Glühwein mit zerstörerischen Folgen

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Dummheit Trunksucht Weihnachten

Mir (m/23) ist vor einigen Jahren zu Weihnachten etwas total Peinliches passiert, womit mich meine Eltern und mein Bruder heute noch jedes Jahr aufziehen. Damals war ich 16 und, wie Teenager so sind, wollte ich an Heiligabend lieber mit meinen Kumpels Party machen, als mit der Familie unter dem Baum zu hocken. Nach einigen Diskussionen einigten mein Vater und ich uns auf Folgendes: Ich durfte nach der Bescherung mit der Familie verschwinden, sollte aber um Mitternacht wieder zu Hause sein und nicht mehr als zwei Bier trinken, da wir am 25. früh aufstehen wollten, um zu meinen Großeltern zu fahren. Also ging ich nach der Bescherung mit der Familie mit meinen Kumpels in unsere Dorfdisco. Dort war leider nicht so viel los, deshalb schlug einer meiner Kumpels vor, wir sollten zu seinem älteren Bruder gehen. In dessen Garage würde eine Party steigen. Wir begaben uns also dorthin und setzten uns dazu. Da es in der Garage recht kalt war, hatte besagter Bruder ein Feuer vor der Garage gemacht und darüber einen Kessel mit Glühwein nach einem "Spezialrezept", wie er sagte, aufgestellt. Eigentlich wollte ich davon nichts trinken, aber nach einer Weile war es so kalt, dass ich doch eine Tasse nahm. Das Zeug war echt lecker, also trank ich noch eine Tasse und dann noch eine... Keine Ahnung, wie viel ich insgesamt davon getrunken habe, aber die Party wurde immer lustiger, so dass ich völlig die Zeit vergaß.


Als ich dann mal auf die Uhr blickte, stellte ich erschrocken fest, dass es schon fast zwei Uhr morgens war und ich schon längst hätte zu Hause sein sollen. Also verabschiedete ich mich schnell und ging nach Hause. Auf dem Weg merkte ich deutlich die Wirkung des Spezialglühweins. Ich konnte kaum noch geradeaus laufen und fiel auch mehrmals beinahe hin. Irgendwie schaffte ich es aber dennoch zu unserem Haus. Da war schon alles dunkel und ich dachte, ich könnte mich unbemerkt ins Bett schleichen. Falsch gedacht. Auf der Treppe vor der Haustür rutschte ich aus. Ich wollte mich noch irgendwo festhalten und griff nach dem Zweig des Tannenbaums, der in einem großen Topf neben der Haustür stand. Leider ein Fehlgriff, ich flog voll auf mein Gesicht, der Baum fiel um und auf mich drauf, dabei ging der Topf mit lautem Scheppern zu Bruch. Davon wurden meine Eltern und mein Bruder wach und standen plötzlich in der Tür. Mein Bruder lachte mich aus, meine Mutter fragte mich besorgt, ob ich mich verletzt hätte und mein Vater war sauer, da ich unsere Absprache nicht eingehalten hatte und hielt mir eine ordentliche Standpauke. Am nächsten Morgen war mir so übel, dass meine Eltern und mein Bruder alleine zu den Großeltern fuhren, denen sie erzählten, ich hätte mir einen Magen-Darm-Virus eingefangen. Den kaputten Topf und die ebenfalls zerstörte Baumdeko musste ich von meinem Taschengeld bezahlen. Seitdem habe ich nie wieder Glühwein getrunken.

Beichthaus.com Beichte #00030613 vom 24.12.2012 um 17:14:34 Uhr (7 Kommentare).

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Oktoberfest rückwärtsgegessen

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Ekel Trunksucht Maßlosigkeit Freizeit Freunde München

Als ich (m/19) mit meinen beiden Kumpels auf dem Oktoberfest war, haben wir tüchtig zugelangt, gut gegessen und ausreichend getrunken. Wir sind dann über das Festgelände zur Straßenbahn gewankt und kamen an einem Schausteller vorbei, der unser Interesse erregte: Ein großer Stahlbalken, etwa zehn Meter lang, drehte sich vertikal um eine Achse in seiner Mitte, wie ein Windrad. An beiden Enden war jeweils eine Kabine mit zwei Sitzen befestigt, die sich ihrerseits auch noch um ihre eigene Achse drehte. Die Insassen waren fest angeschnallt, außerdem war man noch mit einem Drahtkorb über den Sitzen gegen das Herausfallen gesichert. Wir machten eine Fahrt mit diesem Gerät, ungefähr zehn Umdrehungen. Meine Kumpels waren in einer Kabine, ich alleine in der anderen. Als die Fahrt zu Ende war, stand dieser Balken in senkrechter Position, damit meine Kumpels aussteigen konnten.


