Unnötiges Hupen

10

anhören

Aggression Zorn Auto & Co.

Ich bekomme unglaubliche Aggressionen, wenn Pkw- und Lkw-Fahrer grundlos hupen. Ganz schlimm sind die, die hupen, obwohl sie sehen, dass die Autos vor ihnen überhaupt nichts an der Situation ändern können. In einen mehrere Kilometer langen Stau geraten und dann das Hupen anfangen? Da werde ich so aggressiv, dass ich anfange, mit den Zähnen zu knirschen. Obwohl mir klar ist, dass diese Huper einfach nur superdumme Vollspastis sind, die einfach nicht anders können, schaffe ich es seit Jahrzehnten nicht, über dieser Dummheit zu stehen. Im Gegenteil, es wird schlimmer. Ich fürchte, irgendwann verprügele ich einen von denen. Ich möchte hiermit beichten, nicht genug an mir zu arbeiten, um über meinen eigenen Schatten zu springen - vielleicht sollte ich eine Aggressionsbewältigungstherapie anfangen oder so.

Beichthaus.com Beichte #00036156 vom 14.07.2015 um 16:51:38 Uhr (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Wetten auf Computerspiele

6

anhören

Falschheit Betrug Selbstsucht Games

Ich möchte etwas beichten, was leider nicht so schnell erklärt werden kann: Beim E-Sport Computerspiel Counterstrike Global Offensive kann man auf Spiele zwischen professionellen Teams wetten. Besonders die Websites, auf denen man diese Wetten platzieren kann, verdienen sich daran eine goldene Nase. Es werden virtuelle Gegenstände gesetzt und zusätzlich werden diese Seiten im Ausland gehostet, das heißt, es gibt keine deutschen Gesetze zum Schutz der teilweise Süchtigen. Auf einzelne Spiele werden oft mehrere Millionen insgesamt gesetzt. Ich bin Teil eines großen YouTube-Kanals, über den wir offiziell Wetttipps geben. Natürlich ist es nicht sicher, dass jeder unserer Tipps richtig ist.


Meine Beichte ist jetzt, dass wir bei Spielen, in denen "unerwartet" Ersatzspieler einspringen oder Ähnliches, was den Ausgang des Spieles stark beeinflussen kann, falsche Tipps geben und auf das Gegenereignis setzen. Teilweise ändern unsere Tipps die Quote um geschätzte 20-30 Prozent, was bei Wetten teilweise einen Unterschied von zwei- bis dreitausend Euro macht, wenn man 10.000 Euro einsetzt. Und diesen Unterschied gibt es dann ohne erhöhtes Risiko. Trotzdem sind unsere Tipps aber mehrheitlich richtig. Wir missbrauchen nur das Vertrauen unserer Zuschauer.

Beichthaus.com Beichte #00036130 vom 10.07.2015 um 09:59:49 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Fremde Leute an der Haustür

5

anhören

Verzweiflung Ignoranz Dummheit

Ich (w/25) bin einfach megadumm und das fällt mir immer öfter auf. Es gibt ja diverse Online-Flohmärkte, auf denen ich ganz gerne mal herumschaue. Neulich hat eine junge Frau um Bastelkram gebeten, da sie mit Flüchtlingskindern eine Freizeit machen will, aber als Ehrenamtliche bekommt sie viele Materialien nicht bezahlt. Also listete sie Sachen wie Bastelpapier, Leim, Scheren, Farbe und Ähnliches auf. Da ich von diesen Sachen mehr als genug habe, aber nie brauche und ich wirklich gern helfe, habe ich ihr geschrieben, dass sie mal vorbeikommen kommen sollte. Und das ist der springende Punkt: Fremde Leute in meine Wohnung lassen. Nicht, dass ich Angst davor hätte, aber ich weiß nie, was mich erwartet. Was, wenn das ein Mensch ist, der sich total festquatscht? Was, wenn die Person creepy und wortkarg ist und sich mir fünf peinliche Minuten aufdrängen? Womit fang ich am Besten den Small Talk an?


