin gefragt, wo er denn herkomme. Jugoslawien war die Antwort. Die Frau entgegnete mit Spott, dass es dieses Land seit 1991 nicht mehr gäbe und, dass dort "unten" sowieso nur Proleten und Kriegsverbrecher wohnen, welche sich gegenseitig die Köpfe einschlügen. Die Lehrerin und auch andere Lehrer stellten ihn auch bloß, indem sie immer wieder vor der Klasse sich nach den Jobs seiner Eltern erkundigten, welche um es hier mal absichtlich abwertend auszudrücken minderwertig waren. Seine Mutter arbeitete als Altenpflegerin und sein Vater für so ziemlich alles was der Arbeitsmarkt hergab. Das Geld reichte so eben zum Leben, jedoch mit den oben genannten Abstrichen.


Diese Liste könnte sich noch länger so fortführen lassen, aber um es auf den Punkt zu bringen, ihm wurde absolut nichts geschenkt, es wurde vielmehr versucht ihm auch noch das letzte Fünkchen Hoffnung zu nehmen. Heute, knapp 20 Jahre später hat er ein Master Diplom in Betriebswirtschaft/Management und ist mit knapp 30 Jahren ziemlich weit oben an der Karriereleiter, er ist einer der Geschäftsführer einer Maschinenbau GmbH mit fast 700 Mitarbeitern und mehreren Standorten. In diesen vielen Jahren kämpfte er sich auch vom einfachen Büroarbeiter über den Posten des Abteilungsleiters und des Personalleiters hoch zu dem oben erwähnten. Natürlich war es eine Genugtuung als er mit dem Posten des Personalleiters, später als Geschäftsführer viele Bewerber persönlich interviewt und auch mal der eine oder andere bekannte "Kamerad" dabei war, diesen wurde dann auf der höchsten professionellen Ebene eine Absage erteilt. Er sprach die Bewerber nie darauf an, aber ihre Blicke verrieten, dass sie peinlich gerührt seien und obwohl sich ausnahmslos jeder absichtlich unwissend stellte, wussten doch beide, dass dies nicht so ist.
Nun wie kommt es dazu, dass ich die Geschichte mit all den Details so ausschweifend erzähle? Ganz einfach, ich bin dieser Mensch. Danke fürs Lesen und an alle Menschen da draußen in der weiten weiten Welt, egal wie schwer das Leben ist, oder egal wie aussichtslos manche Situationen erscheinen, man muss sich einen Weg durchs Leben bahnen. Das was mich angetrieben hat durch die Jahre, war der Wunsch nach einem besseren Leben und nichts desto trotz ausgleichender Gerechtigkeit durch, wenn ihr so wollt eine höhere Instanz wie des vielfach zitierten Schicksals. Kopf Hoch und ab ins kalte Wasser, jeder ist seines Glückes Schmied.

Beichthaus.com Beichte #00030138 vom 03.08.2012 um 10:02:36 Uhr (79 Kommentare).

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Papa zahlt Azubi

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Habgier Lügen Geld Familie

Ich möchte beichten, dass ich meinem Vater vorgelogen habe, meine erste eigene Wohnung würde knapp 350 Euro plus Nebenkosten kosten, obwohl ich exakt 180 Euro warm bezahlen muss. Er hat mir dreimal soviel Unterhalt wie bisher überwiesen. Dabei muss aber erwähnt werden, dass er mir Jahre lang das Taschengeld gestrichen hat, obwohl ich es wirklich gebraucht hätte. Ich bitte um Absolution, aber ich möchte unbedingt nächstes Jahr nach der Abschlussprüfung zwei Wochen in die USA und muss jetzt schon anfangen zu sparen. Einem Azubi fliegt schließlich das Geld auch nicht so in die Hand.

Beichthaus.com Beichte #00030135 vom 01.08.2012 um 21:12:57 Uhr (22 Kommentare).

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Lieblings-Hase Schnuffelchen

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Mord Tiere Familie

Mein Vater züchtet hobbymäßig zur privaten Fleischproduktion Stallhasen. Alle halbe Jahre in den Ferien ist es dann meine Aufgabe, die zur Schlachtung vorgesehenen Tiere zu meinen Großeltern zu bringen und ich darf dann auch beim Schlachten und Ausnehmen helfen. […]
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Beichthaus.com Beichte #00030131 vom 31.07.2012 um 22:02:05 Uhr (89 Kommentare).

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