Bei diesem Vorgang hing ich genau senkrecht über ihnen, den Kopf nach unten. Mir war so übel wie noch nie in meinem Leben und so gab ich schließlich zwei Liter Bier, zwei Obstler und ein Brathähnchen wieder zurück. Die Brühe lief durch das Drahtgitter über mir (genauer gesagt: unter mir) nach unten und prasselte meinen zwei Kumpels unten in ihrer Kabine auf die Köpfe. Mir war gleich viel wohler und als ich nach einer halben Umdrehung des Balkens unten angelangt war und ausstieg, ging es mir blendend. Meine Kumpels waren allerdings etwas befremdet. Gut, stimmt natürlich, ich hätte auch in die Kapuze meines Anoraks reihern können. Aber ich wollte das Zeug einfach los sein.

Beichthaus.com Beichte #00030573 vom 12.12.2012 um 17:35:17 Uhr in München (Theresienwiese) (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Angst vor polnischen Langfingern

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Diebstahl Dummheit Vorurteile Trunksucht Last Night Meschede

Ich (m/19) war Freitagabend feiern. Natürlich haben wir alle auch sehr viel getrunken. Nach einer gewissen Zeit auf der Tanzfläche fiel mir dann ein Mädchen besonders ins Auge. Sie schaute mich die ganze Zeit an und irgendwann, als ich mich dann selbst überwunden hatte, sie anzusprechen, bin ich zu ihr hin. Sie war auch ganz nett, wir redeten etwas und haben auch das eine oder andere getrunken. Nebenbei erwähnte sie auch, dass sie Polin sei. Irgendwann sind wir wieder tanzen gegangen auch ziemlich nah. Der restliche Abend verlief eigentlich genauso weiter. Irgendwann kam dann die Frage "zu mir oder zu dir?" Sie, anscheinend davon überrascht, wollte dann zu mir, allerdings erst später. Also sollte ich schon mal vorgehen; sie wusste, wo ich wohne. Also bin ich, schon sehr betrunken, aufgebrochen und malte mir die ganze Geschichte schon richtig schön aus. Als ich endlich Daheim ankam, räumte ich noch schnell etwas meine Wohnung auf. Und wartete darauf, dass sie endlich zu mir kam. Leider erschien sie dann doch nicht. Etwas enttäuscht bin ich dann schlafen gegangen. Am nächsten Morgen wachte ich auf und wollte schauen, wie viel Geld ich noch in meiner Geldbörse habe. Aber ich fand sie nicht. Ich wurde richtig nervös, lief den ganzen Weg zur Disco und zurück immer wieder ab. Nur leider war dort nirgends meine Geldbörse. Ich war mir irgendwann auch schon richtig sicher, dass das Mädchen von letzter Nacht die Geldbörse geklaut hatte, wahrscheinlich beim Abschied. Sie war ja auch Polin. Ich rief bei der Polizei an und war noch einmal in der Disco, aber meine Geldbörse wurde nicht abgegeben. Ich rief also bei meinem Kreditkarteninstitut an und ließ meine Karte sperren. Ich wollte gerade zur Polizei, da Führerschein und Ausweis ebenfalls weg waren, da ließ ich den vergangenen Abend noch einmal Revue passieren. Und da fiel es mir ein.
Ich hatte in meinem Suff meine Geldbörse zwischen meinen Socken versteckt, weil ich Angst hatte, dass die Polin mich ausraubt, wenn ich schlafe. Nur leider hatte ich das bis zum nächsten Tag vergessen. Es tut mir leid, dass ich ihr gegenüber solche Vorurteile hatte und dass ich so betrunken war.

Beichthaus.com Beichte #00030562 vom 08.12.2012 um 12:22:28 Uhr in Meschede (Winziger Platz) (17 Kommentare).