Im "realen Leben" bin ich sehr kommunikativ und um kein Wort verlegen. Ich lerne auch schnell Menschen kennen. Aber wenn es um meine eigenen vier Wände geht und ich den Menschen und der Situation nicht entlaufen kann, bekomme ich eine Null-Bock-Stimmung. Das Gleiche gilt auch für Postboten - und die betreten nicht mal meine Tür oder wollen mit einem reden. Ich beichte also, dass ich viel öfter auch Sachen verkaufen oder Pakete rechtzeitig erhalten könnte, wenn ich nicht so ein Problem mit fremden Leuten an meiner Haustür hätte. Eigene Dummheit ist so peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00036123 vom 08.07.2015 um 17:28:46 Uhr (5 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Meine drogensüchtige Mutter

21

anhören

Hass Zorn Ungerechtigkeit Drogen Familie

Ich habe das neue Leben meiner Erzeugerin zerstört. Ich (m/27) musste unmittelbar nach meiner Geburt zunächst auf "Entzug", da ich durch die Drogenproblematik meiner Mutter als Neugeborener beträchtliche Schäden hatte. Mein Erzeuger, auch drogenabhängig, machte sich dann aus dem Staub. Ich fand jedoch das liebste Zuhause, das man sich vorstellen kann - bei meinen Großeltern. Oma und Opa nahmen mich mit sechs Monaten, und ich erlebte die Nähe und Zuneigung, die mir bei den richtigen Eltern nie zugekommen wäre. Meine Mutter machte dann einen langwierigen Drogenentzug. Im Alter von knapp zehn Jahren wurde ich aus meiner liebevollen Umgebung herausgerissen. Meine Mutter, nunmehr clean, erhielt das Sorgerecht für mich, da sie sich über die Jahre angeblich so bewährt hatte. Ich durfte meine geliebte Oma, die ja meine eigentliche Mama war, nicht mehr sehen. Mein Opa war bereits verstorben, als ich knapp acht war. Meine Mutter erzählte Lügen, die nicht stimmten.


Ich merkte später, woran es ihr gelegen war - am Kindergeld, das für Drogen ausgegeben wurde. Meine Mutter landete schnell wieder im alten Muster. Sie brachte wechselnde Männer mit, die meist alles andere als eine weiße Weste hatten, und ich handelte mir die eine oder andere Misshandlung ein. Meist von den Männern. Mir wurde eingetrichtert, was ich bei den Anfangsbesuchen des Jugendamtes zu sagen habe, sonst würde ich meines Lebens nicht mehr froh. Es war die Hölle. Liebe und Zuneigung gab es nie. Ich musste springen, wenn sie oder ihre Partner einen Wunsch hatten. Nur zwei winzige Male sah ich meine Oma noch. Bei unserem letzten Telefonat - Telefonate kamen auch sehr, sehr selten vor, da ich es heimlich tun musste - wirkte sie sehr verzweifelt, viel verzweifelter, als sie es eh immer schon war. Am nächsten Tag lag sie tot in ihrem Bett. Ich weiß ganz bestimmt, dass sie an gebrochenem Herzen gestorben ist. Der Tag, an dem ich ihr weggenommen wurde, war der Anfang ihres Sterbens. Das Erbe ihrer Mutter nahm meine Mutter gerne an, obwohl sie ihr das Leben so zur Hölle gemacht hatte. Und dabei wuchs sie so liebevoll auf - sie geriet in der Pubertät aber an die falschen Leute, veränderte sich völlig, und meine Oma gab ihr nicht einmal eine Schuld, sondern nur sich selbst, und machte sich immer so viele Vorwürfe.


Meine Mutter zwang mich, ihr bei den Bewerbungen zu helfen. Sie hatte jetzt einen Mann in gehobener Stellung kennengelernt und machte nun einen auf feine Dame. Sie bewarb sich in einem Unternehmen und log im Lebenslauf, dass sich die Balken bogen und fälschte, als sei dies nicht schon schlimm genug, Arbeitszeugnisse. Sie bekam die Stelle. Aber die Suppe habe ich ihr gründlich versalzen. Ich wohnte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bei ihr - ich war da um die 20 - sondern in einer Wohngruppe für Jugendliche und junge Menschen unter 25, in der ich mich sehr wohlfühlte. Ich sorgte dafür, dass Arbeitgeber und neuer Freund vom Vorleben erfuhren. Sie bekam ein Verfahren wegen Urkundenfälschung und kurz darauf noch eines, da sie den Herrn um ein wenig Bares erleichtern wollte. Ihr neues Leben ist gelaufen. Vorbestraft braucht sie keiner mehr, da gibt es genügend andere Interessenten.