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Alkoholentzug

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Betrug Lügen Trunksucht Ernährung Meißen

Vor ein paar Jahren lebte bei mir in der Gegend ein Obdachloser, der den ganzen Tag vor einem Supermarkt herumlungerte und Billigbier einer bei uns im Osten bekannten Marke trank. Da er im alkoholisierten Zustand dazu neigte, Parolen aus dem NSDAP-Wahlkampf zu grölen, hatte er in dem Laden und in zahlreichen Weiteren Hausverbot. Als ich eines Tages von der Schule kam, sprach mich der notorische Trinker an und fragte, ob ich ihn beliefern kann. Da ich schon 17 war, beschloss ich, ihm gegen eine kleine Provision ein paar Dosen zu kaufen. Das Ganze entwickelte sich zu einem täglichen Ritual. Fortan spielte ich den Kurier für 50 Cent bis 1 Euro täglich, was sich schnell summierte, denn der arme Mann hatte immer Durst und der Laden war direkt an meinem Schulweg. Nach einiger Zeit hatte ich die Idee, ihm alkoholfreies Bier zu kaufen, es mit den Etiketten des alkoholhaltigen Biers zu versehen und so zu testen, ob er den Unterschied bemerkt. Die Fälschung sah sogar relativ echt aus, der Obdachlose merkte nichts.

Ich begann, mit meinem Laserdrucker selbst Etiketten zu kopieren und auf die Dosen mit alkoholfreiem Bier zu kleben. Da mein Vater einen Copyshop besitzt, hatten wir sogar ausreichend professionelle Folie zu Hause. Einerseits tat ich es, weil das alkoholfreie Bier ein paar Cent billiger war, andererseits, weil mich interessierte, wie sich das Verhalten des Obdachlosen ändern würde. Anscheinend hat er nie was gemerkt, erstaunlich war allerdings, dass er trotz seines Alkoholentzugs immer noch die alten Verhaltensmuster aufwies. Entweder, mir ist es gelungen, den Placebo-Effekt nachzuweisen, oder der Mann war einfach psychisch krank. Ich beichte hiermit, dass ich monatelang einem Obdachlosen regelmäßig kleine Mengen Geld unterschlagen habe und ihn für meine Hobbypsychologie-Versuche missbraucht habe. Wenigstens war er so für einige Zeit auf dem Trockenen, was seine Lebenserwartung wohl verlängert haben dürfte.

Beichthaus.com Beichte #00030558 vom 06.12.2012 um 22:20:25 Uhr in Meißen (Fabrikstraße) (21 Kommentare).

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Die Nacht mit unruhigen Hotelgästen

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Boshaftigkeit Ekel Rache Trunksucht Arbeit Last Night

Ich (m/21) bin gelernter Hotelkaufmann und arbeite in einem 3-Sterne-Hotel in Hamburg. Die Nachtschichten werden von mir erledigt, somit bin ich derjenige, der sich besonders am Wochenende mit dem Partyvolk rumschlagen darf. Meist sind es Jugendliche, die besonderen Ärger verursachen. Sie verlassen das Haus am frühen Abend und gehen auf die Reeperbahn zum Feiern und kommen dann mitten in der Nacht wieder. Häufig ist die Rückkehr harmlos, sie sind zwar immer stark betrunken und riechen stark nach Alkohol und Zigaretten und labern mich voll, aber es ist okay. Ich händige ihnen dann den Schlüssel aus und sie schlafen ihren Rausch aus. Am Samstag, dem gefährlichsten aller Partytage, ging es dann echt zu weit. Folgendes ist geschehen: Die Gruppe bestand aus zwei Frauen, besser gesagt Mädchen und zwei Männern. Die Frauen waren wie gesagt noch sehr jung, vielleicht 18 Jahre und die Männer deutlich älter, circa 25, und sehr breit gebaut und waren mir bereits beim Check-in durch ihre aggressive Ausstrahlung aufgefallen.

Gegen 3 Uhr in der Nacht kamen sie stark angetrunken zurück und wollten bei mir den Schlüssel abholen. Ein bisschen Smalltalk, bla bla. Einer der Männer fragte mich, ob Getränke mit aufs Zimmer genommen werden dürften. Ich antwortete, dass dies möglich sei, aber es um diese Uhrzeit bei uns kein Ausschenken mehr gibt. Er versuchte dann, mich rumzukriegen und ihm noch Alkohol zu verkaufen. Ich bestand darauf, dass ich die Kasse schon geschlossen hatte und der Tagesabschluss gerade laufen würde. Unsere Servicezeiten in der Bar gehen nur bis 2 Uhr und ich könne ihm jetzt nichts mehr verkaufen. Daraufhin schaltete sich der zweite Mann ein und beide fingen an, mich zu bedrängen und verlangten, Bier und Wodka kaufen zu dürfen. Ich gab dann letzten Endes nach und verkaufte ihnen die besagten Getränke.
Das sollte sich als folgenschwerer Fehler herausstellen. Ich hatte um 4 Uhr meine Arbeit bereits komplett erledigt und genoss meine Zeit mit Serien gucken am Laptop. Als ein Gast aus dem dritten Stock anrief und sich über die Lautstärke aus einem anderen Zimmer beschwerte. Er konnte die Quelle nicht genau zuordnen und bat mich, für Ruhe zu sorgen. Ich machte mich sogleich auf den Weg zum Fahrstuhl und fuhr in den zweiten Stock, denn dort hatte die besagte Gruppe ihre beiden Zimmer. Vor einem der Zimmer stehen geblieben, lauschte ich an der Tür und hörte recht eindeutige Geräusche: Zum einen lief sehr laut Musik, aber es war auch klar zu vernehmen, dass mindestens eine der Frauen gerade von mindestens einem der Männer beglückt wurde und dies mit lautem Geschreie bejubelte. Ich hatte keine andere Wahl, als zu klingeln. Nur wenige Sekunden später verstummte die Musik und jemand schrie "MOMENT". Wenig später wurde die Tür geöffnet und einer der Männer versteckte sich, offensichtlich nackt, hinter der Tür. Ich teilte ihm mit, dass es leider eine Beschwerde gegeben hätte und ich ihn darum bitten müsste, die Musik auszumachen, da die anderen Gäste um diese Uhrzeit schlafen wollen. Recht freundlich wurde mir entgegnet, dass das kein Problem sein würde.

Ich verschwand also wieder nach unten und setzte mich zurück an meinen Laptop. Wenig später rief erneut der Gast an und sagte mir, dass die Musik kurz aus war und jetzt wieder unverändert laut laufen würde. Er verlangte, jetzt bereits genervt, dass das sofort aufhört. Ich versicherte ihm, mich erneut darum zu kümmern und bat um Verzeihung. Diesmal rief ich auf dem Zimmer an, doch keiner nahm ab. Also musste ich wieder hoch in den zweiten Stock und stellte dort fest, dass die Musik nun nicht mehr aus dem Zimmer von vorhin kam, sondern aus dem daneben. Die Gruppe war also umgezogen und feierte dort ihre Party weiter. Verärgert über diese Dreistigkeit klingelte ich am neuen Zimmer und wieder wurde mir aufgemacht. Diesmal war es der andere Mann und er war im Gegensatz zu seinem Kumpel überhaupt nicht schüchtern, was das Türenaufmachen angeht, wenn man nackt ist. In voller Nacktheit öffnete er die Tür und stand breitbeinig vor mir. Laut rief er mir ins Gesicht, dass er nicht geglaubt hätte, dass ich sie finden würde. Sie hätten extra das Zimmer gewechselt, damit ich sie nicht aufspüren könnte. Selbes Spiel also, sie versprachen erneut, dass die Lautstärke jetzt aufhören würde.

Doch natürlich war dies nicht der Fall. Diesmal war ich extra eine Weile im Flur geblieben und wartete ab, ob die Musik gleich wieder angehen würde. Ich wollte nicht, dass der Gast mich wieder anruft und ich seine miese Laune abbekomme. Also entschloss ich mich, im dritten Versuch anders an die Sache ranzugehen. Ich ging zunächst wieder nach unten an die Rezeption und öffnete unseren Ersatzschlüsselschrank. Dort nahm ich mir die Schlüssel für die beiden Zimmer heraus und rief dann das Zimmer an, indem sie sich zuletzt aufhielten. Ich gab mich als jemand aus, der auch im Hotel übernachten würde und die Lautstärke unhöflich findet. Ich forderte ihn in strengem Ton dazu auf, sofort den Mund zu halten und die Hip-Hop Musik auszumachen oder es setzt was. Die Antwort wurde mir ins Ohr gebrüllt. Ich ließ mich auf das Spiel ein und provozierte den starken Burschen, bis er mich zum Kampf aufforderte. Ich sagte ich wohne im siebten Stock im Zimmer 7xx. Ich nannte ihm allerdings eine Zimmernummer, die es bei uns gar nicht gibt, in der Hoffnung, dass die beiden Männer zu doof wären, die Beschilderung zu lesen und zu merken, dass sie dieses Zimmer niemals finden würden. Auch, dass eigentlich REZEPTION im Display des Telefons stand, sollte ihnen entgehen, so mein Plan. Ich forderte ihn noch auf, ruhig auch alle seine Kollegen und Freundinnen mitzubringen, ich würde sie alle fertigmachen und dann seine Frauen beglücken.