Mir geht es mittlerweile echt gut. Ich habe seit vier Jahren eine liebenswerte Freundin und bin in ihrer Familie gut angekommen. Ich denke auch noch oft an meine Großeltern, vor allem meine Oma, die mir so tolle Jahre geschenkt hat. Was meine Mutter angeht, so hoffe ich, dass niemand mehr auf den Gedanken kommt, sich ihrer zu erbarmen, denn sie hat in 41 Lebensjahren nur eins geschafft - Schaden anrichten. Naja, zumindest seit dem Jugendalter. Als Kind soll sie ja noch liebenswert gewesen sein.

Beichthaus.com Beichte #00036056 vom 30.06.2015 um 22:58:41 Uhr (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Hausmittel von Oma

10

anhören

Falschheit Engherzigkeit Lügen Gesundheit Familie Springe

Da mein (m/26) Leben voll von Beichten ist, werde ich heute wieder mal beichten. Im Alter von ungefähr acht Jahren, ich ging damals auf die Grundschule, gingen meine Schwester und ich öfters nach der Schule bei unseren Großeltern essen, da sie praktisch neben der Schule wohnten und sehr großzügig Süßigkeiten verteilen und andere Dinge durchgehen ließen, die wir sonst eigentlich nicht durften - wie Großeltern eben so sind. Der einzige Nachteil an dem Ganzen war, dass meine Oma im Gegenzug zu den ganzen Vergünstigungen erwartete, dass wir ihre alt-schlesische Hausmedizin nehmen mussten, da diese für das Wachstum der Knochen und unsere Gesundheit sehr wichtig wäre. So mussten wir unter anderem Lebertran Pillen, Magnesium und noch anderes widerliches Zeug fressen. Der Gipfel war eine Tablette, gegen was auch immer, welche die Konsistenz und das Aussehen von Ohrenschmalz hatte, einfach widerlich. Im Nachhinein kann alles gar nicht so verkehrt gewesen sein, da meine Schwester und ich kaum krank waren und sind.

Nun zur Beichte! Da man als 8-jähriger Bengel alles besser weiß und die Dinger scheußlich schmeckten, musste unbedingt eine Notlösung her, wie wir an die Süßigkeiten kamen, ohne vorher den Medikamentenschrank Kaiser Wilhelms gefressen zu haben. Eines Tages kam meine Schwester (3 Jahre älter) freudestrahlend auf mich zu, was ich nicht verstand, da wir zuvor wiedermal Schlesiens acht Köstlichkeiten bekommen hatten. Sie zog mich ins Nebenzimmer, das Puzzlezimmer meines Opas, in dem eine drei Meter lange Kommode stand, ich verstand sofort und entledigte mich auch meiner, nach Zyankali schmeckenden, Kapseln. Nun hatten wir einen Weg gefunden, alle Freiheiten zu nutzen, ohne wirkliche Nachteile zu haben. Meine Oma wurde oft misstrauisch, da wir von nun an brav und gern ihre Pillen "schluckten", oft kontrollierte sie den leeren Mund, aber da sie nicht all zu gut sehen konnte, konnten wir unsere Gefahrenladung unter der Zunge verstecken, bis wir dann wieder Opas Puzzle "bestaunen" wollten. Oma vertraute uns jahrelang gutmütig und prahlte immer vor ihren Freundinnen, wie gut doch ihre Hausmedizin helfen würde.

Irgendwann musste allerdings Tag X kommen und meine Großeltern bekamen neue Möbel. Ich, damals schon 15, half beim Tragen. Und ich kann mich noch genau an den bitteren Moment erinnern, in dem die gute alte Kommode, unser jahrelanger Helfer in der Not, von der Wand weggerückt wurde. Das Bild, das sich bot, war grausam, eine gefühlte Tonne Tabletten lag dahinter, die sich alle in den Jahren gestaut hatten. Man dachte schon ein großer Pharma-Konzern hätte hier eine Mülldeponie! Meine Oma war ziemlich geschockt und traurig. Ich bitte hiermit um Absolution dafür, dass ich jahrelang meine Oma betrogen habe und dafür auch noch mit Süßem und allerlei anderem Guten belohnt wurde!

Beichthaus.com Beichte #00036013 vom 23.06.2015 um 23:17:53 Uhr in 31832 Springe (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000