Sofort nachdem das Telefonat beendet war, machte ich mich auf den Weg zum ersten Stock und konnte von da aus bereits hören, dass die gesamte Gruppe in Richtung Fahrstuhl lief. Ich beobachtete von dort, wie der Fahrstuhl aus dem zweiten Stock nach oben fuhr und ging dann durchs Treppenhaus hoch in den zweiten. Mit dem Ersatzzimmerschlüssel öffnete ich die Tür und trat ein. Ich fand ein völlig verwüstetes Zimmer vor und auch die Quelle der lauten Musik. Einen Ghettoblaster. Ich beschloss kurzfristig, diesen einzusacken und irgendwo zu verstecken, damit der Unfug endlich ein Ende hat. Ich hoffte, dass mich keiner verdächtigen würde.
Ich packte mir das Gerät und kurz bevor ich das Zimmer verlassen wollte, kam mir eine Idee. Ich wollte die Sache nicht so einfach beenden und mich für die geklaute Freizeit und den Stress rächen. Da ich beim Serien gucken immer viel Wasser trinke, musste ich sowieso sehr dringend aufs Klo. Also beschloss ich, das gesamte Zimmer als Klo zu benutzen und sämtliche Gegenstände einzunässen. Ich strullerte über die Handtaschen der Frauen, aufs Bett, ins Badezimmer, in die Schuhe (die Leute mussten barfuß losgegangen sein) und auf den Teppich. Ich achtete darauf, immer reguliert meinen Urin zu verspritzen, damit genug für alle von mir anvisierten Ziele übrig bliebe. Auch den Ghettoblaster hatte ich angestrullert und entschied mich dann dazu, ihn einfach stehen zu lassen. Den würde bestimmt niemand mehr anfassen wollen.
Dann ergriff mich schlagartig eine unglaubliche Angst, im Zimmer erwischt zu werden. Ich hatte fast schon Todesangst und machte mich schnell aus dem Staub. Ich wusste, wo sich bei uns im Haus die Kameras befanden und vermied es, von ihnen aufgenommen zu werden. So kehrte ich an die Rezeption zurück und mein Spaziergang könnte nicht nachgewiesen werden.
Die Gruppe streunerte noch eine Weile durchs Haus und kam auch einmal zu mir runter um zu fragen, wo sich Zimmer 7xx befindet. Ich sagte ihnen, dass wir kein solches Zimmer haben und schlug vor, jetzt einfach mal Feierabend zu machen und schlafen zu gehen. Ich musste mich dabei stark zusammen reißen um mir meine Angst nicht anmerken zu lassen. Letzten Endes waren die beiden Männer einfach mal doppelt so breit wie ich und würden mich mit Sicherheit zu Matsch prügeln, wenn sie herausfinden, dass ich für das verantwortlich war, was sie gleich vorfinden würden. Stattdessen gingen sie noch in die Raucherlounge und versprühten da ihren schlechten Geruch. Auch Getränke musste ich ihnen wieder verkaufen. Mittlerweile war es 6 Uhr und meine Ablöse kam. Ich machte mich schnellstmöglich aus dem Staub und ging zufrieden aber immer noch beängstigt nach Hause und schlief relativ schnell ein. Am nächsten Abend teilte mir die Spätschicht mit, dass es heute Vormittag einen Riesenärger mit dem Direktor und ein paar Gästen gegeben hätte. Sie hätten das Zimmer zerlegt und darin uriniert. Es sei ein Schaden entstanden, der mit Sicherheit mehrere tausend Euro betrug.

Beichthaus.com Beichte #00030552 vom 06.12.2012 um 17:24:22 Uhr (18 Kommentare).

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